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	<title>Kostprobe: KunstkampfJürgen Theobaldy: „Mein Schützling“ Novelle</title>
	<link>https://podcastliteratur.de/podcast/kostprobe-kunstkampfjuergen-theobaldy-mein-schuetzling-novelle/</link>
	<pubDate>Sat, 20 Jul 2024 23:00:00 +0000</pubDate>
	<dc:creator><![CDATA[Podcast Literatur]]></dc:creator>
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	<description><![CDATA[<p>In diesem Jahr ist er 80 geworden: Jürgen Theobaldy. Er stammt aus Ludwigshafen, ist im Mannheimer Arbeitermilieu aufgewachsen, von dem viele seiner frühen Texte inspiriert sind, in Heidelberg hat er studiert und an der Studentenbewegung teilgenommen, dann ist er nach Berlin gezogen und seit vier Jahrzehnten lebt, arbeitet und liebt er in der Schweiz.</p>



<p>Als Dichter hat er Literaturgeschichte geschrieben als er und eine Handvoll anderer Autoren in den 70er Jahren die deutsche Lyrik erneuert haben mit „Alltagslyrik“ und „Neuer Sensibilität“. Indem sie alltägliche Erfahrungen zum Gegenstand ihrer Gedichte machten und in umgangssprachlichen Redeweisen formulierten. Und im Gegensatz zu damals verbreiteten Forderungen politisch propagandistisch zu schreiben, bestanden sie auf der Wichtigkeit auch ihrer ganz persönlichen, intimen Gefühlen, Gedanken und Erfahrungen.</p>



<p>Aber Jürgen Theobaldy hat immer auch Prosa geschrieben. Zuletzt die Novelle „Mein Schützling“. Darin geht es, neben der eigentlichen Novellenhandlung, die hier nicht verraten werden darf, um klassische Musik.</p>



<p>Im Zentrum stehen ein junger Dirigent, der zum unberechenbaren Ausrasten neigt, und sein Agent, der als Einziger damit umgehen kann. Er beschützt die Karriere seines „Schützlings“ vor den Folgen seiner eigenen Unberechenbarkeit und den knallharten Gegebenheiten des Musikmarktes. Vor allem aber trifft er ihn zwischen den Konzerten immer wieder, um mit ihm über klassische Musik zu philosophieren. Diese Dialoge, dieses Nachdenken über Wesen und Ausdrucksmöglichkeiten von Musik, besonders über das Verhältnis von Partitur und lebendiger Aufführung, von Komponist und Dirigent, machen den Kern der Novelle aus.</p>



<p>In dieser Kostprobe spricht Jürgen Theobaldy mit Theo Schneider über Anlässe, Absichten und Themen dieser Novelle und liest ausführliche Passagen daraus.</p>





<h4>Biografie Jürgen Theobaldy (nach Wkipedia)</h4>



<p>Jürgen Theobaldy, 1944 geboren, der aus einer Ludwigshafener Arbeiterfamilie stammt, wuchs in Mannheim auf. Nach einer kaufmännischen Lehre absolvierte er ein Studium zum Grund- und Hauptschullehrer an den Pädagogischen Hochschulen in Freiburg im Breisgau und Heidelberg. Danach studierte er Literaturwissenschaft an den Universitäten in Heidelberg und Köln sowie seit 1974 an der Freien Universität in Berlin. Seit 1984 lebt er in der Schweiz.
Jürgen Theobaldy, dessen schriftstellerische Anfänge in der Studentenbewegung der Sechzigerjahre liegen, begann in den Siebzigerjahren mit Alltagslyrik und strengeren, traditionellen Formen zu experimentieren. Neben Gedichten hat er eine Reihe von Romanen und Erzählbänden veröffentlicht, die zumeist die eigenen Erfahrungen des Autors verarbeiten.</p>



<p>Von der Stadt Bern erhielt er 1992 für sein Werk In den Aufwind und 2003 für Trilogie der nächsten Ziele einen Buchpreis.[1] Die Literarische Kommission der Stadt Bern verlieh ihm für sein Gesamtwerk den Literaturpreis 2006.[2][3]
Jürgen Theobaldy ist Mitglied des Verbandes „Autorinnen und Autoren der Schweiz“. Bis 2009 arbeitete er in Teilzeit als Protokollschreiber bei den Parlamentsdiensten der Bundesversammlung.[4]
Sein Archiv wurde 2010 vom Schweizerischen Literaturarchiv erworben.
(Quelle: <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Jürgen_Theobaldy" target="_blank" rel="noreferrer noopener">https://de.wikipedia.org/wiki/Jürgen_Theobaldyhttps://de.wikipedia.org/wiki/Jürgen_Theobaldy</a>) </p>







<h4>Werke</h4>



<p>• Sperrsitz. Gedichte. Palmenpresse, Köln 1973.
• Blaue Flecken. Gedichte. Rowohlt Taschenbuch Verlag, Reinbek bei Hamburg 1974.
• mit Gustav Zürcher: Veränderung der Lyrik. edition text + kritik, München 1976.
• Zweiter Klasse. Gedichte. Rotbuch Verlag, Berlin 1976.
• Sonntags Kino. Roman. Rotbuch Verlag, Berlin 1978.
• Drinks. Gedichte. Verlag Das Wunderhorn, Heidelberg 1979.
• Schwere Erde, Rauch. Gedichte. Rowohlt Taschenbuch Verlag, Reinbek bei Hamburg 1980.
• Spanische Wände. Roman, Rowohlt Verlag, Reinbek bei Hamburg 1981.
• Die Sommertour. Gedichte, Rowohlt Verlag, Reinbek bei Hamburg 1983.
• Midlands, Drinks. Gedichte, Verlag Das Wunderhorn, Heidelberg 1984.
• Das Festival im Hof. Erzählungen, Rotbuch Verlag, Berlin 1985.
• In den Aufwind. Gedichte, Friedenauer Presse, Berlin 1990.
• Der Nachtbildsammler. Gedichte, Palmenpresse, Köln 1992.
• Mehrstimmiges Grün. Prosa und Lyrik (= Text und Porträt. 14, hg. vom LCB). Aufbau Verlag, Berlin 1994.
• Ein Glücksfall. Erzählung. Mit Illustrationen von Thomas Weber. Berlin 1996.
• Immer wieder alles. Gedichte. Zu Klampen Verlag, Lüneburg 2000, ISBN 978-3-933156-54-9.
• In der Ferne zitternde Häuser. Prosa. Verlag Das Wunderhorn, Heidelberg 2000, ISBN 3-88423-170-7.
• Trilogie der nächsten Ziele. Roman. Zu Klampen Verlag, Springe 2003, ISBN 978-3-933156-77-8.
• Wilde Nelken. Gedichte. Zu Klampen Verlag, Springe 2005, ISBN 978-3-933156-84-6.
• 24 Stunden offen. Gedichte. Verlag Peter Engstler, Ostheim/Rhön 2006, ISBN 3-929375-75-3.
• Suchen ist schwer. Gedichte. Verlag Peter Engstler, Ostheim/Rhön 2012, ISBN 978-3-941126-33-6.
• Aus nächster Nähe. Roman. Verlag Das Wunderhorn, Heidelberg 2013, ISBN 978-3-88423-441-9.
• Rückvergütung. Roman, Verlag Das Wunderhorn, Heidelberg 2015, ISBN 978-3-88423-491-4.
• Hin und wieder hin. Gedichte aus Japan. Verlag Peter Engstler, Ostheim/Rhön 2015, ISBN 978-3-941126-66-4.
• Auf dem unberührten Tisch. Gedichte. Verlag Peter Engstler, Ostheim/Rhön 2019, ISBN 978-3-946685-21-0.
• Geschichten im Vorübergehen. Prosa. verlag die brotsuppe, Biel 2020, ISBN 978-3-03867-026-1.
• Einfach um die Sonne. Gedichte. Klaus Isele Editor, Eggingen 2021, ISBN 978-3-7534-6278-3.
• Poesiealbum 368. Gedichte. Grafik Johannes Vennekamp, Märkischer Verlag, Wilhelmshorst 2022, GTIN 978 3 943708 68 4
• Guten Tag in Kyōto. Zwei Reisen in Tanka. Mäd Book Lyrik Elf, Mäd Books, Basel 2022, ISBN 978-3-906-172-16-3.
• Mein Schützling. Novelle. Transit, Berlin 2023, ISBN 978-3-88747-397-6.
• Bis es passt. Zehn Erzählungen. Verlag Brotsuppe, Biel 2023, ISBN 978-3-03867-089-6.</p>



<h4>Herausgeberschaft</h4>



<p>• Benzin. Heidelberg, Jg. 1971–1973.
• Und ich bewege mich doch. München 1977.</p>



<h4>Übersetzungen</h4>



<p>• Aras Ören: Der kurze Traum aus Kagithane. Rotbuch Verlag, Berlin 1974 (Bearbeitung der Übersetzung von H. Achmed Schmiede)
• Jim Burns: Leben in Preston. Palmenpresse, Köln 1973 (Aus dem Englischen zusammen mit Rolf Eckart John)
• Jim Burns: Fred Engels bei Woolworth. Rotbuch Verlag, Berlin 1977 (Aus dem Englischen zusammen mit Rolf Eckart John)
• Lu Xun: Kein Ort zum Schreiben. Gedichte, Rowohlt Taschenbuch Verlag, Reinbek bei Hamburg 1983 (Aus dem Chinesischen zusammen mit Egbert Baqué)
• Liu Zongyuan: Am törichten Bach. Prosa und Gedichte. Aus dem Chinesischen von Raffael Keller, darin sechs Gedichte zusammen mit Raffael Keller, Friedenauer Presse, Berlin 2005, ISBN 3-932109-45-7</p>



<h4>Pressestimmen</h4>



<p><strong>WDR3 Gutenbergs Welt Manuela Reichart</strong>
Ein besonders musikalisches Buch möchte ich Ihnen empfehlen: Jürgen Theobaldy »Mein Schützling«. …Nur sein Agent kann mit dem unberechenbaren Dirigenten umgehen und aus dessen Perspektive wird die Künstlernovelle fein instrumentalisiert und mit großer Kenntnis des Musikbetriebs erzählt. Theobaldy zeichnet mit ebenso großer Genauigkeit wie Diskretion seine beiden Protagonisten.
8.7.2023</p>



<p><strong>MDR Kultur Ulrich Rüdenauer</strong>
Die Novelle ist hochkonzentriert, sie liefert detaillierte Einblicke in einen umkämpften Markt, in dem es nicht allein um Können geht, sondern auch um Images und Aura und die Inszenierung des Genialischen. Dabei hat Theobaldys Prosa selbst etwas Musikalisches. Weit ausschwingende Sätze, die einen Sog entwickeln, sanfte arabeske Melodielinien.
7.7.2023</p>



<p><strong>Der Bund Alexander Sury</strong>
Theobaldy erzählt ungewöhnlich intensiv und gleichzeitig diskret. Es ist ein faszinierender Text und ein sehr genaues Porträt eines Musikers. Man merkt, dass Theobaldy ein großer Kenner des Musikbetriebs und der Musik ist. Alles wird auf eine sehr schöne Weise erzählt, es ist wie hingetupft und es macht großen Spaß das Buch zu lesen, auch wenn man keine Musikkennerin ist. Denn Theobaldy verwebt die Fäden so spannend, dass fast ein Krimi daraus wird.
11.5.2023</p>



<p><strong>rbb Kultur Manuela Reichhardt</strong>
Theobaldy erzählt ungewöhnlich intensiv und gleichzeitig diskret. Es ist ein faszinierender Text und ein sehr genaues Porträt eines Musikers. Man merkt, dass Theobaldy ein großer Kenner des Musikbetriebs und der Musik ist. Alles wird auf eine sehr schöne Weise erzählt, es ist wie hingetupft und es macht großen Spaß das Buch zu lesen, auch wenn man keine Musikkennerin ist. Denn Theobaldy verwebt die Fäden so spannend, dass fast ein Krimi daraus wird.
24.4.2023</p>



<p><strong>Die Welt Hans Christoph Buch</strong>
Die Lektüre ist ein Muss – schon deshalb, weil Theobaldy zu großer Form aufläuft und sich frei schreibt von jeglichem Ballast. (Dass er sich, ohne Aufhebens davon zu machen, als profunder Kenner klassischer wie moderner Musik erweist, sei nur am Rande, in Klammern vermerkt.)
2.4.2023</p>



<p><strong>Mannheimer Morgen Thomas Groß</strong>
… erzählerisch genau und mit hohem Stilempfinden. Theobaldy schreibt über die Grenzen des Erzählens und der Sprache … diese Novelle ist ein Abgesang auf die Hochkultur, die einen ständigen Niedergang diagnostiziert – die große Namen längst verstorbener Künstler idealisiert und darüber die Gegenwart des Lebens zu verpassen droht. Und es passiert noch mehr, das man am besten selber liest in diesem schönen Buch, das auch mit den Finessen der Ironie souverän zu verfahren weiß…</p>]]></description>
	<itunes:subtitle><![CDATA[In diesem Jahr ist er 80 geworden: Jürgen Theobaldy. Er stammt aus Ludwigshafen, ist im Mannheimer Arbeitermilieu aufgewachsen, von dem viele seiner frühen Texte inspiriert sind, in Heidelberg hat er studiert und an der Studentenbewegung teilgenommen, da]]></itunes:subtitle>
	<content:encoded><![CDATA[<p>In diesem Jahr ist er 80 geworden: Jürgen Theobaldy. Er stammt aus Ludwigshafen, ist im Mannheimer Arbeitermilieu aufgewachsen, von dem viele seiner frühen Texte inspiriert sind, in Heidelberg hat er studiert und an der Studentenbewegung teilgenommen, dann ist er nach Berlin gezogen und seit vier Jahrzehnten lebt, arbeitet und liebt er in der Schweiz.</p>



<p>Als Dichter hat er Literaturgeschichte geschrieben als er und eine Handvoll anderer Autoren in den 70er Jahren die deutsche Lyrik erneuert haben mit „Alltagslyrik“ und „Neuer Sensibilität“. Indem sie alltägliche Erfahrungen zum Gegenstand ihrer Gedichte machten und in umgangssprachlichen Redeweisen formulierten. Und im Gegensatz zu damals verbreiteten Forderungen politisch propagandistisch zu schreiben, bestanden sie auf der Wichtigkeit auch ihrer ganz persönlichen, intimen Gefühlen, Gedanken und Erfahrungen.</p>



<p>Aber Jürgen Theobaldy hat immer auch Prosa geschrieben. Zuletzt die Novelle „Mein Schützling“. Darin geht es, neben der eigentlichen Novellenhandlung, die hier nicht verraten werden darf, um klassische Musik.</p>



<p>Im Zentrum stehen ein junger Dirigent, der zum unberechenbaren Ausrasten neigt, und sein Agent, der als Einziger damit umgehen kann. Er beschützt die Karriere seines „Schützlings“ vor den Folgen seiner eigenen Unberechenbarkeit und den knallharten Gegebenheiten des Musikmarktes. Vor allem aber trifft er ihn zwischen den Konzerten immer wieder, um mit ihm über klassische Musik zu philosophieren. Diese Dialoge, dieses Nachdenken über Wesen und Ausdrucksmöglichkeiten von Musik, besonders über das Verhältnis von Partitur und lebendiger Aufführung, von Komponist und Dirigent, machen den Kern der Novelle aus.</p>



<p>In dieser Kostprobe spricht Jürgen Theobaldy mit Theo Schneider über Anlässe, Absichten und Themen dieser Novelle und liest ausführliche Passagen daraus.</p>





<h4>Biografie Jürgen Theobaldy (nach Wkipedia)</h4>



<p>Jürgen Theobaldy, 1944 geboren, der aus einer Ludwigshafener Arbeiterfamilie stammt, wuchs in Mannheim auf. Nach einer kaufmännischen Lehre absolvierte er ein Studium zum Grund- und Hauptschullehrer an den Pädagogischen Hochschulen in Freiburg im Breisgau und Heidelberg. Danach studierte er Literaturwissenschaft an den Universitäten in Heidelberg und Köln sowie seit 1974 an der Freien Universität in Berlin. Seit 1984 lebt er in der Schweiz.
Jürgen Theobaldy, dessen schriftstellerische Anfänge in der Studentenbewegung der Sechzigerjahre liegen, begann in den Siebzigerjahren mit Alltagslyrik und strengeren, traditionellen Formen zu experimentieren. Neben Gedichten hat er eine Reihe von Romanen und Erzählbänden veröffentlicht, die zumeist die eigenen Erfahrungen des Autors verarbeiten.</p>



<p>Von der Stadt Bern erhielt er 1992 für sein Werk In den Aufwind und 2003 für Trilogie der nächsten Ziele einen Buchpreis.[1] Die Literarische Kommission der Stadt Bern verlieh ihm für sein Gesamtwerk den Literaturpreis 2006.[2][3]
Jürgen Theobaldy ist Mitglied des Verbandes „Autorinnen und Autoren der Schweiz“. Bis 2009 arbeitete er in Teilzeit als Protokollschreiber bei den Parlamentsdiensten der Bundesversammlung.[4]
Sein Archiv wurde 2010 vom Schweizerischen Literaturarchiv erworben.
(Quelle: <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Jürgen_Theobaldy" target="_blank" rel="noreferrer noopener">https://de.wikipedia.org/wiki/Jürgen_Theobaldyhttps://de.wikipedia.org/wiki/Jürgen_Theobaldy</a>) </p>







<h4>Werke</h4>



<p>• Sperrsitz. Gedichte. Palmenpresse, Köln 1973.
• Blaue Flecken. Gedichte. Rowohlt Taschenbuch Verlag, Reinbek bei Hamburg 1974.
• mit Gustav Zürcher: Veränderung der Lyrik. edition text + kritik, München 1976.
• Zweiter Klasse. Gedichte. Rotbuch Verlag, Berlin 1976.
• Sonntags Kino. Roman. Rotbuch Verlag, Berlin 1978.
• Drinks. Gedichte. Verlag Das Wunderhorn, Heidelberg 1979.
• Schwere Erde, Rauch. Gedichte. Rowohlt Taschenbuch Verlag, Reinbek bei Hamburg 1980.
• Spanische Wände. Roman, Rowohlt Verlag, Reinbek bei Hamburg 1981.
• Die Sommertour. Gedichte, Rowohlt Verlag, Reinbek bei Hamburg 1983.
• Midlands, Drinks. Gedichte, Verlag Das Wunderhorn, Heidelberg 1984.
• Das Festival im Hof. Erzählungen, Rotbuch Verlag, Berlin 1985.
• In den Aufwind. Gedichte, Friedenauer Presse, Berlin 1990.
• Der Nachtbildsammler. Gedichte, Palmenpresse, Köln 1992.
• Mehrstimmiges Grün. Prosa und Lyrik (= Text und Porträt. 14, hg. vom LCB). Aufbau Verlag, Berlin 1994.
• Ein Glücksfall. Erzählung. Mit Illustrationen von Thomas Weber. Berlin 1996.
• Immer wieder alles. Gedichte. Zu Klampen Verlag, Lüneburg 2000, ISBN 978-3-933156-54-9.
• In der Ferne zitternde Häuser. Prosa. Verlag Das Wunderhorn, Heidelberg 2000, ISBN 3-88423-170-7.
• Trilogie der nächsten Ziele. Roman. Zu Klampen Verlag, Springe 2003, ISBN 978-3-933156-77-8.
• Wilde Nelken. Gedichte. Zu Klampen Verlag, Springe 2005, ISBN 978-3-933156-84-6.
• 24 Stunden offen. Gedichte. Verlag Peter Engstler, Ostheim/Rhön 2006, ISBN 3-929375-75-3.
• Suchen ist schwer. Gedichte. Verlag Peter Engstler, Ostheim/Rhön 2012, ISBN 978-3-941126-33-6.
• Aus nächster Nähe. Roman. Verlag Das Wunderhorn, Heidelberg 2013, ISBN 978-3-88423-441-9.
• Rückvergütung. Roman, Verlag Das Wunderhorn, Heidelberg 2015, ISBN 978-3-88423-491-4.
• Hin und wieder hin. Gedichte aus Japan. Verlag Peter Engstler, Ostheim/Rhön 2015, ISBN 978-3-941126-66-4.
• Auf dem unberührten Tisch. Gedichte. Verlag Peter Engstler, Ostheim/Rhön 2019, ISBN 978-3-946685-21-0.
• Geschichten im Vorübergehen. Prosa. verlag die brotsuppe, Biel 2020, ISBN 978-3-03867-026-1.
• Einfach um die Sonne. Gedichte. Klaus Isele Editor, Eggingen 2021, ISBN 978-3-7534-6278-3.
• Poesiealbum 368. Gedichte. Grafik Johannes Vennekamp, Märkischer Verlag, Wilhelmshorst 2022, GTIN 978 3 943708 68 4
• Guten Tag in Kyōto. Zwei Reisen in Tanka. Mäd Book Lyrik Elf, Mäd Books, Basel 2022, ISBN 978-3-906-172-16-3.
• Mein Schützling. Novelle. Transit, Berlin 2023, ISBN 978-3-88747-397-6.
• Bis es passt. Zehn Erzählungen. Verlag Brotsuppe, Biel 2023, ISBN 978-3-03867-089-6.</p>



<h4>Herausgeberschaft</h4>



<p>• Benzin. Heidelberg, Jg. 1971–1973.
• Und ich bewege mich doch. München 1977.</p>



<h4>Übersetzungen</h4>



<p>• Aras Ören: Der kurze Traum aus Kagithane. Rotbuch Verlag, Berlin 1974 (Bearbeitung der Übersetzung von H. Achmed Schmiede)
• Jim Burns: Leben in Preston. Palmenpresse, Köln 1973 (Aus dem Englischen zusammen mit Rolf Eckart John)
• Jim Burns: Fred Engels bei Woolworth. Rotbuch Verlag, Berlin 1977 (Aus dem Englischen zusammen mit Rolf Eckart John)
• Lu Xun: Kein Ort zum Schreiben. Gedichte, Rowohlt Taschenbuch Verlag, Reinbek bei Hamburg 1983 (Aus dem Chinesischen zusammen mit Egbert Baqué)
• Liu Zongyuan: Am törichten Bach. Prosa und Gedichte. Aus dem Chinesischen von Raffael Keller, darin sechs Gedichte zusammen mit Raffael Keller, Friedenauer Presse, Berlin 2005, ISBN 3-932109-45-7</p>



<h4>Pressestimmen</h4>



<p><strong>WDR3 Gutenbergs Welt Manuela Reichart</strong>
Ein besonders musikalisches Buch möchte ich Ihnen empfehlen: Jürgen Theobaldy »Mein Schützling«. …Nur sein Agent kann mit dem unberechenbaren Dirigenten umgehen und aus dessen Perspektive wird die Künstlernovelle fein instrumentalisiert und mit großer Kenntnis des Musikbetriebs erzählt. Theobaldy zeichnet mit ebenso großer Genauigkeit wie Diskretion seine beiden Protagonisten.
8.7.2023</p>



<p><strong>MDR Kultur Ulrich Rüdenauer</strong>
Die Novelle ist hochkonzentriert, sie liefert detaillierte Einblicke in einen umkämpften Markt, in dem es nicht allein um Können geht, sondern auch um Images und Aura und die Inszenierung des Genialischen. Dabei hat Theobaldys Prosa selbst etwas Musikalisches. Weit ausschwingende Sätze, die einen Sog entwickeln, sanfte arabeske Melodielinien.
7.7.2023</p>



<p><strong>Der Bund Alexander Sury</strong>
Theobaldy erzählt ungewöhnlich intensiv und gleichzeitig diskret. Es ist ein faszinierender Text und ein sehr genaues Porträt eines Musikers. Man merkt, dass Theobaldy ein großer Kenner des Musikbetriebs und der Musik ist. Alles wird auf eine sehr schöne Weise erzählt, es ist wie hingetupft und es macht großen Spaß das Buch zu lesen, auch wenn man keine Musikkennerin ist. Denn Theobaldy verwebt die Fäden so spannend, dass fast ein Krimi daraus wird.
11.5.2023</p>



<p><strong>rbb Kultur Manuela Reichhardt</strong>
Theobaldy erzählt ungewöhnlich intensiv und gleichzeitig diskret. Es ist ein faszinierender Text und ein sehr genaues Porträt eines Musikers. Man merkt, dass Theobaldy ein großer Kenner des Musikbetriebs und der Musik ist. Alles wird auf eine sehr schöne Weise erzählt, es ist wie hingetupft und es macht großen Spaß das Buch zu lesen, auch wenn man keine Musikkennerin ist. Denn Theobaldy verwebt die Fäden so spannend, dass fast ein Krimi daraus wird.
24.4.2023</p>



<p><strong>Die Welt Hans Christoph Buch</strong>
Die Lektüre ist ein Muss – schon deshalb, weil Theobaldy zu großer Form aufläuft und sich frei schreibt von jeglichem Ballast. (Dass er sich, ohne Aufhebens davon zu machen, als profunder Kenner klassischer wie moderner Musik erweist, sei nur am Rande, in Klammern vermerkt.)
2.4.2023</p>



<p><strong>Mannheimer Morgen Thomas Groß</strong>
… erzählerisch genau und mit hohem Stilempfinden. Theobaldy schreibt über die Grenzen des Erzählens und der Sprache … diese Novelle ist ein Abgesang auf die Hochkultur, die einen ständigen Niedergang diagnostiziert – die große Namen längst verstorbener Künstler idealisiert und darüber die Gegenwart des Lebens zu verpassen droht. Und es passiert noch mehr, das man am besten selber liest in diesem schönen Buch, das auch mit den Finessen der Ironie souverän zu verfahren weiß…</p>]]></content:encoded>
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Als Dichter hat er Literaturgeschichte geschrieben als er und eine Handvoll anderer Autoren in den 70er Jahren die deutsche Lyrik erneuert haben mit „Alltagslyrik“ und „Neuer Sensibilität“. Indem sie alltägliche Erfahrungen zum Gegenstand ihrer Gedichte machten und in umgangssprachlichen Redeweisen formulierten. Und im Gegensatz zu damals verbreiteten Forderungen politisch propagandistisch zu schreiben, bestanden sie auf der Wichtigkeit auch ihrer ganz persönlichen, intimen Gefühlen, Gedanken und Erfahrungen.



Aber Jürgen Theobaldy hat immer auch Prosa geschrieben. Zuletzt die Novelle „Mein Schützling“. Darin geht es, neben der eigentlichen Novellenhandlung, die hier nicht verraten werden darf, um klassische Musik.



Im Zentrum stehen ein junger Dirigent, der zum unberechenbaren Ausrasten neigt, und sein Agent, der als Einziger damit umgehen kann. Er beschützt die Karriere seines „Schützlings“ vor den Folgen seiner eigenen Unberechenbarkeit und den knallharten Gegebenheiten des Musikmarktes. Vor allem aber trifft er ihn zwischen den Konzerten immer wieder, um mit ihm über klassische Musik zu philosophieren. Diese Dialoge, dieses Nachdenken über Wesen und Ausdrucksmöglichkeiten von Musik, besonders über das Verhältnis von Partitur und lebendiger Aufführung, von Komponist und Dirigent, machen den Kern der Novelle aus.



In dieser Kostprobe spricht Jürgen Theobaldy mit Theo Schneider über Anlässe, Absichten und Themen dieser Novelle und liest ausführliche Passagen daraus.





Biografie Jürgen Theobaldy (nach Wkipedia)



Jürgen Theobaldy, 1944 geboren, der aus einer Ludwigshafener Arbeiterfamilie stammt, wuchs in Mannheim auf. Nach einer kaufmännischen Lehre absolvierte er ein Studium zum Grund- und Hauptschullehrer an den Pädagogischen Hochschulen in Freiburg im Breisgau und Heidelberg. Danach studierte er Literaturwissenschaft an den Universitäten in Heidelberg und Köln sowie seit 1974 an der Freien Universität in Berlin. Seit 1984 lebt er in der Schweiz.
Jürgen Theobaldy, dessen schriftstellerische Anfänge in der Studentenbewegung der Sechzigerjahre liegen, begann in den Siebzigerjahren mit Alltagslyrik und strengeren, traditionellen Formen zu experimentieren. Neben Gedichten hat er eine Reihe von Romanen und Erzählbänden veröffentlicht, die zumeist die eigenen Erfahrungen des Autors verarbeiten.



Von der Stadt Bern erhielt er 1992 für sein Werk In den Aufwind und 2003 für Trilogie der nächsten Ziele einen Buchpreis.[1] Die Literarische Kommission der Stadt Bern verlieh ihm für sein Gesamtwerk den Literaturpreis 2006.[2][3]
Jürgen Theobaldy ist Mitglied des Verbandes „Autorinnen und Autoren der Schweiz“. Bis 2009 arbeitete er in Teilzeit als Protokollschreiber bei den Parlamentsdiensten der Bundesversammlung.[4]
Sein Archiv wurde 2010 vom Schweizerischen Literaturarchiv erworben.
(Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Jürgen_Theobaldyhttps://de.wikipedia.org/wiki/Jürgen_Theobaldy) 







Werke



• Sperrsitz. Gedichte. Palmenpresse, Köln 1973.
• Blaue Flecken. Gedichte. Rowohlt Taschenbuch Verlag, Reinbek bei Hamburg 1974.
• mit Gustav Zürcher: Veränderung der Lyrik. edition text + kritik, München 1976.
• Zweiter Klasse. Gedichte. Rotbuch Verlag, Berlin 1976.
• Sonntags Kino. Roman. Rotbuch Verlag, Berlin 1978.
• Drinks. Gedichte. Verlag Das Wunderhorn, Heidelberg 1979.
• Schwere Erde, Rauch. Gedichte. Rowohlt Taschenbuch Verlag, Reinbek bei Hamburg 1980.
• Spanische Wände. Roman, Rowohlt Verlag, Reinbek bei Hamburg 1981.
• Die Sommertour. Gedichte, Rowohlt Verlag, Reinbek bei Hamburg 1983.
• Midlands, Drinks. Gedichte, Verlag Das Wunderhorn, Heidelberg 1984.
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	<itunes:author><![CDATA[Podcast Literatur]]></itunes:author>	<googleplay:description><![CDATA[In diesem Jahr ist er 80 geworden: Jürgen Theobaldy. Er stammt aus Ludwigshafen, ist im Mannheimer Arbeitermilieu aufgewachsen, von dem viele seiner frühen Texte inspiriert sind, in Heidelberg hat er studiert und an der Studentenbewegung teilgenommen, dann ist er nach Berlin gezogen und seit vier Jahrzehnten lebt, arbeitet und liebt er in der Schweiz.



Als Dichter hat er Literaturgeschichte geschrieben als er und eine Handvoll anderer Autoren in den 70er Jahren die deutsche Lyrik erneuert haben mit „Alltagslyrik“ und „Neuer Sensibilität“. Indem sie alltägliche Erfahrungen zum Gegenstand ihrer Gedichte machten und in umgangssprachlichen Redeweisen formulierten. Und im Gegensatz zu damals verbreiteten Forderungen politisch propagandistisch zu schreiben, bestanden sie auf der Wichtigkeit auch ihrer ganz persönlichen, intimen Gefühlen, Gedanken und Erfahrungen.



Aber Jürgen Theobaldy hat immer auch Prosa geschrieben. Zuletzt die Novelle „Mein Schützling“. Darin geht es, neben der eige]]></googleplay:description>
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	<title>Kostprobe: Pflegeleichte Leichen in schweren ZeitenSarah Beicht: „Weiße Kreidekreuze“</title>
	<link>https://podcastliteratur.de/podcast/kostprobe-pflegeleichte-leichen-in-schweren-zeitensarah-beicht-weisse-kreidekreuze/</link>
	<pubDate>Sun, 26 May 2024 23:00:00 +0000</pubDate>
	<dc:creator><![CDATA[Podcast Literatur]]></dc:creator>
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	<description><![CDATA[<p>„Es gab keine Absprache mit den Hinterbliebenen, kein Durchblättern der Kataloge oder Gestalten der Holzbretter durch die Enkelkinder. Mit einer schwungvollen Geste malt sie große Kreuze auf alle vier Seitenwände. Auch das gehört zum neuen Prozedere und jeder weiß, was es bedeutet.“</p>



<p>Janine Richter ist eine junge Bestattungsunternehmerin, die ihren Beruf mit Hingabe, Ernst und Sorgfalt ausübt. Seit ihrer Kindheit in der Familienfirma ist sie mit allen Aspekten ihrer Tätigkeit, die meist von den Menschen verdrängt wird, vertraut.
Doch dann kommt Corona. Und aus der stillen Routine einer Arbeit abseits öffentlicher Wahrnehmung wird ein wilder Wirbel medizinischer, politischer und persönlicher Krisen. Die dramatisch ansteigenden Todesraten bringen sie und ihre Mitarbeiter an organisatorische, praktische und emotionale Grenzen der Belastbarkeit. </p>



<p>Schon lange fasziniert von und interessiert an Erscheinungsformen von Sepulkralkultur schildert die junge Mainzer Autorin Sarah Beicht in ihrem zweiten Buch die Aspekte der Arbeit einer Bestatterin und wie sie in Zeiten des gesellschaftlich-medizinischen Chaos der Corona-Epidemie auch in ein persönlich-psychisches Chaos abzudriften droht.
In der Kostprobe von Podcastliteratur.de stellt Sarah Beicht sich und ihr neues Buch selbst vor und liest Passagen daraus.</p>





<h4>Sarah Beicht</h4>



<p>Sarah Beicht (*1993) ist freie Autorin, Moderatorin und Veranstalterin aus Mainz.</p>



<p>2021 erschien ihr erster Erzählband „Ein Kreis aus Salz“ im Rhein-Mosel-Verlag. Das von ihr eingesprochene Hörbuch ist 2023 im Mentoren-Media-Verlag erschienen.</p>



<p>Ihr zweites Buch, die Novelle „Weiße Kreidekreuze“, wurde 2023 im Verlag Brot&amp;Kunst veröffentlicht.</p>



<p>2023 wurde sie mit dem Martha-Saalfeld-Förderpreis ausgezeichnet, 2024 ist sie Teilnehmerin der Darmstädter Textwerkstatt unter der Leitung von Kurt Drawert.
Für das Literaturhaus Villa Clementine Wiesbaden ist sie als freie Mitarbeiterin tätig und kuratiert dort die Lesebühne „Textkontor“. Daneben pflegt sie ihre eigene Lesebühne „die Leselampe“ in der Mainzer Dorett Bar, zu der sie das Magazin „Lampenfieber“ herausgibt. Als Moderatorin führt sie literarische Gespräche mit deutschsprachigen Autoren und Autorinnen im Jugend- und Belletristikbereich. 2022 und 2023 moderierte sie das Podium Rheinland-Pfalz auf der Frankfurter Buchmesse.</p>





<h4>Veröffentlichungen (Auswahl)</h4>



<p>„Unter Pilzen“, Miniatur. In: 1000 Zeichen. Instagram. 2023.
„Manchmal fühle ich mich alt“, Essay. In: Gegend Entwürfe 4: Lesebuch für Literatur aus
Rheinland-Pfalz. fineBooks Verlag, Berlin. 2023.
Ein Kreis aus Salz, Hörbuch. Mentoren-Media-Verlag, Ingelheim/Rhein 2023.
„Verflucht seien die Elstern“, Gedicht. In: Literatur Outdoors von Walter Pobaschnig. Online 2023. www.literaturoutdoors.com.
Weiße Kreidekreuze, Novelle. Verlag Brot&amp;Kunst, Haßloch 2023. ISBN: 978-3-949933-05-9.
Ein Kreis aus Salz, Erzählungen. Rhein-Mosel-Verlag, Zell/Mosel 2021. ISBN: 978-3898012379.
Lampenfieber Vol.1, Magazin. Herausgeberschaft zur eigenen Lesebühne. Mainz 2021.
„Das Zaudern vor dem Zebrastreifen“, Erzählung. In: Gegend Entwürfe 3: Lesebuch für Literatur aus
Rheinland-Pfalz. Verlag Königshausen u. Neumann, Würzburg 2021.
ISBN: 978-3826069642.
Fantastisches in dunklen Sälen, Sachbuch. Herausgeberschaft mit Christian Alexius. Schüren Verlag,
Marburg 2018. ISBN: 978-3741003219.
„Der kleine Tod“, Erzählung. In: SCHRiTTE – Zeitschrift für Literatur im Café. Axel Dielmann-
Verlag, Frankfurt/Main 2017.
„500 Miles“, Erzählung. In: Text and the City. Astikos Verlag, Frankfurt/Main 2017.
„Taxidermie“, Erzählung. In: Durchschrift 3: Junge Schreibtalente aus Rheinland-Pfalz. Rhein-
Mosel-Verlag, Zell/Mosel 2016. ISBN: 978-3898013451.
„Mind the Gap“, Erzählung. In: JuLiP 2014 - Frankfurter Jugendliteraturpreis. epubli GmbH,
Frankfurt 2015. ISBN: 978-3737527583.</p>



<h4>Auszeichnungen</h4>



<p>2024 Landeskind-Stipendium des Künstlerhauses Edenkoben
2023 Martha-Saalfeld-Förderpreis
2021 Arbeitsstipendium „VG Wort“ // bundesweites Förderprogramm „Neustart Kultur“
Projektstipendium „Im Fokus. 6 Punkte für die Kultur: 3. Runde“ // Land Rheinland-Pfalz
2016 Literaturförderpreis der Stadt Mainz // Finalistin
2014 Jugendliteraturpreis Frankfurt – JuLiP // 1. Platz</p>]]></description>
	<itunes:subtitle><![CDATA[„Es gab keine Absprache mit den Hinterbliebenen, kein Durchblättern der Kataloge oder Gestalten der Holzbretter durch die Enkelkinder. Mit einer schwungvollen Geste malt sie große Kreuze auf alle vier Seitenwände. Auch das gehört zum neuen Prozedere und ]]></itunes:subtitle>
	<content:encoded><![CDATA[<p>„Es gab keine Absprache mit den Hinterbliebenen, kein Durchblättern der Kataloge oder Gestalten der Holzbretter durch die Enkelkinder. Mit einer schwungvollen Geste malt sie große Kreuze auf alle vier Seitenwände. Auch das gehört zum neuen Prozedere und jeder weiß, was es bedeutet.“</p>



<p>Janine Richter ist eine junge Bestattungsunternehmerin, die ihren Beruf mit Hingabe, Ernst und Sorgfalt ausübt. Seit ihrer Kindheit in der Familienfirma ist sie mit allen Aspekten ihrer Tätigkeit, die meist von den Menschen verdrängt wird, vertraut.
Doch dann kommt Corona. Und aus der stillen Routine einer Arbeit abseits öffentlicher Wahrnehmung wird ein wilder Wirbel medizinischer, politischer und persönlicher Krisen. Die dramatisch ansteigenden Todesraten bringen sie und ihre Mitarbeiter an organisatorische, praktische und emotionale Grenzen der Belastbarkeit. </p>



<p>Schon lange fasziniert von und interessiert an Erscheinungsformen von Sepulkralkultur schildert die junge Mainzer Autorin Sarah Beicht in ihrem zweiten Buch die Aspekte der Arbeit einer Bestatterin und wie sie in Zeiten des gesellschaftlich-medizinischen Chaos der Corona-Epidemie auch in ein persönlich-psychisches Chaos abzudriften droht.
In der Kostprobe von Podcastliteratur.de stellt Sarah Beicht sich und ihr neues Buch selbst vor und liest Passagen daraus.</p>





<h4>Sarah Beicht</h4>



<p>Sarah Beicht (*1993) ist freie Autorin, Moderatorin und Veranstalterin aus Mainz.</p>



<p>2021 erschien ihr erster Erzählband „Ein Kreis aus Salz“ im Rhein-Mosel-Verlag. Das von ihr eingesprochene Hörbuch ist 2023 im Mentoren-Media-Verlag erschienen.</p>



<p>Ihr zweites Buch, die Novelle „Weiße Kreidekreuze“, wurde 2023 im Verlag Brot&amp;Kunst veröffentlicht.</p>



<p>2023 wurde sie mit dem Martha-Saalfeld-Förderpreis ausgezeichnet, 2024 ist sie Teilnehmerin der Darmstädter Textwerkstatt unter der Leitung von Kurt Drawert.
Für das Literaturhaus Villa Clementine Wiesbaden ist sie als freie Mitarbeiterin tätig und kuratiert dort die Lesebühne „Textkontor“. Daneben pflegt sie ihre eigene Lesebühne „die Leselampe“ in der Mainzer Dorett Bar, zu der sie das Magazin „Lampenfieber“ herausgibt. Als Moderatorin führt sie literarische Gespräche mit deutschsprachigen Autoren und Autorinnen im Jugend- und Belletristikbereich. 2022 und 2023 moderierte sie das Podium Rheinland-Pfalz auf der Frankfurter Buchmesse.</p>





<h4>Veröffentlichungen (Auswahl)</h4>



<p>„Unter Pilzen“, Miniatur. In: 1000 Zeichen. Instagram. 2023.
„Manchmal fühle ich mich alt“, Essay. In: Gegend Entwürfe 4: Lesebuch für Literatur aus
Rheinland-Pfalz. fineBooks Verlag, Berlin. 2023.
Ein Kreis aus Salz, Hörbuch. Mentoren-Media-Verlag, Ingelheim/Rhein 2023.
„Verflucht seien die Elstern“, Gedicht. In: Literatur Outdoors von Walter Pobaschnig. Online 2023. www.literaturoutdoors.com.
Weiße Kreidekreuze, Novelle. Verlag Brot&amp;Kunst, Haßloch 2023. ISBN: 978-3-949933-05-9.
Ein Kreis aus Salz, Erzählungen. Rhein-Mosel-Verlag, Zell/Mosel 2021. ISBN: 978-3898012379.
Lampenfieber Vol.1, Magazin. Herausgeberschaft zur eigenen Lesebühne. Mainz 2021.
„Das Zaudern vor dem Zebrastreifen“, Erzählung. In: Gegend Entwürfe 3: Lesebuch für Literatur aus
Rheinland-Pfalz. Verlag Königshausen u. Neumann, Würzburg 2021.
ISBN: 978-3826069642.
Fantastisches in dunklen Sälen, Sachbuch. Herausgeberschaft mit Christian Alexius. Schüren Verlag,
Marburg 2018. ISBN: 978-3741003219.
„Der kleine Tod“, Erzählung. In: SCHRiTTE – Zeitschrift für Literatur im Café. Axel Dielmann-
Verlag, Frankfurt/Main 2017.
„500 Miles“, Erzählung. In: Text and the City. Astikos Verlag, Frankfurt/Main 2017.
„Taxidermie“, Erzählung. In: Durchschrift 3: Junge Schreibtalente aus Rheinland-Pfalz. Rhein-
Mosel-Verlag, Zell/Mosel 2016. ISBN: 978-3898013451.
„Mind the Gap“, Erzählung. In: JuLiP 2014 - Frankfurter Jugendliteraturpreis. epubli GmbH,
Frankfurt 2015. ISBN: 978-3737527583.</p>



<h4>Auszeichnungen</h4>



<p>2024 Landeskind-Stipendium des Künstlerhauses Edenkoben
2023 Martha-Saalfeld-Förderpreis
2021 Arbeitsstipendium „VG Wort“ // bundesweites Förderprogramm „Neustart Kultur“
Projektstipendium „Im Fokus. 6 Punkte für die Kultur: 3. Runde“ // Land Rheinland-Pfalz
2016 Literaturförderpreis der Stadt Mainz // Finalistin
2014 Jugendliteraturpreis Frankfurt – JuLiP // 1. Platz</p>]]></content:encoded>
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Janine Richter ist eine junge Bestattungsunternehmerin, die ihren Beruf mit Hingabe, Ernst und Sorgfalt ausübt. Seit ihrer Kindheit in der Familienfirma ist sie mit allen Aspekten ihrer Tätigkeit, die meist von den Menschen verdrängt wird, vertraut.
Doch dann kommt Corona. Und aus der stillen Routine einer Arbeit abseits öffentlicher Wahrnehmung wird ein wilder Wirbel medizinischer, politischer und persönlicher Krisen. Die dramatisch ansteigenden Todesraten bringen sie und ihre Mitarbeiter an organisatorische, praktische und emotionale Grenzen der Belastbarkeit. 



Schon lange fasziniert von und interessiert an Erscheinungsformen von Sepulkralkultur schildert die junge Mainzer Autorin Sarah Beicht in ihrem zweiten Buch die Aspekte der Arbeit einer Bestatterin und wie sie in Zeiten des gesellschaftlich-medizinischen Chaos der Corona-Epidemie auch in ein persönlich-psychisches Chaos abzudriften droht.
In der Kostprobe von Podcastliteratur.de stellt Sarah Beicht sich und ihr neues Buch selbst vor und liest Passagen daraus.





Sarah Beicht



Sarah Beicht (*1993) ist freie Autorin, Moderatorin und Veranstalterin aus Mainz.



2021 erschien ihr erster Erzählband „Ein Kreis aus Salz“ im Rhein-Mosel-Verlag. Das von ihr eingesprochene Hörbuch ist 2023 im Mentoren-Media-Verlag erschienen.



Ihr zweites Buch, die Novelle „Weiße Kreidekreuze“, wurde 2023 im Verlag Brot&amp;Kunst veröffentlicht.



2023 wurde sie mit dem Martha-Saalfeld-Förderpreis ausgezeichnet, 2024 ist sie Teilnehmerin der Darmstädter Textwerkstatt unter der Leitung von Kurt Drawert.
Für das Literaturhaus Villa Clementine Wiesbaden ist sie als freie Mitarbeiterin tätig und kuratiert dort die Lesebühne „Textkontor“. Daneben pflegt sie ihre eigene Lesebühne „die Leselampe“ in der Mainzer Dorett Bar, zu der sie das Magazin „Lampenfieber“ herausgibt. Als Moderatorin führt sie literarische Gespräche mit deutschsprachigen Autoren und Autorinnen im Jugend- und Belletristikbereich. 2022 und 2023 moderierte sie das Podium Rheinland-Pfalz auf der Frankfurter Buchmesse.





Veröffentlichungen (Auswahl)



„Unter Pilzen“, Miniatur. In: 1000 Zeichen. Instagram. 2023.
„Manchmal fühle ich mich alt“, Essay. In: Gegend Entwürfe 4: Lesebuch für Literatur aus
Rheinland-Pfalz. fineBooks Verlag, Berlin. 2023.
Ein Kreis aus Salz, Hörbuch. Mentoren-Media-Verlag, Ingelheim/Rhein 2023.
„Verflucht seien die Elstern“, Gedicht. In: Literatur Outdoors von Walter Pobaschnig. Online 2023. www.literaturoutdoors.com.
Weiße Kreidekreuze, Novelle. Verlag Brot&amp;Kunst, Haßloch 2023. ISBN: 978-3-949933-05-9.
Ein Kreis aus Salz, Erzählungen. Rhein-Mosel-Verlag, Zell/Mosel 2021. ISBN: 978-3898012379.
Lampenfieber Vol.1, Magazin. Herausgeberschaft zur eigenen Lesebühne. Mainz 2021.
„Das Zaudern vor dem Zebrastreifen“, Erzählung. In: Gegend Entwürfe 3: Lesebuch für Literatur aus
Rheinland-Pfalz. Verlag Königshausen u. Neumann, Würzburg 2021.
ISBN: 978-3826069642.
Fantastisches in dunklen Sälen, Sachbuch. Herausgeberschaft mit Christian Alexius. Schüren Verlag,
Marburg 2018. ISBN: 978-3741003219.
„Der kleine Tod“, Erzählung. In: SCHRiTTE – Zeitschrift für Literatur im Café. Axel Dielmann-
Verlag, Frankfurt/Main 2017.
„500 Miles“, Erzählung. In: Text and the City. Astikos Verlag, Frankfurt/Main 2017.
„Taxidermie“, Erzählung. In: Durchschrift 3: Junge Schreibtalente aus Rheinland-Pfalz. Rhein-
Mosel-Verlag, Zell/Mosel 2016. ISBN: 978-3898013451.
„Mind the Gap“, Erzählung. In: JuLiP 2014 - Frankfurter Jugendliteraturpreis. epubli GmbH,
Frankfurt 2015. ISBN: 978-3737527583.



Auszeichnungen



2024 Landeskind-Stipendium des Künstlerhauses Edenkoben
2023 Martha-Saalfeld-Förderpreis
2021 Arbeitsstipendium „VG Wort“ // bundesw]]></itunes:summary>
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Janine Richter ist eine junge Bestattungsunternehmerin, die ihren Beruf mit Hingabe, Ernst und Sorgfalt ausübt. Seit ihrer Kindheit in der Familienfirma ist sie mit allen Aspekten ihrer Tätigkeit, die meist von den Menschen verdrängt wird, vertraut.
Doch dann kommt Corona. Und aus der stillen Routine einer Arbeit abseits öffentlicher Wahrnehmung wird ein wilder Wirbel medizinischer, politischer und persönlicher Krisen. Die dramatisch ansteigenden Todesraten bringen sie und ihre Mitarbeiter an organisatorische, praktische und emotionale Grenzen der Belastbarkeit. 



Schon lange fasziniert von und interessiert an Erscheinungsformen von Sepulkralkultur schildert die junge Mainzer Autorin Sarah Beicht in i]]></googleplay:description>
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	<title>Kostprobe: Lieder am Ufer des LetheMichael Buselmeier: „In den Sanden bei Mauer“ &#8211; Letzte Gedichte</title>
	<link>https://podcastliteratur.de/podcast/kostprobe-lieder-am-ufer-des-lethemichael-buselmeier-in-den-sanden-bei-mauer-letzte-gedichte/</link>
	<pubDate>Sat, 04 May 2024 23:00:00 +0000</pubDate>
	<dc:creator><![CDATA[Podcast Literatur]]></dc:creator>
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	<description><![CDATA[<p>In den Sanden bei Mauer fand man 1907 den Unterkiefer des „Homo Heidelbergensis“. Offenbar sieht sich, halb spöttisch, halb selbstironisch, auch Michael Buselmeier als ein Fossil, ein Relikt, ein Überbleibsel aus Heidelberger Urzeiten. Was ja auch stimmt: Als Rebell und Anführer der Studentenrevolte, als Romancier („Der Untergang von Heidelberg“), als Dichter in der langen Reihe von Literaturgrößen in „der Vaterlandsstädte schönster“, als Heimatforscher und Autor von Stadtgeschichte(n), als prominenter Stadtführer.
Tempi passati!</p>



<p>Hingebungsvoll pflegte Michael Buselmeier in Eichendorffs Kühlem Grund seine im Lethe-Fluss ertrinkende Frau (was ich nicht erwähnen würde, hätte er nicht selbst ein Buch darüber geschrieben: „Elisabeth: Ein Abschied“) und treibt selbst in den Erinnerungsströmen seiner Gedanken und Gefühle. Wenn wir, seine Leser, vielleicht erwartet hatten, dass diese „letzten Gedichte“ voll selbstmitleidvoller Schwanengesänge, ersterbender Seufzer und stammelndem Verstummen sind, werden wir aufs Schönste überrascht von einer kraftvollen, bilderstarken, sehnsüchtigen, melodischen Poesie.
Vielleicht sogar, wie H.C. Buch in seiner Kritik in der FAZ schrieb, von „Buselmeiers bestem Buch“.</p>



<p>Kerstin Bachtler serviert Ihnen die Kostprobe aus Michael Buselmeiers letzten Gedichten „In den Sanden bei Mauer“.</p>





<p>Michael Buselmeiers „letzte Gedichte“ sind während der vergangenen fünf Jahre entstanden. Der Autor spricht darin von sich häufenden Abschieden, dem Verlust naher Gefährten, letzten Reisen und Ausflügen, Erinnerungen an Kindheit und Jugend. Es gibt z.B. ein Gedicht über den armen Hölderlin, 1802 zu Fuß unterwegs in Frankreich; einen lyrischen Zyklus im Gedenken an Arnfrid Astel, Poeme zum Tod von Günter Herburger, Wulf Kirsten, Oleg Jurjew, Michael Braun und Werner Laubscher Andere Texte wenden sich existentiell bedeutsamen Orten und Landschaften zu, so das umfangreiche Titelgedicht „In den Sanden bei Mauer“. Es folgen Erfahrungen eines missbrauchten Kindes in der Kriegs- und Nachkriegszeit, das erste Worte und Bilder in die Wand des Bombentrichters ritzt. Schließlich Apokalyptisches, Krankheiten und „das fiese Alter“. Der störrische Greis will „allein sterben“.</p>



<p>Buselmeiers Gedichte sprechen von „Abwesendem“ und machen es mithilfe der Sprache „anwesend“, wobei man das Grollen der Geschichte zu hören meint. Der Widerstand gegen das alltägliche Gerede manifestiert sich in einer poetischen Sprache, in ihrer Vieldeutigkeit, ihrer autobiographischen Fundierung, ihrem radikalen Dissens: „schroff aufgebrochener Boden wandernde Ränder“.</p>



<h4>Michael Buselmeier</h4>



<p>Michael Buselmeier wurde 1936 in Berlin geboren und wuchs in Heidelberg auf, wo er, mit kürzeren Unterbrechungen, heute lebt. Und zu einer Mischung aus Markenzeichen, „Ex-68er Sponti-Häuptling, Renegat“ (M.B.) und buntem Hund der Stadt wurde, dessen 80. Geburtstag mit Bürgermeister und vielen Ehrengästen aus Literatur und Kultur im Alten Rathaus gefeiert wurde.</p>



<p>Er machte eine Ausbildung als Schauspieler und war Regieassistent (u.a. bei Hansgünther Heyme), studierte Germanistik und Kunstgeschichte und hatte anschließend Lehraufträge für Medientheorie und Literaturwissenschaft. In den Jahren der Studentenrevolte galt Michael Buselmeier als „Spontihäuptling“ der Heidelberger 68er Szene, der allerdings schon früh die Dummheiten und Übertreibungen der Linken kritisierte. Seit 1988 bot er vielgerühmte geistesgeschichtliche und literarische Spaziergänge in Heidelberg an, die auch publizistisch ihren Niederschlag fanden.</p>



<p>Michael Buselmeier hat, wenn ich richtig gezählt habe, 6 Gedichtbände, 3 Romane (u.a. „Der Untergang von Heidelberg“ und „Schoppe“, die in Heidelberg und Edenkoben spielen), 2 Erzählbände und 11 weitere Bücher geschrieben. Er erhielt u.a. den „Ben-Witter-Preis“ der ZEIT und den „Gustav-Regler-Preis“ des SR, sein Roman „Wunsiedel“ kam auf die Shortlist zum Deutschen Buchpreis.</p>



<p>Michael Buselmeier verbindet eine langjährige Beziehung zur Pfalz – vermittelt durch das Künstlerhaus des Landes in Edenkoben und den früheren Wohnort der Familie seiner Frau.</p>]]></description>
	<itunes:subtitle><![CDATA[In den Sanden bei Mauer fand man 1907 den Unterkiefer des „Homo Heidelbergensis“. Offenbar sieht sich, halb spöttisch, halb selbstironisch, auch Michael Buselmeier als ein Fossil, ein Relikt, ein Überbleibsel aus Heidelberger Urzeiten. Was ja auch stimmt]]></itunes:subtitle>
	<content:encoded><![CDATA[<p>In den Sanden bei Mauer fand man 1907 den Unterkiefer des „Homo Heidelbergensis“. Offenbar sieht sich, halb spöttisch, halb selbstironisch, auch Michael Buselmeier als ein Fossil, ein Relikt, ein Überbleibsel aus Heidelberger Urzeiten. Was ja auch stimmt: Als Rebell und Anführer der Studentenrevolte, als Romancier („Der Untergang von Heidelberg“), als Dichter in der langen Reihe von Literaturgrößen in „der Vaterlandsstädte schönster“, als Heimatforscher und Autor von Stadtgeschichte(n), als prominenter Stadtführer.
Tempi passati!</p>



<p>Hingebungsvoll pflegte Michael Buselmeier in Eichendorffs Kühlem Grund seine im Lethe-Fluss ertrinkende Frau (was ich nicht erwähnen würde, hätte er nicht selbst ein Buch darüber geschrieben: „Elisabeth: Ein Abschied“) und treibt selbst in den Erinnerungsströmen seiner Gedanken und Gefühle. Wenn wir, seine Leser, vielleicht erwartet hatten, dass diese „letzten Gedichte“ voll selbstmitleidvoller Schwanengesänge, ersterbender Seufzer und stammelndem Verstummen sind, werden wir aufs Schönste überrascht von einer kraftvollen, bilderstarken, sehnsüchtigen, melodischen Poesie.
Vielleicht sogar, wie H.C. Buch in seiner Kritik in der FAZ schrieb, von „Buselmeiers bestem Buch“.</p>



<p>Kerstin Bachtler serviert Ihnen die Kostprobe aus Michael Buselmeiers letzten Gedichten „In den Sanden bei Mauer“.</p>





<p>Michael Buselmeiers „letzte Gedichte“ sind während der vergangenen fünf Jahre entstanden. Der Autor spricht darin von sich häufenden Abschieden, dem Verlust naher Gefährten, letzten Reisen und Ausflügen, Erinnerungen an Kindheit und Jugend. Es gibt z.B. ein Gedicht über den armen Hölderlin, 1802 zu Fuß unterwegs in Frankreich; einen lyrischen Zyklus im Gedenken an Arnfrid Astel, Poeme zum Tod von Günter Herburger, Wulf Kirsten, Oleg Jurjew, Michael Braun und Werner Laubscher Andere Texte wenden sich existentiell bedeutsamen Orten und Landschaften zu, so das umfangreiche Titelgedicht „In den Sanden bei Mauer“. Es folgen Erfahrungen eines missbrauchten Kindes in der Kriegs- und Nachkriegszeit, das erste Worte und Bilder in die Wand des Bombentrichters ritzt. Schließlich Apokalyptisches, Krankheiten und „das fiese Alter“. Der störrische Greis will „allein sterben“.</p>



<p>Buselmeiers Gedichte sprechen von „Abwesendem“ und machen es mithilfe der Sprache „anwesend“, wobei man das Grollen der Geschichte zu hören meint. Der Widerstand gegen das alltägliche Gerede manifestiert sich in einer poetischen Sprache, in ihrer Vieldeutigkeit, ihrer autobiographischen Fundierung, ihrem radikalen Dissens: „schroff aufgebrochener Boden wandernde Ränder“.</p>



<h4>Michael Buselmeier</h4>



<p>Michael Buselmeier wurde 1936 in Berlin geboren und wuchs in Heidelberg auf, wo er, mit kürzeren Unterbrechungen, heute lebt. Und zu einer Mischung aus Markenzeichen, „Ex-68er Sponti-Häuptling, Renegat“ (M.B.) und buntem Hund der Stadt wurde, dessen 80. Geburtstag mit Bürgermeister und vielen Ehrengästen aus Literatur und Kultur im Alten Rathaus gefeiert wurde.</p>



<p>Er machte eine Ausbildung als Schauspieler und war Regieassistent (u.a. bei Hansgünther Heyme), studierte Germanistik und Kunstgeschichte und hatte anschließend Lehraufträge für Medientheorie und Literaturwissenschaft. In den Jahren der Studentenrevolte galt Michael Buselmeier als „Spontihäuptling“ der Heidelberger 68er Szene, der allerdings schon früh die Dummheiten und Übertreibungen der Linken kritisierte. Seit 1988 bot er vielgerühmte geistesgeschichtliche und literarische Spaziergänge in Heidelberg an, die auch publizistisch ihren Niederschlag fanden.</p>



<p>Michael Buselmeier hat, wenn ich richtig gezählt habe, 6 Gedichtbände, 3 Romane (u.a. „Der Untergang von Heidelberg“ und „Schoppe“, die in Heidelberg und Edenkoben spielen), 2 Erzählbände und 11 weitere Bücher geschrieben. Er erhielt u.a. den „Ben-Witter-Preis“ der ZEIT und den „Gustav-Regler-Preis“ des SR, sein Roman „Wunsiedel“ kam auf die Shortlist zum Deutschen Buchpreis.</p>



<p>Michael Buselmeier verbindet eine langjährige Beziehung zur Pfalz – vermittelt durch das Künstlerhaus des Landes in Edenkoben und den früheren Wohnort der Familie seiner Frau.</p>]]></content:encoded>
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Tempi passati!



Hingebungsvoll pflegte Michael Buselmeier in Eichendorffs Kühlem Grund seine im Lethe-Fluss ertrinkende Frau (was ich nicht erwähnen würde, hätte er nicht selbst ein Buch darüber geschrieben: „Elisabeth: Ein Abschied“) und treibt selbst in den Erinnerungsströmen seiner Gedanken und Gefühle. Wenn wir, seine Leser, vielleicht erwartet hatten, dass diese „letzten Gedichte“ voll selbstmitleidvoller Schwanengesänge, ersterbender Seufzer und stammelndem Verstummen sind, werden wir aufs Schönste überrascht von einer kraftvollen, bilderstarken, sehnsüchtigen, melodischen Poesie.
Vielleicht sogar, wie H.C. Buch in seiner Kritik in der FAZ schrieb, von „Buselmeiers bestem Buch“.



Kerstin Bachtler serviert Ihnen die Kostprobe aus Michael Buselmeiers letzten Gedichten „In den Sanden bei Mauer“.





Michael Buselmeiers „letzte Gedichte“ sind während der vergangenen fünf Jahre entstanden. Der Autor spricht darin von sich häufenden Abschieden, dem Verlust naher Gefährten, letzten Reisen und Ausflügen, Erinnerungen an Kindheit und Jugend. Es gibt z.B. ein Gedicht über den armen Hölderlin, 1802 zu Fuß unterwegs in Frankreich; einen lyrischen Zyklus im Gedenken an Arnfrid Astel, Poeme zum Tod von Günter Herburger, Wulf Kirsten, Oleg Jurjew, Michael Braun und Werner Laubscher Andere Texte wenden sich existentiell bedeutsamen Orten und Landschaften zu, so das umfangreiche Titelgedicht „In den Sanden bei Mauer“. Es folgen Erfahrungen eines missbrauchten Kindes in der Kriegs- und Nachkriegszeit, das erste Worte und Bilder in die Wand des Bombentrichters ritzt. Schließlich Apokalyptisches, Krankheiten und „das fiese Alter“. Der störrische Greis will „allein sterben“.



Buselmeiers Gedichte sprechen von „Abwesendem“ und machen es mithilfe der Sprache „anwesend“, wobei man das Grollen der Geschichte zu hören meint. Der Widerstand gegen das alltägliche Gerede manifestiert sich in einer poetischen Sprache, in ihrer Vieldeutigkeit, ihrer autobiographischen Fundierung, ihrem radikalen Dissens: „schroff aufgebrochener Boden wandernde Ränder“.



Michael Buselmeier



Michael Buselmeier wurde 1936 in Berlin geboren und wuchs in Heidelberg auf, wo er, mit kürzeren Unterbrechungen, heute lebt. Und zu einer Mischung aus Markenzeichen, „Ex-68er Sponti-Häuptling, Renegat“ (M.B.) und buntem Hund der Stadt wurde, dessen 80. Geburtstag mit Bürgermeister und vielen Ehrengästen aus Literatur und Kultur im Alten Rathaus gefeiert wurde.



Er machte eine Ausbildung als Schauspieler und war Regieassistent (u.a. bei Hansgünther Heyme), studierte Germanistik und Kunstgeschichte und hatte anschließend Lehraufträge für Medientheorie und Literaturwissenschaft. In den Jahren der Studentenrevolte galt Michael Buselmeier als „Spontihäuptling“ der Heidelberger 68er Szene, der allerdings schon früh die Dummheiten und Übertreibungen der Linken kritisierte. Seit 1988 bot er vielgerühmte geistesgeschichtliche und literarische Spaziergänge in Heidelberg an, die auch publizistisch ihren Niederschlag fanden.



Michael Buselmeier hat, wenn ich richtig gezählt habe, 6 Gedichtbände, 3 Romane (u.a. „Der Untergang von Heidelberg“ und „Schoppe“, die in Heidelberg und Edenkoben spielen), 2 Erzählbände und 11 weitere Bücher geschrieben. Er erhielt u.a. den „Ben-Witter-Preis“ der ZEIT und den „Gustav-Regler-Preis“ des SR, sein Roman „Wunsiedel“ kam auf die Shortlist zum Deutschen Buchpreis.



Michael Buselmeier verbindet eine langjährige Beziehung zur Pfalz –]]></itunes:summary>
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		<title>Kostprobe: Lieder am Ufer des LetheMichael Buselmeier: „In den Sanden bei Mauer“ &#8211; Letzte Gedichte</title>
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	<itunes:author><![CDATA[Podcast Literatur]]></itunes:author>	<googleplay:description><![CDATA[In den Sanden bei Mauer fand man 1907 den Unterkiefer des „Homo Heidelbergensis“. Offenbar sieht sich, halb spöttisch, halb selbstironisch, auch Michael Buselmeier als ein Fossil, ein Relikt, ein Überbleibsel aus Heidelberger Urzeiten. Was ja auch stimmt: Als Rebell und Anführer der Studentenrevolte, als Romancier („Der Untergang von Heidelberg“), als Dichter in der langen Reihe von Literaturgrößen in „der Vaterlandsstädte schönster“, als Heimatforscher und Autor von Stadtgeschichte(n), als prominenter Stadtführer.
Tempi passati!



Hingebungsvoll pflegte Michael Buselmeier in Eichendorffs Kühlem Grund seine im Lethe-Fluss ertrinkende Frau (was ich nicht erwähnen würde, hätte er nicht selbst ein Buch darüber geschrieben: „Elisabeth: Ein Abschied“) und treibt selbst in den Erinnerungsströmen seiner Gedanken und Gefühle. Wenn wir, seine Leser, vielleicht erwartet hatten, dass diese „letzten Gedichte“ voll selbstmitleidvoller Schwanengesänge, ersterbender Seufzer und stammelndem Verstumm]]></googleplay:description>
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	<title>Kostprobe: Thomas Lehr: „Kafkas Schere“Große literarische Kleinkunst – 10 Kurzprosatexte in memoriam Franz Kafka</title>
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	<pubDate>Fri, 12 Apr 2024 23:00:00 +0000</pubDate>
	<dc:creator><![CDATA[Podcast Literatur]]></dc:creator>
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	<description><![CDATA[<p>Vor hundert Jahren, am 3. Juni 1924, schnitt Atropos, die dritte der Schicksalsparzen, Kafkas Lebensfaden durch. Einer der größten Schriftsteller der Weltliteratur verstarb. Was keiner ahnte, am wenigsten er selbst: dass er einmal zum wohl einflussreichsten Autor des 20. Jahrhunderts werden sollte, der bis heute ganze Generationen von Literaten inspiriert. Ausgerechnet er, der doch seine hinterlassenen Manuskripte zum Vernichten bestimmt hatte, die uns nur durch den Ungehorsam seines Freundes und Nachlassverwalters erhalten blieben.</p>



<p>2024 wird also wohl ein Kafka-Jahr. Warten wir ab, was es uns alles noch bringen wird. Und hören und lesen bis dahin ein wundersam-befremdliches, schaurig-erbauliches, funkelnd-geschliffenes Gebinde aus Kurzprosatexten, das Thomas Lehr zu diesem Anlass geflochten hat: „Kafka-Etüden“ nennt der aus Speyer stammende Schriftsteller diese Prosastücke, von denen vier bereits zuvor in Literaturzeitschriften publiziert wurden.</p>



<p>Diese „Kafka-Übungen“ sind viel mehr als Fingerübungen, sie sind vielmehr hoch konzentrierter, meisterlich komplexer Wortzauber, perfekt kompakt komponiert.
Ihr Setting und das unaufhaltsame Abwärts ihrer Bewegungsrichtung, deren unausweichlich fatale Verläufe, die aus nicht zu ergründenden Gründen schicksalhaft vorgegeben sind, versuchen gerade nicht, Kafkas Stil nachzuäffen, sondern folgen nur der Richtung seines Gangs.</p>



<p>Ganz eigen und eigen-artig, mal traumhaft-fantastisch, mal deprimierend und düster, mal umwerfend witzig und sprachspielerisch wortverliebt. Und ihr Sinn streckt seine Fühler immer nach mindestens drei Kontinenten aus: Sie bewegen sich in den Echoräumen der literarischen Traditionen, sind mithin Literatur-Literatur, sie schmiegen sich an große Mythen des Westens an oder dekonstruieren sie saukomisch, etwa wenn Christi Geburt mit Woody Allens „was sie schon immer über Sex wissen wollten…“ als Science-Fiction verbunden und variiert wird. Und sie implizieren immer auch unausgesprochene Kritik an den gegenwärtig herrschenden Zuständen der Welt und ihrer Menschen.</p>



<p>In dieser Kostprobe liest Ihnen Thomas Lehr gleich drei seiner zehn Kafka-Etüden selbst vor.</p>





<h4>Thomas Lehr</h4>



<p>Thomas Lehr wurde am 22.11.1957 in Speyer geboren. Er besuchte Gymnasien in Speyer und Ludwigshafen und machte dann schließlich sein Abitur in Ludwigshafen. Seit 1979 lebt er in Berlin. Nach einem Studium der Biochemie / Naturwissenschaften an der FU, arbeitete er längere Zeit als Systemverwalter und Programmierer in der Datenverarbeitung einer wissenschaftlichen Bibliothek der FU-Berlin. Seit 1999 ist er ausschließlich freier Schriftsteller.</p>





<h4>Werke</h4>



<p>Zweiwasser oder Die Bibliothek der Gnade. Roman, Rütten und Loening, Berlin 1993, Neuauflage Hanser, München 2014
Die Erhörung. Roman, Aufbau, Berlin 1995, Neuauflage Hanser, München 2011
Nabokovs Katze. Roman, Aufbau, Berlin 1999, Neuauflage Hanser, München 2016
Frühling. Novelle, Aufbau, Berlin 2001, Neuauflage Hanser, München 2019
Roman, Aufbau, Berlin 2005, Neuauflage Hanser, München 2013
Tixi Tigerhai und das Geheimnis der Osterinsel. Aufbau, Berlin 2008, (keine Neuauflage)
September. Fata Morgana. Roman, Hanser, München 2010, (Erstausgabe)
Größenwahn passt in die kleinste Hütte, Kurze Prozesse, Hanser München 2012, (Erstausgabe)
Schlafende Sonne. Hanser, München 2017, (Erstausgabe)
Manfred. Bekenntnisse eines Außerirdischen. Roman, Hanser, München 2023</p>



<h4>Würdigungen</h4>



<p>1994 Rauriser Literaturpreis für die beste deutschsprachige Erstveröffentlichung
1993,1999,2001 „Buch des Jahres“ des Förderkreises rheinland-pfälzischer Schriftsteller
1995 Mara-Cassens-Preis des Literaturhauses Hamburg für den besten ersten Roman
1996 Förderpreis Literatur zum Kunstpreis Berlin der Berliner Akademie der Künste
1996 Literaturpreis des Bezirksverbandes Rheinland Pfalz, 1996
1998 Stipendium des Künstlerhauses Wiepersdorf
1999 Rheingau Literatur Preis
1999 Marta Saalfeld Förderpreis des Landes Rheinland Pfalz
2000 Wolfgang-Koeppen-Preis der Hansestadt Greifswald
2002 Georg-K-Glaser Preis des Landes Rheinland Pfalz und des SWR
2006 Kunstpreis des Landes Rheinland-Pfalz
2011 Berliner Literaturpreis der Stiftung Preußische Seehandlung in Verbindung mit der Heiner-Müller-Gastprofessur für deutschsprachige Poetik an der FU Berlin
2011/2012 Stadtschreiber von Bergen-Enkheim
2012 Marie-Luise-Kaschnitzpreis
2015 Joseph-Breitbach-Preis
2018 Bremer Literaturpreis
2018 Spycher Literaturpreis Leuk
2018 Kranichsteiner Literaturpreis</p>



<p>Mitglied der Berliner Akademie der Künste
Mitglied der Mainzer Akademie der Wissenschaften und der Literatur
Mitglied der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung</p>



<p>Mitglied des Deutschen PEN</p>]]></description>
	<itunes:subtitle><![CDATA[Vor hundert Jahren, am 3. Juni 1924, schnitt Atropos, die dritte der Schicksalsparzen, Kafkas Lebensfaden durch. Einer der größten Schriftsteller der Weltliteratur verstarb. Was keiner ahnte, am wenigsten er selbst: dass er einmal zum wohl einflussreichs]]></itunes:subtitle>
	<content:encoded><![CDATA[<p>Vor hundert Jahren, am 3. Juni 1924, schnitt Atropos, die dritte der Schicksalsparzen, Kafkas Lebensfaden durch. Einer der größten Schriftsteller der Weltliteratur verstarb. Was keiner ahnte, am wenigsten er selbst: dass er einmal zum wohl einflussreichsten Autor des 20. Jahrhunderts werden sollte, der bis heute ganze Generationen von Literaten inspiriert. Ausgerechnet er, der doch seine hinterlassenen Manuskripte zum Vernichten bestimmt hatte, die uns nur durch den Ungehorsam seines Freundes und Nachlassverwalters erhalten blieben.</p>



<p>2024 wird also wohl ein Kafka-Jahr. Warten wir ab, was es uns alles noch bringen wird. Und hören und lesen bis dahin ein wundersam-befremdliches, schaurig-erbauliches, funkelnd-geschliffenes Gebinde aus Kurzprosatexten, das Thomas Lehr zu diesem Anlass geflochten hat: „Kafka-Etüden“ nennt der aus Speyer stammende Schriftsteller diese Prosastücke, von denen vier bereits zuvor in Literaturzeitschriften publiziert wurden.</p>



<p>Diese „Kafka-Übungen“ sind viel mehr als Fingerübungen, sie sind vielmehr hoch konzentrierter, meisterlich komplexer Wortzauber, perfekt kompakt komponiert.
Ihr Setting und das unaufhaltsame Abwärts ihrer Bewegungsrichtung, deren unausweichlich fatale Verläufe, die aus nicht zu ergründenden Gründen schicksalhaft vorgegeben sind, versuchen gerade nicht, Kafkas Stil nachzuäffen, sondern folgen nur der Richtung seines Gangs.</p>



<p>Ganz eigen und eigen-artig, mal traumhaft-fantastisch, mal deprimierend und düster, mal umwerfend witzig und sprachspielerisch wortverliebt. Und ihr Sinn streckt seine Fühler immer nach mindestens drei Kontinenten aus: Sie bewegen sich in den Echoräumen der literarischen Traditionen, sind mithin Literatur-Literatur, sie schmiegen sich an große Mythen des Westens an oder dekonstruieren sie saukomisch, etwa wenn Christi Geburt mit Woody Allens „was sie schon immer über Sex wissen wollten…“ als Science-Fiction verbunden und variiert wird. Und sie implizieren immer auch unausgesprochene Kritik an den gegenwärtig herrschenden Zuständen der Welt und ihrer Menschen.</p>



<p>In dieser Kostprobe liest Ihnen Thomas Lehr gleich drei seiner zehn Kafka-Etüden selbst vor.</p>





<h4>Thomas Lehr</h4>



<p>Thomas Lehr wurde am 22.11.1957 in Speyer geboren. Er besuchte Gymnasien in Speyer und Ludwigshafen und machte dann schließlich sein Abitur in Ludwigshafen. Seit 1979 lebt er in Berlin. Nach einem Studium der Biochemie / Naturwissenschaften an der FU, arbeitete er längere Zeit als Systemverwalter und Programmierer in der Datenverarbeitung einer wissenschaftlichen Bibliothek der FU-Berlin. Seit 1999 ist er ausschließlich freier Schriftsteller.</p>





<h4>Werke</h4>



<p>Zweiwasser oder Die Bibliothek der Gnade. Roman, Rütten und Loening, Berlin 1993, Neuauflage Hanser, München 2014
Die Erhörung. Roman, Aufbau, Berlin 1995, Neuauflage Hanser, München 2011
Nabokovs Katze. Roman, Aufbau, Berlin 1999, Neuauflage Hanser, München 2016
Frühling. Novelle, Aufbau, Berlin 2001, Neuauflage Hanser, München 2019
Roman, Aufbau, Berlin 2005, Neuauflage Hanser, München 2013
Tixi Tigerhai und das Geheimnis der Osterinsel. Aufbau, Berlin 2008, (keine Neuauflage)
September. Fata Morgana. Roman, Hanser, München 2010, (Erstausgabe)
Größenwahn passt in die kleinste Hütte, Kurze Prozesse, Hanser München 2012, (Erstausgabe)
Schlafende Sonne. Hanser, München 2017, (Erstausgabe)
Manfred. Bekenntnisse eines Außerirdischen. Roman, Hanser, München 2023</p>



<h4>Würdigungen</h4>



<p>1994 Rauriser Literaturpreis für die beste deutschsprachige Erstveröffentlichung
1993,1999,2001 „Buch des Jahres“ des Förderkreises rheinland-pfälzischer Schriftsteller
1995 Mara-Cassens-Preis des Literaturhauses Hamburg für den besten ersten Roman
1996 Förderpreis Literatur zum Kunstpreis Berlin der Berliner Akademie der Künste
1996 Literaturpreis des Bezirksverbandes Rheinland Pfalz, 1996
1998 Stipendium des Künstlerhauses Wiepersdorf
1999 Rheingau Literatur Preis
1999 Marta Saalfeld Förderpreis des Landes Rheinland Pfalz
2000 Wolfgang-Koeppen-Preis der Hansestadt Greifswald
2002 Georg-K-Glaser Preis des Landes Rheinland Pfalz und des SWR
2006 Kunstpreis des Landes Rheinland-Pfalz
2011 Berliner Literaturpreis der Stiftung Preußische Seehandlung in Verbindung mit der Heiner-Müller-Gastprofessur für deutschsprachige Poetik an der FU Berlin
2011/2012 Stadtschreiber von Bergen-Enkheim
2012 Marie-Luise-Kaschnitzpreis
2015 Joseph-Breitbach-Preis
2018 Bremer Literaturpreis
2018 Spycher Literaturpreis Leuk
2018 Kranichsteiner Literaturpreis</p>



<p>Mitglied der Berliner Akademie der Künste
Mitglied der Mainzer Akademie der Wissenschaften und der Literatur
Mitglied der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung</p>



<p>Mitglied des Deutschen PEN</p>]]></content:encoded>
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2024 wird also wohl ein Kafka-Jahr. Warten wir ab, was es uns alles noch bringen wird. Und hören und lesen bis dahin ein wundersam-befremdliches, schaurig-erbauliches, funkelnd-geschliffenes Gebinde aus Kurzprosatexten, das Thomas Lehr zu diesem Anlass geflochten hat: „Kafka-Etüden“ nennt der aus Speyer stammende Schriftsteller diese Prosastücke, von denen vier bereits zuvor in Literaturzeitschriften publiziert wurden.



Diese „Kafka-Übungen“ sind viel mehr als Fingerübungen, sie sind vielmehr hoch konzentrierter, meisterlich komplexer Wortzauber, perfekt kompakt komponiert.
Ihr Setting und das unaufhaltsame Abwärts ihrer Bewegungsrichtung, deren unausweichlich fatale Verläufe, die aus nicht zu ergründenden Gründen schicksalhaft vorgegeben sind, versuchen gerade nicht, Kafkas Stil nachzuäffen, sondern folgen nur der Richtung seines Gangs.



Ganz eigen und eigen-artig, mal traumhaft-fantastisch, mal deprimierend und düster, mal umwerfend witzig und sprachspielerisch wortverliebt. Und ihr Sinn streckt seine Fühler immer nach mindestens drei Kontinenten aus: Sie bewegen sich in den Echoräumen der literarischen Traditionen, sind mithin Literatur-Literatur, sie schmiegen sich an große Mythen des Westens an oder dekonstruieren sie saukomisch, etwa wenn Christi Geburt mit Woody Allens „was sie schon immer über Sex wissen wollten…“ als Science-Fiction verbunden und variiert wird. Und sie implizieren immer auch unausgesprochene Kritik an den gegenwärtig herrschenden Zuständen der Welt und ihrer Menschen.



In dieser Kostprobe liest Ihnen Thomas Lehr gleich drei seiner zehn Kafka-Etüden selbst vor.





Thomas Lehr



Thomas Lehr wurde am 22.11.1957 in Speyer geboren. Er besuchte Gymnasien in Speyer und Ludwigshafen und machte dann schließlich sein Abitur in Ludwigshafen. Seit 1979 lebt er in Berlin. Nach einem Studium der Biochemie / Naturwissenschaften an der FU, arbeitete er längere Zeit als Systemverwalter und Programmierer in der Datenverarbeitung einer wissenschaftlichen Bibliothek der FU-Berlin. Seit 1999 ist er ausschließlich freier Schriftsteller.





Werke



Zweiwasser oder Die Bibliothek der Gnade. Roman, Rütten und Loening, Berlin 1993, Neuauflage Hanser, München 2014
Die Erhörung. Roman, Aufbau, Berlin 1995, Neuauflage Hanser, München 2011
Nabokovs Katze. Roman, Aufbau, Berlin 1999, Neuauflage Hanser, München 2016
Frühling. Novelle, Aufbau, Berlin 2001, Neuauflage Hanser, München 2019
Roman, Aufbau, Berlin 2005, Neuauflage Hanser, München 2013
Tixi Tigerhai und das Geheimnis der Osterinsel. Aufbau, Berlin 2008, (keine Neuauflage)
September. Fata Morgana. Roman, Hanser, München 2010, (Erstausgabe)
Größenwahn passt in die kleinste Hütte, Kurze Prozesse, Hanser München 2012, (Erstausgabe)
Schlafende Sonne. Hanser, München 2017, (Erstausgabe)
Manfred. Bekenntnisse eines Außerirdischen. Roman, Hanser, München 2023



Würdigungen



1994 Rauriser Literaturpreis für die beste deutschsprachige Erstveröffentlichung
1993,1999,2001 „Buch des Jahres“ des Förderkreises rheinland-pfälzischer Schriftsteller
1995 Mara-Cassens-Preis des Literaturhauses Hamburg für den besten ersten Roman
1996 Förderpreis Literatur zum Kunstpreis Berlin der Berliner Akademie der Künste
1996 Literaturpreis des Bezirksverbandes Rheinland Pfalz, 1996
1998 Stipendium des Künstlerhauses Wiepersdorf
1999 Rheingau Literatur Preis
1999 Marta Saalfeld Förderpreis des Landes Rheinland Pfalz
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2024 wird also wohl ein Kafka-Jahr. Warten wir ab, was es uns alles noch bringen wird. Und hören und lesen bis dahin ein wundersam-befremdliches, schaurig-erbauliches, funkelnd-geschliffenes Gebinde aus Kurzprosatexten, das Thomas Lehr zu diesem Anlass geflochten hat: „Kafka-Etüden“ nennt der aus Speyer stammende Schriftsteller diese Prosastücke, von denen vier bereits zuvor in Literaturzeitschriften publiziert wurden.



Diese „Kafka-Übungen“ sind viel]]></googleplay:description>
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<item>
	<title>Kostprobe: Flametti und TenderendaFlammendes Getändel der Weltliteratur aus Pirmasens – Hugo Balls erzählende Prosa</title>
	<link>https://podcastliteratur.de/podcast/kostprobe-flametti-und-tenderendaflammendes-getaendel-der-weltliteratur-aus-pirmasens-hugo-balls-erzaehlende-prosa/</link>
	<pubDate>Sun, 10 Mar 2024 23:00:00 +0000</pubDate>
	<dc:creator><![CDATA[Podcast Literatur]]></dc:creator>
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	<description><![CDATA[<p>Die Leute lachen und halten mich für einen Auf-Schneider, wenn ich Ihnen erzähle, dass unsere Region ein Epizentrum der Weltliteratur ist. Es ist aber eine schlichte Wahrheit, allein Unkenntnis ist die Ursache der Ungläubigkeit. Podcastliteratur.de ist dabei, genau dies auch zu beweisen. Neben der Vorstellung aktueller Bücher.
Und manchmal kommt beides zusammen wie in der folgenden Kostprobe, die der führende Hugo-Ball-Experte Eckhard Faul für uns gestaltet hat.</p>



<p>Unbestritten hat der Pirmasenser Hugo Ball 1916 im Züricher Cabaret Voltaire mit seinen Freunden und Mitstreitern weltweite Literatur- und Kulturgeschichte geschrieben, als sie Dada erfunden haben. Das war die Geburtsstunde des Dadaismus, der in der Bildenden Kunst weit größeren Nachhall fand als in der Literatur. Der bis heute in Kunst und Musik lebendig ist. Und aus dem der Surrealismus als globaler Stil in allen Kunst- und Kultursparten hervorging. Natürlich hat Hugo Ball das damals weder gewusst noch beabsichtigt. Sehr bald wandte er sich von Dada ab, konzentrierte sich zunehmend auf politische, gesellschaftliche und religiöse Themen, die er mit essayistischen, journalistischen und philosophischen Denk- und Schreibformen darstellte.</p>



<p>Das neue Buch, das diese Kostprobe vorstellt, ist Band 6 der Hugo-Ball-Ausgabe „Sämtliche Werke und Briefe“. Es enthält die beiden einzigen, im engen Sinn literarischen, Prosaarbeiten von Hugo Ball. Durchaus umfangreiche Bücher, die „Romane“ zu nennen heute wohl möglich, damals aber eher ungewöhnlich gewesen wäre. Zumal „Tenderenda der Phantast“ erst nach seinem Tod gedruckt wurde und „Flametti“ von Hugo Ball später als zu flache Unterhaltung abgewertet wurde.
Beide Prosawerke sind aber, gerade für die Entstehung des Dadaismus, höchst aufschlussreich. Und „Tenderenda der Phantast“ ist ein literarischer Solitär von einzigartiger formaler Gestaltung.</p>]]></description>
	<itunes:subtitle><![CDATA[Die Leute lachen und halten mich für einen Auf-Schneider, wenn ich Ihnen erzähle, dass unsere Region ein Epizentrum der Weltliteratur ist. Es ist aber eine schlichte Wahrheit, allein Unkenntnis ist die Ursache der Ungläubigkeit. Podcastliteratur.de ist d]]></itunes:subtitle>
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Und manchmal kommt beides zusammen wie in der folgenden Kostprobe, die der führende Hugo-Ball-Experte Eckhard Faul für uns gestaltet hat.</p>



<p>Unbestritten hat der Pirmasenser Hugo Ball 1916 im Züricher Cabaret Voltaire mit seinen Freunden und Mitstreitern weltweite Literatur- und Kulturgeschichte geschrieben, als sie Dada erfunden haben. Das war die Geburtsstunde des Dadaismus, der in der Bildenden Kunst weit größeren Nachhall fand als in der Literatur. Der bis heute in Kunst und Musik lebendig ist. Und aus dem der Surrealismus als globaler Stil in allen Kunst- und Kultursparten hervorging. Natürlich hat Hugo Ball das damals weder gewusst noch beabsichtigt. Sehr bald wandte er sich von Dada ab, konzentrierte sich zunehmend auf politische, gesellschaftliche und religiöse Themen, die er mit essayistischen, journalistischen und philosophischen Denk- und Schreibformen darstellte.</p>



<p>Das neue Buch, das diese Kostprobe vorstellt, ist Band 6 der Hugo-Ball-Ausgabe „Sämtliche Werke und Briefe“. Es enthält die beiden einzigen, im engen Sinn literarischen, Prosaarbeiten von Hugo Ball. Durchaus umfangreiche Bücher, die „Romane“ zu nennen heute wohl möglich, damals aber eher ungewöhnlich gewesen wäre. Zumal „Tenderenda der Phantast“ erst nach seinem Tod gedruckt wurde und „Flametti“ von Hugo Ball später als zu flache Unterhaltung abgewertet wurde.
Beide Prosawerke sind aber, gerade für die Entstehung des Dadaismus, höchst aufschlussreich. Und „Tenderenda der Phantast“ ist ein literarischer Solitär von einzigartiger formaler Gestaltung.</p>]]></content:encoded>
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Und manchmal kommt beides zusammen wie in der folgenden Kostprobe, die der führende Hugo-Ball-Experte Eckhard Faul für uns gestaltet hat.



Unbestritten hat der Pirmasenser Hugo Ball 1916 im Züricher Cabaret Voltaire mit seinen Freunden und Mitstreitern weltweite Literatur- und Kulturgeschichte geschrieben, als sie Dada erfunden haben. Das war die Geburtsstunde des Dadaismus, der in der Bildenden Kunst weit größeren Nachhall fand als in der Literatur. Der bis heute in Kunst und Musik lebendig ist. Und aus dem der Surrealismus als globaler Stil in allen Kunst- und Kultursparten hervorging. Natürlich hat Hugo Ball das damals weder gewusst noch beabsichtigt. Sehr bald wandte er sich von Dada ab, konzentrierte sich zunehmend auf politische, gesellschaftliche und religiöse Themen, die er mit essayistischen, journalistischen und philosophischen Denk- und Schreibformen darstellte.



Das neue Buch, das diese Kostprobe vorstellt, ist Band 6 der Hugo-Ball-Ausgabe „Sämtliche Werke und Briefe“. Es enthält die beiden einzigen, im engen Sinn literarischen, Prosaarbeiten von Hugo Ball. Durchaus umfangreiche Bücher, die „Romane“ zu nennen heute wohl möglich, damals aber eher ungewöhnlich gewesen wäre. Zumal „Tenderenda der Phantast“ erst nach seinem Tod gedruckt wurde und „Flametti“ von Hugo Ball später als zu flache Unterhaltung abgewertet wurde.
Beide Prosawerke sind aber, gerade für die Entstehung des Dadaismus, höchst aufschlussreich. Und „Tenderenda der Phantast“ ist ein literarischer Solitär von einzigartiger formaler Gestaltung.]]></itunes:summary>
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	<itunes:author><![CDATA[Podcast Literatur]]></itunes:author>	<googleplay:description><![CDATA[Die Leute lachen und halten mich für einen Auf-Schneider, wenn ich Ihnen erzähle, dass unsere Region ein Epizentrum der Weltliteratur ist. Es ist aber eine schlichte Wahrheit, allein Unkenntnis ist die Ursache der Ungläubigkeit. Podcastliteratur.de ist dabei, genau dies auch zu beweisen. Neben der Vorstellung aktueller Bücher.
Und manchmal kommt beides zusammen wie in der folgenden Kostprobe, die der führende Hugo-Ball-Experte Eckhard Faul für uns gestaltet hat.



Unbestritten hat der Pirmasenser Hugo Ball 1916 im Züricher Cabaret Voltaire mit seinen Freunden und Mitstreitern weltweite Literatur- und Kulturgeschichte geschrieben, als sie Dada erfunden haben. Das war die Geburtsstunde des Dadaismus, der in der Bildenden Kunst weit größeren Nachhall fand als in der Literatur. Der bis heute in Kunst und Musik lebendig ist. Und aus dem der Surrealismus als globaler Stil in allen Kunst- und Kultursparten hervorging. Natürlich hat Hugo Ball das damals weder gewusst noch beabsichtigt. Sehr ]]></googleplay:description>
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</item>

<item>
	<title>Kostprobe: Fährgeld für Charon„An den Ufern meiner Stadt“ – Die späten Gedichte (2000-2017) von Peter Härtling</title>
	<link>https://podcastliteratur.de/podcast/kostprobe-faehrgeld-fuer-charonan-den-ufern-meiner-stadt-die-spaeten-gedichte-2000-2017-von-peter-haertling/</link>
	<pubDate>Wed, 07 Feb 2024 23:00:00 +0000</pubDate>
	<dc:creator><![CDATA[Podcast Literatur]]></dc:creator>
	<guid isPermaLink="false">https://podcastliteratur.de/?post_type=podcast&#038;p=2492</guid>
	<description><![CDATA[<p>Peter Härtling (geb. 1933 in Chemnitz, gest. 2017 in Rüsselsheim) gehört zu den wichtigsten Schriftstellern Deutschlands. Und er war einer der beständigsten und produktivsten:</p>



<p>Mehr als 60 Titel verzeichnet seine Bibliografie. Dazu über 30 Kinderbücher, 2 Theaterstücke, Essays und ungezählte Kritiken, Aufsätze, Reden, Artikel.
„Hölderlin“, „Waiblingers Augen“, „Schubert“ „Eine Frau“ sind vielleicht die bekanntesten seiner Romane. Ebenso beständig und produktiv wie als Erzähler, war Peter Härtling auch als Autor von Gedichten: 20 Einzelveröffentlichungen umfasst sein lyrisches Werk. Wobei das jüngste mit dem Titel „An den Ufern meiner Stadt“ erst posthum im vergangenen Herbst erschien. Auf 500 Seiten versammelt es seine Gedichte, die von 2000 bis 2017 entstanden.</p>



<p>Kerstin Bachtler stellt Buch und Autor vor und liest viele Kostproben dieser späten Gedichte von Peter Härtling.</p>





<h4>Lebensdaten von Peter Härtling</h4>



<p>13.11.1933 Geburt in Chemnitz. Kindheit in Hartmannsdorf bei Chemnitz, wo der Vater eine Rechtsanwaltskanzlei unterhält.
1941 Umzug nach Olmütz/Mähren, der Vater versucht sich dem direkten Zugriff der Nazis zu entziehen.
1945 Flucht nach Zwettl/Niederösterreich, dort erlebt Härtling den Einmarsch der russischen Armee.Weitere Flucht zusammen mit der Mutter, der Schwester, der Großmutter und der Tante nach Wien und von dort mit vielen Zwischenstationen Richtung Westen.
Juni 1945 Tod des Vaters im russischen Kriegsgefangenenlager Döllersheim. Härtling erfährt davon erst ein Jahr später.
Anfang 1946 Eintreffen in Nürtingen. Nach einem Dreivierteljahr ohne Schule geht Härtling wieder zum Gymnasium.
Oktober 1946 Selbstmord der Mutter.
1948 lernt Härtling den früheren Kommunisten und Maler Fritz Ruoff kennen, einen Mann, der von den Nazis verfolgt wurde und für Härtling ein Mentor wird.
Winter 1951 verläßt Härtling das Gymnasium, er kommt mit den Lehrern nicht zurecht, die ihren Dienst versehen, wie sie das seit den Nazis gewohnt sind. Für kurze Zeit arbeitet Härtling in der Buchhaltung einer Korkfabrik.
Frühjahr 1951 besucht Härtling die von HAP Grieshaber gegründete Bernstein-Schule.
1952 - 1954 Volontär in der Lokalredaktion der Nürtinger Zeitung
1953 erscheint Härtlings erstes Buch, die Gedichte poeme und songs, und Härtling beginnt andere Autoren kennenzulernen.
1954 -1955 Redakteur bei der Heidenheimer Zeitung.
1956 versucht Härtling zum ersten Mal, als freier Schriftsteller zu leben.
1956 -1962 Feuilleton-Redakteur bei der Deutschen Zeitung zunächst in Stuttgart, nach 1960 in Köln.
1959 Heirat mit Mechthild Maier, Psychologin.
1962 Redakteur bei der Zeitschrift Der Monat, ab Mai 1964 Mitherausgeber.
1963 Geburt des Sohnes Fabian.
1964 Literaturpreis des Verbandes der Kritiker (Kritikerpreis) für Niembsch.
1965 Lesung aus „Janek” bei der Tagung der Gruppe 47 im „Alten Cassino” am Wannsee/Berlin
Frühjahr und Sommer 1965 tritt Härtling für die SPD ein. Im Wahlkontor Deutscher Schriftsteller überlegt er sich Wahlkampfslogans und schreibt Reden für Politiker.
1965 Förderpreis Literatur des Landes Niedersachsen für Niembsch. Geburt der Tochter Friederike.
1966 Ehrengabe des Kulturkreises im Bundesverband der Deutschen Industrie für Niembsch. Prix du meilleur Livre Étranger für französische Ausgabe von Niembsch. Geburt des Sohnes Clemens.
Anfang 1967 Cheflektor im S. Fischer Verlag.
1968 Sprecher der Geschäftsleitung des S. Fischer Verlags.
1970 Schubart-Preis der Stadt Aalen für Das Familienfest. Geburt der Tochter Sophie.
1971 Gerhart-Hauptmann-Preis der Freien Volksbühne Berlin für Gilles.
Zum Jahreswechsel 1973/74 scheidet Härtling aus der Geschäftsführung des S. Fischer Verlags aus, seither freier Schriftsteller.
1976 Deutscher Jugendbuchpreis für Oma.
1977 Stadtschreiber von Bergen-Enkheim.
1978 Wilhelmine-Lübke-Preis des Kuratoriums Deutsche Altershilfe.
1979 -1980 beteiligt sich Härtling am Widerstand gegen den Bau der Startbahn West am Frankfurter Flughafen.
1980 Zürcher Kinderbuchpreis "La vache qui lit" für Ben liebt Anna und Sofie macht Geschichten.
1982 Naturschutzpreis der Kreisgruppe Groß-Gerau des Bundes für Umwelt und Naturschutz.
Wintersemester 1983/84 Gastdozentur für Poetik an der Universität Frankfurt am Main.
1985 Preis der Stiftung zur Förderung der Geistigen und Kulturellen Arbeit.
Ab 1986 hält Härtling regelmäßig Seminare und Vorträge über Schubert und Liedtexte, die auch von anderen Komponisten vertont wurden. Freundschaft mit der Sängerin Mitsuko Shirai und dem Pianisten Hartmut Höll.
1987 Hermann-Sinsheimer-Preis und Hölderlin-Preis der Stadt Bad Homburg. Erste Lesungen nach dem Vorbild der Schubertiaden zusammen mit Musikern.
1992 Lion-Feuchtwanger-Preis.
Frühjahr 1994 Poetik-Dozent an der Hochschule für Musik und Gestaltung "Mozarteum" in Salzburg.
1994/1995 Vorlesungen an der Musikhochschule Karlsruhe.
1994 Verleihung des Titels eines Professors durch das Land Baden-Württemberg.
1995 Stadtschreiber von Mainz.
1995 Verleihung des Großen Bundesverdienstkreuzes.
1996 Verleihung der Wilhelm-Leuschner-Medaille des Landes Hessen.
1996 Verleihung der Karl-Preusker-Medaille durch die Deutsche Literaturkonferenz.
1997 Uraufführung des Stücks Melchinger Winterreise durch das Theater Lindenhof, Melchingen. Voerder Jugendbuchpreis.
1998 Wahl zum Präsidenten der Hölderlin-Gesellschaft.
2000 Eichendorff-Preis
2001 Dr. h.c. der Universität Gießen.
2001 Poetik-Dozentur der Universität Dresden.
2001 Sonderpreis des Jugendbuchpreises für das kinderliterarische Gesamtwerk.
2003 Deutscher Bücherpreis für das Gesamtwerk
2003 Ehrenbürger der Stadt Mörfelden-Walldorf
2004 Ehrenbürger der Stadt Nürtingen
2006 Von 1998 bis 2006 Präsident der Hölderlin-Gesellschaft
2006 Gerty-Spies-Literaturpreis der Landeszentrale für politische Bildung, Rheinland-Pfalz
2007 CORINE Ehrenpreis des bayerischen Ministerpräsidenten für das Lebenswerk
2008 Lenka Reinerová – Stipendium in Prag
2010 Kulturpreis des Kreises Groß-Gerau
2011 Großer Preis der Akademie für Kinder- und Jugendliteratur, Volkach
2012 Jacob-Grimm-Preis Deutsche Sprache
2014 Hessischer Kulturpreis
2015 Elisabeth-Langgässer Preis, Alzey</p>



<p>2017 Peter Härtling starb am 10. Juli 2017 in Rüsselsheim</p>



<p>Härtling war Mitglied der Akademie der Wissenschaften und der Literatur, Mainz; der Akademie der Künste von Berlin und Brandenburg; der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung, Darmstadt und Ehrenmitglied der Robert-Schumann-Gesellschaft, Frankfurt am Main.</p>





<p><strong>GEDICHTE </strong>
poeme und songs, Bechtle, Eßlingen 1953
Yamins Stationen, Bechtle, Eßlingen 1955
In Zeilen zuhaus. Vom Abenteuer des Gedichts, des Gedichteschreibens und Gedichtelesens, Neske, Pfullingen 1957
Unter den Brunnnen, Bechtle, Eßlingen 1958
Spielgeist Spiegelgeist, Goverts, Stuttgart 1962
Neue Gedichte, herausgegeben von Hans Dieter Schäfer, Bläschke, Darmstadt 1972
Anreden, Gedichte aus den Jahren 1972-1977, Luchterhand, Darmstadt und Neuwied 1977
Ausgewählte Gedichte I953-I979, Luchterhand, Darmstadt und Neuwied 1979
Vorwarnung, Luchterhand, Darmstadt und Neuwied 1983
Die Mörsinger Pappel, Luchterhand, Darmstadt und Neuwied 1987
Die Gedichte 1953-1987, Luchterhand, Frankfurt a. M. 1989
Jürgen Brodwolf und Peter Härtling: Zwanzig Transparentblätter / Fünfzehn Gedichte, Radius, Stuttgart 1989
Peter Härtling und Arnulf Rainer: Engel - gibt's die? 28 Gedichte und 30 Übermalungen, Radius, Stuttgart 1992
Das Land, das ich erdachte, Gedichte 1990-1993, Radius, Stuttgart 1993
Horizonttheater, Kiepenheuer &amp; Witsch, Köln 1997
Ein Balkon aus Papier, Kiepenheuer &amp; Witsch, Köln 2000
kommen - gehen - bleiben, Gedichte, Radius Verlag, Stuttgart, 2003
Schattenwürfe, Radius Verlag, Stuttgart 2005
Fenstergedichte. Radius Verlag, Stuttgart 2007
Meine 75 Gedichte und zehn neue. Radius Verlag, Stuttgart 2008
Sätze von Liebe. Hrsg. von Klaus Siblewski. Deutscher Taschenbuch Verlag, München 2008
Winkelspiel. Gedichte mit Bildern von Erwin Bechtold. Radius Verlag. Stuttgart 2011
Von mir, Gedichte, Edition Toni Pongratz 2013
Versuchte Ewigkeit. Gedichte 2008-2016, Radius Verlag, Stuttgart 2016</p>



<p><strong>ROMANE, ERZÄHLUNGEN, PROSA </strong>
Im Schein des Kometen. Die Geschichte einer Opposition, Goverts, Stuttgart 1959
Niembsch oder Der Stillstand. Eine Suite, Goverts, Stuttgart 1964
Janek. Porträt einer Erinnerung, Goverts, Stuttgart 1966
Das Familienfest oder Das Ende der Geschichte, Goverts, Stuttgart 1969
Ein Abend eine Nacht ein Morgen. Eine Geschichte, Luchterhand, Neuwied und Berlin 1971
Zwettl, Nachprüfung einer Erinnerung, Luchterhand, Darmstadt und Neuwied 1973
Eine Frau, Luchterhand, Darmstadt und Neuwied 1974
Hölderlin, Luchterhand, Darmstadt und Neuwied 1976
Hubert oder Die Rückkehr nach Casablanca, Luchterhand, Darmstadt und Neuwied 1978
Nachgetragene Liebe, Luchterhand, Darmstadt und Neuwied 1980
Der wiederholte Unfall, Erzählungen mit einem Nachwort des Autors, Reclam, Stuttgart 1980 (enthält: Jerschel singt; Für Ottla; Der wiederholte Unfall oder Die Fortsetzung eines Unglücks; Fast eine Anekdote; Drei Kalendergeschichten aus meinem Land; Das Ballerinaglas, Nürtingen, Marktstraße; Zwettl im Waldviertel)
Die dreifache Maria, Luchterhand, Darmstadt und Neuwied 1982
Das Windrad, Luchterhand, Darmstadt und Neuwied 1983
Felix Guttmann, Luchterhand, Darmstadt und Neuwied 1985
Brief an meine Kinder, Radius, Stuttgart 1986
Waiblingers Augen, Luchterhand, Darmstadt und Neuwied 1987
Die kleine Welle, Vier Geschichten zur Schöpfungsgeschichte, Radius, Stuttgart 1987
Der Wanderer, Luchterhand, Hamburg; Zürich 1988
Herzwand. Mein Roman, Luchterhand, Hamburg; Zürich 1990
Brief an meine Kinder: erweitert um einen zweiten Brief, Luchterhand, Hamburg; Zürich 1991
Schubert, Luchterhand, Hamburg; Zürich 1992
Božena, Kiepenheuer &amp; Witsch, Köln 1994
Schumanns Schatten, Kiepenheuer &amp; Witsch, Köln 1996
Große, kleine Schwester, Kiepenheuer &amp; Witsch, Köln 1998
Hoffmann oder Die vielfältige Liebe, Kiepenheuer &amp; Witsch, Köln 2001
Leben lernen. Erinnerungen, Kiepenheuer &amp; Witsch, Köln 2003
Die Lebenslinie. Eine Erfahrung, Kiepenheuer &amp; Witsch, Köln 2005
Das ausgestellte Kind. Mit Familie Mozart unterwegs. Kiepenheuer &amp; Witsch, Köln 2007
O'Bär an Enkel Samuel. Eine Erzählung mit fünf Briefen. Kiepenheuer &amp; Witsch, Köln 2008
Dorther. Reisen aus dem Gedächtnis. Radius Verlag, Stuttgart 2009
Leicht geworden für Gedankenflüge. 77 Zettel. Radius Verlag, Stuttgart 2010
Liebste Fenchel. Das Leben der Fanny Hensel-Mendelssohn in Etüden und Intermezzi. Kiepenheuer &amp; Witsch Verlag, Köln 2011
80 Versuch einer Summe, Radius Verlag 2013
Tage mit Echo, Zwei Erzählungen, Kiepenheuer &amp; Witsch, Köln 2013
Verdi. Ein Roman in neun Fantasien, Kiepenheuer &amp; Witsch, Köln 2015
Der Gedankenspieler. Roman, Kiepenheuer &amp; Witsch, Köln 2018</p>



<p><strong>DRAMATIK</strong> 
Gilles, Ein Kostümstück aus der Revolution, Goverts, Stuttgart 1970
Melchinger Winterreise. Stationen für die Erinnerung, Radius, Stuttgart 1998</p>



<p><strong>BÜCHER FÜR KINDER </strong>
… und das ist die ganze Familie, Tagesläufe mit Kindern, Georg Bitter, Recklinghausen 1970
Das war der Hirbel, Beltz &amp; Gelberg, Weinheim 1973
Zum laut und leise Lesen, Geschichten und Gedichte für Kinder, Luchterhand, Darmstadt und Neuwied 1975
Oma, Beltz &amp; Gelberg, Weinheim 1975
Theo haut ab, Beltz &amp; Gelberg, Weinheim 1977
Ben liebt Anna, Beltz &amp; Gelberg, Weinheim 1979
Sofie macht Geschichten, Beltz &amp; Gelberg, Weinheim und Basel 1980
Alter John, Beltz &amp; Gelberg, Weinheim und Basel 1981
Jakob hinter der blauen Tür, Beltz &amp; Gelberg, Weinheim und Basel 1983
Krücke, Beltz &amp; Gelberg, Weinheim und Basel 1987
Geschichten für Kinder, Beltz &amp; Gelberg, Weinheim und Basel 1988
Fränze, Beltz &amp; Gelberg, Weinheim und Basel 1989
Peter Härtling für Kinder, Der bunte Hund - Sonderheft, Beltz &amp; Gelberg, Weinheim und Basel 1989
Mit Clara sind wir sechs. Von den Scheurers, die sich alle Mühe geben, eine Familie zu sein, Beltz &amp; Gelberg, Weinheim und Basel 1991
Fundevögel: Geschichten zum Wieder- und Wiederlesen. Für Kinder von neun bis neunzig, herausgegeben und mit einem Nachwort von Peter Härtling, Radius, Stuttgart 1991
Erzählbuch. Geschichten, Gedichte, Texte, Proben, Auswahl von Hans-Joachim Gelberg, Beltz &amp; Gelberg, Weinheim und Basel 1992
Lena auf dem Dach, Beltz &amp; Gelberg, Weinheim und Basel 1993
Jette, Erzählbuch. Geschichten, Gedichte, Texte, Proben, Beltz &amp; Gelberg, Weinheim und Basel 1995
Tante Tilli macht Theater, Beltz &amp; Gelberg, Weinheim und Basel 1997
Johann Wolfgang von Goethe: »Ich bin so guter Dinge«. Goethe für Kinder, ausgewählt von Peter Härtling, Insel, Frankfurt a. M. 1998
Reise gegen den Wind, Beltz &amp; Gelberg, Weinheim und Basel 2000.
Romane für Kinder in drei Bänden.
Band 1: Das war Hirbel, Oma, Theo haut ab, Ben liebt Anna
Band 2: Alter John, Jakob hinter der blauen Tür, Krücke
Band 3: Fränze, Mit Clara sind wir sechs, Laena auf dem Dach
Beltz &amp; Gelberg, Weinheim 2003
… und mich – mich ruft das Flügeltier. Schiller für Kinder. Ausgewählt von Peter Härtling, illustriert von Hans Traxler, Insel Verlag, Frankfurt a.M. 2004
Lebet wohl, wir kehren nie/Nie zurück von Bimini. Heine für Kinder. Ausgewählt von Peter Härtling, illustriert von Hans Traxler. Insel Verlag, Frankfurt a.M. 2005
Ich bin ein Musikus. Mozart für Kinder. Ausgewählt von Peter Härtling, illustriert von Hans Traxler, Insel Verlag, Frankfurt a.M. 2005
Wenn du einen Schneck behauchst. Ringelnatz für Kinder. Ausgewählt von Peter Härtling, illustriert von Hans Traxler. Insel Verlag, Frankfurt a.M. 2006
Triffst du nur das Zauberwort. Eichendorff für Kinder. Ausgewählt von Peter Härtling, illustriert von Hans Traxler. Insel Verlag, Frankfurt a.M. 2007
Paul das Hauskind. Beltz Verlag, Weinheim 2010
Hallo Opa Liebe Mirjam, Beltz Verlag, Weinheim 2013
Ihr wißt ja, wie die Kleinen immer über Große Reden. Shakespeare für Kinder. Ausgewählt von Peter Härtling, illustriert von Hans Traxler, Insel Verlag, Frankfurt a.M.
Teich-Matrosen, Pixi Bücher, Pixi-Serie 225/Nr. 2037, Carlsen Verlag, Hamburg 2014
Djadi, Flüchtlingsjunge, Verlag Beltz &amp; Gelberg, Weinheim 2016</p>]]></description>
	<itunes:subtitle><![CDATA[Peter Härtling (geb. 1933 in Chemnitz, gest. 2017 in Rüsselsheim) gehört zu den wichtigsten Schriftstellern Deutschlands. Und er war einer der beständigsten und produktivsten:



Mehr als 60 Titel verzeichnet seine Bibliografie. Dazu über 30 Kinderbücher]]></itunes:subtitle>
	<content:encoded><![CDATA[<p>Peter Härtling (geb. 1933 in Chemnitz, gest. 2017 in Rüsselsheim) gehört zu den wichtigsten Schriftstellern Deutschlands. Und er war einer der beständigsten und produktivsten:</p>



<p>Mehr als 60 Titel verzeichnet seine Bibliografie. Dazu über 30 Kinderbücher, 2 Theaterstücke, Essays und ungezählte Kritiken, Aufsätze, Reden, Artikel.
„Hölderlin“, „Waiblingers Augen“, „Schubert“ „Eine Frau“ sind vielleicht die bekanntesten seiner Romane. Ebenso beständig und produktiv wie als Erzähler, war Peter Härtling auch als Autor von Gedichten: 20 Einzelveröffentlichungen umfasst sein lyrisches Werk. Wobei das jüngste mit dem Titel „An den Ufern meiner Stadt“ erst posthum im vergangenen Herbst erschien. Auf 500 Seiten versammelt es seine Gedichte, die von 2000 bis 2017 entstanden.</p>



<p>Kerstin Bachtler stellt Buch und Autor vor und liest viele Kostproben dieser späten Gedichte von Peter Härtling.</p>





<h4>Lebensdaten von Peter Härtling</h4>



<p>13.11.1933 Geburt in Chemnitz. Kindheit in Hartmannsdorf bei Chemnitz, wo der Vater eine Rechtsanwaltskanzlei unterhält.
1941 Umzug nach Olmütz/Mähren, der Vater versucht sich dem direkten Zugriff der Nazis zu entziehen.
1945 Flucht nach Zwettl/Niederösterreich, dort erlebt Härtling den Einmarsch der russischen Armee.Weitere Flucht zusammen mit der Mutter, der Schwester, der Großmutter und der Tante nach Wien und von dort mit vielen Zwischenstationen Richtung Westen.
Juni 1945 Tod des Vaters im russischen Kriegsgefangenenlager Döllersheim. Härtling erfährt davon erst ein Jahr später.
Anfang 1946 Eintreffen in Nürtingen. Nach einem Dreivierteljahr ohne Schule geht Härtling wieder zum Gymnasium.
Oktober 1946 Selbstmord der Mutter.
1948 lernt Härtling den früheren Kommunisten und Maler Fritz Ruoff kennen, einen Mann, der von den Nazis verfolgt wurde und für Härtling ein Mentor wird.
Winter 1951 verläßt Härtling das Gymnasium, er kommt mit den Lehrern nicht zurecht, die ihren Dienst versehen, wie sie das seit den Nazis gewohnt sind. Für kurze Zeit arbeitet Härtling in der Buchhaltung einer Korkfabrik.
Frühjahr 1951 besucht Härtling die von HAP Grieshaber gegründete Bernstein-Schule.
1952 - 1954 Volontär in der Lokalredaktion der Nürtinger Zeitung
1953 erscheint Härtlings erstes Buch, die Gedichte poeme und songs, und Härtling beginnt andere Autoren kennenzulernen.
1954 -1955 Redakteur bei der Heidenheimer Zeitung.
1956 versucht Härtling zum ersten Mal, als freier Schriftsteller zu leben.
1956 -1962 Feuilleton-Redakteur bei der Deutschen Zeitung zunächst in Stuttgart, nach 1960 in Köln.
1959 Heirat mit Mechthild Maier, Psychologin.
1962 Redakteur bei der Zeitschrift Der Monat, ab Mai 1964 Mitherausgeber.
1963 Geburt des Sohnes Fabian.
1964 Literaturpreis des Verbandes der Kritiker (Kritikerpreis) für Niembsch.
1965 Lesung aus „Janek” bei der Tagung der Gruppe 47 im „Alten Cassino” am Wannsee/Berlin
Frühjahr und Sommer 1965 tritt Härtling für die SPD ein. Im Wahlkontor Deutscher Schriftsteller überlegt er sich Wahlkampfslogans und schreibt Reden für Politiker.
1965 Förderpreis Literatur des Landes Niedersachsen für Niembsch. Geburt der Tochter Friederike.
1966 Ehrengabe des Kulturkreises im Bundesverband der Deutschen Industrie für Niembsch. Prix du meilleur Livre Étranger für französische Ausgabe von Niembsch. Geburt des Sohnes Clemens.
Anfang 1967 Cheflektor im S. Fischer Verlag.
1968 Sprecher der Geschäftsleitung des S. Fischer Verlags.
1970 Schubart-Preis der Stadt Aalen für Das Familienfest. Geburt der Tochter Sophie.
1971 Gerhart-Hauptmann-Preis der Freien Volksbühne Berlin für Gilles.
Zum Jahreswechsel 1973/74 scheidet Härtling aus der Geschäftsführung des S. Fischer Verlags aus, seither freier Schriftsteller.
1976 Deutscher Jugendbuchpreis für Oma.
1977 Stadtschreiber von Bergen-Enkheim.
1978 Wilhelmine-Lübke-Preis des Kuratoriums Deutsche Altershilfe.
1979 -1980 beteiligt sich Härtling am Widerstand gegen den Bau der Startbahn West am Frankfurter Flughafen.
1980 Zürcher Kinderbuchpreis "La vache qui lit" für Ben liebt Anna und Sofie macht Geschichten.
1982 Naturschutzpreis der Kreisgruppe Groß-Gerau des Bundes für Umwelt und Naturschutz.
Wintersemester 1983/84 Gastdozentur für Poetik an der Universität Frankfurt am Main.
1985 Preis der Stiftung zur Förderung der Geistigen und Kulturellen Arbeit.
Ab 1986 hält Härtling regelmäßig Seminare und Vorträge über Schubert und Liedtexte, die auch von anderen Komponisten vertont wurden. Freundschaft mit der Sängerin Mitsuko Shirai und dem Pianisten Hartmut Höll.
1987 Hermann-Sinsheimer-Preis und Hölderlin-Preis der Stadt Bad Homburg. Erste Lesungen nach dem Vorbild der Schubertiaden zusammen mit Musikern.
1992 Lion-Feuchtwanger-Preis.
Frühjahr 1994 Poetik-Dozent an der Hochschule für Musik und Gestaltung "Mozarteum" in Salzburg.
1994/1995 Vorlesungen an der Musikhochschule Karlsruhe.
1994 Verleihung des Titels eines Professors durch das Land Baden-Württemberg.
1995 Stadtschreiber von Mainz.
1995 Verleihung des Großen Bundesverdienstkreuzes.
1996 Verleihung der Wilhelm-Leuschner-Medaille des Landes Hessen.
1996 Verleihung der Karl-Preusker-Medaille durch die Deutsche Literaturkonferenz.
1997 Uraufführung des Stücks Melchinger Winterreise durch das Theater Lindenhof, Melchingen. Voerder Jugendbuchpreis.
1998 Wahl zum Präsidenten der Hölderlin-Gesellschaft.
2000 Eichendorff-Preis
2001 Dr. h.c. der Universität Gießen.
2001 Poetik-Dozentur der Universität Dresden.
2001 Sonderpreis des Jugendbuchpreises für das kinderliterarische Gesamtwerk.
2003 Deutscher Bücherpreis für das Gesamtwerk
2003 Ehrenbürger der Stadt Mörfelden-Walldorf
2004 Ehrenbürger der Stadt Nürtingen
2006 Von 1998 bis 2006 Präsident der Hölderlin-Gesellschaft
2006 Gerty-Spies-Literaturpreis der Landeszentrale für politische Bildung, Rheinland-Pfalz
2007 CORINE Ehrenpreis des bayerischen Ministerpräsidenten für das Lebenswerk
2008 Lenka Reinerová – Stipendium in Prag
2010 Kulturpreis des Kreises Groß-Gerau
2011 Großer Preis der Akademie für Kinder- und Jugendliteratur, Volkach
2012 Jacob-Grimm-Preis Deutsche Sprache
2014 Hessischer Kulturpreis
2015 Elisabeth-Langgässer Preis, Alzey</p>



<p>2017 Peter Härtling starb am 10. Juli 2017 in Rüsselsheim</p>



<p>Härtling war Mitglied der Akademie der Wissenschaften und der Literatur, Mainz; der Akademie der Künste von Berlin und Brandenburg; der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung, Darmstadt und Ehrenmitglied der Robert-Schumann-Gesellschaft, Frankfurt am Main.</p>





<p><strong>GEDICHTE </strong>
poeme und songs, Bechtle, Eßlingen 1953
Yamins Stationen, Bechtle, Eßlingen 1955
In Zeilen zuhaus. Vom Abenteuer des Gedichts, des Gedichteschreibens und Gedichtelesens, Neske, Pfullingen 1957
Unter den Brunnnen, Bechtle, Eßlingen 1958
Spielgeist Spiegelgeist, Goverts, Stuttgart 1962
Neue Gedichte, herausgegeben von Hans Dieter Schäfer, Bläschke, Darmstadt 1972
Anreden, Gedichte aus den Jahren 1972-1977, Luchterhand, Darmstadt und Neuwied 1977
Ausgewählte Gedichte I953-I979, Luchterhand, Darmstadt und Neuwied 1979
Vorwarnung, Luchterhand, Darmstadt und Neuwied 1983
Die Mörsinger Pappel, Luchterhand, Darmstadt und Neuwied 1987
Die Gedichte 1953-1987, Luchterhand, Frankfurt a. M. 1989
Jürgen Brodwolf und Peter Härtling: Zwanzig Transparentblätter / Fünfzehn Gedichte, Radius, Stuttgart 1989
Peter Härtling und Arnulf Rainer: Engel - gibt's die? 28 Gedichte und 30 Übermalungen, Radius, Stuttgart 1992
Das Land, das ich erdachte, Gedichte 1990-1993, Radius, Stuttgart 1993
Horizonttheater, Kiepenheuer &amp; Witsch, Köln 1997
Ein Balkon aus Papier, Kiepenheuer &amp; Witsch, Köln 2000
kommen - gehen - bleiben, Gedichte, Radius Verlag, Stuttgart, 2003
Schattenwürfe, Radius Verlag, Stuttgart 2005
Fenstergedichte. Radius Verlag, Stuttgart 2007
Meine 75 Gedichte und zehn neue. Radius Verlag, Stuttgart 2008
Sätze von Liebe. Hrsg. von Klaus Siblewski. Deutscher Taschenbuch Verlag, München 2008
Winkelspiel. Gedichte mit Bildern von Erwin Bechtold. Radius Verlag. Stuttgart 2011
Von mir, Gedichte, Edition Toni Pongratz 2013
Versuchte Ewigkeit. Gedichte 2008-2016, Radius Verlag, Stuttgart 2016</p>



<p><strong>ROMANE, ERZÄHLUNGEN, PROSA </strong>
Im Schein des Kometen. Die Geschichte einer Opposition, Goverts, Stuttgart 1959
Niembsch oder Der Stillstand. Eine Suite, Goverts, Stuttgart 1964
Janek. Porträt einer Erinnerung, Goverts, Stuttgart 1966
Das Familienfest oder Das Ende der Geschichte, Goverts, Stuttgart 1969
Ein Abend eine Nacht ein Morgen. Eine Geschichte, Luchterhand, Neuwied und Berlin 1971
Zwettl, Nachprüfung einer Erinnerung, Luchterhand, Darmstadt und Neuwied 1973
Eine Frau, Luchterhand, Darmstadt und Neuwied 1974
Hölderlin, Luchterhand, Darmstadt und Neuwied 1976
Hubert oder Die Rückkehr nach Casablanca, Luchterhand, Darmstadt und Neuwied 1978
Nachgetragene Liebe, Luchterhand, Darmstadt und Neuwied 1980
Der wiederholte Unfall, Erzählungen mit einem Nachwort des Autors, Reclam, Stuttgart 1980 (enthält: Jerschel singt; Für Ottla; Der wiederholte Unfall oder Die Fortsetzung eines Unglücks; Fast eine Anekdote; Drei Kalendergeschichten aus meinem Land; Das Ballerinaglas, Nürtingen, Marktstraße; Zwettl im Waldviertel)
Die dreifache Maria, Luchterhand, Darmstadt und Neuwied 1982
Das Windrad, Luchterhand, Darmstadt und Neuwied 1983
Felix Guttmann, Luchterhand, Darmstadt und Neuwied 1985
Brief an meine Kinder, Radius, Stuttgart 1986
Waiblingers Augen, Luchterhand, Darmstadt und Neuwied 1987
Die kleine Welle, Vier Geschichten zur Schöpfungsgeschichte, Radius, Stuttgart 1987
Der Wanderer, Luchterhand, Hamburg; Zürich 1988
Herzwand. Mein Roman, Luchterhand, Hamburg; Zürich 1990
Brief an meine Kinder: erweitert um einen zweiten Brief, Luchterhand, Hamburg; Zürich 1991
Schubert, Luchterhand, Hamburg; Zürich 1992
Božena, Kiepenheuer &amp; Witsch, Köln 1994
Schumanns Schatten, Kiepenheuer &amp; Witsch, Köln 1996
Große, kleine Schwester, Kiepenheuer &amp; Witsch, Köln 1998
Hoffmann oder Die vielfältige Liebe, Kiepenheuer &amp; Witsch, Köln 2001
Leben lernen. Erinnerungen, Kiepenheuer &amp; Witsch, Köln 2003
Die Lebenslinie. Eine Erfahrung, Kiepenheuer &amp; Witsch, Köln 2005
Das ausgestellte Kind. Mit Familie Mozart unterwegs. Kiepenheuer &amp; Witsch, Köln 2007
O'Bär an Enkel Samuel. Eine Erzählung mit fünf Briefen. Kiepenheuer &amp; Witsch, Köln 2008
Dorther. Reisen aus dem Gedächtnis. Radius Verlag, Stuttgart 2009
Leicht geworden für Gedankenflüge. 77 Zettel. Radius Verlag, Stuttgart 2010
Liebste Fenchel. Das Leben der Fanny Hensel-Mendelssohn in Etüden und Intermezzi. Kiepenheuer &amp; Witsch Verlag, Köln 2011
80 Versuch einer Summe, Radius Verlag 2013
Tage mit Echo, Zwei Erzählungen, Kiepenheuer &amp; Witsch, Köln 2013
Verdi. Ein Roman in neun Fantasien, Kiepenheuer &amp; Witsch, Köln 2015
Der Gedankenspieler. Roman, Kiepenheuer &amp; Witsch, Köln 2018</p>



<p><strong>DRAMATIK</strong> 
Gilles, Ein Kostümstück aus der Revolution, Goverts, Stuttgart 1970
Melchinger Winterreise. Stationen für die Erinnerung, Radius, Stuttgart 1998</p>



<p><strong>BÜCHER FÜR KINDER </strong>
… und das ist die ganze Familie, Tagesläufe mit Kindern, Georg Bitter, Recklinghausen 1970
Das war der Hirbel, Beltz &amp; Gelberg, Weinheim 1973
Zum laut und leise Lesen, Geschichten und Gedichte für Kinder, Luchterhand, Darmstadt und Neuwied 1975
Oma, Beltz &amp; Gelberg, Weinheim 1975
Theo haut ab, Beltz &amp; Gelberg, Weinheim 1977
Ben liebt Anna, Beltz &amp; Gelberg, Weinheim 1979
Sofie macht Geschichten, Beltz &amp; Gelberg, Weinheim und Basel 1980
Alter John, Beltz &amp; Gelberg, Weinheim und Basel 1981
Jakob hinter der blauen Tür, Beltz &amp; Gelberg, Weinheim und Basel 1983
Krücke, Beltz &amp; Gelberg, Weinheim und Basel 1987
Geschichten für Kinder, Beltz &amp; Gelberg, Weinheim und Basel 1988
Fränze, Beltz &amp; Gelberg, Weinheim und Basel 1989
Peter Härtling für Kinder, Der bunte Hund - Sonderheft, Beltz &amp; Gelberg, Weinheim und Basel 1989
Mit Clara sind wir sechs. Von den Scheurers, die sich alle Mühe geben, eine Familie zu sein, Beltz &amp; Gelberg, Weinheim und Basel 1991
Fundevögel: Geschichten zum Wieder- und Wiederlesen. Für Kinder von neun bis neunzig, herausgegeben und mit einem Nachwort von Peter Härtling, Radius, Stuttgart 1991
Erzählbuch. Geschichten, Gedichte, Texte, Proben, Auswahl von Hans-Joachim Gelberg, Beltz &amp; Gelberg, Weinheim und Basel 1992
Lena auf dem Dach, Beltz &amp; Gelberg, Weinheim und Basel 1993
Jette, Erzählbuch. Geschichten, Gedichte, Texte, Proben, Beltz &amp; Gelberg, Weinheim und Basel 1995
Tante Tilli macht Theater, Beltz &amp; Gelberg, Weinheim und Basel 1997
Johann Wolfgang von Goethe: »Ich bin so guter Dinge«. Goethe für Kinder, ausgewählt von Peter Härtling, Insel, Frankfurt a. M. 1998
Reise gegen den Wind, Beltz &amp; Gelberg, Weinheim und Basel 2000.
Romane für Kinder in drei Bänden.
Band 1: Das war Hirbel, Oma, Theo haut ab, Ben liebt Anna
Band 2: Alter John, Jakob hinter der blauen Tür, Krücke
Band 3: Fränze, Mit Clara sind wir sechs, Laena auf dem Dach
Beltz &amp; Gelberg, Weinheim 2003
… und mich – mich ruft das Flügeltier. Schiller für Kinder. Ausgewählt von Peter Härtling, illustriert von Hans Traxler, Insel Verlag, Frankfurt a.M. 2004
Lebet wohl, wir kehren nie/Nie zurück von Bimini. Heine für Kinder. Ausgewählt von Peter Härtling, illustriert von Hans Traxler. Insel Verlag, Frankfurt a.M. 2005
Ich bin ein Musikus. Mozart für Kinder. Ausgewählt von Peter Härtling, illustriert von Hans Traxler, Insel Verlag, Frankfurt a.M. 2005
Wenn du einen Schneck behauchst. Ringelnatz für Kinder. Ausgewählt von Peter Härtling, illustriert von Hans Traxler. Insel Verlag, Frankfurt a.M. 2006
Triffst du nur das Zauberwort. Eichendorff für Kinder. Ausgewählt von Peter Härtling, illustriert von Hans Traxler. Insel Verlag, Frankfurt a.M. 2007
Paul das Hauskind. Beltz Verlag, Weinheim 2010
Hallo Opa Liebe Mirjam, Beltz Verlag, Weinheim 2013
Ihr wißt ja, wie die Kleinen immer über Große Reden. Shakespeare für Kinder. Ausgewählt von Peter Härtling, illustriert von Hans Traxler, Insel Verlag, Frankfurt a.M.
Teich-Matrosen, Pixi Bücher, Pixi-Serie 225/Nr. 2037, Carlsen Verlag, Hamburg 2014
Djadi, Flüchtlingsjunge, Verlag Beltz &amp; Gelberg, Weinheim 2016</p>]]></content:encoded>
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	<itunes:summary><![CDATA[Peter Härtling (geb. 1933 in Chemnitz, gest. 2017 in Rüsselsheim) gehört zu den wichtigsten Schriftstellern Deutschlands. Und er war einer der beständigsten und produktivsten:



Mehr als 60 Titel verzeichnet seine Bibliografie. Dazu über 30 Kinderbücher, 2 Theaterstücke, Essays und ungezählte Kritiken, Aufsätze, Reden, Artikel.
„Hölderlin“, „Waiblingers Augen“, „Schubert“ „Eine Frau“ sind vielleicht die bekanntesten seiner Romane. Ebenso beständig und produktiv wie als Erzähler, war Peter Härtling auch als Autor von Gedichten: 20 Einzelveröffentlichungen umfasst sein lyrisches Werk. Wobei das jüngste mit dem Titel „An den Ufern meiner Stadt“ erst posthum im vergangenen Herbst erschien. Auf 500 Seiten versammelt es seine Gedichte, die von 2000 bis 2017 entstanden.



Kerstin Bachtler stellt Buch und Autor vor und liest viele Kostproben dieser späten Gedichte von Peter Härtling.





Lebensdaten von Peter Härtling



13.11.1933 Geburt in Chemnitz. Kindheit in Hartmannsdorf bei Chemnitz, wo der Vater eine Rechtsanwaltskanzlei unterhält.
1941 Umzug nach Olmütz/Mähren, der Vater versucht sich dem direkten Zugriff der Nazis zu entziehen.
1945 Flucht nach Zwettl/Niederösterreich, dort erlebt Härtling den Einmarsch der russischen Armee.Weitere Flucht zusammen mit der Mutter, der Schwester, der Großmutter und der Tante nach Wien und von dort mit vielen Zwischenstationen Richtung Westen.
Juni 1945 Tod des Vaters im russischen Kriegsgefangenenlager Döllersheim. Härtling erfährt davon erst ein Jahr später.
Anfang 1946 Eintreffen in Nürtingen. Nach einem Dreivierteljahr ohne Schule geht Härtling wieder zum Gymnasium.
Oktober 1946 Selbstmord der Mutter.
1948 lernt Härtling den früheren Kommunisten und Maler Fritz Ruoff kennen, einen Mann, der von den Nazis verfolgt wurde und für Härtling ein Mentor wird.
Winter 1951 verläßt Härtling das Gymnasium, er kommt mit den Lehrern nicht zurecht, die ihren Dienst versehen, wie sie das seit den Nazis gewohnt sind. Für kurze Zeit arbeitet Härtling in der Buchhaltung einer Korkfabrik.
Frühjahr 1951 besucht Härtling die von HAP Grieshaber gegründete Bernstein-Schule.
1952 - 1954 Volontär in der Lokalredaktion der Nürtinger Zeitung
1953 erscheint Härtlings erstes Buch, die Gedichte poeme und songs, und Härtling beginnt andere Autoren kennenzulernen.
1954 -1955 Redakteur bei der Heidenheimer Zeitung.
1956 versucht Härtling zum ersten Mal, als freier Schriftsteller zu leben.
1956 -1962 Feuilleton-Redakteur bei der Deutschen Zeitung zunächst in Stuttgart, nach 1960 in Köln.
1959 Heirat mit Mechthild Maier, Psychologin.
1962 Redakteur bei der Zeitschrift Der Monat, ab Mai 1964 Mitherausgeber.
1963 Geburt des Sohnes Fabian.
1964 Literaturpreis des Verbandes der Kritiker (Kritikerpreis) für Niembsch.
1965 Lesung aus „Janek” bei der Tagung der Gruppe 47 im „Alten Cassino” am Wannsee/Berlin
Frühjahr und Sommer 1965 tritt Härtling für die SPD ein. Im Wahlkontor Deutscher Schriftsteller überlegt er sich Wahlkampfslogans und schreibt Reden für Politiker.
1965 Förderpreis Literatur des Landes Niedersachsen für Niembsch. Geburt der Tochter Friederike.
1966 Ehrengabe des Kulturkreises im Bundesverband der Deutschen Industrie für Niembsch. Prix du meilleur Livre Étranger für französische Ausgabe von Niembsch. Geburt des Sohnes Clemens.
Anfang 1967 Cheflektor im S. Fischer Verlag.
1968 Sprecher der Geschäftsleitung des S. Fischer Verlags.
1970 Schubart-Preis der Stadt Aalen für Das Familienfest. Geburt der Tochter Sophie.
1971 Gerhart-Hauptmann-Preis der Freien Volksbühne Berlin für Gilles.
Zum Jahreswechsel 1973/74 scheidet Härtling aus der Geschäftsführung des S. Fischer Verlags aus, seither freier Schriftsteller.
1976 Deutscher Jugendbuchpreis für Oma.
1977 Stadtschreiber von Bergen-Enkheim.
1978 Wilhelmine-Lübke-Preis des Kuratoriums Deutsche Altershilfe.
1979 -1980 beteiligt sich Härtling am Widerstand gegen den Bau der Startbahn West am Frankfurter Flughafen.
1980 Zürcher Kinderbuchpreis "La vache qui lit" für Be]]></itunes:summary>
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		<title>Kostprobe: Fährgeld für Charon„An den Ufern meiner Stadt“ – Die späten Gedichte (2000-2017) von Peter Härtling</title>
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	<itunes:author><![CDATA[Podcast Literatur]]></itunes:author>	<googleplay:description><![CDATA[Peter Härtling (geb. 1933 in Chemnitz, gest. 2017 in Rüsselsheim) gehört zu den wichtigsten Schriftstellern Deutschlands. Und er war einer der beständigsten und produktivsten:



Mehr als 60 Titel verzeichnet seine Bibliografie. Dazu über 30 Kinderbücher, 2 Theaterstücke, Essays und ungezählte Kritiken, Aufsätze, Reden, Artikel.
„Hölderlin“, „Waiblingers Augen“, „Schubert“ „Eine Frau“ sind vielleicht die bekanntesten seiner Romane. Ebenso beständig und produktiv wie als Erzähler, war Peter Härtling auch als Autor von Gedichten: 20 Einzelveröffentlichungen umfasst sein lyrisches Werk. Wobei das jüngste mit dem Titel „An den Ufern meiner Stadt“ erst posthum im vergangenen Herbst erschien. Auf 500 Seiten versammelt es seine Gedichte, die von 2000 bis 2017 entstanden.



Kerstin Bachtler stellt Buch und Autor vor und liest viele Kostproben dieser späten Gedichte von Peter Härtling.





Lebensdaten von Peter Härtling



13.11.1933 Geburt in Chemnitz. Kindheit in Hartmannsdorf bei Chemnitz]]></googleplay:description>
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	<title>Kostprobe: Verschweigen und AusschwitzenUte Bales neuer Roman „Am Kornsand“</title>
	<link>https://podcastliteratur.de/podcast/kostprobe-verschweigen-und-ausschwitzenute-bales-neuer-roman-am-kornsand/</link>
	<pubDate>Fri, 05 Jan 2024 23:00:00 +0000</pubDate>
	<dc:creator><![CDATA[Podcast Literatur]]></dc:creator>
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	<description><![CDATA[<p>Die Mörder waren unter uns. Jahrzehntelang noch in der Bundesrepublik. Das Verschweigen ihrer Verbrechen unserer Väter und Großväter in Nazizeit und Krieg vererbten sie durch die Erziehung an Söhne, Töchter und Enkel. „Wir waren Hitler bis zum Gürtel“ erkannte Bernward Vesper, der Sohn des Nazischriftstellers Will Vesper. Davon erzählt „Kornsand“, der neue Roman von Ute Bales, der einfühlsam und subtil dem Fortwirken einer Mordtat im Krieg bis in zwei Generation nachspürt. „Am Kornsand“ – so hieß ein Hügel bei Nierstein – erschießt ein 18jähriger Leutnant gegen Ende des Kriegs sechs Menschen, die über den Rhein zu den vorrückenden Amerikanern nach Westen fliehen wollen.</p>



<p>Es gelingt ihm, seine Tat, die er zwar auf Befehl, aber ohne zu widersprechen und freiwillig ausgeführt hat, vor der Familie zu verschweigen. Während er verstummt und das Ereignis in sich verkapselt, scheint seine Tochter die Schuld geradezu auszuschwitzen, wenn sie sich unter unerträglichem Juckreiz blutig kratzt; sprichwörtlich aufgerieben von schwarzer Pädagogik im Landschulheim und stummer Verstörtheit im Elternhaus.</p>



<p>In dieser Kostprobe beschreibt Ute Bales die Entstehung und Motive, die Handlung und Dramaturgie ihres Romans „Am Kornsand“ und liest Passagen aus dem Text.</p>





<h4>Ute Bales</h4>



<p>Ute Bales, geboren 1961 in Borler/ Eifel (Rheinland-Pfalz), aufgewachsen in Gerolstein/ Eifel. Abitur 1980. Studium Neue deutsche Literaturgeschichte, Politikwissenschaft und Kunst in Giessen und Freiburg/ Breisgau. Verheiratet, eine Tochter.
Schreibt vorwiegend Romane, aber auch Kurzgeschichten und Essays.</p>



<p><strong>Romane:</strong>
• Kamillenblumen, Roman, Rhein-Mosel-Verlag Zell 2008
• Peter Zirbes, Roman, Rhein-Mosel-Verlag Zell 2010
• Unter dem großen Himmel, Pitt Kreuzberg – Geschichte eines Unbeirrbaren, Roman, Rhein-Mosel-Verlag Zell 2012
• Großes Ey, Die Lebensgeschichte der Johanna Ey, Roman, Rhein-Mosel-Verlag Zell 2014
• Die Welt zerschlagen! Die Geschichte der DADA-Künstlerin Angelika Hoerle, Roman, Rhein-Mosel Verlag Zell 2016
• Bitten der Vögel im Winter, Roman, Rhein-Mosel Verlag Zell 2018
• Amerika ist weit, Roman, Rhein-Mosel-Verlag Zell 2018 (Neuauflage des Romans „Der Boden dunkel, Iatros-Verlag Nierstein und Weißenseifen 2006)
• Vom letzten Tag ein Stück, Roman, Rhein-Mosel-Verlag Zell 2021
• Am Kornsand, Roman, Rhein-Mosel-Verlag Zell 2023</p>



<p><strong>Auszeichnungen:</strong>
2008 Förderung des Romans Kamillenblumen durch das Ministerium für Bildung, Wissenschaft, Jugend und Kultur Rheinland-Pfalz
2010 Sonderpreis der Jury zum Buch des Jahres (Rheinland-Pfalz) für den Roman Peter Zirbes
2014 mit dem Roman Peter Zirbes im Finale des Rheinischen Literaturpreises Siegburg
2018 Martha-Saalfeld-Förderpreis des Landes Rheinland-Pfalz für das Buchprojekt Bitten der Vögel im Winter
2019 mit dem Roman Bitten der Vögel im Winter nominiert für den Hauptpreis des Pfalzpreises für Literatur
2023 Stipendiatin des Künstlerhauses Edenkoben/ Rheinland-Pfalz
2023 mit dem Roman Am Kornsand nominiert für den Hauptpreis des Pfalzpreises für Literatur</p>



<p><strong>Mitgliedschaften:</strong>
Literaturwerk Rheinland-Pfalz-Saar e.V.
Literarischer Verein der Pfalz e.V.
Verein zur Förderung künstlerischen Wirkens e.V., Weißenseifen</p>]]></description>
	<itunes:subtitle><![CDATA[Die Mörder waren unter uns. Jahrzehntelang noch in der Bundesrepublik. Das Verschweigen ihrer Verbrechen unserer Väter und Großväter in Nazizeit und Krieg vererbten sie durch die Erziehung an Söhne, Töchter und Enkel. „Wir waren Hitler bis zum Gürtel“ er]]></itunes:subtitle>
	<content:encoded><![CDATA[<p>Die Mörder waren unter uns. Jahrzehntelang noch in der Bundesrepublik. Das Verschweigen ihrer Verbrechen unserer Väter und Großväter in Nazizeit und Krieg vererbten sie durch die Erziehung an Söhne, Töchter und Enkel. „Wir waren Hitler bis zum Gürtel“ erkannte Bernward Vesper, der Sohn des Nazischriftstellers Will Vesper. Davon erzählt „Kornsand“, der neue Roman von Ute Bales, der einfühlsam und subtil dem Fortwirken einer Mordtat im Krieg bis in zwei Generation nachspürt. „Am Kornsand“ – so hieß ein Hügel bei Nierstein – erschießt ein 18jähriger Leutnant gegen Ende des Kriegs sechs Menschen, die über den Rhein zu den vorrückenden Amerikanern nach Westen fliehen wollen.</p>



<p>Es gelingt ihm, seine Tat, die er zwar auf Befehl, aber ohne zu widersprechen und freiwillig ausgeführt hat, vor der Familie zu verschweigen. Während er verstummt und das Ereignis in sich verkapselt, scheint seine Tochter die Schuld geradezu auszuschwitzen, wenn sie sich unter unerträglichem Juckreiz blutig kratzt; sprichwörtlich aufgerieben von schwarzer Pädagogik im Landschulheim und stummer Verstörtheit im Elternhaus.</p>



<p>In dieser Kostprobe beschreibt Ute Bales die Entstehung und Motive, die Handlung und Dramaturgie ihres Romans „Am Kornsand“ und liest Passagen aus dem Text.</p>





<h4>Ute Bales</h4>



<p>Ute Bales, geboren 1961 in Borler/ Eifel (Rheinland-Pfalz), aufgewachsen in Gerolstein/ Eifel. Abitur 1980. Studium Neue deutsche Literaturgeschichte, Politikwissenschaft und Kunst in Giessen und Freiburg/ Breisgau. Verheiratet, eine Tochter.
Schreibt vorwiegend Romane, aber auch Kurzgeschichten und Essays.</p>



<p><strong>Romane:</strong>
• Kamillenblumen, Roman, Rhein-Mosel-Verlag Zell 2008
• Peter Zirbes, Roman, Rhein-Mosel-Verlag Zell 2010
• Unter dem großen Himmel, Pitt Kreuzberg – Geschichte eines Unbeirrbaren, Roman, Rhein-Mosel-Verlag Zell 2012
• Großes Ey, Die Lebensgeschichte der Johanna Ey, Roman, Rhein-Mosel-Verlag Zell 2014
• Die Welt zerschlagen! Die Geschichte der DADA-Künstlerin Angelika Hoerle, Roman, Rhein-Mosel Verlag Zell 2016
• Bitten der Vögel im Winter, Roman, Rhein-Mosel Verlag Zell 2018
• Amerika ist weit, Roman, Rhein-Mosel-Verlag Zell 2018 (Neuauflage des Romans „Der Boden dunkel, Iatros-Verlag Nierstein und Weißenseifen 2006)
• Vom letzten Tag ein Stück, Roman, Rhein-Mosel-Verlag Zell 2021
• Am Kornsand, Roman, Rhein-Mosel-Verlag Zell 2023</p>



<p><strong>Auszeichnungen:</strong>
2008 Förderung des Romans Kamillenblumen durch das Ministerium für Bildung, Wissenschaft, Jugend und Kultur Rheinland-Pfalz
2010 Sonderpreis der Jury zum Buch des Jahres (Rheinland-Pfalz) für den Roman Peter Zirbes
2014 mit dem Roman Peter Zirbes im Finale des Rheinischen Literaturpreises Siegburg
2018 Martha-Saalfeld-Förderpreis des Landes Rheinland-Pfalz für das Buchprojekt Bitten der Vögel im Winter
2019 mit dem Roman Bitten der Vögel im Winter nominiert für den Hauptpreis des Pfalzpreises für Literatur
2023 Stipendiatin des Künstlerhauses Edenkoben/ Rheinland-Pfalz
2023 mit dem Roman Am Kornsand nominiert für den Hauptpreis des Pfalzpreises für Literatur</p>



<p><strong>Mitgliedschaften:</strong>
Literaturwerk Rheinland-Pfalz-Saar e.V.
Literarischer Verein der Pfalz e.V.
Verein zur Förderung künstlerischen Wirkens e.V., Weißenseifen</p>]]></content:encoded>
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Es gelingt ihm, seine Tat, die er zwar auf Befehl, aber ohne zu widersprechen und freiwillig ausgeführt hat, vor der Familie zu verschweigen. Während er verstummt und das Ereignis in sich verkapselt, scheint seine Tochter die Schuld geradezu auszuschwitzen, wenn sie sich unter unerträglichem Juckreiz blutig kratzt; sprichwörtlich aufgerieben von schwarzer Pädagogik im Landschulheim und stummer Verstörtheit im Elternhaus.



In dieser Kostprobe beschreibt Ute Bales die Entstehung und Motive, die Handlung und Dramaturgie ihres Romans „Am Kornsand“ und liest Passagen aus dem Text.





Ute Bales



Ute Bales, geboren 1961 in Borler/ Eifel (Rheinland-Pfalz), aufgewachsen in Gerolstein/ Eifel. Abitur 1980. Studium Neue deutsche Literaturgeschichte, Politikwissenschaft und Kunst in Giessen und Freiburg/ Breisgau. Verheiratet, eine Tochter.
Schreibt vorwiegend Romane, aber auch Kurzgeschichten und Essays.



Romane:
• Kamillenblumen, Roman, Rhein-Mosel-Verlag Zell 2008
• Peter Zirbes, Roman, Rhein-Mosel-Verlag Zell 2010
• Unter dem großen Himmel, Pitt Kreuzberg – Geschichte eines Unbeirrbaren, Roman, Rhein-Mosel-Verlag Zell 2012
• Großes Ey, Die Lebensgeschichte der Johanna Ey, Roman, Rhein-Mosel-Verlag Zell 2014
• Die Welt zerschlagen! Die Geschichte der DADA-Künstlerin Angelika Hoerle, Roman, Rhein-Mosel Verlag Zell 2016
• Bitten der Vögel im Winter, Roman, Rhein-Mosel Verlag Zell 2018
• Amerika ist weit, Roman, Rhein-Mosel-Verlag Zell 2018 (Neuauflage des Romans „Der Boden dunkel, Iatros-Verlag Nierstein und Weißenseifen 2006)
• Vom letzten Tag ein Stück, Roman, Rhein-Mosel-Verlag Zell 2021
• Am Kornsand, Roman, Rhein-Mosel-Verlag Zell 2023



Auszeichnungen:
2008 Förderung des Romans Kamillenblumen durch das Ministerium für Bildung, Wissenschaft, Jugend und Kultur Rheinland-Pfalz
2010 Sonderpreis der Jury zum Buch des Jahres (Rheinland-Pfalz) für den Roman Peter Zirbes
2014 mit dem Roman Peter Zirbes im Finale des Rheinischen Literaturpreises Siegburg
2018 Martha-Saalfeld-Förderpreis des Landes Rheinland-Pfalz für das Buchprojekt Bitten der Vögel im Winter
2019 mit dem Roman Bitten der Vögel im Winter nominiert für den Hauptpreis des Pfalzpreises für Literatur
2023 Stipendiatin des Künstlerhauses Edenkoben/ Rheinland-Pfalz
2023 mit dem Roman Am Kornsand nominiert für den Hauptpreis des Pfalzpreises für Literatur



Mitgliedschaften:
Literaturwerk Rheinland-Pfalz-Saar e.V.
Literarischer Verein der Pfalz e.V.
Verein zur Förderung künstlerischen Wirkens e.V., Weißenseifen]]></itunes:summary>
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Es gelingt ihm, seine Tat, die er zwar auf Befehl, aber ohne zu widersprechen und freiwillig ausgeführt hat, vor der Familie zu verschweigen. Während er verstummt und das Ereignis in sich verkapselt, scheint seine Tochter die Schuld geradezu auszuschwitzen, wenn sie sich unter unerträglichem Juckreiz blutig kratzt; ]]></googleplay:description>
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<item>
	<title>Kostprobe: Eine „Probebohrung im Himmel„ befördert „Steine &#038; Erden“ ans Tageslicht:Jan Wagners Gedichtband „Steine &#038; Erden“</title>
	<link>https://podcastliteratur.de/podcast/kostprobe-eine-probebohrung-im-himmel-befoerdert-steine-erden-ans-tageslichtjan-wagners-gedichtband-steine-erden/</link>
	<pubDate>Tue, 31 Oct 2023 23:00:00 +0000</pubDate>
	<dc:creator><![CDATA[Podcast Literatur]]></dc:creator>
	<guid isPermaLink="false">https://podcastliteratur.de/?post_type=podcast&#038;p=2322</guid>
	<description><![CDATA[<p>Zweiundzwanzig Jahre nach seinem ersten Gedichtband mit dem Titel „Probebohrung im Himmel“, nach sieben weiteren Gedichtbänden, nach Essays, Übersetzungen, Anthologien, dem Büchnerpreis und vielen anderen Auszeichnungen fördert der Bohrkern von Jan Wagners Poetik scheinbar Alleralltäglichstes zutage: „Steine &amp; Erden“.
So der Titel seines neuesten Gedichtbandes, der in diesem Herbst bei Hanser erschienen ist. Und den er zusammen mit Kerstin Bachtler in dieser Kostprobe exklusiv für Podcastliteratur.de vorstellt.</p>



<p>Einmal mehr zeigen auch diese Gedichte, wie sehr Jan Wagner in der Tradition der Autoren und Autorinnen der (klassischen) Moderne steht. Vor allem aber zeigen sie, dass sein „Versfuß“ (man verzeihe mir diesen Kalauer!) deren Spuren - nachholend, einholend, überholend – wirklich ausfüllen kann. Von William Carlos Williams roter Schubkarre bis zu den Ding-Gedichten von Francis Ponge.</p>



<p>So kann in diesem neuen Band von Jan Wagner alles zum Gedicht werden: Kühe, Karotten, ein Glas Milch, grüner Spargel, Dürers Rhinozeros oder eben „Steine § Erden“.</p>





<h4>Jan Wagner</h4>



<p>Jan Wagner, geboren 1971 in Hamburg, lebt seit 1995 in Berlin. Er ist Lyriker, Übersetzer englischsprachiger Lyrik (unter anderem von Charles Simic, James Tate, Simon Armitage, Matthew Sweeney, Jo Shapcott und Robin Robertson) sowie Essayist und war bis 2003 Mitherausgeber der internationalen Literaturschachtel „Die Aussenseite des Elementes“.</p>



<p>Sein erster Gedichtband „Probebohrung im Himmel“ erschien 2001, gefolgt von „Guerickes Sperling“ (2004), „Achtzehn Pasteten“ (2007) und „Australien“ (2010) sowie der Essaysammlung „Die Sandale des Propheten. Beiläufige Prosa“ (2011). Im Hanser Berlin Verlag wurden zuletzt die Gedichtbände „Die Eulenhasser in den Hallenhäusern. Drei Verborgene“ (2012), „Regentonnenvariationen“ (2014), „Selbstporträt mit Bienenschwarm. Ausgewählte Gedichte 2001-2015“ (2016) sowie "Die Live Butterfly Show" (2018) publiziert, dazu der Essayband „Der verschlossene Raum. Beiläufige Prosa“ (2017). Zusammen mit Björn Kuhligk publizierte er die Anthologien „Lyrik von Jetzt. 74 Stimmen“ (DuMont Verlag, Köln 2003) und „Lyrik von Jetzt zwei. 50 Stimmen“ (Berlin Verlag, Berlin 2008), gemeinsam mit Tristan Marquardt die Minnesang-Anthologie "Unmögliche Liebe" (Hanser Verlag, München 2017) und mit Federico Italiano die Anthologie "Grand Tour. Reisen durch die junge Lyrik Europas" (Hanser Verlag, München 2019).</p>



<p>Für seine Gedichte, die für Auswahlbände, Zeitschriften und Anthologien in vierzig Sprachen übersetzt wurden, erhielt er unter anderem den Preis der Leipziger Buchmesse (2015) und den Georg-Büchner-Preis (2017).</p>



<p>Jan Wagner ist Mitglied der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung, der Bayerischen Akademie der Schönen Künste, der Akademie der Wissenschaften und der Literatur Mainz, der Freien Akademie der Künste in Hamburg.</p>]]></description>
	<itunes:subtitle><![CDATA[Zweiundzwanzig Jahre nach seinem ersten Gedichtband mit dem Titel „Probebohrung im Himmel“, nach sieben weiteren Gedichtbänden, nach Essays, Übersetzungen, Anthologien, dem Büchnerpreis und vielen anderen Auszeichnungen fördert der Bohrkern von Jan Wagne]]></itunes:subtitle>
	<content:encoded><![CDATA[<p>Zweiundzwanzig Jahre nach seinem ersten Gedichtband mit dem Titel „Probebohrung im Himmel“, nach sieben weiteren Gedichtbänden, nach Essays, Übersetzungen, Anthologien, dem Büchnerpreis und vielen anderen Auszeichnungen fördert der Bohrkern von Jan Wagners Poetik scheinbar Alleralltäglichstes zutage: „Steine &amp; Erden“.
So der Titel seines neuesten Gedichtbandes, der in diesem Herbst bei Hanser erschienen ist. Und den er zusammen mit Kerstin Bachtler in dieser Kostprobe exklusiv für Podcastliteratur.de vorstellt.</p>



<p>Einmal mehr zeigen auch diese Gedichte, wie sehr Jan Wagner in der Tradition der Autoren und Autorinnen der (klassischen) Moderne steht. Vor allem aber zeigen sie, dass sein „Versfuß“ (man verzeihe mir diesen Kalauer!) deren Spuren - nachholend, einholend, überholend – wirklich ausfüllen kann. Von William Carlos Williams roter Schubkarre bis zu den Ding-Gedichten von Francis Ponge.</p>



<p>So kann in diesem neuen Band von Jan Wagner alles zum Gedicht werden: Kühe, Karotten, ein Glas Milch, grüner Spargel, Dürers Rhinozeros oder eben „Steine § Erden“.</p>





<h4>Jan Wagner</h4>



<p>Jan Wagner, geboren 1971 in Hamburg, lebt seit 1995 in Berlin. Er ist Lyriker, Übersetzer englischsprachiger Lyrik (unter anderem von Charles Simic, James Tate, Simon Armitage, Matthew Sweeney, Jo Shapcott und Robin Robertson) sowie Essayist und war bis 2003 Mitherausgeber der internationalen Literaturschachtel „Die Aussenseite des Elementes“.</p>



<p>Sein erster Gedichtband „Probebohrung im Himmel“ erschien 2001, gefolgt von „Guerickes Sperling“ (2004), „Achtzehn Pasteten“ (2007) und „Australien“ (2010) sowie der Essaysammlung „Die Sandale des Propheten. Beiläufige Prosa“ (2011). Im Hanser Berlin Verlag wurden zuletzt die Gedichtbände „Die Eulenhasser in den Hallenhäusern. Drei Verborgene“ (2012), „Regentonnenvariationen“ (2014), „Selbstporträt mit Bienenschwarm. Ausgewählte Gedichte 2001-2015“ (2016) sowie "Die Live Butterfly Show" (2018) publiziert, dazu der Essayband „Der verschlossene Raum. Beiläufige Prosa“ (2017). Zusammen mit Björn Kuhligk publizierte er die Anthologien „Lyrik von Jetzt. 74 Stimmen“ (DuMont Verlag, Köln 2003) und „Lyrik von Jetzt zwei. 50 Stimmen“ (Berlin Verlag, Berlin 2008), gemeinsam mit Tristan Marquardt die Minnesang-Anthologie "Unmögliche Liebe" (Hanser Verlag, München 2017) und mit Federico Italiano die Anthologie "Grand Tour. Reisen durch die junge Lyrik Europas" (Hanser Verlag, München 2019).</p>



<p>Für seine Gedichte, die für Auswahlbände, Zeitschriften und Anthologien in vierzig Sprachen übersetzt wurden, erhielt er unter anderem den Preis der Leipziger Buchmesse (2015) und den Georg-Büchner-Preis (2017).</p>



<p>Jan Wagner ist Mitglied der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung, der Bayerischen Akademie der Schönen Künste, der Akademie der Wissenschaften und der Literatur Mainz, der Freien Akademie der Künste in Hamburg.</p>]]></content:encoded>
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So der Titel seines neuesten Gedichtbandes, der in diesem Herbst bei Hanser erschienen ist. Und den er zusammen mit Kerstin Bachtler in dieser Kostprobe exklusiv für Podcastliteratur.de vorstellt.



Einmal mehr zeigen auch diese Gedichte, wie sehr Jan Wagner in der Tradition der Autoren und Autorinnen der (klassischen) Moderne steht. Vor allem aber zeigen sie, dass sein „Versfuß“ (man verzeihe mir diesen Kalauer!) deren Spuren - nachholend, einholend, überholend – wirklich ausfüllen kann. Von William Carlos Williams roter Schubkarre bis zu den Ding-Gedichten von Francis Ponge.



So kann in diesem neuen Band von Jan Wagner alles zum Gedicht werden: Kühe, Karotten, ein Glas Milch, grüner Spargel, Dürers Rhinozeros oder eben „Steine § Erden“.





Jan Wagner



Jan Wagner, geboren 1971 in Hamburg, lebt seit 1995 in Berlin. Er ist Lyriker, Übersetzer englischsprachiger Lyrik (unter anderem von Charles Simic, James Tate, Simon Armitage, Matthew Sweeney, Jo Shapcott und Robin Robertson) sowie Essayist und war bis 2003 Mitherausgeber der internationalen Literaturschachtel „Die Aussenseite des Elementes“.



Sein erster Gedichtband „Probebohrung im Himmel“ erschien 2001, gefolgt von „Guerickes Sperling“ (2004), „Achtzehn Pasteten“ (2007) und „Australien“ (2010) sowie der Essaysammlung „Die Sandale des Propheten. Beiläufige Prosa“ (2011). Im Hanser Berlin Verlag wurden zuletzt die Gedichtbände „Die Eulenhasser in den Hallenhäusern. Drei Verborgene“ (2012), „Regentonnenvariationen“ (2014), „Selbstporträt mit Bienenschwarm. Ausgewählte Gedichte 2001-2015“ (2016) sowie "Die Live Butterfly Show" (2018) publiziert, dazu der Essayband „Der verschlossene Raum. Beiläufige Prosa“ (2017). Zusammen mit Björn Kuhligk publizierte er die Anthologien „Lyrik von Jetzt. 74 Stimmen“ (DuMont Verlag, Köln 2003) und „Lyrik von Jetzt zwei. 50 Stimmen“ (Berlin Verlag, Berlin 2008), gemeinsam mit Tristan Marquardt die Minnesang-Anthologie "Unmögliche Liebe" (Hanser Verlag, München 2017) und mit Federico Italiano die Anthologie "Grand Tour. Reisen durch die junge Lyrik Europas" (Hanser Verlag, München 2019).



Für seine Gedichte, die für Auswahlbände, Zeitschriften und Anthologien in vierzig Sprachen übersetzt wurden, erhielt er unter anderem den Preis der Leipziger Buchmesse (2015) und den Georg-Büchner-Preis (2017).



Jan Wagner ist Mitglied der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung, der Bayerischen Akademie der Schönen Künste, der Akademie der Wissenschaften und der Literatur Mainz, der Freien Akademie der Künste in Hamburg.]]></itunes:summary>
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		<title>Kostprobe: Eine „Probebohrung im Himmel„ befördert „Steine &#038; Erden“ ans Tageslicht:Jan Wagners Gedichtband „Steine &#038; Erden“</title>
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So der Titel seines neuesten Gedichtbandes, der in diesem Herbst bei Hanser erschienen ist. Und den er zusammen mit Kerstin Bachtler in dieser Kostprobe exklusiv für Podcastliteratur.de vorstellt.



Einmal mehr zeigen auch diese Gedichte, wie sehr Jan Wagner in der Tradition der Autoren und Autorinnen der (klassischen) Moderne steht. Vor allem aber zeigen sie, dass sein „Versfuß“ (man verzeihe mir diesen Kalauer!) deren Spuren - nachholend, einholend, überholend – wirklich ausfüllen kann. Von William Carlos Williams roter Schubkarre bis zu den Ding-Gedichten von Francis Ponge.



So kann in diesem neuen Band von Jan Wagner alles zum Gedicht werden: Kühe, Karotten, e]]></googleplay:description>
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	<title>Kostprobe: Rebell und Renegat!Michael Buselmeier liest zu seinem 85. Geburtstag (25.10.23) sein Poem „Wie ich zur Welt kam. Lebensgedicht“</title>
	<link>https://podcastliteratur.de/podcast/kostprobe-oktober23-rebell-und-renegat-michael-buselmeier/</link>
	<pubDate>Fri, 20 Oct 2023 23:00:00 +0000</pubDate>
	<dc:creator><![CDATA[Podcast Literatur]]></dc:creator>
	<guid isPermaLink="false">https://podcastliteratur.de/?post_type=podcast&#038;p=2304</guid>
	<description><![CDATA[<p>Alter zorniger junger Mann. Vom Studentenführer zum Stadtführer. Nur wer sich ändert, bleibt sich treu. Die Widersprüche sind ja die Hoffnungen. Ich kenne wenig Menschen, die sich so treu geblieben sind. Ich kenne wenig Menschen, die sich scheinbar so verändert haben.</p>



<p>Schon in meinem ersten Semester des Germanistikstudiums in Heidelberg vor fünfzig Jahren haben wir ihn bewundert: Ein Anführer der Studentenrebellion, ein linker Intellektueller , der gerade einen Band zur Medienkritik herausgegeben hatte: „Das glückliche Bewußtsein“. Vier Jahre später verblüffte uns der anarchistische Spontihäuptling als Konservativer mit dem Titel seines ersten Gedichtbandes „Nichts soll sich ändern“ im Heidelberger Wunderhorn Verlag, den er mitbegründet hatte und der lange sein Hausverlag war.</p>



<p>1981 erschien als fulminanter Abgesang auf die wilden Zeiten des Aufbruchs der Studentenrevolte im Suhrkamp Verlag sein Roman „Der Untergang von Heidelberg“. Das Buch endet mit einer Radfahrt in die Pfalz. Dort spielt sein zweiter Roman mit dem Titel „Schoppe. Ein Landroman“. Literatur- und geistesgeschichtlich eine naturversöhnte konservative Utopie in der Tradition von Stifters „Nachsommer“, dessen realer und geografischer Hintergrund Edenkoben und die Zusammenkünfte der Autoren im Künstlerhaus sind.</p>



<p>So wurde der Heidelberger Michael Buselmeier, der dort am Schauplatz eines berühmten Volkslieds von Eichendorff lebt zum gelegentlichen Wahlpfälzer. Beim Zusammensein mit Dichterfreunden und den Besuchen der Schwiegermutter, die ihre Tochter, also seine Frau, wohl von einem Nazigranden empfing.
Ich tratsche nicht. Michael Buselmeier hat selbst darüber geschrieben. Ebenso wie über die schwere Demenz seiner Frau („Elisabeth. Ein Abschied“), die er, der 85jährige, seit anderthalb Jahrzehnten pflegt.</p>



<p>Im vorigen Jahr hat Michael Buselmeier sein Leben in ein großes Poem gefasst: „Wie ich zur Welt kam. Lebensgedicht“. Am 1. Oktober haben wir die folgende Lesung in seinem Heidelberger Arbeitszimmer aufgenommen.</p>





<p>Was hier vorliegt, ist ein rund 30 Seiten langes Gedicht in freien Rhythmen über „die geistige Wüste der Zeit“, etwa im Sinn von Eliot, Pound oder Ginsberg; zugleich ein Gedicht über eine Kindheit im Krieg und Nachkrieg und eine lyrische Lebensbilanz. Der Autor, aufgewachsen als Bastard „ohne Gott Vater ohne Kinderzimmer / allein im Geflecht der Abwasserkanäle“, erzählt in alltäglicher Sprache von Ereignissen, die sein Dasein geprägt haben: Kinder und Enkel, die Lektüre von Homer, Dante, Jean Paul und Stifter, das große bürgerliche Theater und die Revolte von 1968. Und natürlich „Afrika wo ich zuerst ans Licht fand auf / bunten Sanellabildern“</p>



<h4>Michael Buselmeier</h4>





<p>Eine ausführliche Biografie zu Leben und Werken von Michael Buselmeier finden Sie auf der Seite von Wikipedia.
<a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Michael_Buselmeier" target="_blank" rel="noreferrer noopener">zu Michael Buselmeier bei Wikipedia</a></p>]]></description>
	<itunes:subtitle><![CDATA[Alter zorniger junger Mann. Vom Studentenführer zum Stadtführer. Nur wer sich ändert, bleibt sich treu. Die Widersprüche sind ja die Hoffnungen. Ich kenne wenig Menschen, die sich so treu geblieben sind. Ich kenne wenig Menschen, die sich scheinbar so ve]]></itunes:subtitle>
	<content:encoded><![CDATA[<p>Alter zorniger junger Mann. Vom Studentenführer zum Stadtführer. Nur wer sich ändert, bleibt sich treu. Die Widersprüche sind ja die Hoffnungen. Ich kenne wenig Menschen, die sich so treu geblieben sind. Ich kenne wenig Menschen, die sich scheinbar so verändert haben.</p>



<p>Schon in meinem ersten Semester des Germanistikstudiums in Heidelberg vor fünfzig Jahren haben wir ihn bewundert: Ein Anführer der Studentenrebellion, ein linker Intellektueller , der gerade einen Band zur Medienkritik herausgegeben hatte: „Das glückliche Bewußtsein“. Vier Jahre später verblüffte uns der anarchistische Spontihäuptling als Konservativer mit dem Titel seines ersten Gedichtbandes „Nichts soll sich ändern“ im Heidelberger Wunderhorn Verlag, den er mitbegründet hatte und der lange sein Hausverlag war.</p>



<p>1981 erschien als fulminanter Abgesang auf die wilden Zeiten des Aufbruchs der Studentenrevolte im Suhrkamp Verlag sein Roman „Der Untergang von Heidelberg“. Das Buch endet mit einer Radfahrt in die Pfalz. Dort spielt sein zweiter Roman mit dem Titel „Schoppe. Ein Landroman“. Literatur- und geistesgeschichtlich eine naturversöhnte konservative Utopie in der Tradition von Stifters „Nachsommer“, dessen realer und geografischer Hintergrund Edenkoben und die Zusammenkünfte der Autoren im Künstlerhaus sind.</p>



<p>So wurde der Heidelberger Michael Buselmeier, der dort am Schauplatz eines berühmten Volkslieds von Eichendorff lebt zum gelegentlichen Wahlpfälzer. Beim Zusammensein mit Dichterfreunden und den Besuchen der Schwiegermutter, die ihre Tochter, also seine Frau, wohl von einem Nazigranden empfing.
Ich tratsche nicht. Michael Buselmeier hat selbst darüber geschrieben. Ebenso wie über die schwere Demenz seiner Frau („Elisabeth. Ein Abschied“), die er, der 85jährige, seit anderthalb Jahrzehnten pflegt.</p>



<p>Im vorigen Jahr hat Michael Buselmeier sein Leben in ein großes Poem gefasst: „Wie ich zur Welt kam. Lebensgedicht“. Am 1. Oktober haben wir die folgende Lesung in seinem Heidelberger Arbeitszimmer aufgenommen.</p>





<p>Was hier vorliegt, ist ein rund 30 Seiten langes Gedicht in freien Rhythmen über „die geistige Wüste der Zeit“, etwa im Sinn von Eliot, Pound oder Ginsberg; zugleich ein Gedicht über eine Kindheit im Krieg und Nachkrieg und eine lyrische Lebensbilanz. Der Autor, aufgewachsen als Bastard „ohne Gott Vater ohne Kinderzimmer / allein im Geflecht der Abwasserkanäle“, erzählt in alltäglicher Sprache von Ereignissen, die sein Dasein geprägt haben: Kinder und Enkel, die Lektüre von Homer, Dante, Jean Paul und Stifter, das große bürgerliche Theater und die Revolte von 1968. Und natürlich „Afrika wo ich zuerst ans Licht fand auf / bunten Sanellabildern“</p>



<h4>Michael Buselmeier</h4>





<p>Eine ausführliche Biografie zu Leben und Werken von Michael Buselmeier finden Sie auf der Seite von Wikipedia.
<a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Michael_Buselmeier" target="_blank" rel="noreferrer noopener">zu Michael Buselmeier bei Wikipedia</a></p>]]></content:encoded>
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Schon in meinem ersten Semester des Germanistikstudiums in Heidelberg vor fünfzig Jahren haben wir ihn bewundert: Ein Anführer der Studentenrebellion, ein linker Intellektueller , der gerade einen Band zur Medienkritik herausgegeben hatte: „Das glückliche Bewußtsein“. Vier Jahre später verblüffte uns der anarchistische Spontihäuptling als Konservativer mit dem Titel seines ersten Gedichtbandes „Nichts soll sich ändern“ im Heidelberger Wunderhorn Verlag, den er mitbegründet hatte und der lange sein Hausverlag war.



1981 erschien als fulminanter Abgesang auf die wilden Zeiten des Aufbruchs der Studentenrevolte im Suhrkamp Verlag sein Roman „Der Untergang von Heidelberg“. Das Buch endet mit einer Radfahrt in die Pfalz. Dort spielt sein zweiter Roman mit dem Titel „Schoppe. Ein Landroman“. Literatur- und geistesgeschichtlich eine naturversöhnte konservative Utopie in der Tradition von Stifters „Nachsommer“, dessen realer und geografischer Hintergrund Edenkoben und die Zusammenkünfte der Autoren im Künstlerhaus sind.



So wurde der Heidelberger Michael Buselmeier, der dort am Schauplatz eines berühmten Volkslieds von Eichendorff lebt zum gelegentlichen Wahlpfälzer. Beim Zusammensein mit Dichterfreunden und den Besuchen der Schwiegermutter, die ihre Tochter, also seine Frau, wohl von einem Nazigranden empfing.
Ich tratsche nicht. Michael Buselmeier hat selbst darüber geschrieben. Ebenso wie über die schwere Demenz seiner Frau („Elisabeth. Ein Abschied“), die er, der 85jährige, seit anderthalb Jahrzehnten pflegt.



Im vorigen Jahr hat Michael Buselmeier sein Leben in ein großes Poem gefasst: „Wie ich zur Welt kam. Lebensgedicht“. Am 1. Oktober haben wir die folgende Lesung in seinem Heidelberger Arbeitszimmer aufgenommen.





Was hier vorliegt, ist ein rund 30 Seiten langes Gedicht in freien Rhythmen über „die geistige Wüste der Zeit“, etwa im Sinn von Eliot, Pound oder Ginsberg; zugleich ein Gedicht über eine Kindheit im Krieg und Nachkrieg und eine lyrische Lebensbilanz. Der Autor, aufgewachsen als Bastard „ohne Gott Vater ohne Kinderzimmer / allein im Geflecht der Abwasserkanäle“, erzählt in alltäglicher Sprache von Ereignissen, die sein Dasein geprägt haben: Kinder und Enkel, die Lektüre von Homer, Dante, Jean Paul und Stifter, das große bürgerliche Theater und die Revolte von 1968. Und natürlich „Afrika wo ich zuerst ans Licht fand auf / bunten Sanellabildern“



Michael Buselmeier





Eine ausführliche Biografie zu Leben und Werken von Michael Buselmeier finden Sie auf der Seite von Wikipedia.
zu Michael Buselmeier bei Wikipedia]]></itunes:summary>
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Schon in meinem ersten Semester des Germanistikstudiums in Heidelberg vor fünfzig Jahren haben wir ihn bewundert: Ein Anführer der Studentenrebellion, ein linker Intellektueller , der gerade einen Band zur Medienkritik herausgegeben hatte: „Das glückliche Bewußtsein“. Vier Jahre später verblüffte uns der anarchistische Spontihäuptling als Konservativer mit dem Titel seines ersten Gedichtbandes „Nichts soll sich ändern“ im Heidelberger Wunderhorn Verlag, den er mitbegründet hatte und der lange sein Hausverlag war.



1981 erschien als fulminanter Abgesang auf die wilden Zeiten des Aufbruchs der Studentenrevolte im Suhrkamp Verlag sein Roman „Der Untergang von Heidelberg“. Das Buch endet mit einer Radfahrt in die Pfalz.]]></googleplay:description>
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<item>
	<title>Kostprobe: Traumzeiten aus dem Chemielabor &#8211; Norman Ohler: „Der stärkste Stoff. Psychedelische Drogen: Waffe, Rauschmittel, Medikament“</title>
	<link>https://podcastliteratur.de/podcast/kostprobe-traumzeiten-aus-dem-chemielabor-norman-ohler-der-staerkste-stoff-psychedelische-drogen-waffe-rauschmittel-medikament/</link>
	<pubDate>Fri, 29 Sep 2023 23:00:00 +0000</pubDate>
	<dc:creator><![CDATA[Podcast Literatur]]></dc:creator>
	<guid isPermaLink="false">https://podcastliteratur.de/?post_type=podcast&#038;p=2267</guid>
	<description><![CDATA[<p>Der Zweibrücker Autor Norman Ohler, er lebt in Berlin, ist Romancier und Journalist. Er hat 2015 mit seinem Buch „Der totale Rausch“ über den Drogengebrauch der Nazis einen Welterfolg landen können. Der Titel wurde in mehr als 30 Sprachen übersetzt.</p>



<p>Das neue Buch ist ebenfalls ein Sachbuch, allerdings mit bemerkenswertem literarischem Drive und hat Page-Turner Qualitäten. Es konzentriert sich auf die Entdeckung, Entwicklung und den Einsatz psychedelischer Drogen, vor allem von LSD, aber auch von Meskalin, Psylocibin und anderen. In Archiven entdeckte Norman Ohler die willfährige Zusammenarbeit der Schweizer Pharmafirma Sandoz mit den Nazis bei der Entwicklung von LSD. Und er schildert, wie die USA nach dem Krieg den Gebrauch von LSD als Folterwerkzeug und Wahrheitsdroge weiter betreiben, wobei sie sich auf die Erfahrungen von Naziwissenschaftlern stützen. </p>



<p>Natürlich wird auch die Rolle der Drogen als Trip in Traumzeiten für Beatniks, Hippies, in Rock und Pop, in Hollywood und der Künstlerboheme erwähnt.
Ebenso spannend wie berührend ist das letzte Kapitel: Darin schildert Norman Ohler, wie vielversprechende wissenschaftliche Untersuchungen derzeit LSD in Mikrodosierungen als Heilmittel für Demenz und andere neurologische Erkrankungen erforschen. Und wie die Familie mit diesen Medikamenten, die noch im Experimentierstadium sind, das lange Leiden seiner Mutter lindern kann.</p>



<p>In dieser Kostprobe erklärt Norman Ohler, was ihm an diesem Buch wichtig war und er liest zwei längere Passagen daraus. Zuvor gibt Theo Schneider einen kurzen Überblick über den Autor und seine Werke und über die Inhalte des neuen Buchs.</p>





<h4>Norman Ohler</h4>



<p>Norman Ohler wurde 1970 in Zweibrücken geboren. Ausgebildet an der Hamburger Journalistenschule, begann seine Karriere mit Schreiben für bekannte deutsche Zeitschriften wie SPIEGEL und GEO.
Seine Arbeit führte ihn nach Südafrika, wo er über den Übergang des Landes von der Apartheid zur Demokratie berichtete. Anschließend zog Ohler nach New York, gründete 1994 die »Tribes Gallery« mit und startete eine einzigartige literarische Reise.</p>



<p>Norman Ohler hat mehrere bemerkenswerte Werke verfasst: Sein Debütroman, »Die Quotenmaschine« (1995), begründete das Hypertextformat in der Literatur. In seinem Roman »Mitte« (2001) behandelt Ohler eindringlich das Thema Gentrifizierung. Das Finale seiner Trilogie, der Roman »Stadt des Goldes« (2002), ist eine Darstellung von Johannesburg und dem dortigen turbulenten Leben.</p>



<p>Besonders bemerkenswert ist sein erstes Sachbuch »Der totale Rausch: Drogen im Dritten Reich« (2015), das den Drogenkonsum im nationalsozialistischen Deutschland aufdeckte und mit Übersetzungen in über 30 Sprachen ein Welterfolg wurde.</p>



<p>Der Roman »Die Gleichung des Lebens« (2017) verbindet wahre Begebenheiten mit Kriminalliteratur und stellt den Mathematiker Leonhard Euler als Detektiv vor, während »Harro und Libertas: Eine Geschichte von Liebe und Widerstand« (2019) die Geschichte der größten Widerstandsgruppe gegen Hitler erzählt.
Der renommierte Schriftsteller ist bekannt für seine Fähigkeit, Realität und Fiktion zu vermischen, seine Werke zeichnen sich durch ihre scharfsinnige Erforschung von sozio-politischen Themen aus. Wie der deutsche Kritiker Sebastian Hammelehle einmal bemerkte, »lassen Ohlers Werke einen die Geschichte aus einer neuen und unerwarteten Perspektive betrachten«.</p>



<p>Norman Ohler hat mehrere Auszeichnungen und Stipendien erhalten, darunter den Martha Saalfeld Preis und den Pfalzpreis für Literatur. Er war als Stadtschreiber in Ramallah und auch in Jerusalem tätig, wo er Yassir Arafat interviewte. Im Jahr 2008 war er Co-Autor für den Film »Palermo Shooting« von Wim Wenders, der als Beitrag im Wettbewerb der Filmfestspiele von Cannes lief. 2009 schrieb er zusammen mit Dennis Hopper das Drehbuch „Kilo“. Norman Ohlers neuestes Buch, »Der stärkste Stoff« (2023), beleuchtet die Entwicklungsgeschichte des LSD und verwandter Drogen.
Der Autor lebt in Berlin.</p>





<h5>Bücher von Norman Ohler</h5>



<p><strong>Die Quotenmaschine</strong>
Hoffmann &amp; Campe
Hamburg, 1996</p>



<p><strong>Mitte</strong>
Rowohlt-Berlin
Berlin, 2001</p>



<p><strong>Stadt des Goldes</strong>
Rowohlt
Reinbek, 2002</p>



<p><strong>Der totale Rausch: Drogen im Dritten Reich</strong>
Kiepenheuer &amp; Witsch
Köln, 2015</p>



<p><strong>Die Gleichung des Lebens</strong>
Kiepenheuer &amp; Witsch
Köln, 2017</p>



<p><strong>Harro und Libertas: Eine Geschichte von Liebe und Widerstand</strong>
Kiepenheuer &amp; Witsch
Köln, 2019</p>



<p><strong>Der stärkste Stoff</strong>
Kiepenheuer &amp; Witsch, 2023</p>]]></description>
	<itunes:subtitle><![CDATA[Der Zweibrücker Autor Norman Ohler, er lebt in Berlin, ist Romancier und Journalist. Er hat 2015 mit seinem Buch „Der totale Rausch“ über den Drogengebrauch der Nazis einen Welterfolg landen können. Der Titel wurde in mehr als 30 Sprachen übersetzt.



D]]></itunes:subtitle>
	<content:encoded><![CDATA[<p>Der Zweibrücker Autor Norman Ohler, er lebt in Berlin, ist Romancier und Journalist. Er hat 2015 mit seinem Buch „Der totale Rausch“ über den Drogengebrauch der Nazis einen Welterfolg landen können. Der Titel wurde in mehr als 30 Sprachen übersetzt.</p>



<p>Das neue Buch ist ebenfalls ein Sachbuch, allerdings mit bemerkenswertem literarischem Drive und hat Page-Turner Qualitäten. Es konzentriert sich auf die Entdeckung, Entwicklung und den Einsatz psychedelischer Drogen, vor allem von LSD, aber auch von Meskalin, Psylocibin und anderen. In Archiven entdeckte Norman Ohler die willfährige Zusammenarbeit der Schweizer Pharmafirma Sandoz mit den Nazis bei der Entwicklung von LSD. Und er schildert, wie die USA nach dem Krieg den Gebrauch von LSD als Folterwerkzeug und Wahrheitsdroge weiter betreiben, wobei sie sich auf die Erfahrungen von Naziwissenschaftlern stützen. </p>



<p>Natürlich wird auch die Rolle der Drogen als Trip in Traumzeiten für Beatniks, Hippies, in Rock und Pop, in Hollywood und der Künstlerboheme erwähnt.
Ebenso spannend wie berührend ist das letzte Kapitel: Darin schildert Norman Ohler, wie vielversprechende wissenschaftliche Untersuchungen derzeit LSD in Mikrodosierungen als Heilmittel für Demenz und andere neurologische Erkrankungen erforschen. Und wie die Familie mit diesen Medikamenten, die noch im Experimentierstadium sind, das lange Leiden seiner Mutter lindern kann.</p>



<p>In dieser Kostprobe erklärt Norman Ohler, was ihm an diesem Buch wichtig war und er liest zwei längere Passagen daraus. Zuvor gibt Theo Schneider einen kurzen Überblick über den Autor und seine Werke und über die Inhalte des neuen Buchs.</p>





<h4>Norman Ohler</h4>



<p>Norman Ohler wurde 1970 in Zweibrücken geboren. Ausgebildet an der Hamburger Journalistenschule, begann seine Karriere mit Schreiben für bekannte deutsche Zeitschriften wie SPIEGEL und GEO.
Seine Arbeit führte ihn nach Südafrika, wo er über den Übergang des Landes von der Apartheid zur Demokratie berichtete. Anschließend zog Ohler nach New York, gründete 1994 die »Tribes Gallery« mit und startete eine einzigartige literarische Reise.</p>



<p>Norman Ohler hat mehrere bemerkenswerte Werke verfasst: Sein Debütroman, »Die Quotenmaschine« (1995), begründete das Hypertextformat in der Literatur. In seinem Roman »Mitte« (2001) behandelt Ohler eindringlich das Thema Gentrifizierung. Das Finale seiner Trilogie, der Roman »Stadt des Goldes« (2002), ist eine Darstellung von Johannesburg und dem dortigen turbulenten Leben.</p>



<p>Besonders bemerkenswert ist sein erstes Sachbuch »Der totale Rausch: Drogen im Dritten Reich« (2015), das den Drogenkonsum im nationalsozialistischen Deutschland aufdeckte und mit Übersetzungen in über 30 Sprachen ein Welterfolg wurde.</p>



<p>Der Roman »Die Gleichung des Lebens« (2017) verbindet wahre Begebenheiten mit Kriminalliteratur und stellt den Mathematiker Leonhard Euler als Detektiv vor, während »Harro und Libertas: Eine Geschichte von Liebe und Widerstand« (2019) die Geschichte der größten Widerstandsgruppe gegen Hitler erzählt.
Der renommierte Schriftsteller ist bekannt für seine Fähigkeit, Realität und Fiktion zu vermischen, seine Werke zeichnen sich durch ihre scharfsinnige Erforschung von sozio-politischen Themen aus. Wie der deutsche Kritiker Sebastian Hammelehle einmal bemerkte, »lassen Ohlers Werke einen die Geschichte aus einer neuen und unerwarteten Perspektive betrachten«.</p>



<p>Norman Ohler hat mehrere Auszeichnungen und Stipendien erhalten, darunter den Martha Saalfeld Preis und den Pfalzpreis für Literatur. Er war als Stadtschreiber in Ramallah und auch in Jerusalem tätig, wo er Yassir Arafat interviewte. Im Jahr 2008 war er Co-Autor für den Film »Palermo Shooting« von Wim Wenders, der als Beitrag im Wettbewerb der Filmfestspiele von Cannes lief. 2009 schrieb er zusammen mit Dennis Hopper das Drehbuch „Kilo“. Norman Ohlers neuestes Buch, »Der stärkste Stoff« (2023), beleuchtet die Entwicklungsgeschichte des LSD und verwandter Drogen.
Der Autor lebt in Berlin.</p>





<h5>Bücher von Norman Ohler</h5>



<p><strong>Die Quotenmaschine</strong>
Hoffmann &amp; Campe
Hamburg, 1996</p>



<p><strong>Mitte</strong>
Rowohlt-Berlin
Berlin, 2001</p>



<p><strong>Stadt des Goldes</strong>
Rowohlt
Reinbek, 2002</p>



<p><strong>Der totale Rausch: Drogen im Dritten Reich</strong>
Kiepenheuer &amp; Witsch
Köln, 2015</p>



<p><strong>Die Gleichung des Lebens</strong>
Kiepenheuer &amp; Witsch
Köln, 2017</p>



<p><strong>Harro und Libertas: Eine Geschichte von Liebe und Widerstand</strong>
Kiepenheuer &amp; Witsch
Köln, 2019</p>



<p><strong>Der stärkste Stoff</strong>
Kiepenheuer &amp; Witsch, 2023</p>]]></content:encoded>
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	<itunes:summary><![CDATA[Der Zweibrücker Autor Norman Ohler, er lebt in Berlin, ist Romancier und Journalist. Er hat 2015 mit seinem Buch „Der totale Rausch“ über den Drogengebrauch der Nazis einen Welterfolg landen können. Der Titel wurde in mehr als 30 Sprachen übersetzt.



Das neue Buch ist ebenfalls ein Sachbuch, allerdings mit bemerkenswertem literarischem Drive und hat Page-Turner Qualitäten. Es konzentriert sich auf die Entdeckung, Entwicklung und den Einsatz psychedelischer Drogen, vor allem von LSD, aber auch von Meskalin, Psylocibin und anderen. In Archiven entdeckte Norman Ohler die willfährige Zusammenarbeit der Schweizer Pharmafirma Sandoz mit den Nazis bei der Entwicklung von LSD. Und er schildert, wie die USA nach dem Krieg den Gebrauch von LSD als Folterwerkzeug und Wahrheitsdroge weiter betreiben, wobei sie sich auf die Erfahrungen von Naziwissenschaftlern stützen. 



Natürlich wird auch die Rolle der Drogen als Trip in Traumzeiten für Beatniks, Hippies, in Rock und Pop, in Hollywood und der Künstlerboheme erwähnt.
Ebenso spannend wie berührend ist das letzte Kapitel: Darin schildert Norman Ohler, wie vielversprechende wissenschaftliche Untersuchungen derzeit LSD in Mikrodosierungen als Heilmittel für Demenz und andere neurologische Erkrankungen erforschen. Und wie die Familie mit diesen Medikamenten, die noch im Experimentierstadium sind, das lange Leiden seiner Mutter lindern kann.



In dieser Kostprobe erklärt Norman Ohler, was ihm an diesem Buch wichtig war und er liest zwei längere Passagen daraus. Zuvor gibt Theo Schneider einen kurzen Überblick über den Autor und seine Werke und über die Inhalte des neuen Buchs.





Norman Ohler



Norman Ohler wurde 1970 in Zweibrücken geboren. Ausgebildet an der Hamburger Journalistenschule, begann seine Karriere mit Schreiben für bekannte deutsche Zeitschriften wie SPIEGEL und GEO.
Seine Arbeit führte ihn nach Südafrika, wo er über den Übergang des Landes von der Apartheid zur Demokratie berichtete. Anschließend zog Ohler nach New York, gründete 1994 die »Tribes Gallery« mit und startete eine einzigartige literarische Reise.



Norman Ohler hat mehrere bemerkenswerte Werke verfasst: Sein Debütroman, »Die Quotenmaschine« (1995), begründete das Hypertextformat in der Literatur. In seinem Roman »Mitte« (2001) behandelt Ohler eindringlich das Thema Gentrifizierung. Das Finale seiner Trilogie, der Roman »Stadt des Goldes« (2002), ist eine Darstellung von Johannesburg und dem dortigen turbulenten Leben.



Besonders bemerkenswert ist sein erstes Sachbuch »Der totale Rausch: Drogen im Dritten Reich« (2015), das den Drogenkonsum im nationalsozialistischen Deutschland aufdeckte und mit Übersetzungen in über 30 Sprachen ein Welterfolg wurde.



Der Roman »Die Gleichung des Lebens« (2017) verbindet wahre Begebenheiten mit Kriminalliteratur und stellt den Mathematiker Leonhard Euler als Detektiv vor, während »Harro und Libertas: Eine Geschichte von Liebe und Widerstand« (2019) die Geschichte der größten Widerstandsgruppe gegen Hitler erzählt.
Der renommierte Schriftsteller ist bekannt für seine Fähigkeit, Realität und Fiktion zu vermischen, seine Werke zeichnen sich durch ihre scharfsinnige Erforschung von sozio-politischen Themen aus. Wie der deutsche Kritiker Sebastian Hammelehle einmal bemerkte, »lassen Ohlers Werke einen die Geschichte aus einer neuen und unerwarteten Perspektive betrachten«.



Norman Ohler hat mehrere Auszeichnungen und Stipendien erhalten, darunter den Martha Saalfeld Preis und den Pfalzpreis für Literatur. Er war als Stadtschreiber in Ramallah und auch in Jerusalem tätig, wo er Yassir Arafat interviewte. Im Jahr 2008 war er Co-Autor für den Film »Palermo Shooting« von Wim Wenders, der als Beitrag im Wettbewerb der Filmfestspiele von Cannes lief. 2009 schrieb er zusammen mit Dennis Hopper das Drehbuch „Kilo“. Norman Ohlers neuestes Buch, »Der stärkste Stoff« (2023), beleuchtet die Entwicklungsgeschichte des LSD und verwandter Drogen.
Der Autor lebt in Berlin.





Bücher von]]></itunes:summary>
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		<title>Kostprobe: Traumzeiten aus dem Chemielabor &#8211; Norman Ohler: „Der stärkste Stoff. Psychedelische Drogen: Waffe, Rauschmittel, Medikament“</title>
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Das neue Buch ist ebenfalls ein Sachbuch, allerdings mit bemerkenswertem literarischem Drive und hat Page-Turner Qualitäten. Es konzentriert sich auf die Entdeckung, Entwicklung und den Einsatz psychedelischer Drogen, vor allem von LSD, aber auch von Meskalin, Psylocibin und anderen. In Archiven entdeckte Norman Ohler die willfährige Zusammenarbeit der Schweizer Pharmafirma Sandoz mit den Nazis bei der Entwicklung von LSD. Und er schildert, wie die USA nach dem Krieg den Gebrauch von LSD als Folterwerkzeug und Wahrheitsdroge weiter betreiben, wobei sie sich auf die Erfahrungen von Naziwissenschaftlern stützen. 



Natürlich wird auch die Rolle der Drogen als Trip in Traumzeiten für Beatniks, Hippies, in Rock und Pop, in Hollywood und de]]></googleplay:description>
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