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	<title>Kostprobe: Ausgesetzt auf den Bergen des HerzensNorbert Hummelt: „Hellichter Tag“ Gedichte</title>
	<link>https://podcastliteratur.de/podcast/kostprobe-ausgesetzt-auf-den-bergen-des-herzensnorbert-hummelt-hellichter-tag-gedichte/</link>
	<pubDate>Mon, 08 Dec 2025 22:00:00 +0000</pubDate>
	<dc:creator><![CDATA[Podcast Literatur]]></dc:creator>
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	<description><![CDATA[<p>Warum fällt mir bei der Suche eines Titels für diese Kostprobe ausgerechnet dieses Gedicht von Rilke ein?
Vielleicht weil er zusammen mit Jan Wagner vor kurzem die wunderbare Anthologie „Tanzt die Orange“ herausgegeben hat, in der 75 der besten deutschen Lyriker und Lyrikerinnen auf ein Rilke-Gedicht mit einem eigenen Gedicht reagieren und so einen literarischen Dialog inszenieren. Ein freies poetisches Karaoke zu Rilkes 150. Geburtstag, sozusagen.</p>



<p>Vielleicht aber auch, weil das brüchige Lebensgefühl dieses Rilke-Gedichts, den neuen Gedichten von Norbert Hummelt sehr nahe kommt. Auch sie sind geprägt, von dem Gefühl der Brüchigkeit unseres Weltempfindens, einem Gefühl der Verletzlichkeit und Ausgesetztsein - wie es der Klappentext des neuen Gedichtbands formuliert:</p>



<p>„Neue Gedichte von Norbert Hummelt, einem der bedeutendsten Lyriker unserer Zeit. Hummelt erkundet Momente, in denen sich die Verletzlichkeit von Beziehungen und unserer Welt als solcher offenbart. Autor ausgezeichnet mit dem Hölty-Preis, Deutschlands höchstdotiertem Lyrikpreis.
Jeden kann es treffen, von jetzt auf gleich, dass Sicherheiten brüchig werden und kein Geländer in Reichweite ist, zumal in Berlin, der „wimmelnden stadt, stadt voller träume, wo am hellichten tag das gespenst den passanten bedrängt“. Eindringlich spüren die neuen Gedichte von Norbert Hummelt dem Gefühl nach, ausgesetzt zu sein. Sie erkunden Momente, in denen sich die Verletzlichkeit unseres Lebens offenbart. In der Ablösung zwischen Vater und Tochter, den Erinnerungen an die Eltern, der Gefährdung der Natur. Es sind Verse, die aus einem weiten literarischen Hallraum kommen, von Dante bis zu Pound und Eliot. Verse, die uns zum Nachdenken bringen und die Norbert Hummelt zugleich mit einer fühlbaren Leichtigkeit meistert. Und am Ende scheint gar eine neue Liebe als utopischer Ort auf, „können wir uns hierher flüchten, wo die hagebutten leuchten u. / die dohlenvögel kreisen?“</p>



<p>Norbert Hummelt wurde 1962 in Neuss geboren, wo er auch aufwuchs. In Köln hat er studiert und lange gelebt und gearbeitet. Und er wird, auch wenn er sehr bald zu ganz eigenständigen Formen gefunden hat, vielfach der „Kölner Schule“ zugerechnet, zu der z.B. Rolf Dieter Brinkmann, Marcel Beyer, Thomas Kling u.a. gezählt werden. Seit 2006 lebt Norbert Hummelt in Berlin, das auch Schauplatz etlicher dieser neuen Gedichte ist, die zwischen Mai 2018 und Mai 2024 entstanden.
Norbert Hummelt hat 10 Gedichtbände und zwei essayistische Bücher ,Übersetzungen u.a. von Inger Christensen und T.S. Eliot veröffentlicht, Anthologien u.a. poetische Sammlungen herausgegeben und viele Beiträge und Features in Zeitungen, Zeitschriften und Rundfunk publiziert.</p>



<p>In diesem Extra in Podcastliteratur.de liest Norbert Hummelt Gedichte aus seinem neuen Band „Hellichter Tag“, der im November 2025 im Luchterhand Verlag erschien und verbindet sie mit knappen Erläuterungen zu ihrer Entstehung.</p>





<h4>Werbung des Verlags</h4>



<p>Neue Gedichte von Norbert Hummelt, einem der bedeutendsten Lyriker unserer Zeit. Hummelt erkundet Momente, in denen sich die Verletzlichkeit von Beziehungen und unserer Welt als solcher offenbart. Autor ausgezeichnet mit dem Hölty-Preis, Deutschlands höchstdotiertem Lyrikpreis.
Jeden kann es treffen, von jetzt auf gleich, dass Sicherheiten brüchig werden und kein Geländer in Reichweite ist, zumal in Berlin, der „wimmelnden stadt, stadt voller träume, wo am hellichten tag das gespenst den passanten bedrängt“. Eindringlich spüren die neuen Gedichte von Norbert Hummelt dem Gefühl nach, ausgesetzt zu sein. Sie erkunden Momente, in denen sich die Verletzlichkeit unseres Lebens offenbart. In der Ablösung zwischen Vater und Tochter, den Erinnerungen an die Eltern, der Gefährdung der Natur. Es sind Verse, die aus einem weiten literarischen Hallraum kommen, von Dante bis zu Pound und Eliot. Verse, die uns zum Nachdenken bringen und die Norbert Hummelt zugleich mit einer fühlbaren Leichtigkeit meistert. Und am Ende scheint gar eine neue Liebe als utopischer Ort auf, „können wir uns hierher flüchten, wo die hagebutten leuchten u. / die dohlenvögel kreisen?“</p>



<h4>Nobert Hummelt - Vita und Preise aus „Literaturport“</h4>



<p>Norbert Hummelt, geboren 1962 in Neuss am Rhein, wuchs dort auf. Zwischen 1983 und 1990 studierte er Anglistik und Germanistik in Köln und schloss dieses Studium mit dem 1. Staatsexamen ab. Erste literarische Texte entstanden seit 1984, erste Gedichte seit 1986. Seit 1984 journalistische Tätigkeiten für verschiedene Zeitungen und Rundfunkanstalten. Er leitete von 1988 bis 1992 die Autorenwerkstatt der Universität Köln. Seit 1991 freier Schriftsteller. 1993 erschien der erste Gedichtband "knackige codes" im Druckhaus Galrev, Berlin. Seit Ende der 90er Jahre sind zudem zahlreiche Essays und Features zur Literaturgeschichte und Poetik entstanden, außerdem Übersetzungen, vorwiegend aus dem Englischen. Er gab u.a. die Werke von W.B. Yeats heraus und übertrug T.S. Eliots Gedichtzyklen "The Waste Land" und "Four Quartets" neu ins Deutsche. Sein Werk erscheint seit 2001 im Luchterhand Literaturverlag. Seit 2002 unterrichtete er wiederholt als Gastprofessor am Deutschen Literaturinstitut Leipzig. Nach langen Jahren in Köln und Umgebung zog er 2006 nach Berlin.</p>





<p><strong>Würdigungen</strong>
1995 NRW-Förderpreis Literatur
1996 Rolf-Dieter-Brinkmann-Preis der Stadt Köln
1997 Autorenförderung der Stiftung Niedersachsen
1998 Mondseer Lyrikpreis; Arbeitsstipendium Deutscher Literaturfonds
2000 Hermann-Lenz-Stipendium
2001 New York-Stipendium des Deutschen Literaturfonds
2003 Arbeitsstipendium Deutscher Literaturfonds
2005 Fellowship der Raketenstation Hombroich; Arbeitsstipendium Deutscher Literaturfonds
2007 Niederrheinischer Literaturpreis der Stadt Krefeld
2018 Hölty-Preis für Lyrik</p>



<p><strong>Bibliografie (aus Wikipedia)</strong></p>



<p>knackige codes. Gedichte, Galrev, Berlin 1993.
singtrieb. Gedichte (mit CD), Urs Engeler Editor, Weil am Rhein 1997.
Zeichen im Schnee. Gedichte, Luchterhand Literaturverlag, München 2001.
Bildstock. Gedichte, Kunstverein Hasselbach 2003.
Stille Quellen. Gedichte, Luchterhand Literaturverlag, München 2004.
Totentanz. Gedichte, Luchterhand Literaturverlag, München 2007.
Wie Gedichte entstehen. (mit Klaus Siblewski) Luchterhand Literaturverlag, München 2009.
Pans Stunde. Gedichte, Luchterhand Literaturverlag, München 2011.
Fegefeuer. Gedichte, Luchterhand Literaturverlag, München 2016, ISBN 978-3-630-87521-7.[3]
Der Atlas der Erinnerung. NIMBUS, Wädenswil 2018 ISBN 978-3-03850-048-3.
Die versunkene Kathedrale. Sankt Hedwig und das Forum Fridericianum. (= Sankt Hedwig Mitte, Band 6) Herder, Freiburg-Basel-Wien 2020, ISBN 978-3-451-38909-2.
Sonnengesang. Gedichte, Luchterhand Literaturverlag, München 2020, ISBN 978-3-630-87630-6.
1922 - Wunderjahr der Worte. Luchterhand Literaturverlag, München 2022, ISBN 978-3-630-87654-2.
Eselsohren - Essays zur Literatur, NIMBUS, Wädenswil 2024, ISBN 978-3-03850-097-1.</p>



<p>(Quelle: <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Norbert_Hummelt" target="_blank" rel="noreferrer noopener">https://de.wikipedia.org/wiki/Norbert_Hummelt</a>)</p>]]></description>
	<itunes:subtitle><![CDATA[Warum fällt mir bei der Suche eines Titels für diese Kostprobe ausgerechnet dieses Gedicht von Rilke ein?
Vielleicht weil er zusammen mit Jan Wagner vor kurzem die wunderbare Anthologie „Tanzt die Orange“ herausgegeben hat, in der 75 der besten deutschen]]></itunes:subtitle>
	<content:encoded><![CDATA[<p>Warum fällt mir bei der Suche eines Titels für diese Kostprobe ausgerechnet dieses Gedicht von Rilke ein?
Vielleicht weil er zusammen mit Jan Wagner vor kurzem die wunderbare Anthologie „Tanzt die Orange“ herausgegeben hat, in der 75 der besten deutschen Lyriker und Lyrikerinnen auf ein Rilke-Gedicht mit einem eigenen Gedicht reagieren und so einen literarischen Dialog inszenieren. Ein freies poetisches Karaoke zu Rilkes 150. Geburtstag, sozusagen.</p>



<p>Vielleicht aber auch, weil das brüchige Lebensgefühl dieses Rilke-Gedichts, den neuen Gedichten von Norbert Hummelt sehr nahe kommt. Auch sie sind geprägt, von dem Gefühl der Brüchigkeit unseres Weltempfindens, einem Gefühl der Verletzlichkeit und Ausgesetztsein - wie es der Klappentext des neuen Gedichtbands formuliert:</p>



<p>„Neue Gedichte von Norbert Hummelt, einem der bedeutendsten Lyriker unserer Zeit. Hummelt erkundet Momente, in denen sich die Verletzlichkeit von Beziehungen und unserer Welt als solcher offenbart. Autor ausgezeichnet mit dem Hölty-Preis, Deutschlands höchstdotiertem Lyrikpreis.
Jeden kann es treffen, von jetzt auf gleich, dass Sicherheiten brüchig werden und kein Geländer in Reichweite ist, zumal in Berlin, der „wimmelnden stadt, stadt voller träume, wo am hellichten tag das gespenst den passanten bedrängt“. Eindringlich spüren die neuen Gedichte von Norbert Hummelt dem Gefühl nach, ausgesetzt zu sein. Sie erkunden Momente, in denen sich die Verletzlichkeit unseres Lebens offenbart. In der Ablösung zwischen Vater und Tochter, den Erinnerungen an die Eltern, der Gefährdung der Natur. Es sind Verse, die aus einem weiten literarischen Hallraum kommen, von Dante bis zu Pound und Eliot. Verse, die uns zum Nachdenken bringen und die Norbert Hummelt zugleich mit einer fühlbaren Leichtigkeit meistert. Und am Ende scheint gar eine neue Liebe als utopischer Ort auf, „können wir uns hierher flüchten, wo die hagebutten leuchten u. / die dohlenvögel kreisen?“</p>



<p>Norbert Hummelt wurde 1962 in Neuss geboren, wo er auch aufwuchs. In Köln hat er studiert und lange gelebt und gearbeitet. Und er wird, auch wenn er sehr bald zu ganz eigenständigen Formen gefunden hat, vielfach der „Kölner Schule“ zugerechnet, zu der z.B. Rolf Dieter Brinkmann, Marcel Beyer, Thomas Kling u.a. gezählt werden. Seit 2006 lebt Norbert Hummelt in Berlin, das auch Schauplatz etlicher dieser neuen Gedichte ist, die zwischen Mai 2018 und Mai 2024 entstanden.
Norbert Hummelt hat 10 Gedichtbände und zwei essayistische Bücher ,Übersetzungen u.a. von Inger Christensen und T.S. Eliot veröffentlicht, Anthologien u.a. poetische Sammlungen herausgegeben und viele Beiträge und Features in Zeitungen, Zeitschriften und Rundfunk publiziert.</p>



<p>In diesem Extra in Podcastliteratur.de liest Norbert Hummelt Gedichte aus seinem neuen Band „Hellichter Tag“, der im November 2025 im Luchterhand Verlag erschien und verbindet sie mit knappen Erläuterungen zu ihrer Entstehung.</p>





<h4>Werbung des Verlags</h4>



<p>Neue Gedichte von Norbert Hummelt, einem der bedeutendsten Lyriker unserer Zeit. Hummelt erkundet Momente, in denen sich die Verletzlichkeit von Beziehungen und unserer Welt als solcher offenbart. Autor ausgezeichnet mit dem Hölty-Preis, Deutschlands höchstdotiertem Lyrikpreis.
Jeden kann es treffen, von jetzt auf gleich, dass Sicherheiten brüchig werden und kein Geländer in Reichweite ist, zumal in Berlin, der „wimmelnden stadt, stadt voller träume, wo am hellichten tag das gespenst den passanten bedrängt“. Eindringlich spüren die neuen Gedichte von Norbert Hummelt dem Gefühl nach, ausgesetzt zu sein. Sie erkunden Momente, in denen sich die Verletzlichkeit unseres Lebens offenbart. In der Ablösung zwischen Vater und Tochter, den Erinnerungen an die Eltern, der Gefährdung der Natur. Es sind Verse, die aus einem weiten literarischen Hallraum kommen, von Dante bis zu Pound und Eliot. Verse, die uns zum Nachdenken bringen und die Norbert Hummelt zugleich mit einer fühlbaren Leichtigkeit meistert. Und am Ende scheint gar eine neue Liebe als utopischer Ort auf, „können wir uns hierher flüchten, wo die hagebutten leuchten u. / die dohlenvögel kreisen?“</p>



<h4>Nobert Hummelt - Vita und Preise aus „Literaturport“</h4>



<p>Norbert Hummelt, geboren 1962 in Neuss am Rhein, wuchs dort auf. Zwischen 1983 und 1990 studierte er Anglistik und Germanistik in Köln und schloss dieses Studium mit dem 1. Staatsexamen ab. Erste literarische Texte entstanden seit 1984, erste Gedichte seit 1986. Seit 1984 journalistische Tätigkeiten für verschiedene Zeitungen und Rundfunkanstalten. Er leitete von 1988 bis 1992 die Autorenwerkstatt der Universität Köln. Seit 1991 freier Schriftsteller. 1993 erschien der erste Gedichtband "knackige codes" im Druckhaus Galrev, Berlin. Seit Ende der 90er Jahre sind zudem zahlreiche Essays und Features zur Literaturgeschichte und Poetik entstanden, außerdem Übersetzungen, vorwiegend aus dem Englischen. Er gab u.a. die Werke von W.B. Yeats heraus und übertrug T.S. Eliots Gedichtzyklen "The Waste Land" und "Four Quartets" neu ins Deutsche. Sein Werk erscheint seit 2001 im Luchterhand Literaturverlag. Seit 2002 unterrichtete er wiederholt als Gastprofessor am Deutschen Literaturinstitut Leipzig. Nach langen Jahren in Köln und Umgebung zog er 2006 nach Berlin.</p>





<p><strong>Würdigungen</strong>
1995 NRW-Förderpreis Literatur
1996 Rolf-Dieter-Brinkmann-Preis der Stadt Köln
1997 Autorenförderung der Stiftung Niedersachsen
1998 Mondseer Lyrikpreis; Arbeitsstipendium Deutscher Literaturfonds
2000 Hermann-Lenz-Stipendium
2001 New York-Stipendium des Deutschen Literaturfonds
2003 Arbeitsstipendium Deutscher Literaturfonds
2005 Fellowship der Raketenstation Hombroich; Arbeitsstipendium Deutscher Literaturfonds
2007 Niederrheinischer Literaturpreis der Stadt Krefeld
2018 Hölty-Preis für Lyrik</p>



<p><strong>Bibliografie (aus Wikipedia)</strong></p>



<p>knackige codes. Gedichte, Galrev, Berlin 1993.
singtrieb. Gedichte (mit CD), Urs Engeler Editor, Weil am Rhein 1997.
Zeichen im Schnee. Gedichte, Luchterhand Literaturverlag, München 2001.
Bildstock. Gedichte, Kunstverein Hasselbach 2003.
Stille Quellen. Gedichte, Luchterhand Literaturverlag, München 2004.
Totentanz. Gedichte, Luchterhand Literaturverlag, München 2007.
Wie Gedichte entstehen. (mit Klaus Siblewski) Luchterhand Literaturverlag, München 2009.
Pans Stunde. Gedichte, Luchterhand Literaturverlag, München 2011.
Fegefeuer. Gedichte, Luchterhand Literaturverlag, München 2016, ISBN 978-3-630-87521-7.[3]
Der Atlas der Erinnerung. NIMBUS, Wädenswil 2018 ISBN 978-3-03850-048-3.
Die versunkene Kathedrale. Sankt Hedwig und das Forum Fridericianum. (= Sankt Hedwig Mitte, Band 6) Herder, Freiburg-Basel-Wien 2020, ISBN 978-3-451-38909-2.
Sonnengesang. Gedichte, Luchterhand Literaturverlag, München 2020, ISBN 978-3-630-87630-6.
1922 - Wunderjahr der Worte. Luchterhand Literaturverlag, München 2022, ISBN 978-3-630-87654-2.
Eselsohren - Essays zur Literatur, NIMBUS, Wädenswil 2024, ISBN 978-3-03850-097-1.</p>



<p>(Quelle: <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Norbert_Hummelt" target="_blank" rel="noreferrer noopener">https://de.wikipedia.org/wiki/Norbert_Hummelt</a>)</p>]]></content:encoded>
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	<itunes:summary><![CDATA[Warum fällt mir bei der Suche eines Titels für diese Kostprobe ausgerechnet dieses Gedicht von Rilke ein?
Vielleicht weil er zusammen mit Jan Wagner vor kurzem die wunderbare Anthologie „Tanzt die Orange“ herausgegeben hat, in der 75 der besten deutschen Lyriker und Lyrikerinnen auf ein Rilke-Gedicht mit einem eigenen Gedicht reagieren und so einen literarischen Dialog inszenieren. Ein freies poetisches Karaoke zu Rilkes 150. Geburtstag, sozusagen.



Vielleicht aber auch, weil das brüchige Lebensgefühl dieses Rilke-Gedichts, den neuen Gedichten von Norbert Hummelt sehr nahe kommt. Auch sie sind geprägt, von dem Gefühl der Brüchigkeit unseres Weltempfindens, einem Gefühl der Verletzlichkeit und Ausgesetztsein - wie es der Klappentext des neuen Gedichtbands formuliert:



„Neue Gedichte von Norbert Hummelt, einem der bedeutendsten Lyriker unserer Zeit. Hummelt erkundet Momente, in denen sich die Verletzlichkeit von Beziehungen und unserer Welt als solcher offenbart. Autor ausgezeichnet mit dem Hölty-Preis, Deutschlands höchstdotiertem Lyrikpreis.
Jeden kann es treffen, von jetzt auf gleich, dass Sicherheiten brüchig werden und kein Geländer in Reichweite ist, zumal in Berlin, der „wimmelnden stadt, stadt voller träume, wo am hellichten tag das gespenst den passanten bedrängt“. Eindringlich spüren die neuen Gedichte von Norbert Hummelt dem Gefühl nach, ausgesetzt zu sein. Sie erkunden Momente, in denen sich die Verletzlichkeit unseres Lebens offenbart. In der Ablösung zwischen Vater und Tochter, den Erinnerungen an die Eltern, der Gefährdung der Natur. Es sind Verse, die aus einem weiten literarischen Hallraum kommen, von Dante bis zu Pound und Eliot. Verse, die uns zum Nachdenken bringen und die Norbert Hummelt zugleich mit einer fühlbaren Leichtigkeit meistert. Und am Ende scheint gar eine neue Liebe als utopischer Ort auf, „können wir uns hierher flüchten, wo die hagebutten leuchten u. / die dohlenvögel kreisen?“



Norbert Hummelt wurde 1962 in Neuss geboren, wo er auch aufwuchs. In Köln hat er studiert und lange gelebt und gearbeitet. Und er wird, auch wenn er sehr bald zu ganz eigenständigen Formen gefunden hat, vielfach der „Kölner Schule“ zugerechnet, zu der z.B. Rolf Dieter Brinkmann, Marcel Beyer, Thomas Kling u.a. gezählt werden. Seit 2006 lebt Norbert Hummelt in Berlin, das auch Schauplatz etlicher dieser neuen Gedichte ist, die zwischen Mai 2018 und Mai 2024 entstanden.
Norbert Hummelt hat 10 Gedichtbände und zwei essayistische Bücher ,Übersetzungen u.a. von Inger Christensen und T.S. Eliot veröffentlicht, Anthologien u.a. poetische Sammlungen herausgegeben und viele Beiträge und Features in Zeitungen, Zeitschriften und Rundfunk publiziert.



In diesem Extra in Podcastliteratur.de liest Norbert Hummelt Gedichte aus seinem neuen Band „Hellichter Tag“, der im November 2025 im Luchterhand Verlag erschien und verbindet sie mit knappen Erläuterungen zu ihrer Entstehung.





Werbung des Verlags



Neue Gedichte von Norbert Hummelt, einem der bedeutendsten Lyriker unserer Zeit. Hummelt erkundet Momente, in denen sich die Verletzlichkeit von Beziehungen und unserer Welt als solcher offenbart. Autor ausgezeichnet mit dem Hölty-Preis, Deutschlands höchstdotiertem Lyrikpreis.
Jeden kann es treffen, von jetzt auf gleich, dass Sicherheiten brüchig werden und kein Geländer in Reichweite ist, zumal in Berlin, der „wimmelnden stadt, stadt voller träume, wo am hellichten tag das gespenst den passanten bedrängt“. Eindringlich spüren die neuen Gedichte von Norbert Hummelt dem Gefühl nach, ausgesetzt zu sein. Sie erkunden Momente, in denen sich die Verletzlichkeit unseres Lebens offenbart. In der Ablösung zwischen Vater und Tochter, den Erinnerungen an die Eltern, der Gefährdung der Natur. Es sind Verse, die aus einem weiten literarischen Hallraum kommen, von Dante bis zu Pound und Eliot. Verse, die uns zum Nachdenken bringen und die Norbert Hummelt zugleich mit einer fühlbaren Leichtigkeit meistert. Und am Ende scheint gar eine neu]]></itunes:summary>
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Vielleicht weil er zusammen mit Jan Wagner vor kurzem die wunderbare Anthologie „Tanzt die Orange“ herausgegeben hat, in der 75 der besten deutschen Lyriker und Lyrikerinnen auf ein Rilke-Gedicht mit einem eigenen Gedicht reagieren und so einen literarischen Dialog inszenieren. Ein freies poetisches Karaoke zu Rilkes 150. Geburtstag, sozusagen.



Vielleicht aber auch, weil das brüchige Lebensgefühl dieses Rilke-Gedichts, den neuen Gedichten von Norbert Hummelt sehr nahe kommt. Auch sie sind geprägt, von dem Gefühl der Brüchigkeit unseres Weltempfindens, einem Gefühl der Verletzlichkeit und Ausgesetztsein - wie es der Klappentext des neuen Gedichtbands formuliert:



„Neue Gedichte von Norbert Hummelt, einem der bedeutendsten Lyriker unserer Zeit. Hummelt erkundet Momente, in denen sich die Verletzlichkeit von Beziehungen und unserer Welt als solcher offenbart. Autor ausgezeichnet]]></googleplay:description>
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</item>

<item>
	<title>Kostprobe: Die abwesenden MännerEin Frauenroman von Rabea Edel: „Porträt meiner Mutter mit Geistern“</title>
	<link>https://podcastliteratur.de/podcast/kostprobe-die-abwesenden-maennerein-frauenroman-von-rabea-edel-portraet-meiner-mutter-mit-geistern/</link>
	<pubDate>Tue, 21 Oct 2025 23:00:00 +0000</pubDate>
	<dc:creator><![CDATA[Podcast Literatur]]></dc:creator>
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	<description><![CDATA[<p>Der Roman beginnt 1989 in Bremerhaven. Hier ist das Mädchen Raisa mit ihrer Mutter Martha nach Jahren ziellosen Umherziehens endlich sesshaft geworden. Aus ihrer Perspektive wird der Roman erzählt.</p>



<p>Aber was kann sie schon erzählen, wenn die Mutter beharrlich schweigt, auch verschweigt wer ihr Vater ist? Wenn sie ihr eigenes Schicksal so beharrlich verschweigt wie das der anderen Frauen in der Familie ?</p>



<p>Bis sie eines Tages beginnt, Bruchstücke auf Zettel zu notieren, die sie in der Gartenmauer deponiert. Gedanken und Fragmente über sich und über die Geschichte von Großmutter und Urgroßmutter, Geschichten aus vier Generationen von Frauen. Durch die sich ein gemeinsames Muster zieht: Die Abwesenheit von Männern. Männer, die sie geliebt haben, die sie misshandelt haben, die verschollen sind, die fliehen mussten, die sie aus Scham verschwiegen haben.</p>



<p>Sie sind die Geister der Vergangenheit, die Geister von denen ihre Mutter nicht spricht, die Geister, nach denen die Tochter und Enkelin fragt. Es sind die Geister von Generationen, die geprägt sind von Verlusten und Traumata, von persönlichen aber auch von den Dramen der Geschichte der vergangenen hundert Jahre. Die individuellen Geschichten sind immer auch geprägt von der jeweiligen politisch-gesellschaftlichen Zeitgeschichte.</p>



<p>Dies sind die Spuren, die Fragmente, die Erinnerungen, die Raisa in diesem Buch allmählich zutage fördert. Das mit seinen häufigen und spontanen Wechseln von Handlungen, Schauplätzen und Zeiten so komplex konstruiert ist, dass es die ungeteilte Aufmerksamkeit der Leserinnen verlangt. Wie bei einem Puzzle werden Motive, Strukturen und Erkenntnisse erst sichtbar, wenn die vielen Fragmente am Ende ein Gesamtbild sichtbar machen.</p>



<p>In dieser Kostprobe stellt Leander Bauer das Buch vor und Autorin Rabea Edel liest zentrale Passagen.</p>





<p>Raisa lebt allein mit ihrer Mutter Martha und das schon immer. An ihren Vater hat sie keine Erinnerungen. Ihr Name ist das Einzige, was sie von ihm bekommen hat – besser so, sagt Martha. Doch Raisa beginnt, Fragen zu stellen. Als der Nachbarsjunge Mat verschwindet, beginnt Martha zu erzählen. Von der Großmutter Dina. Von Lügen, die schützen, und Lügen, die in Gefahr bringen. Von der Liebe ihres Lebens und ihrem größten Verlust.</p>



<p>Rabea Edel zeichnet in ihrem Buch die bewegende Lebensgeschichte ihrer Mutter und das Portrait einer Nachkriegsgeneration, die im Schatten der Gewalt und des Schweigens aufgewachsen ist. Sie erzählt von der Kraft der Liebe und von der Rückeroberung der eigenen Geschichte durch die Sprache. Ein Buch wie ein Kaleidoskop, das vor allem die Frauen in den Blick nimmt – und die weibliche Fähigkeit, sich immer wieder neu zu erfinden.</p>



<h4>Pressestimmen</h4>



<p>„Rabea Edel beweist erneut ihr großes Talent: Sie findet Bilder für das Unausgesprochene, ihre Sprache ist poetisch verdichtet, aber nie verkünstelt.“
NDR Kultur, Florian Schmidt</p>



<p>„Überwältigend und genial gestaltet."
Deutschlandfunk Kultur, Joachim Scholl</p>



<p>„Ein stimmiger, ganz fein und subtil gearbeiteter, warmer Text …, in dem Form und Inhalt kunstvoll Hand in Hand gehen.“
RBB radio 3, Corinne Orlowski</p>



<p>„Dieser Roman ist etwas für Fans von Generationen übergreifenden Familienporträts.“
rbb Orte &amp; Worte, Nadine Kreuzahler</p>



<p>„Rabea Edel ist in der Lage, sehr schwebend und präzise zu schreiben. Ein großartiges Buch.“
Die Presse, Erwin Uhrmann</p>



<p>„Fesselnder Roman, der auch durch seine anmutige Sprache besticht“
HÖRZU</p>



<p>„Großartige Generationensaga“
ELLE, Johanna von Ferstenberg</p>



<p>„Allein schon der Titel ist eine Vorbeugung von den beiden Künsten, der Literatur und der Fotografie. … Ein großer Roman.“
ARD, ZDF &amp; 3sat auf der Leipziger Buchmesse, Alexander Solloch</p>



<p>„Besonders intensiv“
ZDF Aspekte, Monika Unkelbach</p>



<p>„Rabea Edel erzählt die eigene Familiengeschichte als Jahrhundertroman über die Suche nach den Wurzeln und der Wahrheit.“
Brigitte, Angela Wittmann</p>





<h4>Rabea Edel in Wikipedia:</h4>



<p>Rabea Edel (* 31. Juli 1982 in Bremerhaven[1]) ist eine deutsche Schriftstellerin und Fotografin.
Leben
Edel wuchs in Cuxhaven auf. Sie studierte in Berlin und Siena Italianistik und Literaturwissenschaften. Danach folgte ein Studium der Fotografie an der Berliner Ostkreuzschule. Ihr Debütroman Das Wasser, in dem wir schlafen erschien 2006. Sie lebt als freie Autorin und Fotografin in Berlin und an der Mosel. Ihr zweiter Roman Ein dunkler Moment erschien im Frühjahr 2011 im Luchterhand Literaturverlag. Im Dezember 2021 erschien ihr fotografisches Kunstbuch A Second Beating Heart im Verlag Shift Books. Im Januar 2025 erschien bei C.H.Beck ihr dritter Roman Portrait meiner Mutter mit Geistern.
Seit Dezember 2022 ist sie Mitglied im PEN Berlin.</p>



<p><strong>Werke</strong></p>



<p>• Portrait meiner Mutter mit Geistern. C.H.Beck, München 2025, ISBN 9783406829727
• A Second Beating Heart. Shift Books, Berlin 2021, ISBN 978-3-948174-13-2
• Ihre Geister sehen. Hörspiel. Ursendung: Deutschlandfunk Kultur 08.05.2021, Länge: 70'25.
• Stell Dir vor, es hört auf. Literatur Quickie: Band 27, Hamburg 2013, ISBN 3955201961
• Ein dunkler Moment. Luchterhand Verlag, München 2011, ISBN 978-3-630-87338-1
• Das Wasser, in dem wir schlafen. Luchterhand Verlag, München 2006, ISBN 3630872247</p>]]></description>
	<itunes:subtitle><![CDATA[Der Roman beginnt 1989 in Bremerhaven. Hier ist das Mädchen Raisa mit ihrer Mutter Martha nach Jahren ziellosen Umherziehens endlich sesshaft geworden. Aus ihrer Perspektive wird der Roman erzählt.



Aber was kann sie schon erzählen, wenn die Mutter beh]]></itunes:subtitle>
	<content:encoded><![CDATA[<p>Der Roman beginnt 1989 in Bremerhaven. Hier ist das Mädchen Raisa mit ihrer Mutter Martha nach Jahren ziellosen Umherziehens endlich sesshaft geworden. Aus ihrer Perspektive wird der Roman erzählt.</p>



<p>Aber was kann sie schon erzählen, wenn die Mutter beharrlich schweigt, auch verschweigt wer ihr Vater ist? Wenn sie ihr eigenes Schicksal so beharrlich verschweigt wie das der anderen Frauen in der Familie ?</p>



<p>Bis sie eines Tages beginnt, Bruchstücke auf Zettel zu notieren, die sie in der Gartenmauer deponiert. Gedanken und Fragmente über sich und über die Geschichte von Großmutter und Urgroßmutter, Geschichten aus vier Generationen von Frauen. Durch die sich ein gemeinsames Muster zieht: Die Abwesenheit von Männern. Männer, die sie geliebt haben, die sie misshandelt haben, die verschollen sind, die fliehen mussten, die sie aus Scham verschwiegen haben.</p>



<p>Sie sind die Geister der Vergangenheit, die Geister von denen ihre Mutter nicht spricht, die Geister, nach denen die Tochter und Enkelin fragt. Es sind die Geister von Generationen, die geprägt sind von Verlusten und Traumata, von persönlichen aber auch von den Dramen der Geschichte der vergangenen hundert Jahre. Die individuellen Geschichten sind immer auch geprägt von der jeweiligen politisch-gesellschaftlichen Zeitgeschichte.</p>



<p>Dies sind die Spuren, die Fragmente, die Erinnerungen, die Raisa in diesem Buch allmählich zutage fördert. Das mit seinen häufigen und spontanen Wechseln von Handlungen, Schauplätzen und Zeiten so komplex konstruiert ist, dass es die ungeteilte Aufmerksamkeit der Leserinnen verlangt. Wie bei einem Puzzle werden Motive, Strukturen und Erkenntnisse erst sichtbar, wenn die vielen Fragmente am Ende ein Gesamtbild sichtbar machen.</p>



<p>In dieser Kostprobe stellt Leander Bauer das Buch vor und Autorin Rabea Edel liest zentrale Passagen.</p>





<p>Raisa lebt allein mit ihrer Mutter Martha und das schon immer. An ihren Vater hat sie keine Erinnerungen. Ihr Name ist das Einzige, was sie von ihm bekommen hat – besser so, sagt Martha. Doch Raisa beginnt, Fragen zu stellen. Als der Nachbarsjunge Mat verschwindet, beginnt Martha zu erzählen. Von der Großmutter Dina. Von Lügen, die schützen, und Lügen, die in Gefahr bringen. Von der Liebe ihres Lebens und ihrem größten Verlust.</p>



<p>Rabea Edel zeichnet in ihrem Buch die bewegende Lebensgeschichte ihrer Mutter und das Portrait einer Nachkriegsgeneration, die im Schatten der Gewalt und des Schweigens aufgewachsen ist. Sie erzählt von der Kraft der Liebe und von der Rückeroberung der eigenen Geschichte durch die Sprache. Ein Buch wie ein Kaleidoskop, das vor allem die Frauen in den Blick nimmt – und die weibliche Fähigkeit, sich immer wieder neu zu erfinden.</p>



<h4>Pressestimmen</h4>



<p>„Rabea Edel beweist erneut ihr großes Talent: Sie findet Bilder für das Unausgesprochene, ihre Sprache ist poetisch verdichtet, aber nie verkünstelt.“
NDR Kultur, Florian Schmidt</p>



<p>„Überwältigend und genial gestaltet."
Deutschlandfunk Kultur, Joachim Scholl</p>



<p>„Ein stimmiger, ganz fein und subtil gearbeiteter, warmer Text …, in dem Form und Inhalt kunstvoll Hand in Hand gehen.“
RBB radio 3, Corinne Orlowski</p>



<p>„Dieser Roman ist etwas für Fans von Generationen übergreifenden Familienporträts.“
rbb Orte &amp; Worte, Nadine Kreuzahler</p>



<p>„Rabea Edel ist in der Lage, sehr schwebend und präzise zu schreiben. Ein großartiges Buch.“
Die Presse, Erwin Uhrmann</p>



<p>„Fesselnder Roman, der auch durch seine anmutige Sprache besticht“
HÖRZU</p>



<p>„Großartige Generationensaga“
ELLE, Johanna von Ferstenberg</p>



<p>„Allein schon der Titel ist eine Vorbeugung von den beiden Künsten, der Literatur und der Fotografie. … Ein großer Roman.“
ARD, ZDF &amp; 3sat auf der Leipziger Buchmesse, Alexander Solloch</p>



<p>„Besonders intensiv“
ZDF Aspekte, Monika Unkelbach</p>



<p>„Rabea Edel erzählt die eigene Familiengeschichte als Jahrhundertroman über die Suche nach den Wurzeln und der Wahrheit.“
Brigitte, Angela Wittmann</p>





<h4>Rabea Edel in Wikipedia:</h4>



<p>Rabea Edel (* 31. Juli 1982 in Bremerhaven[1]) ist eine deutsche Schriftstellerin und Fotografin.
Leben
Edel wuchs in Cuxhaven auf. Sie studierte in Berlin und Siena Italianistik und Literaturwissenschaften. Danach folgte ein Studium der Fotografie an der Berliner Ostkreuzschule. Ihr Debütroman Das Wasser, in dem wir schlafen erschien 2006. Sie lebt als freie Autorin und Fotografin in Berlin und an der Mosel. Ihr zweiter Roman Ein dunkler Moment erschien im Frühjahr 2011 im Luchterhand Literaturverlag. Im Dezember 2021 erschien ihr fotografisches Kunstbuch A Second Beating Heart im Verlag Shift Books. Im Januar 2025 erschien bei C.H.Beck ihr dritter Roman Portrait meiner Mutter mit Geistern.
Seit Dezember 2022 ist sie Mitglied im PEN Berlin.</p>



<p><strong>Werke</strong></p>



<p>• Portrait meiner Mutter mit Geistern. C.H.Beck, München 2025, ISBN 9783406829727
• A Second Beating Heart. Shift Books, Berlin 2021, ISBN 978-3-948174-13-2
• Ihre Geister sehen. Hörspiel. Ursendung: Deutschlandfunk Kultur 08.05.2021, Länge: 70'25.
• Stell Dir vor, es hört auf. Literatur Quickie: Band 27, Hamburg 2013, ISBN 3955201961
• Ein dunkler Moment. Luchterhand Verlag, München 2011, ISBN 978-3-630-87338-1
• Das Wasser, in dem wir schlafen. Luchterhand Verlag, München 2006, ISBN 3630872247</p>]]></content:encoded>
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	<itunes:summary><![CDATA[Der Roman beginnt 1989 in Bremerhaven. Hier ist das Mädchen Raisa mit ihrer Mutter Martha nach Jahren ziellosen Umherziehens endlich sesshaft geworden. Aus ihrer Perspektive wird der Roman erzählt.



Aber was kann sie schon erzählen, wenn die Mutter beharrlich schweigt, auch verschweigt wer ihr Vater ist? Wenn sie ihr eigenes Schicksal so beharrlich verschweigt wie das der anderen Frauen in der Familie ?



Bis sie eines Tages beginnt, Bruchstücke auf Zettel zu notieren, die sie in der Gartenmauer deponiert. Gedanken und Fragmente über sich und über die Geschichte von Großmutter und Urgroßmutter, Geschichten aus vier Generationen von Frauen. Durch die sich ein gemeinsames Muster zieht: Die Abwesenheit von Männern. Männer, die sie geliebt haben, die sie misshandelt haben, die verschollen sind, die fliehen mussten, die sie aus Scham verschwiegen haben.



Sie sind die Geister der Vergangenheit, die Geister von denen ihre Mutter nicht spricht, die Geister, nach denen die Tochter und Enkelin fragt. Es sind die Geister von Generationen, die geprägt sind von Verlusten und Traumata, von persönlichen aber auch von den Dramen der Geschichte der vergangenen hundert Jahre. Die individuellen Geschichten sind immer auch geprägt von der jeweiligen politisch-gesellschaftlichen Zeitgeschichte.



Dies sind die Spuren, die Fragmente, die Erinnerungen, die Raisa in diesem Buch allmählich zutage fördert. Das mit seinen häufigen und spontanen Wechseln von Handlungen, Schauplätzen und Zeiten so komplex konstruiert ist, dass es die ungeteilte Aufmerksamkeit der Leserinnen verlangt. Wie bei einem Puzzle werden Motive, Strukturen und Erkenntnisse erst sichtbar, wenn die vielen Fragmente am Ende ein Gesamtbild sichtbar machen.



In dieser Kostprobe stellt Leander Bauer das Buch vor und Autorin Rabea Edel liest zentrale Passagen.





Raisa lebt allein mit ihrer Mutter Martha und das schon immer. An ihren Vater hat sie keine Erinnerungen. Ihr Name ist das Einzige, was sie von ihm bekommen hat – besser so, sagt Martha. Doch Raisa beginnt, Fragen zu stellen. Als der Nachbarsjunge Mat verschwindet, beginnt Martha zu erzählen. Von der Großmutter Dina. Von Lügen, die schützen, und Lügen, die in Gefahr bringen. Von der Liebe ihres Lebens und ihrem größten Verlust.



Rabea Edel zeichnet in ihrem Buch die bewegende Lebensgeschichte ihrer Mutter und das Portrait einer Nachkriegsgeneration, die im Schatten der Gewalt und des Schweigens aufgewachsen ist. Sie erzählt von der Kraft der Liebe und von der Rückeroberung der eigenen Geschichte durch die Sprache. Ein Buch wie ein Kaleidoskop, das vor allem die Frauen in den Blick nimmt – und die weibliche Fähigkeit, sich immer wieder neu zu erfinden.



Pressestimmen



„Rabea Edel beweist erneut ihr großes Talent: Sie findet Bilder für das Unausgesprochene, ihre Sprache ist poetisch verdichtet, aber nie verkünstelt.“
NDR Kultur, Florian Schmidt



„Überwältigend und genial gestaltet."
Deutschlandfunk Kultur, Joachim Scholl



„Ein stimmiger, ganz fein und subtil gearbeiteter, warmer Text …, in dem Form und Inhalt kunstvoll Hand in Hand gehen.“
RBB radio 3, Corinne Orlowski



„Dieser Roman ist etwas für Fans von Generationen übergreifenden Familienporträts.“
rbb Orte &amp; Worte, Nadine Kreuzahler



„Rabea Edel ist in der Lage, sehr schwebend und präzise zu schreiben. Ein großartiges Buch.“
Die Presse, Erwin Uhrmann



„Fesselnder Roman, der auch durch seine anmutige Sprache besticht“
HÖRZU



„Großartige Generationensaga“
ELLE, Johanna von Ferstenberg



„Allein schon der Titel ist eine Vorbeugung von den beiden Künsten, der Literatur und der Fotografie. … Ein großer Roman.“
ARD, ZDF &amp; 3sat auf der Leipziger Buchmesse, Alexander Solloch



„Besonders intensiv“
ZDF Aspekte, Monika Unkelbach



„Rabea Edel erzählt die eigene Familiengeschichte als Jahrhundertroman über die Suche nach den Wurzeln und der Wahrheit.“
Brigitte, Angela Wittmann





Rabea Edel in Wikipedia:



Rabea Edel (* 31. Juli 1982 in Brem]]></itunes:summary>
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		<title>Kostprobe: Die abwesenden MännerEin Frauenroman von Rabea Edel: „Porträt meiner Mutter mit Geistern“</title>
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Aber was kann sie schon erzählen, wenn die Mutter beharrlich schweigt, auch verschweigt wer ihr Vater ist? Wenn sie ihr eigenes Schicksal so beharrlich verschweigt wie das der anderen Frauen in der Familie ?



Bis sie eines Tages beginnt, Bruchstücke auf Zettel zu notieren, die sie in der Gartenmauer deponiert. Gedanken und Fragmente über sich und über die Geschichte von Großmutter und Urgroßmutter, Geschichten aus vier Generationen von Frauen. Durch die sich ein gemeinsames Muster zieht: Die Abwesenheit von Männern. Männer, die sie geliebt haben, die sie misshandelt haben, die verschollen sind, die fliehen mussten, die sie aus Scham verschwiegen haben.



Sie sind die Geister der Vergangenheit, die Geister von denen ihre Mutter nicht spricht, die Geister, nach denen die Tochter und Enk]]></googleplay:description>
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<item>
	<title>Kostprobe: worte gehen eigene wegeVolker Gallé: „neben mir mein herz“. Gedichte</title>
	<link>https://podcastliteratur.de/podcast/kostprobe-worte-gehen-eigene-wegevolker-galle-neben-mir-mein-herz-gedichte/</link>
	<pubDate>Mon, 11 Aug 2025 23:00:00 +0000</pubDate>
	<dc:creator><![CDATA[Podcast Literatur]]></dc:creator>
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	<description><![CDATA[<p>Es ist der fünfte Gedichtband, den Volker Gallé aus Mauchenheim veröffentlicht hat. Darin finden sich achtzig Gedichte aus den letzten fünfzehn Jahren.
Er sagt „Die poetische Dimension der Wortwelt war mir immer ein lebendiger Zugang zur Wirklichkeit, der sich nicht in Schranken weisen lässt, sondern eigene Deutungswege sucht und im Schreibprozess auch findet.“</p>



<p>Über das persönliche Sprachgespür entstehen Textlandschaften, in denen man herumwandern kann und eigene Resonanzen findet. Beim Lesen entsteht ein Dialog, der ebenso unverwechselbar wird wie der Schreibvorgang und dennoch eingebettet ist in die Bild- und Begriffswelt der deutschen Sprache und Literatur, innerhalb der er sich durch Impuls und Resonanz entzündet.</p>



<p>Damit versteht sich seine Lyrik sowohl persönlich als auch dialogisch. Er sieht in den Texten Wortvernetzungen poetischer, philosophischer und politischer Natur. Innen wendet sich nach außen und außen nach innen. Die lyrischen Wanderungen beginnen, in dem sie in sich öffnende Situationen einfallen und dann sich selbst wegweisend in die Sprachlandschaften streunen.</p>



<p>In der Kostprobe von Kerstin Bachtler liest Volker Gallé einige seiner Gedichte und erklärt die Hintergründe und Motive ihrer Entstehung.</p>





<h4>Vita Volker Gallé</h4>



<p>Der Autor, Liedermacher und Kulturwissenschaftler Volker Gallé ist 70 Jahre alt und seit über 50 Jahren mit Kleinkunstprogrammen und Vorträgen unterwegs, die sich meist mit Geschichte und Kultur seiner linksrheinischen Heimat beschäftigen. Er lebt in Mauchenheim und war als Kulturkoordinator der Stadt Worms für die Entwicklung der Kulturprofile Nibelungen, Dom, Luther und SchUM-Städte zuständig. Lange Jahre war er Vorsitzender des Fördervereins der KZ-Gedenkstätte Osthofen.</p>



<p>Derzeit engagiert er sich für die Profilierung der Demokratiegeschichte des Landes Rheinland-Pfalz als Motor für eine aktive Bürger/innenbeteiligung, die Begegnung von Verschiedenen an dritten Orten ermöglicht, und für mehr kommunale Selbstverwaltung eintritt.
Kontakt: galle.volker@t-online.de</p>





<h4>Biographie</h4>



<p>Texte und Lieder von Volker Gallé</p>



<p>Neben mir mein herz. Lyrik 2025
Worms – Stadt der Geschichten 2021
Flügelschlag des Raben. Lyrik 2010
rhein-hessen-blues. Lyrik 2008
C’est la Vieh. Mundartlyrik 2001</p>



<p>In den 1990er Jahren sind auch CD’s und Kasetten erschienen
Herausgeber von Tagungsbänden der Stadt Worms, u.a.:
Germanische Mythologie und Rechtsextremismus (2015); Joseph Süß Oppenheimer (2010); Über den Gebrauch der Vernunft. Theologie, Philosophie und Kultur um 1000 (2020); Die Burgunder (2009); Zwischenwelten. Das Rheinland um 1800 (2012)
Aufsätze zur Regionalgeschichte, zuletzt: Adolf Bley -Pazifismus und Autonomie in der Pfalz, in: Besatzungszeit und Autonomiebewegungen im Gebiet von Rheinland-Pfalz 1918–1930, Ubstadt-Weiher 2025, Seite 246-253</p>]]></description>
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Er sagt „Die poetische Dimension der Wortwelt war mir immer ein lebendiger Zugang zur Wirklichkeit, de]]></itunes:subtitle>
	<content:encoded><![CDATA[<p>Es ist der fünfte Gedichtband, den Volker Gallé aus Mauchenheim veröffentlicht hat. Darin finden sich achtzig Gedichte aus den letzten fünfzehn Jahren.
Er sagt „Die poetische Dimension der Wortwelt war mir immer ein lebendiger Zugang zur Wirklichkeit, der sich nicht in Schranken weisen lässt, sondern eigene Deutungswege sucht und im Schreibprozess auch findet.“</p>



<p>Über das persönliche Sprachgespür entstehen Textlandschaften, in denen man herumwandern kann und eigene Resonanzen findet. Beim Lesen entsteht ein Dialog, der ebenso unverwechselbar wird wie der Schreibvorgang und dennoch eingebettet ist in die Bild- und Begriffswelt der deutschen Sprache und Literatur, innerhalb der er sich durch Impuls und Resonanz entzündet.</p>



<p>Damit versteht sich seine Lyrik sowohl persönlich als auch dialogisch. Er sieht in den Texten Wortvernetzungen poetischer, philosophischer und politischer Natur. Innen wendet sich nach außen und außen nach innen. Die lyrischen Wanderungen beginnen, in dem sie in sich öffnende Situationen einfallen und dann sich selbst wegweisend in die Sprachlandschaften streunen.</p>



<p>In der Kostprobe von Kerstin Bachtler liest Volker Gallé einige seiner Gedichte und erklärt die Hintergründe und Motive ihrer Entstehung.</p>





<h4>Vita Volker Gallé</h4>



<p>Der Autor, Liedermacher und Kulturwissenschaftler Volker Gallé ist 70 Jahre alt und seit über 50 Jahren mit Kleinkunstprogrammen und Vorträgen unterwegs, die sich meist mit Geschichte und Kultur seiner linksrheinischen Heimat beschäftigen. Er lebt in Mauchenheim und war als Kulturkoordinator der Stadt Worms für die Entwicklung der Kulturprofile Nibelungen, Dom, Luther und SchUM-Städte zuständig. Lange Jahre war er Vorsitzender des Fördervereins der KZ-Gedenkstätte Osthofen.</p>



<p>Derzeit engagiert er sich für die Profilierung der Demokratiegeschichte des Landes Rheinland-Pfalz als Motor für eine aktive Bürger/innenbeteiligung, die Begegnung von Verschiedenen an dritten Orten ermöglicht, und für mehr kommunale Selbstverwaltung eintritt.
Kontakt: galle.volker@t-online.de</p>





<h4>Biographie</h4>



<p>Texte und Lieder von Volker Gallé</p>



<p>Neben mir mein herz. Lyrik 2025
Worms – Stadt der Geschichten 2021
Flügelschlag des Raben. Lyrik 2010
rhein-hessen-blues. Lyrik 2008
C’est la Vieh. Mundartlyrik 2001</p>



<p>In den 1990er Jahren sind auch CD’s und Kasetten erschienen
Herausgeber von Tagungsbänden der Stadt Worms, u.a.:
Germanische Mythologie und Rechtsextremismus (2015); Joseph Süß Oppenheimer (2010); Über den Gebrauch der Vernunft. Theologie, Philosophie und Kultur um 1000 (2020); Die Burgunder (2009); Zwischenwelten. Das Rheinland um 1800 (2012)
Aufsätze zur Regionalgeschichte, zuletzt: Adolf Bley -Pazifismus und Autonomie in der Pfalz, in: Besatzungszeit und Autonomiebewegungen im Gebiet von Rheinland-Pfalz 1918–1930, Ubstadt-Weiher 2025, Seite 246-253</p>]]></content:encoded>
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Er sagt „Die poetische Dimension der Wortwelt war mir immer ein lebendiger Zugang zur Wirklichkeit, der sich nicht in Schranken weisen lässt, sondern eigene Deutungswege sucht und im Schreibprozess auch findet.“



Über das persönliche Sprachgespür entstehen Textlandschaften, in denen man herumwandern kann und eigene Resonanzen findet. Beim Lesen entsteht ein Dialog, der ebenso unverwechselbar wird wie der Schreibvorgang und dennoch eingebettet ist in die Bild- und Begriffswelt der deutschen Sprache und Literatur, innerhalb der er sich durch Impuls und Resonanz entzündet.



Damit versteht sich seine Lyrik sowohl persönlich als auch dialogisch. Er sieht in den Texten Wortvernetzungen poetischer, philosophischer und politischer Natur. Innen wendet sich nach außen und außen nach innen. Die lyrischen Wanderungen beginnen, in dem sie in sich öffnende Situationen einfallen und dann sich selbst wegweisend in die Sprachlandschaften streunen.



In der Kostprobe von Kerstin Bachtler liest Volker Gallé einige seiner Gedichte und erklärt die Hintergründe und Motive ihrer Entstehung.





Vita Volker Gallé



Der Autor, Liedermacher und Kulturwissenschaftler Volker Gallé ist 70 Jahre alt und seit über 50 Jahren mit Kleinkunstprogrammen und Vorträgen unterwegs, die sich meist mit Geschichte und Kultur seiner linksrheinischen Heimat beschäftigen. Er lebt in Mauchenheim und war als Kulturkoordinator der Stadt Worms für die Entwicklung der Kulturprofile Nibelungen, Dom, Luther und SchUM-Städte zuständig. Lange Jahre war er Vorsitzender des Fördervereins der KZ-Gedenkstätte Osthofen.



Derzeit engagiert er sich für die Profilierung der Demokratiegeschichte des Landes Rheinland-Pfalz als Motor für eine aktive Bürger/innenbeteiligung, die Begegnung von Verschiedenen an dritten Orten ermöglicht, und für mehr kommunale Selbstverwaltung eintritt.
Kontakt: galle.volker@t-online.de





Biographie



Texte und Lieder von Volker Gallé



Neben mir mein herz. Lyrik 2025
Worms – Stadt der Geschichten 2021
Flügelschlag des Raben. Lyrik 2010
rhein-hessen-blues. Lyrik 2008
C’est la Vieh. Mundartlyrik 2001



In den 1990er Jahren sind auch CD’s und Kasetten erschienen
Herausgeber von Tagungsbänden der Stadt Worms, u.a.:
Germanische Mythologie und Rechtsextremismus (2015); Joseph Süß Oppenheimer (2010); Über den Gebrauch der Vernunft. Theologie, Philosophie und Kultur um 1000 (2020); Die Burgunder (2009); Zwischenwelten. Das Rheinland um 1800 (2012)
Aufsätze zur Regionalgeschichte, zuletzt: Adolf Bley -Pazifismus und Autonomie in der Pfalz, in: Besatzungszeit und Autonomiebewegungen im Gebiet von Rheinland-Pfalz 1918–1930, Ubstadt-Weiher 2025, Seite 246-253]]></itunes:summary>
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Er sagt „Die poetische Dimension der Wortwelt war mir immer ein lebendiger Zugang zur Wirklichkeit, der sich nicht in Schranken weisen lässt, sondern eigene Deutungswege sucht und im Schreibprozess auch findet.“



Über das persönliche Sprachgespür entstehen Textlandschaften, in denen man herumwandern kann und eigene Resonanzen findet. Beim Lesen entsteht ein Dialog, der ebenso unverwechselbar wird wie der Schreibvorgang und dennoch eingebettet ist in die Bild- und Begriffswelt der deutschen Sprache und Literatur, innerhalb der er sich durch Impuls und Resonanz entzündet.



Damit versteht sich seine Lyrik sowohl persönlich als auch dialogisch. Er sieht in den Texten Wortvernetzungen poetischer, philosophischer und politischer Natur. Innen wendet sich nach außen und außen nach innen. Die lyrischen Wanderungen beginnen, in dem sie in si]]></googleplay:description>
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<item>
	<title>Kostprobe: Ein Roadmovie im DorfFrank P. Meyer und sein neuer Roman „Zweieinhalb Kilometer“</title>
	<link>https://podcastliteratur.de/podcast/kostprobe-ein-roadmovie-im-dorffrank-p-meyer-und-sein-neuer-roman-zweieinhalb-kilometer/</link>
	<pubDate>Fri, 13 Jun 2025 23:00:00 +0000</pubDate>
	<dc:creator><![CDATA[Podcast Literatur]]></dc:creator>
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	<description><![CDATA[<p>Zwei Freunde, Bernd und Wolfgang, Anfang 60, entdecken in einem alten Schuppen in ihrem Dorf einen heruntergekommenen VW-Bus, der genau so alt ist wie sie selbst. Mit ihm wollen sie nach Marokko fahren, und endlich die Abenteuer, von denen sie schon lange geträumt haben, auch wirklich erleben.
Doch erst mal müssen sie den Bulli, der mindestens so angegraut ist wie sie selbst, wieder flott machen. Bei dieser Arbeit entdecken sie in dem Auto Spuren für ein Geheimnis, das sie noch vor ihrem Aufbruch lüften wollen. Ist das nicht der legendenumwobene „Terroristenbus“? Ein Fahrzeug, das oft die Besitzer wechselte, um das sich viele Gerüchte und Geschichten ranken?</p>



<p>Geschichten und Gerüchte eines Dorfes und seiner Bewohner, die Frank Meyer im Stil eines Roadmovies erzählt, im Stil jener Romane wie „Hammelzauber“, „Normal passiert da nichts“ und „Vom Ende der Bundeskegelbahn“, in denen er zuvor vom Leben, Lieben, Träumen, Trinken und Palavern an den Grillschwenkern in dem zweieinhalb Kilometer langen Dorf im Hochwald zwischen Saarbrücken und Trier erzählt hat.
Geschichten die mindestens so spannend sind, wie die möglichen Abenteuer in Marokko, wohin Bernd und Wolfgang gar nicht kommen, weil der Bulli nach den zweieinhalb Kilometern durchs Dorf seinen Geist aufgegeben hat.</p>



<p>Kerstin Bachtler hat mit Frank Meyer eine Kostprobe angerichtet, die seinen neuen Roman „Zweieinhalb Kilometer“ vorstellt.</p>





<h4>Frank P. Meyer</h4>



<p>Frank P. Meyer, Jahrgang 1962, studierte Anglistik, Germanistik und Niederländische Philologie in Trier und Oxford, danach war er wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Uni Hildesheim (Promotion im Fach Anglistik). Heute ist er Leiter der Studienberatung an der Uni Trier.
2012 wurde Meyer zum Trierer Stadtschreiber gewählt, 2014 erhielt er den Saar-Hunsrück-Literaturpreis und 2023 für seinen Roman „Vom Ende der Bundeskegelbahn“ den renommierten „Grimmelshausen-Literaturpreis“.
Bisher sind fünf Romane von ihm erschienen. Außerdem hat er drei Kolumnen-Sammlungen sowie zwei Erzählbände veröffentlicht.</p>



<h5>Romane:</h5>



<p>Normal passiert da nichts (2012)
Hammelzauber (2016)
Club der Romantiker (2018)
Vom Ende der Bundeskegelbahn (2022)
Zweieinhalb Kilometer (2025)</p>



<h5>Erzählungen, Novellen, Kolumnen:</h5>



<p>Raum 101 (2005)
Es war mir ehrlich gesagt völlig egal (2008)
Zwangs-Geranisierung (2014)
Lost in Trier (2020)
Okay, Boomer (2023)</p>]]></description>
	<itunes:subtitle><![CDATA[Zwei Freunde, Bernd und Wolfgang, Anfang 60, entdecken in einem alten Schuppen in ihrem Dorf einen heruntergekommenen VW-Bus, der genau so alt ist wie sie selbst. Mit ihm wollen sie nach Marokko fahren, und endlich die Abenteuer, von denen sie schon lang]]></itunes:subtitle>
	<content:encoded><![CDATA[<p>Zwei Freunde, Bernd und Wolfgang, Anfang 60, entdecken in einem alten Schuppen in ihrem Dorf einen heruntergekommenen VW-Bus, der genau so alt ist wie sie selbst. Mit ihm wollen sie nach Marokko fahren, und endlich die Abenteuer, von denen sie schon lange geträumt haben, auch wirklich erleben.
Doch erst mal müssen sie den Bulli, der mindestens so angegraut ist wie sie selbst, wieder flott machen. Bei dieser Arbeit entdecken sie in dem Auto Spuren für ein Geheimnis, das sie noch vor ihrem Aufbruch lüften wollen. Ist das nicht der legendenumwobene „Terroristenbus“? Ein Fahrzeug, das oft die Besitzer wechselte, um das sich viele Gerüchte und Geschichten ranken?</p>



<p>Geschichten und Gerüchte eines Dorfes und seiner Bewohner, die Frank Meyer im Stil eines Roadmovies erzählt, im Stil jener Romane wie „Hammelzauber“, „Normal passiert da nichts“ und „Vom Ende der Bundeskegelbahn“, in denen er zuvor vom Leben, Lieben, Träumen, Trinken und Palavern an den Grillschwenkern in dem zweieinhalb Kilometer langen Dorf im Hochwald zwischen Saarbrücken und Trier erzählt hat.
Geschichten die mindestens so spannend sind, wie die möglichen Abenteuer in Marokko, wohin Bernd und Wolfgang gar nicht kommen, weil der Bulli nach den zweieinhalb Kilometern durchs Dorf seinen Geist aufgegeben hat.</p>



<p>Kerstin Bachtler hat mit Frank Meyer eine Kostprobe angerichtet, die seinen neuen Roman „Zweieinhalb Kilometer“ vorstellt.</p>





<h4>Frank P. Meyer</h4>



<p>Frank P. Meyer, Jahrgang 1962, studierte Anglistik, Germanistik und Niederländische Philologie in Trier und Oxford, danach war er wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Uni Hildesheim (Promotion im Fach Anglistik). Heute ist er Leiter der Studienberatung an der Uni Trier.
2012 wurde Meyer zum Trierer Stadtschreiber gewählt, 2014 erhielt er den Saar-Hunsrück-Literaturpreis und 2023 für seinen Roman „Vom Ende der Bundeskegelbahn“ den renommierten „Grimmelshausen-Literaturpreis“.
Bisher sind fünf Romane von ihm erschienen. Außerdem hat er drei Kolumnen-Sammlungen sowie zwei Erzählbände veröffentlicht.</p>



<h5>Romane:</h5>



<p>Normal passiert da nichts (2012)
Hammelzauber (2016)
Club der Romantiker (2018)
Vom Ende der Bundeskegelbahn (2022)
Zweieinhalb Kilometer (2025)</p>



<h5>Erzählungen, Novellen, Kolumnen:</h5>



<p>Raum 101 (2005)
Es war mir ehrlich gesagt völlig egal (2008)
Zwangs-Geranisierung (2014)
Lost in Trier (2020)
Okay, Boomer (2023)</p>]]></content:encoded>
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	<itunes:summary><![CDATA[Zwei Freunde, Bernd und Wolfgang, Anfang 60, entdecken in einem alten Schuppen in ihrem Dorf einen heruntergekommenen VW-Bus, der genau so alt ist wie sie selbst. Mit ihm wollen sie nach Marokko fahren, und endlich die Abenteuer, von denen sie schon lange geträumt haben, auch wirklich erleben.
Doch erst mal müssen sie den Bulli, der mindestens so angegraut ist wie sie selbst, wieder flott machen. Bei dieser Arbeit entdecken sie in dem Auto Spuren für ein Geheimnis, das sie noch vor ihrem Aufbruch lüften wollen. Ist das nicht der legendenumwobene „Terroristenbus“? Ein Fahrzeug, das oft die Besitzer wechselte, um das sich viele Gerüchte und Geschichten ranken?



Geschichten und Gerüchte eines Dorfes und seiner Bewohner, die Frank Meyer im Stil eines Roadmovies erzählt, im Stil jener Romane wie „Hammelzauber“, „Normal passiert da nichts“ und „Vom Ende der Bundeskegelbahn“, in denen er zuvor vom Leben, Lieben, Träumen, Trinken und Palavern an den Grillschwenkern in dem zweieinhalb Kilometer langen Dorf im Hochwald zwischen Saarbrücken und Trier erzählt hat.
Geschichten die mindestens so spannend sind, wie die möglichen Abenteuer in Marokko, wohin Bernd und Wolfgang gar nicht kommen, weil der Bulli nach den zweieinhalb Kilometern durchs Dorf seinen Geist aufgegeben hat.



Kerstin Bachtler hat mit Frank Meyer eine Kostprobe angerichtet, die seinen neuen Roman „Zweieinhalb Kilometer“ vorstellt.





Frank P. Meyer



Frank P. Meyer, Jahrgang 1962, studierte Anglistik, Germanistik und Niederländische Philologie in Trier und Oxford, danach war er wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Uni Hildesheim (Promotion im Fach Anglistik). Heute ist er Leiter der Studienberatung an der Uni Trier.
2012 wurde Meyer zum Trierer Stadtschreiber gewählt, 2014 erhielt er den Saar-Hunsrück-Literaturpreis und 2023 für seinen Roman „Vom Ende der Bundeskegelbahn“ den renommierten „Grimmelshausen-Literaturpreis“.
Bisher sind fünf Romane von ihm erschienen. Außerdem hat er drei Kolumnen-Sammlungen sowie zwei Erzählbände veröffentlicht.



Romane:



Normal passiert da nichts (2012)
Hammelzauber (2016)
Club der Romantiker (2018)
Vom Ende der Bundeskegelbahn (2022)
Zweieinhalb Kilometer (2025)



Erzählungen, Novellen, Kolumnen:



Raum 101 (2005)
Es war mir ehrlich gesagt völlig egal (2008)
Zwangs-Geranisierung (2014)
Lost in Trier (2020)
Okay, Boomer (2023)]]></itunes:summary>
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		<title>Kostprobe: Ein Roadmovie im DorfFrank P. Meyer und sein neuer Roman „Zweieinhalb Kilometer“</title>
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	<itunes:author><![CDATA[Podcast Literatur]]></itunes:author>	<googleplay:description><![CDATA[Zwei Freunde, Bernd und Wolfgang, Anfang 60, entdecken in einem alten Schuppen in ihrem Dorf einen heruntergekommenen VW-Bus, der genau so alt ist wie sie selbst. Mit ihm wollen sie nach Marokko fahren, und endlich die Abenteuer, von denen sie schon lange geträumt haben, auch wirklich erleben.
Doch erst mal müssen sie den Bulli, der mindestens so angegraut ist wie sie selbst, wieder flott machen. Bei dieser Arbeit entdecken sie in dem Auto Spuren für ein Geheimnis, das sie noch vor ihrem Aufbruch lüften wollen. Ist das nicht der legendenumwobene „Terroristenbus“? Ein Fahrzeug, das oft die Besitzer wechselte, um das sich viele Gerüchte und Geschichten ranken?



Geschichten und Gerüchte eines Dorfes und seiner Bewohner, die Frank Meyer im Stil eines Roadmovies erzählt, im Stil jener Romane wie „Hammelzauber“, „Normal passiert da nichts“ und „Vom Ende der Bundeskegelbahn“, in denen er zuvor vom Leben, Lieben, Träumen, Trinken und Palavern an den Grillschwenkern in dem zweieinhalb Kilome]]></googleplay:description>
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	<title>Kostprobe: Inspiration und TranspirationHanns-Josef Ortheil. „Nach allen Regeln der KunstSchreiben lernen und lehren“</title>
	<link>https://podcastliteratur.de/podcast/kostprobe/</link>
	<pubDate>Fri, 25 Apr 2025 23:00:00 +0000</pubDate>
	<dc:creator><![CDATA[Podcast Literatur]]></dc:creator>
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	<description><![CDATA[<p>Seit Jahrhunderten werden Musik und Malerei an Akademien gelehrt. Aber nicht das Schreiben von Literatur. Das scheint als göttliche Gnade vom Himmel auf die Autoren niederzufahren – Schriftsteller als Genies von Gottes Gnaden!</p>



<p>Das gilt erst recht für das Studium an Universitäten. Zwar gab und gibt es vereinzelte Initiativen von Autoren, Vereinen und Institutionen Kenntnisse literarischen Schreibens in Workshops zu vermitteln. Aber eine systematische Schriftstellerausbildung an Universitäten – Fehlanzeige, zumindest in der BRD. Die DDR hatte seit 1955 das „Johannes R. Becher Institut“, aus dem das heutige „Leipziger Literaturinstitut“ hervorgegangen ist.</p>



<p>Erst 1999 wurde an der Universität Hildesheim der Studiengang „Kreatives Schreiben und Kulturjournalismus“ von dem Schriftsteller und Literaturwissenschaftler Hanns-Josef Ortheil initiiert. In seinem neuen Buch „Nach allen Regeln der Kunst“ beschreibt er die Möglichkeiten und Methoden literarisches Schreiben zu lernen und zu lehren anhand seiner Erfahrungen als Autor und als Professor des Hildesheimer Studiengangs.</p>



<p>Leonie Berger stellt es Ihnen vor.</p>





<h4>Werbung des Verlags:</h4>



<p>„Hanns-Josef Ortheil, Schriftsteller und Professor für Literarisches Schreiben an der Universität Hildesheim, entwirft in Nach allen Regeln der Kunst ein schillerndes, anregendes Panorama seiner über dreißigjährigen, unkonventionellen und erfrischend gegenwartsbezogenen Lehre.
Vom berüchtigten weißen Blatt ausgehend, lädt er anhand von inspirierenden Schreibaufgaben zu einer weiten Reise durch die Ländereien des Erzählens ein – von der Skizze und ersten Entwürfen bis hin zur Erzählung oder der Arbeit am Roman. Anhand von Seitenblicken auf andere Texte und Bücher entsteht nebenbei auch eine breit angelegte Recherche nach den unterschiedlichen Facetten literarischer Formen und Kreativität.
Auf verblüffende Weise bezieht Ortheils Lehre nicht vermutete Vorgaben anderer Künste wie Musik, Malerei, Fotografie oder Film in das literarische Entwerfen und Planen mit ein. Nicht zuletzt ist sein Buch eine faszinierende Erzählung über den Umgang mit jungen oder älteren Schreibtalenten, die sich bedingungslos für das eigene Schreiben entschieden haben – und bietet dadurch viele Anregungen für alle, die diesen kreativen Schaffensprozess selbst erleben möchten.“</p>



<h4>Pressestimmen</h4>



<p>»Eine willkommene Einführung in Techniken und Tricks literarischen und kulturjournalistischen Schreibens, eine zeitgemäße Vorschule der Ästhetik, ein kunstvolles Buch über die Kunst zu schreiben.«
<strong>Michael Braun, Kölner Stadt-Anzeiger</strong></p>



<p>»[Der] dichteste Schreibratgeber, der im deutschen Sprachraum seit Rilkes ›Briefe an einen jungen Dichter‹ verfasst wurden. … Ein Talentschuppen nicht nur für Poeten, sondern auch Kulturjournalisten und Lektoren.«
<strong>Marc Reichwein, WELT AM SONNTAG</strong></p>



<p>»Seine so facetten- wie wendungsreiche Neuerscheinung ist für Literaturfreunde sehr inspirierend zu lesen. Andererseits wirkt sie durch ihre wissenschaftliche Systematik wie eine Art Grundsteinlegung für die Lehre des Literarischen Schreibens in Deutschland.«
<strong>Heribert Vogt, Rhein-Neckar-Zeitung</strong></p>



<p>»Für alle, die schreiben wollen, oder es erlernen möchten, enthält der Band eine Fülle von Anregungen und Anleitungen, wie gutes Schreiben gelingen kann. … Der Band [gibt] profunde Einblicke in das Leben und Arbeiten eines eng mit Lehre und Schriftstellerei verbundenen Autors und Professors für Kreatives Schreiben und Kulturjournalismus …«
<strong>Bücherrundschau</strong></p>





<h4>Biographie</h4>



<p>Hanns-Josef Ortheil wurde 1951 in Köln als einziges Kind einer Bibliothekarin und eines Vermessungsingenieurs geboren. Vor seiner Geburt hatten die Eltern vier Söhne im Krieg und in der Nachkriegszeit verloren. Im Alter von drei Jahren folgte Ortheil seiner wegen dieser traumatischen Ereignisse verstummten Mutter und sprach ebenfalls nicht mehr. Erst von seinem achten Lebensjahr an wurden diese schweren Störungen durch einen täglichen, unkonventionellen Schreibunterricht der Eltern allmählich behoben (davon erzählt Ortheil ausführlich in Der Stift und das Papier).</p>



<p>Kurze Zeit später wurde seine besondere Begabung für das Erzählen bereits deutlich, und er veröffentlichte erste Erzählungen in Tageszeitungen. Das Schreiben wurde mit der Zeit immer mehr zu einem existentiellen Medium des Überlebens. Neben der Literatur hatte die Musik für den anfangs Sprachlosen die größte Bedeutung. Er erhielt früh Klavierunterricht und setzte seine pianistische Ausbildung später als Schüler von Daniela Ballek und Claudio Arrau fort.
In Köln, Wuppertal und im Westerwald aufgewachsen, machte er 1970 in Mainz Abitur, danach ging er für längere Zeit nach Rom. Dort finanzierte er sein pianistisches Studium am römischen Conservatorio als Organist an einer deutschen Kirche.</p>



<p>Nach einem krankheitsbedingten Abbruch seiner pianistischen Laufbahn arbeitete er als Film- und Musikkritiker und begann später ein Studium der Musikwissenschaften, Philosophie, Germanistik und Vergleichenden Literaturwissenschaft in Mainz, Rom, Göttingen und Paris, das er 1976 in Mainz mit der Promotion abschloss.</p>



<p>Von 1976 bis 1988 war er Assistent am Deutschen Institut der Universität Mainz, 1990 übernahm er eine Dozentur für Kreatives Schreiben und Kulturjournalismus an der Universität Hildesheim. 1988 war er Writer in residence an der Washington-University in St. Louis/Missouri und 1991 und 1993 Villa Massimo-Stipendiat in Rom. Später übernahm er Poetikdozenturen an den Universitäten von Paderborn, Bielefeld, Heidelberg, Zürich und Bamberg.</p>



<p>2003 erhielt er an der Universität Hildesheim die erste Professur für Kreatives Schreiben und Kulturjournalismus in Deutschland.
Hanns-Josef Ortheil ist Honorarprofessor der Universität Heidelberg und Mitglied der Bayerischen Akademie der Schönen Künste. 2009 wurde er erster Direktor des neu gegründeten Instituts für Literarisches Schreiben und Literaturwissenschaft der Universität Hildesheim.</p>]]></description>
	<itunes:subtitle><![CDATA[Seit Jahrhunderten werden Musik und Malerei an Akademien gelehrt. Aber nicht das Schreiben von Literatur. Das scheint als göttliche Gnade vom Himmel auf die Autoren niederzufahren – Schriftsteller als Genies von Gottes Gnaden!



Das gilt erst recht für ]]></itunes:subtitle>
	<content:encoded><![CDATA[<p>Seit Jahrhunderten werden Musik und Malerei an Akademien gelehrt. Aber nicht das Schreiben von Literatur. Das scheint als göttliche Gnade vom Himmel auf die Autoren niederzufahren – Schriftsteller als Genies von Gottes Gnaden!</p>



<p>Das gilt erst recht für das Studium an Universitäten. Zwar gab und gibt es vereinzelte Initiativen von Autoren, Vereinen und Institutionen Kenntnisse literarischen Schreibens in Workshops zu vermitteln. Aber eine systematische Schriftstellerausbildung an Universitäten – Fehlanzeige, zumindest in der BRD. Die DDR hatte seit 1955 das „Johannes R. Becher Institut“, aus dem das heutige „Leipziger Literaturinstitut“ hervorgegangen ist.</p>



<p>Erst 1999 wurde an der Universität Hildesheim der Studiengang „Kreatives Schreiben und Kulturjournalismus“ von dem Schriftsteller und Literaturwissenschaftler Hanns-Josef Ortheil initiiert. In seinem neuen Buch „Nach allen Regeln der Kunst“ beschreibt er die Möglichkeiten und Methoden literarisches Schreiben zu lernen und zu lehren anhand seiner Erfahrungen als Autor und als Professor des Hildesheimer Studiengangs.</p>



<p>Leonie Berger stellt es Ihnen vor.</p>





<h4>Werbung des Verlags:</h4>



<p>„Hanns-Josef Ortheil, Schriftsteller und Professor für Literarisches Schreiben an der Universität Hildesheim, entwirft in Nach allen Regeln der Kunst ein schillerndes, anregendes Panorama seiner über dreißigjährigen, unkonventionellen und erfrischend gegenwartsbezogenen Lehre.
Vom berüchtigten weißen Blatt ausgehend, lädt er anhand von inspirierenden Schreibaufgaben zu einer weiten Reise durch die Ländereien des Erzählens ein – von der Skizze und ersten Entwürfen bis hin zur Erzählung oder der Arbeit am Roman. Anhand von Seitenblicken auf andere Texte und Bücher entsteht nebenbei auch eine breit angelegte Recherche nach den unterschiedlichen Facetten literarischer Formen und Kreativität.
Auf verblüffende Weise bezieht Ortheils Lehre nicht vermutete Vorgaben anderer Künste wie Musik, Malerei, Fotografie oder Film in das literarische Entwerfen und Planen mit ein. Nicht zuletzt ist sein Buch eine faszinierende Erzählung über den Umgang mit jungen oder älteren Schreibtalenten, die sich bedingungslos für das eigene Schreiben entschieden haben – und bietet dadurch viele Anregungen für alle, die diesen kreativen Schaffensprozess selbst erleben möchten.“</p>



<h4>Pressestimmen</h4>



<p>»Eine willkommene Einführung in Techniken und Tricks literarischen und kulturjournalistischen Schreibens, eine zeitgemäße Vorschule der Ästhetik, ein kunstvolles Buch über die Kunst zu schreiben.«
<strong>Michael Braun, Kölner Stadt-Anzeiger</strong></p>



<p>»[Der] dichteste Schreibratgeber, der im deutschen Sprachraum seit Rilkes ›Briefe an einen jungen Dichter‹ verfasst wurden. … Ein Talentschuppen nicht nur für Poeten, sondern auch Kulturjournalisten und Lektoren.«
<strong>Marc Reichwein, WELT AM SONNTAG</strong></p>



<p>»Seine so facetten- wie wendungsreiche Neuerscheinung ist für Literaturfreunde sehr inspirierend zu lesen. Andererseits wirkt sie durch ihre wissenschaftliche Systematik wie eine Art Grundsteinlegung für die Lehre des Literarischen Schreibens in Deutschland.«
<strong>Heribert Vogt, Rhein-Neckar-Zeitung</strong></p>



<p>»Für alle, die schreiben wollen, oder es erlernen möchten, enthält der Band eine Fülle von Anregungen und Anleitungen, wie gutes Schreiben gelingen kann. … Der Band [gibt] profunde Einblicke in das Leben und Arbeiten eines eng mit Lehre und Schriftstellerei verbundenen Autors und Professors für Kreatives Schreiben und Kulturjournalismus …«
<strong>Bücherrundschau</strong></p>





<h4>Biographie</h4>



<p>Hanns-Josef Ortheil wurde 1951 in Köln als einziges Kind einer Bibliothekarin und eines Vermessungsingenieurs geboren. Vor seiner Geburt hatten die Eltern vier Söhne im Krieg und in der Nachkriegszeit verloren. Im Alter von drei Jahren folgte Ortheil seiner wegen dieser traumatischen Ereignisse verstummten Mutter und sprach ebenfalls nicht mehr. Erst von seinem achten Lebensjahr an wurden diese schweren Störungen durch einen täglichen, unkonventionellen Schreibunterricht der Eltern allmählich behoben (davon erzählt Ortheil ausführlich in Der Stift und das Papier).</p>



<p>Kurze Zeit später wurde seine besondere Begabung für das Erzählen bereits deutlich, und er veröffentlichte erste Erzählungen in Tageszeitungen. Das Schreiben wurde mit der Zeit immer mehr zu einem existentiellen Medium des Überlebens. Neben der Literatur hatte die Musik für den anfangs Sprachlosen die größte Bedeutung. Er erhielt früh Klavierunterricht und setzte seine pianistische Ausbildung später als Schüler von Daniela Ballek und Claudio Arrau fort.
In Köln, Wuppertal und im Westerwald aufgewachsen, machte er 1970 in Mainz Abitur, danach ging er für längere Zeit nach Rom. Dort finanzierte er sein pianistisches Studium am römischen Conservatorio als Organist an einer deutschen Kirche.</p>



<p>Nach einem krankheitsbedingten Abbruch seiner pianistischen Laufbahn arbeitete er als Film- und Musikkritiker und begann später ein Studium der Musikwissenschaften, Philosophie, Germanistik und Vergleichenden Literaturwissenschaft in Mainz, Rom, Göttingen und Paris, das er 1976 in Mainz mit der Promotion abschloss.</p>



<p>Von 1976 bis 1988 war er Assistent am Deutschen Institut der Universität Mainz, 1990 übernahm er eine Dozentur für Kreatives Schreiben und Kulturjournalismus an der Universität Hildesheim. 1988 war er Writer in residence an der Washington-University in St. Louis/Missouri und 1991 und 1993 Villa Massimo-Stipendiat in Rom. Später übernahm er Poetikdozenturen an den Universitäten von Paderborn, Bielefeld, Heidelberg, Zürich und Bamberg.</p>



<p>2003 erhielt er an der Universität Hildesheim die erste Professur für Kreatives Schreiben und Kulturjournalismus in Deutschland.
Hanns-Josef Ortheil ist Honorarprofessor der Universität Heidelberg und Mitglied der Bayerischen Akademie der Schönen Künste. 2009 wurde er erster Direktor des neu gegründeten Instituts für Literarisches Schreiben und Literaturwissenschaft der Universität Hildesheim.</p>]]></content:encoded>
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Das gilt erst recht für das Studium an Universitäten. Zwar gab und gibt es vereinzelte Initiativen von Autoren, Vereinen und Institutionen Kenntnisse literarischen Schreibens in Workshops zu vermitteln. Aber eine systematische Schriftstellerausbildung an Universitäten – Fehlanzeige, zumindest in der BRD. Die DDR hatte seit 1955 das „Johannes R. Becher Institut“, aus dem das heutige „Leipziger Literaturinstitut“ hervorgegangen ist.



Erst 1999 wurde an der Universität Hildesheim der Studiengang „Kreatives Schreiben und Kulturjournalismus“ von dem Schriftsteller und Literaturwissenschaftler Hanns-Josef Ortheil initiiert. In seinem neuen Buch „Nach allen Regeln der Kunst“ beschreibt er die Möglichkeiten und Methoden literarisches Schreiben zu lernen und zu lehren anhand seiner Erfahrungen als Autor und als Professor des Hildesheimer Studiengangs.



Leonie Berger stellt es Ihnen vor.





Werbung des Verlags:



„Hanns-Josef Ortheil, Schriftsteller und Professor für Literarisches Schreiben an der Universität Hildesheim, entwirft in Nach allen Regeln der Kunst ein schillerndes, anregendes Panorama seiner über dreißigjährigen, unkonventionellen und erfrischend gegenwartsbezogenen Lehre.
Vom berüchtigten weißen Blatt ausgehend, lädt er anhand von inspirierenden Schreibaufgaben zu einer weiten Reise durch die Ländereien des Erzählens ein – von der Skizze und ersten Entwürfen bis hin zur Erzählung oder der Arbeit am Roman. Anhand von Seitenblicken auf andere Texte und Bücher entsteht nebenbei auch eine breit angelegte Recherche nach den unterschiedlichen Facetten literarischer Formen und Kreativität.
Auf verblüffende Weise bezieht Ortheils Lehre nicht vermutete Vorgaben anderer Künste wie Musik, Malerei, Fotografie oder Film in das literarische Entwerfen und Planen mit ein. Nicht zuletzt ist sein Buch eine faszinierende Erzählung über den Umgang mit jungen oder älteren Schreibtalenten, die sich bedingungslos für das eigene Schreiben entschieden haben – und bietet dadurch viele Anregungen für alle, die diesen kreativen Schaffensprozess selbst erleben möchten.“



Pressestimmen



»Eine willkommene Einführung in Techniken und Tricks literarischen und kulturjournalistischen Schreibens, eine zeitgemäße Vorschule der Ästhetik, ein kunstvolles Buch über die Kunst zu schreiben.«
Michael Braun, Kölner Stadt-Anzeiger



»[Der] dichteste Schreibratgeber, der im deutschen Sprachraum seit Rilkes ›Briefe an einen jungen Dichter‹ verfasst wurden. … Ein Talentschuppen nicht nur für Poeten, sondern auch Kulturjournalisten und Lektoren.«
Marc Reichwein, WELT AM SONNTAG



»Seine so facetten- wie wendungsreiche Neuerscheinung ist für Literaturfreunde sehr inspirierend zu lesen. Andererseits wirkt sie durch ihre wissenschaftliche Systematik wie eine Art Grundsteinlegung für die Lehre des Literarischen Schreibens in Deutschland.«
Heribert Vogt, Rhein-Neckar-Zeitung



»Für alle, die schreiben wollen, oder es erlernen möchten, enthält der Band eine Fülle von Anregungen und Anleitungen, wie gutes Schreiben gelingen kann. … Der Band [gibt] profunde Einblicke in das Leben und Arbeiten eines eng mit Lehre und Schriftstellerei verbundenen Autors und Professors für Kreatives Schreiben und Kulturjournalismus …«
Bücherrundschau





Biographie



Hanns-Josef Ortheil wurde 1951 in Köln als einziges Kind einer Bibliothekarin und eines Vermessungsingenieurs geboren. Vor seiner Geburt hatten die Eltern vier Söhne im Krieg und in der Nachkriegszeit verloren. Im Alter von drei Jahren folgte Ortheil seiner wegen dieser traumatischen Ereignisse verstummten Mutter und sprach ebenfalls nicht mehr. Erst von seinem achten Lebensjahr an wurden diese schweren Störungen durch einen täglichen, unkonventionellen Schreibunterricht der Eltern allmählich ]]></itunes:summary>
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Das gilt erst recht für das Studium an Universitäten. Zwar gab und gibt es vereinzelte Initiativen von Autoren, Vereinen und Institutionen Kenntnisse literarischen Schreibens in Workshops zu vermitteln. Aber eine systematische Schriftstellerausbildung an Universitäten – Fehlanzeige, zumindest in der BRD. Die DDR hatte seit 1955 das „Johannes R. Becher Institut“, aus dem das heutige „Leipziger Literaturinstitut“ hervorgegangen ist.



Erst 1999 wurde an der Universität Hildesheim der Studiengang „Kreatives Schreiben und Kulturjournalismus“ von dem Schriftsteller und Literaturwissenschaftler Hanns-Josef Ortheil initiiert. In seinem neuen Buch „Nach allen Regeln der Kunst“ beschreibt er die Möglichkeiten und Methoden literarisches Schreiben zu lernen und zu lehr]]></googleplay:description>
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</item>

<item>
	<title>Kostprobe: Ein Querkopf über einen KopflosenGeorg K. Glaser: „Die Geschichte des Weh“</title>
	<link>https://podcastliteratur.de/podcast/kostprobe-ein-querkopf-ueber-einen-kopflosengeorg-k-glaser-die-geschichte-des-weh/</link>
	<pubDate>Tue, 01 Apr 2025 23:00:00 +0000</pubDate>
	<dc:creator><![CDATA[Podcast Literatur]]></dc:creator>
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	<description><![CDATA[<p>Georg K. Glaser (geb. 1910 bei Worms, gest. 1995 in Paris) ist einer der wichtigsten Schriftsteller des Landes und vermutlich einer der am wenigsten gelesenen. Was verschiedene Gründe hat: Einerseits eine ausgesprochen brüchige, unglückliche Publikationsgeschichte seiner Werke, vielleicht auch seine eigene Querköpfigkeit und unberechenbare Sperrigkeit. Und dann seine Einstufung als linker Schriftsteller, die noch in den 80er Jahren ein Haupthindernis seiner breiten öffentlichen Wahrnehmung war. (Nach der Neuauflage seines Hauptwerkes „Geheimnis und Gewalt“ im Verlag „Stroemfeld/Roter Stern“ votierte ich 4 Sitzungsperioden lang in der Jury zum Pfalzpreis für Literatur energisch für eine Preisvergabe an ihn. Vergeblich. „Zu links“, und dazu noch in einem Verlag, der „Roter Stern“ heißt. Das geht doch nicht. Als dann im Lauf der Jahre seine literarische Bedeutung nicht mehr zu übersehen war und in allen großen Feuilletons gelobt wurde, erhielt Glaser 1994 den Pfalzpreis für Literatur. Bei der Verleihung hielt Wolfgang Diehl die Preisrede, nicht ohne sich dabei mit der Behauptung zu brüsten, dass er Glaser entdeckt und für den Preis vorgeschlagen habe).</p>



<p>Sein Hauptwerk „Geheimnis und Gewalt“ ist der, heute würde man sagen „autofiktionale“ Roman über das Erwachsenwerden eines vom Vater misshandelten Jugendlichen, der zum Outcast wird, sich kommunistischen und anarchistischen Bewegungen zuwendet, sich als Erwachsener bald wieder vom rigiden Dogmatismus des damaligen Kommunismus abwendet, aber als undogmatischer Linker für Arbeiterbewegung und gegen Faschismus kämpft und sein Leben riskiert, nach Frankreich emigriert und aus Lagern der Nazis fliehen kann.</p>



<p>„Die Geschichte des Weh“, die in diesem Podcast vorgestellt wird, ist eine umfangreiche Erzählung, die ebenfalls ganz stark autobiografisch grundiert ist. Ihr Thema sind die aufsehenerregenden Geschehnisse um einen deutschen Serienmörder in Frankreich 1939, den Glaser persönlich gekannt hat, von dem er fasziniert war und an dessen Prozess, der mit seiner Verurteilung auf der Guillotine endete, er als Zeuge teilnahm.</p>



<p>Theo Schneider unterhält sich in Podcastliteratur.de mit dem Herausgeber der Neuausgabe Ralph Schock, der Georg K. Glaser gut kannte und ausführliche Kostproben aus dem Buch vorstellt.</p>





<h4>Biografie Georg. K. Glaser (aus: Kulturverein Gunterblum)</h4>



<p>Georg K. Glaser wurde am 30.5.1910 als Sohn des Postbeamten Georg Glaser und dessen Ehefrau Katharina, geb. Stallmann, in Guntersblum, in der Viertelstraße geboren. Die Familie hatte acht Kinder und lebte in ärmlichen Verhältnissen. Georg Glaser verbrachte nur die ersten Jugendjahre in Guntersblum, dann zog die Familie nach Worms. Der Vater war, nach Glasers Schilderungen, ein sehr autoritärer, brutaler Mann, unter dem der Junge viel zu leiden hatte. Im Vater erblickte er das Urbild des Bösen. An seine Mutter und die Großeltern in Dolgesheim hatte er dagegen sehr gute Erinnerungen.</p>



<p>Mit 16 Jahren entfloh er dem väterlichen Terror, trieb sich als Halbwüchsiger unter Tippelbrüdern, Obdachlosen und Dirnen abenteuerlich auf Landstraßen und in Städten herum. Während dieser Zeit griff man ihn mehrfach auf. Man wies ihn in eine Fürsorgeanstalt ein. Er riß immer wieder aus, um schließlich im Gefängnis zu landen.</p>



<p>Als er mit 19 Jahren entlassen wurde, hatte er zu schreiben begonnen, weil er auf diese Weise seine Gedanken am besten ausdrucken konnte. Unter anderem war er als Gerichtsreporter für die kommunistische Presse tätig. Er schrieb für die »Frankfurter Zeitung« und für die »Linkskurve« kleine Erzählungen. 1932 erschien in Berlin sein erster Roman »Schluckebier«, in dem er die Erlebnisse dieser Jahre verarbeitete. Nach einer so negativ geprägten Kindheit fühlte Glaser sich als jugendlicher Rebell von anarchistischen und kommunistischen Verbänden, bei denen er Anerkennung fand, angezogen. Er engagierte sich politisch gegen den Nationalsozialismus, wurde verfolgt und ging 1933 ins Saargebiet, das damals noch unter der Verwaltung des Völkerbundes stand. Auch dort kämpfte er gegen den Nationalsozialismus, kam ins Gefängnis und emigrierte 1935 nach Paris. Dort arbeitete er als Kesselschmied in den Werkstätten der französischen Staatsbahn. Weil er als ausgebürgerter Saarflüchtling in Frankreich staatenlos war, ließ er sich einbürgern.</p>



<p>In der 30er Jahren, noch vor den großen stalinistischen Schauprozessen in Rußland, brach er mit der KPD. Die kommunistische Partei, bei der er eine Heimat zu finden hoffte, hatte ihn zutiefst enttäuscht, nachdem er feststellen mußte, daß die Partei ihre besten Leute verriet und vernichtete. 1939 wurde er in Frankreich kriegsdienstverpflichtet. In diesem Jahr heiratete er auch seine erste Frau Madeleine. Als französischer Soldat geriet er 1940 bei Brest in deutsche Kriegsgefangenschaft. Er verbrannte seine Papiere, nahm einen fremden Namen an und kam als Zwangsarbeiter- nach Deutschland. Ende 1943 befand er sich in einem Straflager bei Görlitz. Von dort floh er im Winter 1943/44. Kommunistische Genossen gewährten ihm Unterschlupf. Auf der weiteren Flucht wurde er im Elsaß verraten und verbrachte dann die Zeit bis zum Kriegsende in verschiedenen süddeutschen Gefangenenlagern, wo ihn die Amerikaner befreiten.
Bei Kriegsende 35 Jahre alt, kehrte er wieder nach Paris zu seiner Frau zurück. Im Nachkriegsfrankreich erlebte er das Land im Denunzierungsrausch und sah die Lynchjustiz von Franzosen an Franzosen, die für Kollaborateure gehalten wurden. Immer und überall Gewalt von Menschen an Menschen. Er meldete sich bei der zuständigen Behörde, erzählte von seinem Schicksal und wollte seinen rechtmäßigen Namen wieder haben. Man schickte ihn von Instanz zu Instanz und steckte ihn zuletzt wieder ins Gefängnis.</p>



<p>Er wurde schwer krank. Die entbehrungsreichen letzten Jahre forderten ihren Tribut.Später fand er wieder Arbeit bei Renault in Paris am Fließband. Aber die Maschinenwelt der Großindustrie stieß ihn ab, weil sie nach seiner Meinung »von der Erde nimmt, ohne zu geben«.</p>





<p>In den Nachkriegsjahren wurden seine beiden Kinder René und Catherine geboren. Er begann, das Buch »Geheimnis und Gewalt« zu schreiben. Es trägt stark autobiographische Züge. Auch hier verarbeitete er wieder die Erlebnisse und Erkenntnisse der vergangenen Jahre. Es fand bei Kritikern und Journalisten großen Beifall. Er war ja ein Autodidakt. Der »Spiegel«-Autor und Publizist Erich Kuby verwies auf die ganz eigene Sprache Glasers, ein bis dahin unbekanntes, ein sozusagen selbsterfundenes oder gefundenes Deutsch, in dem er »die Wirklichkeit in einem ganz neuen Licht erscheinen ließ, als sei sie von ihm neu geschaffen worden«.
Der »Welt«-Journalist und Kulturkritiker Jürgen Serke schrieb in einem Artikel: »In der deutschen Literatur gibt es kein Buch, das so einleuchtend darstellt, warum die einen in den 30er Jahren zu den Nationalsozialisten gingen und die anderen zu den Kommunisten. «</p>



<p>Der Literaturkritiker Wolfgang Diehl schrieb über Glasers Bücher: »Kein deutschsprachiger Autor hat auf vergleichbaren Spuren diese Jahre durchschritten und reflektiert«. »Geheimnis und Gewalt« fand in Deutschland zunächst einmal keinen Verleger und erschien 1951 in französischer Übersetzung. Auf deutsch erschien es erst 1953 bei »Scherz &amp; Goverts«. Mehrere Verlage druckten das Buch, doch mit sehr geringem Erfolg. Bis 1993 erlebte es zehn Auflagen, konnte sich aber trotz Kritikerlob nicht durchsetzen. Erst spät begann das Interesse zu wachsen, vor allem bei der jüngeren Generation. Sie füllte auch bei den Vorlesungen, die Glaser später hielt, die Säle.</p>



<p>In den 60er Jahren gründete er eine kleine Kupfer und Silberschmiedewerkstatt in St. Germain-des-Pres, von wo er 1968 umzog in den Pariser Stadtteil Marais, in die Rue Beautreillis No. 9. Die individuelle Arbeit an Einzelstücken lag ihm mehr als die Fließbandarbeit. »Statt einen Artikel 1000mal herzustellen, habe ich 1000 Artikel einmal hergestellt«, sagte er. Neben Schalen und Kannen fertigte er viele Hauszeichen für sein Viertel, aber auch größere Aufträge, wie einen »Pelikan« im Stil des Mittelalters für die Kathedrale von Bourges oder »Die denkende Hand« für das Haus Schloßplatz 1 in Höchst/ Main.
1969 heiratete Georg Glaser seine zweite Frau Anne. Die erste Frau war Anfang der 60er Jahre gestorben. Anne arbeitete mit ihm in der Werkstatt und stellte Silberschmuck her.</p>



<p>In all den Jahren hat Glaser nie seine schriftstellerischen Ambitionen aufgegeben. Immer wieder brachte er seine Gedanken zu Papier. So entstanden noch folgende Bücher: »Marius van der Lubbe«, ein Drama über die Alleintäterschaft des Reichstagsbrandstifters, eines Menschen, der zwischen die politischen Lager geraten war, »Die Geschichte des W« , über den Massenmörder Weidmann, »Aus der Chronik der Rosengasse«, eine glänzende Milieustudie über das jüdische Viertel in Paris, und 1985 »Jenseits der Grenzen«, die Fortsetzung seines Romans »Geheimnis und Gewalt«. Diese beiden Bücher hat der Verlag Stroemfeld - Roter Stern, Basel, 1989 neu und ungekürzt herausgebracht.</p>



<p>Eines Tages kamen Guntersblumer Leser seines Buches nach Paris und besuchten Georg Glaser. Jahrzehnte war er seinem Geburtsort ferngeblieben. Nun waren wieder Kontakte zur alten Heimat geknüpft. Seit 1975 kam er dann regelmäßig zu Bekannten und Verwandten nach Guntersblum und Dolgesheim.
Im Oktober 1992 hat Rheinland-Pfalz dem lange vergessenen Schriftsteller den Verdienstorden verliehen. Im November des gleichen Jahres erhielt er die Ehrengabe der Schillerstiftung in Weimar. Am 19.5.1994 wurde er mit dem Pfalzpreis für Literatur geehrt.</p>



<p>Am 18.1.1995 starb Georg K. Glaser in Paris im Alter von 84 Jahren an Herzschwäche. Er wurde auf dem Pariser Friedhof »Père La-Chaise« beerdigt.
Nach Auskunft seines Nachlaßverwalters Michael Rohrwasser von der FAZ beginnt sein letzter Text: »Meine Tage sind gezählt. Das hat die grausame Nacht in E. mich gelehrt. Seitdem vermindert sich die zugemessene Frist um jeden Tag, den ich hinter mich bringe.«</p>



<h4>Werke Georg K. Glaser (aus Wikipedia)</h4>



<p>• Schluckebier, Berlin [u. a.] 1932, Neuauflage, hrsg. von Walter Fähnders und Helga Karrenbrock. Klaus Guhl, Berlin 1979 (Mit einer Vorbemerkung von Georg Glaser: Vorwort. An den möglichen Leser).
• Schluckebier, Berlin [u. a.] 1932, Neuauflage (zugleich Band 1 der neuen von Michael Rohrwasser herausgegebenen Werk-Ausgabe), Ça ira Verlag, Frankfurt am Main und Basel 2007.
• Geheimnis und Gewalt, Frankfurt am Main und Basel, 1989.
Bd. 1 (1951)
Bd. 2 (1951)
• Die Geschichte des Weh, Hamburg [u. a.] 1968.
• Aus der Chronik der Rosengasse und andere kleine Arbeiten, Berlin [u. a.] 1985.
• Jenseits der Grenzen, Düsseldorf 1985.
• Marinus van der Lubbe, Drama (unveröffentlicht).
• Die Geschichte des Weh. Erzählung (Werke 4). Herausgegeben von Ralph Schock, Ça ira, Freiburg 2023, ISBN 978-3-86259-186-2.</p>]]></description>
	<itunes:subtitle><![CDATA[Georg K. Glaser (geb. 1910 bei Worms, gest. 1995 in Paris) ist einer der wichtigsten Schriftsteller des Landes und vermutlich einer der am wenigsten gelesenen. Was verschiedene Gründe hat: Einerseits eine ausgesprochen brüchige, unglückliche Publikations]]></itunes:subtitle>
	<content:encoded><![CDATA[<p>Georg K. Glaser (geb. 1910 bei Worms, gest. 1995 in Paris) ist einer der wichtigsten Schriftsteller des Landes und vermutlich einer der am wenigsten gelesenen. Was verschiedene Gründe hat: Einerseits eine ausgesprochen brüchige, unglückliche Publikationsgeschichte seiner Werke, vielleicht auch seine eigene Querköpfigkeit und unberechenbare Sperrigkeit. Und dann seine Einstufung als linker Schriftsteller, die noch in den 80er Jahren ein Haupthindernis seiner breiten öffentlichen Wahrnehmung war. (Nach der Neuauflage seines Hauptwerkes „Geheimnis und Gewalt“ im Verlag „Stroemfeld/Roter Stern“ votierte ich 4 Sitzungsperioden lang in der Jury zum Pfalzpreis für Literatur energisch für eine Preisvergabe an ihn. Vergeblich. „Zu links“, und dazu noch in einem Verlag, der „Roter Stern“ heißt. Das geht doch nicht. Als dann im Lauf der Jahre seine literarische Bedeutung nicht mehr zu übersehen war und in allen großen Feuilletons gelobt wurde, erhielt Glaser 1994 den Pfalzpreis für Literatur. Bei der Verleihung hielt Wolfgang Diehl die Preisrede, nicht ohne sich dabei mit der Behauptung zu brüsten, dass er Glaser entdeckt und für den Preis vorgeschlagen habe).</p>



<p>Sein Hauptwerk „Geheimnis und Gewalt“ ist der, heute würde man sagen „autofiktionale“ Roman über das Erwachsenwerden eines vom Vater misshandelten Jugendlichen, der zum Outcast wird, sich kommunistischen und anarchistischen Bewegungen zuwendet, sich als Erwachsener bald wieder vom rigiden Dogmatismus des damaligen Kommunismus abwendet, aber als undogmatischer Linker für Arbeiterbewegung und gegen Faschismus kämpft und sein Leben riskiert, nach Frankreich emigriert und aus Lagern der Nazis fliehen kann.</p>



<p>„Die Geschichte des Weh“, die in diesem Podcast vorgestellt wird, ist eine umfangreiche Erzählung, die ebenfalls ganz stark autobiografisch grundiert ist. Ihr Thema sind die aufsehenerregenden Geschehnisse um einen deutschen Serienmörder in Frankreich 1939, den Glaser persönlich gekannt hat, von dem er fasziniert war und an dessen Prozess, der mit seiner Verurteilung auf der Guillotine endete, er als Zeuge teilnahm.</p>



<p>Theo Schneider unterhält sich in Podcastliteratur.de mit dem Herausgeber der Neuausgabe Ralph Schock, der Georg K. Glaser gut kannte und ausführliche Kostproben aus dem Buch vorstellt.</p>





<h4>Biografie Georg. K. Glaser (aus: Kulturverein Gunterblum)</h4>



<p>Georg K. Glaser wurde am 30.5.1910 als Sohn des Postbeamten Georg Glaser und dessen Ehefrau Katharina, geb. Stallmann, in Guntersblum, in der Viertelstraße geboren. Die Familie hatte acht Kinder und lebte in ärmlichen Verhältnissen. Georg Glaser verbrachte nur die ersten Jugendjahre in Guntersblum, dann zog die Familie nach Worms. Der Vater war, nach Glasers Schilderungen, ein sehr autoritärer, brutaler Mann, unter dem der Junge viel zu leiden hatte. Im Vater erblickte er das Urbild des Bösen. An seine Mutter und die Großeltern in Dolgesheim hatte er dagegen sehr gute Erinnerungen.</p>



<p>Mit 16 Jahren entfloh er dem väterlichen Terror, trieb sich als Halbwüchsiger unter Tippelbrüdern, Obdachlosen und Dirnen abenteuerlich auf Landstraßen und in Städten herum. Während dieser Zeit griff man ihn mehrfach auf. Man wies ihn in eine Fürsorgeanstalt ein. Er riß immer wieder aus, um schließlich im Gefängnis zu landen.</p>



<p>Als er mit 19 Jahren entlassen wurde, hatte er zu schreiben begonnen, weil er auf diese Weise seine Gedanken am besten ausdrucken konnte. Unter anderem war er als Gerichtsreporter für die kommunistische Presse tätig. Er schrieb für die »Frankfurter Zeitung« und für die »Linkskurve« kleine Erzählungen. 1932 erschien in Berlin sein erster Roman »Schluckebier«, in dem er die Erlebnisse dieser Jahre verarbeitete. Nach einer so negativ geprägten Kindheit fühlte Glaser sich als jugendlicher Rebell von anarchistischen und kommunistischen Verbänden, bei denen er Anerkennung fand, angezogen. Er engagierte sich politisch gegen den Nationalsozialismus, wurde verfolgt und ging 1933 ins Saargebiet, das damals noch unter der Verwaltung des Völkerbundes stand. Auch dort kämpfte er gegen den Nationalsozialismus, kam ins Gefängnis und emigrierte 1935 nach Paris. Dort arbeitete er als Kesselschmied in den Werkstätten der französischen Staatsbahn. Weil er als ausgebürgerter Saarflüchtling in Frankreich staatenlos war, ließ er sich einbürgern.</p>



<p>In der 30er Jahren, noch vor den großen stalinistischen Schauprozessen in Rußland, brach er mit der KPD. Die kommunistische Partei, bei der er eine Heimat zu finden hoffte, hatte ihn zutiefst enttäuscht, nachdem er feststellen mußte, daß die Partei ihre besten Leute verriet und vernichtete. 1939 wurde er in Frankreich kriegsdienstverpflichtet. In diesem Jahr heiratete er auch seine erste Frau Madeleine. Als französischer Soldat geriet er 1940 bei Brest in deutsche Kriegsgefangenschaft. Er verbrannte seine Papiere, nahm einen fremden Namen an und kam als Zwangsarbeiter- nach Deutschland. Ende 1943 befand er sich in einem Straflager bei Görlitz. Von dort floh er im Winter 1943/44. Kommunistische Genossen gewährten ihm Unterschlupf. Auf der weiteren Flucht wurde er im Elsaß verraten und verbrachte dann die Zeit bis zum Kriegsende in verschiedenen süddeutschen Gefangenenlagern, wo ihn die Amerikaner befreiten.
Bei Kriegsende 35 Jahre alt, kehrte er wieder nach Paris zu seiner Frau zurück. Im Nachkriegsfrankreich erlebte er das Land im Denunzierungsrausch und sah die Lynchjustiz von Franzosen an Franzosen, die für Kollaborateure gehalten wurden. Immer und überall Gewalt von Menschen an Menschen. Er meldete sich bei der zuständigen Behörde, erzählte von seinem Schicksal und wollte seinen rechtmäßigen Namen wieder haben. Man schickte ihn von Instanz zu Instanz und steckte ihn zuletzt wieder ins Gefängnis.</p>



<p>Er wurde schwer krank. Die entbehrungsreichen letzten Jahre forderten ihren Tribut.Später fand er wieder Arbeit bei Renault in Paris am Fließband. Aber die Maschinenwelt der Großindustrie stieß ihn ab, weil sie nach seiner Meinung »von der Erde nimmt, ohne zu geben«.</p>





<p>In den Nachkriegsjahren wurden seine beiden Kinder René und Catherine geboren. Er begann, das Buch »Geheimnis und Gewalt« zu schreiben. Es trägt stark autobiographische Züge. Auch hier verarbeitete er wieder die Erlebnisse und Erkenntnisse der vergangenen Jahre. Es fand bei Kritikern und Journalisten großen Beifall. Er war ja ein Autodidakt. Der »Spiegel«-Autor und Publizist Erich Kuby verwies auf die ganz eigene Sprache Glasers, ein bis dahin unbekanntes, ein sozusagen selbsterfundenes oder gefundenes Deutsch, in dem er »die Wirklichkeit in einem ganz neuen Licht erscheinen ließ, als sei sie von ihm neu geschaffen worden«.
Der »Welt«-Journalist und Kulturkritiker Jürgen Serke schrieb in einem Artikel: »In der deutschen Literatur gibt es kein Buch, das so einleuchtend darstellt, warum die einen in den 30er Jahren zu den Nationalsozialisten gingen und die anderen zu den Kommunisten. «</p>



<p>Der Literaturkritiker Wolfgang Diehl schrieb über Glasers Bücher: »Kein deutschsprachiger Autor hat auf vergleichbaren Spuren diese Jahre durchschritten und reflektiert«. »Geheimnis und Gewalt« fand in Deutschland zunächst einmal keinen Verleger und erschien 1951 in französischer Übersetzung. Auf deutsch erschien es erst 1953 bei »Scherz &amp; Goverts«. Mehrere Verlage druckten das Buch, doch mit sehr geringem Erfolg. Bis 1993 erlebte es zehn Auflagen, konnte sich aber trotz Kritikerlob nicht durchsetzen. Erst spät begann das Interesse zu wachsen, vor allem bei der jüngeren Generation. Sie füllte auch bei den Vorlesungen, die Glaser später hielt, die Säle.</p>



<p>In den 60er Jahren gründete er eine kleine Kupfer und Silberschmiedewerkstatt in St. Germain-des-Pres, von wo er 1968 umzog in den Pariser Stadtteil Marais, in die Rue Beautreillis No. 9. Die individuelle Arbeit an Einzelstücken lag ihm mehr als die Fließbandarbeit. »Statt einen Artikel 1000mal herzustellen, habe ich 1000 Artikel einmal hergestellt«, sagte er. Neben Schalen und Kannen fertigte er viele Hauszeichen für sein Viertel, aber auch größere Aufträge, wie einen »Pelikan« im Stil des Mittelalters für die Kathedrale von Bourges oder »Die denkende Hand« für das Haus Schloßplatz 1 in Höchst/ Main.
1969 heiratete Georg Glaser seine zweite Frau Anne. Die erste Frau war Anfang der 60er Jahre gestorben. Anne arbeitete mit ihm in der Werkstatt und stellte Silberschmuck her.</p>



<p>In all den Jahren hat Glaser nie seine schriftstellerischen Ambitionen aufgegeben. Immer wieder brachte er seine Gedanken zu Papier. So entstanden noch folgende Bücher: »Marius van der Lubbe«, ein Drama über die Alleintäterschaft des Reichstagsbrandstifters, eines Menschen, der zwischen die politischen Lager geraten war, »Die Geschichte des W« , über den Massenmörder Weidmann, »Aus der Chronik der Rosengasse«, eine glänzende Milieustudie über das jüdische Viertel in Paris, und 1985 »Jenseits der Grenzen«, die Fortsetzung seines Romans »Geheimnis und Gewalt«. Diese beiden Bücher hat der Verlag Stroemfeld - Roter Stern, Basel, 1989 neu und ungekürzt herausgebracht.</p>



<p>Eines Tages kamen Guntersblumer Leser seines Buches nach Paris und besuchten Georg Glaser. Jahrzehnte war er seinem Geburtsort ferngeblieben. Nun waren wieder Kontakte zur alten Heimat geknüpft. Seit 1975 kam er dann regelmäßig zu Bekannten und Verwandten nach Guntersblum und Dolgesheim.
Im Oktober 1992 hat Rheinland-Pfalz dem lange vergessenen Schriftsteller den Verdienstorden verliehen. Im November des gleichen Jahres erhielt er die Ehrengabe der Schillerstiftung in Weimar. Am 19.5.1994 wurde er mit dem Pfalzpreis für Literatur geehrt.</p>



<p>Am 18.1.1995 starb Georg K. Glaser in Paris im Alter von 84 Jahren an Herzschwäche. Er wurde auf dem Pariser Friedhof »Père La-Chaise« beerdigt.
Nach Auskunft seines Nachlaßverwalters Michael Rohrwasser von der FAZ beginnt sein letzter Text: »Meine Tage sind gezählt. Das hat die grausame Nacht in E. mich gelehrt. Seitdem vermindert sich die zugemessene Frist um jeden Tag, den ich hinter mich bringe.«</p>



<h4>Werke Georg K. Glaser (aus Wikipedia)</h4>



<p>• Schluckebier, Berlin [u. a.] 1932, Neuauflage, hrsg. von Walter Fähnders und Helga Karrenbrock. Klaus Guhl, Berlin 1979 (Mit einer Vorbemerkung von Georg Glaser: Vorwort. An den möglichen Leser).
• Schluckebier, Berlin [u. a.] 1932, Neuauflage (zugleich Band 1 der neuen von Michael Rohrwasser herausgegebenen Werk-Ausgabe), Ça ira Verlag, Frankfurt am Main und Basel 2007.
• Geheimnis und Gewalt, Frankfurt am Main und Basel, 1989.
Bd. 1 (1951)
Bd. 2 (1951)
• Die Geschichte des Weh, Hamburg [u. a.] 1968.
• Aus der Chronik der Rosengasse und andere kleine Arbeiten, Berlin [u. a.] 1985.
• Jenseits der Grenzen, Düsseldorf 1985.
• Marinus van der Lubbe, Drama (unveröffentlicht).
• Die Geschichte des Weh. Erzählung (Werke 4). Herausgegeben von Ralph Schock, Ça ira, Freiburg 2023, ISBN 978-3-86259-186-2.</p>]]></content:encoded>
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	<itunes:summary><![CDATA[Georg K. Glaser (geb. 1910 bei Worms, gest. 1995 in Paris) ist einer der wichtigsten Schriftsteller des Landes und vermutlich einer der am wenigsten gelesenen. Was verschiedene Gründe hat: Einerseits eine ausgesprochen brüchige, unglückliche Publikationsgeschichte seiner Werke, vielleicht auch seine eigene Querköpfigkeit und unberechenbare Sperrigkeit. Und dann seine Einstufung als linker Schriftsteller, die noch in den 80er Jahren ein Haupthindernis seiner breiten öffentlichen Wahrnehmung war. (Nach der Neuauflage seines Hauptwerkes „Geheimnis und Gewalt“ im Verlag „Stroemfeld/Roter Stern“ votierte ich 4 Sitzungsperioden lang in der Jury zum Pfalzpreis für Literatur energisch für eine Preisvergabe an ihn. Vergeblich. „Zu links“, und dazu noch in einem Verlag, der „Roter Stern“ heißt. Das geht doch nicht. Als dann im Lauf der Jahre seine literarische Bedeutung nicht mehr zu übersehen war und in allen großen Feuilletons gelobt wurde, erhielt Glaser 1994 den Pfalzpreis für Literatur. Bei der Verleihung hielt Wolfgang Diehl die Preisrede, nicht ohne sich dabei mit der Behauptung zu brüsten, dass er Glaser entdeckt und für den Preis vorgeschlagen habe).



Sein Hauptwerk „Geheimnis und Gewalt“ ist der, heute würde man sagen „autofiktionale“ Roman über das Erwachsenwerden eines vom Vater misshandelten Jugendlichen, der zum Outcast wird, sich kommunistischen und anarchistischen Bewegungen zuwendet, sich als Erwachsener bald wieder vom rigiden Dogmatismus des damaligen Kommunismus abwendet, aber als undogmatischer Linker für Arbeiterbewegung und gegen Faschismus kämpft und sein Leben riskiert, nach Frankreich emigriert und aus Lagern der Nazis fliehen kann.



„Die Geschichte des Weh“, die in diesem Podcast vorgestellt wird, ist eine umfangreiche Erzählung, die ebenfalls ganz stark autobiografisch grundiert ist. Ihr Thema sind die aufsehenerregenden Geschehnisse um einen deutschen Serienmörder in Frankreich 1939, den Glaser persönlich gekannt hat, von dem er fasziniert war und an dessen Prozess, der mit seiner Verurteilung auf der Guillotine endete, er als Zeuge teilnahm.



Theo Schneider unterhält sich in Podcastliteratur.de mit dem Herausgeber der Neuausgabe Ralph Schock, der Georg K. Glaser gut kannte und ausführliche Kostproben aus dem Buch vorstellt.





Biografie Georg. K. Glaser (aus: Kulturverein Gunterblum)



Georg K. Glaser wurde am 30.5.1910 als Sohn des Postbeamten Georg Glaser und dessen Ehefrau Katharina, geb. Stallmann, in Guntersblum, in der Viertelstraße geboren. Die Familie hatte acht Kinder und lebte in ärmlichen Verhältnissen. Georg Glaser verbrachte nur die ersten Jugendjahre in Guntersblum, dann zog die Familie nach Worms. Der Vater war, nach Glasers Schilderungen, ein sehr autoritärer, brutaler Mann, unter dem der Junge viel zu leiden hatte. Im Vater erblickte er das Urbild des Bösen. An seine Mutter und die Großeltern in Dolgesheim hatte er dagegen sehr gute Erinnerungen.



Mit 16 Jahren entfloh er dem väterlichen Terror, trieb sich als Halbwüchsiger unter Tippelbrüdern, Obdachlosen und Dirnen abenteuerlich auf Landstraßen und in Städten herum. Während dieser Zeit griff man ihn mehrfach auf. Man wies ihn in eine Fürsorgeanstalt ein. Er riß immer wieder aus, um schließlich im Gefängnis zu landen.



Als er mit 19 Jahren entlassen wurde, hatte er zu schreiben begonnen, weil er auf diese Weise seine Gedanken am besten ausdrucken konnte. Unter anderem war er als Gerichtsreporter für die kommunistische Presse tätig. Er schrieb für die »Frankfurter Zeitung« und für die »Linkskurve« kleine Erzählungen. 1932 erschien in Berlin sein erster Roman »Schluckebier«, in dem er die Erlebnisse dieser Jahre verarbeitete. Nach einer so negativ geprägten Kindheit fühlte Glaser sich als jugendlicher Rebell von anarchistischen und kommunistischen Verbänden, bei denen er Anerkennung fand, angezogen. Er engagierte sich politisch gegen den Nationalsozialismus, wurde verfolgt und ging 1933 ins Saargebiet, das damals noch unter der]]></itunes:summary>
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		<title>Kostprobe: Ein Querkopf über einen KopflosenGeorg K. Glaser: „Die Geschichte des Weh“</title>
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<item>
	<title>Kostprobe: „Der Silberriese“Der neue Roman von Andreas MosterVon den Höhenflügen eines Helikoptervaters und seinen ruppigen Landungen in der rauen Realität.</title>
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	<pubDate>Tue, 04 Feb 2025 23:00:00 +0000</pubDate>
	<dc:creator><![CDATA[Podcast Literatur]]></dc:creator>
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	<description><![CDATA[<p>Romane über Frauen, die Mütter werden, gibt es viele. Über ihre Nähe zum Baby, über das Abnabeln, über Sorgen, Ängste – immer aus der Sicht der Mutter.
Aber was geht in einem alleinerziehenden Vater vor, der sich zum Helikoptervater entwickelt, zur Glucke? Alleinerziehend, liebevoll, aber auch zeitweise überfordert, genervt. Und dabei ein Mann, der versucht, seinen eigenen Vorstellungen und Werten gerecht zu werden.</p>



<p>Das Buch handelt von Patrik, einem ehemaligen Spitzensportler, der sich völlig in die Vaterrolle stürzt, als die Mutter des Babys die beiden ganz plötzlich verlässt. In seinem dritten Roman beleuchtet der Autor, der aus Bad Bergzabern stammt und in Hamburg lebt, das zerbrechliche und komplexe Vater-Tochter-Verhältnis.</p>



<p>Patrik war Spitzensportler, Diskuswerfer. Sein größter Triumph: Die Silbermedaille bei den Olympischen Spielen. Der Leistungssport, täglich strenges Training und permanente Disziplin haben sein Leben bestimmt, bis Ada auf die Welt kommt, seine Tochter. Deren Mutter verlässt die Familie plötzlich, ohne Vorwarnung. Patrik ist allein mit einem Baby, das er zunächst gar nicht wollte. Wie soll er damit umgehen? Alles, was er kennt, ist die Strategie eines Leistungssportlers, und der folgt er. Er widmet sein ganzes Leben jetzt seiner Tochter und entwickelt daraus eine totale Abhängigkeit.</p>



<p>Andreas Moster erzählt eine Geschichte, in der er die klassische Erzählung von Kindern, die von ihren Eltern abhängig sind und beginnen, ihre eigenen Wege zu gehen, umkehrt. Er erzählt von einem Vater, der selbst immer abhängiger wird, bis er erkennt, dass er sich irgendwann daraus lösen muss, wenn er will, dass die Beziehung zu seiner Tochter erhalten bleibt.</p>



<p>Kerstin Bachtler stellt den neuen Roman von Andreas Moster in Podcastliteratur.de vor und Andreas Moster liest ausführliche Passagen daraus.</p>





<h4>Lebenslauf und Bibliographie - Andreas Moster (*1975)</h4>



<p><strong>Ausbildung</strong></p>



<p>1995 Gymnasium Bad Bergzabern, Abitur

2002 Westfälische Wilhelms-Universität Münster, Magisterstudiengang Englische Philologie mit den Nebenfächern Neuere und Neueste Geschichte und  Kommunikationswissenschaft; Abschluss Magister Artium; Thema der Magister-Abschlussarbeit: Die Kunst des Überlebens: Darwinistische Konzepte in ausgewählten Texten von John Steinbeck
2007 Prüfung zum Staatlich Geprüften Übersetzer in der Sprache Englisch vor dem Prüfungsausschuss des Regierungspräsidiums Karlsruhe
2008 Öffentliche Bestellung und allgemeine Beeidigung als Übersetzer für die englische Sprache am Landgericht München I
2003 – heute: Schriftsteller und Übersetzer in Hamburg</p>



<p><strong>Literarische Veröffentlichungen</strong></p>



<p>2017 Veröffentlichung des Romans „Wir leben hier, seit wir geboren sind“ im Eichborn Verlag / Bastei-Lübbe
2021 Veröffentlichung des Romans „Kleine Paläste“ im Arche Literatur Verlag
2023 Veröffentlichung des Debütromans „Wir leben hier, seit wir geboren sind“ als Taschenbuch im Arche Literatur Verlag
2024 Veröffentlichung des Romans „Der Silberriese“ im Arche Literatur Verlag
</p>



<p><strong>Literarische Auszeichnungen</strong></p>



<p>2021 Hamburger Literaturpreis Buch des Jahres für „Kleine Paläste“
2022 Teilnahme an den 46. Tagen der Deutschsprachigen Literatur in Klagenfurt (Bachmann-Wettbewerb)
2022 Hamburger Zukunftsstipendium für Literatur
2023 Paul-Holbach-Preis der Stiftung zur Förderung der Kunst in der Pfalz
2023 Projektförderung der Café Royal Kulturstiftung für den Roman „Der Silberriese“
2024 Projektförderung der Stiftung Literatur für den Roman „Der Silberriese“
2024 Shortlist Hamburger Literaturpreis Buch des Jahres für „Der Silberriese“
2025 Aufenthaltsstipendium auf dem Künstlerhof Schreyahn</p>]]></description>
	<itunes:subtitle><![CDATA[Romane über Frauen, die Mütter werden, gibt es viele. Über ihre Nähe zum Baby, über das Abnabeln, über Sorgen, Ängste – immer aus der Sicht der Mutter.
Aber was geht in einem alleinerziehenden Vater vor, der sich zum Helikoptervater entwickelt, zur Gluck]]></itunes:subtitle>
	<content:encoded><![CDATA[<p>Romane über Frauen, die Mütter werden, gibt es viele. Über ihre Nähe zum Baby, über das Abnabeln, über Sorgen, Ängste – immer aus der Sicht der Mutter.
Aber was geht in einem alleinerziehenden Vater vor, der sich zum Helikoptervater entwickelt, zur Glucke? Alleinerziehend, liebevoll, aber auch zeitweise überfordert, genervt. Und dabei ein Mann, der versucht, seinen eigenen Vorstellungen und Werten gerecht zu werden.</p>



<p>Das Buch handelt von Patrik, einem ehemaligen Spitzensportler, der sich völlig in die Vaterrolle stürzt, als die Mutter des Babys die beiden ganz plötzlich verlässt. In seinem dritten Roman beleuchtet der Autor, der aus Bad Bergzabern stammt und in Hamburg lebt, das zerbrechliche und komplexe Vater-Tochter-Verhältnis.</p>



<p>Patrik war Spitzensportler, Diskuswerfer. Sein größter Triumph: Die Silbermedaille bei den Olympischen Spielen. Der Leistungssport, täglich strenges Training und permanente Disziplin haben sein Leben bestimmt, bis Ada auf die Welt kommt, seine Tochter. Deren Mutter verlässt die Familie plötzlich, ohne Vorwarnung. Patrik ist allein mit einem Baby, das er zunächst gar nicht wollte. Wie soll er damit umgehen? Alles, was er kennt, ist die Strategie eines Leistungssportlers, und der folgt er. Er widmet sein ganzes Leben jetzt seiner Tochter und entwickelt daraus eine totale Abhängigkeit.</p>



<p>Andreas Moster erzählt eine Geschichte, in der er die klassische Erzählung von Kindern, die von ihren Eltern abhängig sind und beginnen, ihre eigenen Wege zu gehen, umkehrt. Er erzählt von einem Vater, der selbst immer abhängiger wird, bis er erkennt, dass er sich irgendwann daraus lösen muss, wenn er will, dass die Beziehung zu seiner Tochter erhalten bleibt.</p>



<p>Kerstin Bachtler stellt den neuen Roman von Andreas Moster in Podcastliteratur.de vor und Andreas Moster liest ausführliche Passagen daraus.</p>





<h4>Lebenslauf und Bibliographie - Andreas Moster (*1975)</h4>



<p><strong>Ausbildung</strong></p>



<p>1995 Gymnasium Bad Bergzabern, Abitur

2002 Westfälische Wilhelms-Universität Münster, Magisterstudiengang Englische Philologie mit den Nebenfächern Neuere und Neueste Geschichte und  Kommunikationswissenschaft; Abschluss Magister Artium; Thema der Magister-Abschlussarbeit: Die Kunst des Überlebens: Darwinistische Konzepte in ausgewählten Texten von John Steinbeck
2007 Prüfung zum Staatlich Geprüften Übersetzer in der Sprache Englisch vor dem Prüfungsausschuss des Regierungspräsidiums Karlsruhe
2008 Öffentliche Bestellung und allgemeine Beeidigung als Übersetzer für die englische Sprache am Landgericht München I
2003 – heute: Schriftsteller und Übersetzer in Hamburg</p>



<p><strong>Literarische Veröffentlichungen</strong></p>



<p>2017 Veröffentlichung des Romans „Wir leben hier, seit wir geboren sind“ im Eichborn Verlag / Bastei-Lübbe
2021 Veröffentlichung des Romans „Kleine Paläste“ im Arche Literatur Verlag
2023 Veröffentlichung des Debütromans „Wir leben hier, seit wir geboren sind“ als Taschenbuch im Arche Literatur Verlag
2024 Veröffentlichung des Romans „Der Silberriese“ im Arche Literatur Verlag
</p>



<p><strong>Literarische Auszeichnungen</strong></p>



<p>2021 Hamburger Literaturpreis Buch des Jahres für „Kleine Paläste“
2022 Teilnahme an den 46. Tagen der Deutschsprachigen Literatur in Klagenfurt (Bachmann-Wettbewerb)
2022 Hamburger Zukunftsstipendium für Literatur
2023 Paul-Holbach-Preis der Stiftung zur Förderung der Kunst in der Pfalz
2023 Projektförderung der Café Royal Kulturstiftung für den Roman „Der Silberriese“
2024 Projektförderung der Stiftung Literatur für den Roman „Der Silberriese“
2024 Shortlist Hamburger Literaturpreis Buch des Jahres für „Der Silberriese“
2025 Aufenthaltsstipendium auf dem Künstlerhof Schreyahn</p>]]></content:encoded>
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Aber was geht in einem alleinerziehenden Vater vor, der sich zum Helikoptervater entwickelt, zur Glucke? Alleinerziehend, liebevoll, aber auch zeitweise überfordert, genervt. Und dabei ein Mann, der versucht, seinen eigenen Vorstellungen und Werten gerecht zu werden.



Das Buch handelt von Patrik, einem ehemaligen Spitzensportler, der sich völlig in die Vaterrolle stürzt, als die Mutter des Babys die beiden ganz plötzlich verlässt. In seinem dritten Roman beleuchtet der Autor, der aus Bad Bergzabern stammt und in Hamburg lebt, das zerbrechliche und komplexe Vater-Tochter-Verhältnis.



Patrik war Spitzensportler, Diskuswerfer. Sein größter Triumph: Die Silbermedaille bei den Olympischen Spielen. Der Leistungssport, täglich strenges Training und permanente Disziplin haben sein Leben bestimmt, bis Ada auf die Welt kommt, seine Tochter. Deren Mutter verlässt die Familie plötzlich, ohne Vorwarnung. Patrik ist allein mit einem Baby, das er zunächst gar nicht wollte. Wie soll er damit umgehen? Alles, was er kennt, ist die Strategie eines Leistungssportlers, und der folgt er. Er widmet sein ganzes Leben jetzt seiner Tochter und entwickelt daraus eine totale Abhängigkeit.



Andreas Moster erzählt eine Geschichte, in der er die klassische Erzählung von Kindern, die von ihren Eltern abhängig sind und beginnen, ihre eigenen Wege zu gehen, umkehrt. Er erzählt von einem Vater, der selbst immer abhängiger wird, bis er erkennt, dass er sich irgendwann daraus lösen muss, wenn er will, dass die Beziehung zu seiner Tochter erhalten bleibt.



Kerstin Bachtler stellt den neuen Roman von Andreas Moster in Podcastliteratur.de vor und Andreas Moster liest ausführliche Passagen daraus.





Lebenslauf und Bibliographie - Andreas Moster (*1975)



Ausbildung



1995 Gymnasium Bad Bergzabern, Abitur

2002 Westfälische Wilhelms-Universität Münster, Magisterstudiengang Englische Philologie mit den Nebenfächern Neuere und Neueste Geschichte und  Kommunikationswissenschaft; Abschluss Magister Artium; Thema der Magister-Abschlussarbeit: Die Kunst des Überlebens: Darwinistische Konzepte in ausgewählten Texten von John Steinbeck
2007 Prüfung zum Staatlich Geprüften Übersetzer in der Sprache Englisch vor dem Prüfungsausschuss des Regierungspräsidiums Karlsruhe
2008 Öffentliche Bestellung und allgemeine Beeidigung als Übersetzer für die englische Sprache am Landgericht München I
2003 – heute: Schriftsteller und Übersetzer in Hamburg



Literarische Veröffentlichungen



2017 Veröffentlichung des Romans „Wir leben hier, seit wir geboren sind“ im Eichborn Verlag / Bastei-Lübbe
2021 Veröffentlichung des Romans „Kleine Paläste“ im Arche Literatur Verlag
2023 Veröffentlichung des Debütromans „Wir leben hier, seit wir geboren sind“ als Taschenbuch im Arche Literatur Verlag
2024 Veröffentlichung des Romans „Der Silberriese“ im Arche Literatur Verlag




Literarische Auszeichnungen



2021 Hamburger Literaturpreis Buch des Jahres für „Kleine Paläste“
2022 Teilnahme an den 46. Tagen der Deutschsprachigen Literatur in Klagenfurt (Bachmann-Wettbewerb)
2022 Hamburger Zukunftsstipendium für Literatur
2023 Paul-Holbach-Preis der Stiftung zur Förderung der Kunst in der Pfalz
2023 Projektförderung der Café Royal Kulturstiftung für den Roman „Der Silberriese“
2024 Projektförderung der Stiftung Literatur für den Roman „Der Silberriese“
2024 Shortlist Hamburger Literaturpreis Buch des Jahres für „Der Silberriese“
2025 Aufenthaltsstipendium auf dem Künstlerhof Schreyahn]]></itunes:summary>
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		<title>Kostprobe: „Der Silberriese“Der neue Roman von Andreas MosterVon den Höhenflügen eines Helikoptervaters und seinen ruppigen Landungen in der rauen Realität.</title>
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	<itunes:author><![CDATA[Podcast Literatur]]></itunes:author>	<googleplay:description><![CDATA[Romane über Frauen, die Mütter werden, gibt es viele. Über ihre Nähe zum Baby, über das Abnabeln, über Sorgen, Ängste – immer aus der Sicht der Mutter.
Aber was geht in einem alleinerziehenden Vater vor, der sich zum Helikoptervater entwickelt, zur Glucke? Alleinerziehend, liebevoll, aber auch zeitweise überfordert, genervt. Und dabei ein Mann, der versucht, seinen eigenen Vorstellungen und Werten gerecht zu werden.



Das Buch handelt von Patrik, einem ehemaligen Spitzensportler, der sich völlig in die Vaterrolle stürzt, als die Mutter des Babys die beiden ganz plötzlich verlässt. In seinem dritten Roman beleuchtet der Autor, der aus Bad Bergzabern stammt und in Hamburg lebt, das zerbrechliche und komplexe Vater-Tochter-Verhältnis.



Patrik war Spitzensportler, Diskuswerfer. Sein größter Triumph: Die Silbermedaille bei den Olympischen Spielen. Der Leistungssport, täglich strenges Training und permanente Disziplin haben sein Leben bestimmt, bis Ada auf die Welt kommt, seine Tochter. ]]></googleplay:description>
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	<title>Kostprobe: Neues aus dem Westen„Lesebuch Nr.4 für Literatur aus Rheinland-Pfalz“</title>
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	<pubDate>Thu, 23 Jan 2025 23:00:00 +0000</pubDate>
	<dc:creator><![CDATA[Podcast Literatur]]></dc:creator>
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	<description><![CDATA[<p>GEGEND ENTWÜRFE ist Lesebuch für und aus Rheinland-Pfalz und spiegelt seit 2018 die literarische Szene eines gerne mal unterschätzten Bundeslandes.
Der vorliegende vierte Band versammelt Geschichten, Gedichte, Essays, Drehbuchfragmente, Fotografien und Produkte Künstlicher Intelligenzen von Sarah Beicht, Daniel Borgeldt, Monika Böss, Daniela Dröscher, Boris Eldagsen, Heiner Feldhoff, Elena Fischer, Volker Gallé, Dietmar Gaumann, Finn Holitzka, Myriam Keil, Annika Kemmeter, Ute-Christine Krupp, Root Leeb, Christoph Peters, Edgar Reitz, Guido Schulz, Tijan Sila, Wolfgang Sofsky, Sophie Stein, Florian Valerius, Julia Weber und Artem Zolotarov.</p>



<p>Herausgegeben wird die Anthologie im Auftrag des Ministeriums für Familie, Frauen, Kultur und Integration Rheinland-Pfalz. Autorinnen und Autoren haben das Privileg, sich von ihrem Schreibtisch aus gedanklich in andere Zeiten, andere Welten und andere Personen zu versetzen – und uns dann später daran teilhaben zu lassen.</p>



<p>Welche Rolle aber spielt es, wo dieser Schreibtisch steht? Welche Personen in dieser Umgebung leben und wie sie sich verhalten? Ob sie einen Dialekt sprechen, eher offen oder verschlossen sind, hektische Großstädter oder gelassene Menschen vom Land? Autorinnen und Autoren greifen mal ganz offen, mal eher unbewusst auf eigene Erfahrungen zurück.</p>



<p>Die Autorin Mariana Leky sagte auf die Frage, warum ihr so erfolgreicher Roman „Was man von hier aus sehen kann“ im Westerwald spiele: Da sie sich entschlossen habe über eher unübersichtliche Themen wie Liebe und Tod zu schreiben, siedelte sie diese Geschichte an einem Ort an, an dem sie sich gut auskennt. Als Kind hat sie ihre Ferien häufig im Westerwald verbracht.</p>



<p>Woher Literatur stammt ist also durchaus bedenkenswert, und es ist interessant zu sehen, welche Beziehungen Autorinnen und Autoren zu dem Fleckchen Erde haben, von dem sie kommen oder wo ihr Schreibtisch gerade steht. Nachzuvollziehen ist das für Rheinland-Pfalz in dem Lesebuch „Gegend Entwürfe“. Es ist bereits der vierte Band für Literatur aus diesem Bundesland, herausgegeben von Michael Au, Literaturreferent des Landes, und von unserem Kollegen Alexander Wasner.</p>



<p>Leonie Berger stellt Ihnen den Band in einer furiosen Mischung aus Information, Kritik und Lesung vor.</p>]]></description>
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Der vorliegende vierte Band versammelt Geschichten, Gedichte, Essays, Drehbuchfragmente, Fotografien und Produkte Künstlicher Intelligenzen von Sarah Beicht, Daniel Borgeldt, Monika Böss, Daniela Dröscher, Boris Eldagsen, Heiner Feldhoff, Elena Fischer, Volker Gallé, Dietmar Gaumann, Finn Holitzka, Myriam Keil, Annika Kemmeter, Ute-Christine Krupp, Root Leeb, Christoph Peters, Edgar Reitz, Guido Schulz, Tijan Sila, Wolfgang Sofsky, Sophie Stein, Florian Valerius, Julia Weber und Artem Zolotarov.</p>



<p>Herausgegeben wird die Anthologie im Auftrag des Ministeriums für Familie, Frauen, Kultur und Integration Rheinland-Pfalz. Autorinnen und Autoren haben das Privileg, sich von ihrem Schreibtisch aus gedanklich in andere Zeiten, andere Welten und andere Personen zu versetzen – und uns dann später daran teilhaben zu lassen.</p>



<p>Welche Rolle aber spielt es, wo dieser Schreibtisch steht? Welche Personen in dieser Umgebung leben und wie sie sich verhalten? Ob sie einen Dialekt sprechen, eher offen oder verschlossen sind, hektische Großstädter oder gelassene Menschen vom Land? Autorinnen und Autoren greifen mal ganz offen, mal eher unbewusst auf eigene Erfahrungen zurück.</p>



<p>Die Autorin Mariana Leky sagte auf die Frage, warum ihr so erfolgreicher Roman „Was man von hier aus sehen kann“ im Westerwald spiele: Da sie sich entschlossen habe über eher unübersichtliche Themen wie Liebe und Tod zu schreiben, siedelte sie diese Geschichte an einem Ort an, an dem sie sich gut auskennt. Als Kind hat sie ihre Ferien häufig im Westerwald verbracht.</p>



<p>Woher Literatur stammt ist also durchaus bedenkenswert, und es ist interessant zu sehen, welche Beziehungen Autorinnen und Autoren zu dem Fleckchen Erde haben, von dem sie kommen oder wo ihr Schreibtisch gerade steht. Nachzuvollziehen ist das für Rheinland-Pfalz in dem Lesebuch „Gegend Entwürfe“. Es ist bereits der vierte Band für Literatur aus diesem Bundesland, herausgegeben von Michael Au, Literaturreferent des Landes, und von unserem Kollegen Alexander Wasner.</p>



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Der vorliegende vierte Band versammelt Geschichten, Gedichte, Essays, Drehbuchfragmente, Fotografien und Produkte Künstlicher Intelligenzen von Sarah Beicht, Daniel Borgeldt, Monika Böss, Daniela Dröscher, Boris Eldagsen, Heiner Feldhoff, Elena Fischer, Volker Gallé, Dietmar Gaumann, Finn Holitzka, Myriam Keil, Annika Kemmeter, Ute-Christine Krupp, Root Leeb, Christoph Peters, Edgar Reitz, Guido Schulz, Tijan Sila, Wolfgang Sofsky, Sophie Stein, Florian Valerius, Julia Weber und Artem Zolotarov.



Herausgegeben wird die Anthologie im Auftrag des Ministeriums für Familie, Frauen, Kultur und Integration Rheinland-Pfalz. Autorinnen und Autoren haben das Privileg, sich von ihrem Schreibtisch aus gedanklich in andere Zeiten, andere Welten und andere Personen zu versetzen – und uns dann später daran teilhaben zu lassen.



Welche Rolle aber spielt es, wo dieser Schreibtisch steht? Welche Personen in dieser Umgebung leben und wie sie sich verhalten? Ob sie einen Dialekt sprechen, eher offen oder verschlossen sind, hektische Großstädter oder gelassene Menschen vom Land? Autorinnen und Autoren greifen mal ganz offen, mal eher unbewusst auf eigene Erfahrungen zurück.



Die Autorin Mariana Leky sagte auf die Frage, warum ihr so erfolgreicher Roman „Was man von hier aus sehen kann“ im Westerwald spiele: Da sie sich entschlossen habe über eher unübersichtliche Themen wie Liebe und Tod zu schreiben, siedelte sie diese Geschichte an einem Ort an, an dem sie sich gut auskennt. Als Kind hat sie ihre Ferien häufig im Westerwald verbracht.



Woher Literatur stammt ist also durchaus bedenkenswert, und es ist interessant zu sehen, welche Beziehungen Autorinnen und Autoren zu dem Fleckchen Erde haben, von dem sie kommen oder wo ihr Schreibtisch gerade steht. Nachzuvollziehen ist das für Rheinland-Pfalz in dem Lesebuch „Gegend Entwürfe“. Es ist bereits der vierte Band für Literatur aus diesem Bundesland, herausgegeben von Michael Au, Literaturreferent des Landes, und von unserem Kollegen Alexander Wasner.



Leonie Berger stellt Ihnen den Band in einer furiosen Mischung aus Information, Kritik und Lesung vor.]]></itunes:summary>
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Herausgegeben wird die Anthologie im Auftrag des Ministeriums für Familie, Frauen, Kultur und Integration Rheinland-Pfalz. Autorinnen und Autoren haben das Privileg, sich von ihrem Schreibtisch aus gedanklich in andere Zeiten, andere Welten und andere Personen zu versetzen – und uns dann später daran teilhaben zu lassen.



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