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	<title>Folge 64: DJ der DichtungÜbungen im Leichtsinn poetischen FormulierensHans Thill: „Karaoke 2“ Gedichte</title>
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	<pubDate>Tue, 28 Apr 2026 23:00:00 +0000</pubDate>
	<dc:creator><![CDATA[Podcast Literatur]]></dc:creator>
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	<description><![CDATA[<p>Hans Thill ist ein Dichter in der Nachfolge der Surrealisten, der „Oulipo“-Bewegung und der experimentellen Poesie. Deren Texte sind nicht nur Übungen im (manchmal durchaus auch formal strengen) „Leichtsinn poetischen Formulierens“, sondern auch literarische Übungen in der Erforschung des Bewusstseins und des Unbewusssten.</p>



<p>In „Karaoke 2“ spielt Hans Thill wie ein DJ der Dichtung, wie Rapper, wie Free-Jazzer oder Sampling-und ReMixer mit vorgefundenem musikalischen Material umgehen, mit vorhandenem lyrischem Material vom Barock bis zur Gegenwart. Wie Musiker Melodieinseln als Ausgangsmaterial für ihre freien Improvisationen benutzen, benutzt Hans Thill einzelne Zeilen (nicht nur) bekannter vorhandener Gedichte als Ausgangsmaterial der Inspiration zum Schreiben eigener Gedichte. Dabei werden Bedeutungshorizonte und Interpretationssplitter des Ausgangsgedichts in einem Schreibprozess, der teilweise einer surrealistischen „écriture automatique“ ähnlich ist, mit allen ( vornehmlich literarischen) Inhalten des Bewussten und Unbewussten eines 70jährigen Lebens verwirbelt.</p>



<p>Wie geht Gedicht-Karaoke? Wie singt man ein bekanntes Gedicht nach? Der neue Band von Hans Thill gleicht einem Gang in die Karaoke-Kabine. Wer sich in sie hinein begibt, kann nachsingen, was ihm vorgespielt wird. Zur Verfügung stehen 16 grandiose Optionen. Wer wollte nicht immer schon mal poetische Hits wie „Gebrochen Barock“, „Tag lass nach“, „Palle Pur“ oder „Klötenweh Quevlove“ nachsingen? Bühne frei für das lyrische Rudelsingen: 16 Gedichte aus 5 europäischen Sprachen, Gedichte von Andreas Gryphius, Georg Rodolf Weckherlin, Friedrich Hölderlin, William Wordsworth, August Graf von Platen, Stefan George, Yvan Goll, Stéphane Mallarmé, Saint-Pol Roux, Guillaume Apollinaire, José Maria de Heredia bzw. seinem Übersetzer Hanns Grössl, Else Lasker Schüler, Federico Garcia Lorca, Ilse Aichinger, Tomasz Róźycki bzw. seiner Übersetzerin Dagmara Kraus und Habib Tengour – auf Deutsch, Englisch, Französisch, Spanisch und Polnisch – der Lautleite des anderen Textes entlang – einem stets unabsehbaren Sinn auf der Spur, der sich selber findet, während er sich erfindet – Labsal als Labyrinth – auf dass man sich wiederfindet in so noch nicht gehörtem, in gänzlich unerhörtem Gebiet. Und als Rausschmeißer grölen alle noch auf dem Heimweg: „Taube im Abflug“!&lt; (Pressetext Verlag)</p>



<p>In Folge 64 von podcastliteratur.de spricht Hans Thill mit Theo Schneider über Entstehung, Entwicklung und Funktionsweise seiner Karaoke-Gedichte und stellt ausführlich Beispiele vor. So entsteht ein ebenso intensiver wie genau nachvollziehbarer Einblick in die Werkstatt eines neuen poetischen Genres.</p>





<h4>Hans Thill</h4>



<p>Hans Thill, geboren 1954 in Baden-Baden, lebt in Heidelberg. Lyriker, Leiter des Künstlerhauses Edenkoben und des Projekts »Poesie der Nachbarn«. Herausgeber der Anthologien dieses Projekts. Zahlreiche Gedichtbände, zahlreiche Übersetzungen aus dem Französischen. Herausgeber (zus. mit Michael Braun) von Anthologien zur Gegenwartslyrik jeweils eines Jahrzehnts. Hörspiele, Rundfunksendungen, zuletzt erschienen: Das Buch der Dörfer (2014) und Neue Dörfer (2023). Außerdem die Gedichtbände: Der heisere Anarchimedes (2020); In riso / der dürre vogel Bin / kälter als / Dunlop (2. Aufl. 2021). Im Herbst erscheint bei Urs Engeler Karaoke 2. Auszeichnungen u.a. Peter-Huchel-Preis 2004, Basler Lyrikpreis 2021. Mitglied des Deutschen PEN. Setzt Stelen für verstorbene Dichter www.poetenladen/stelen.de</p>







<p>Hans Thill, geboren 1954 in Baden-Baden, lebt seit 1974 in Heidelberg. Lyriker und Übersetzer. Seit 2010 Künstlerischer Leiter des Künstlerhauses Edenkoben. Preise: »Hungertuch« 1985 für Gelächter Sirenen. Peter-Huchel-Preis 2004 für Kühle Religionen. Basler Lyrikpreis für Der Heisere Anarchimedes 2021.</p>



<h4>Veröffentlichungen:</h4>



<p>1) Gelächter Sirenen. Gedichte. Heidelberg (Wunderhorn), 1985
2) Zivile Ziele. Gedichte. Heidelberg (Wunderhorn), 1995
3) Kopfsteinperspektive. Post aus Plovdiv und Sofia. Heidelberg (Wunderhorn), 2000.
4) Kühle Religionen. Gedichte. Heidelberg (Wunderhorn), 2003
5) Museum der Ungeduld. Gedichte. Heidelberg (Wunderhorn), 2009
6) Das Buch der Dörfer. Prosa. Berlin (Matthes &amp; Seitz) 2014
7) Ratgeber für Zeugleute. Gedichte. Berlin u. Rettenegg (Brüterich) 2015
8) In Riso/ der dünne Vogel Bin/ kälter als / Dunlop. Gedichte. Schupfart (engeler/roughbook) 2016.
9) Der heisere Anarchimedes. Gedichte. Leipzig (poetenladen) 2020.
10) Neue Dörfer. Prosa. Leipzig (poetenladen) 2023.
11) Karaoke2. Gedichte. Schupfart (Urs Engeler) 2024</p>



<p><strong>Gedichtbände im Ausland</strong>
1) Múzeum netrpezlivosti, Gedichte übersetzt von Mila Haugovà, Ars Poetica, Bratislava 2013
2) La Guerre des Chambres dans ma Maison, Gedichte übersetzt von Habib Tengour. Ed. Apic, Alger 2022.</p>



<p><strong>Anthologien</strong>
1) Herausgeber (zusammen mit Michael Braun) der Anthologie:
Punktzeit. Deutschsprachige Lyrik der achtziger Jahre. Heidelberg (Wunderhorn), 1987
2) Herausgeber (zusammen mit Michael Braun) der Anthologie: Das verlorene Alphabet. Deutschsprachige Lyrik der neunziger Jahre. Heidelberg (Wunderhorn), 1998
3) Herausgeber (zusammen mit Michael Braun): Ode an die Sportler. Michael Buselmeier zum 60. Geburtstag. Heidelberg (Wunderhorn), 1998.
4) Herausgeber (zusammen mit Stefan Wieczorek und Ingo Wilhelm) der Anthologie: Im Fremdwort zuhaus. Gregor Laschen zum 60. Geburtstag. Heidelberg (Wunderhorn), 2001
5) Herausgeber (zus .mit Gregor Laschen): Leb wohl lila Sommer. Poesie aus Rußland. Heidelberg (Wunderhorn) 2004.
6) Herausgeber: Wozu Vögel, Bücher, Jazz. Poesie aus England. Heidelberg (Wunderhorn) 2005
7) Herausgeber: Vorwärts, ihr Kampfschildkröten. Poesie aus der Ukraine. Heidelberg (Wunderhorn) 2006
8) Herausgeber: Das verborgene Licht der Jahreszeiten. Poesie aus der Schweiz. Heidelberg (Wunderhorn) 2007
9) Herausgeber: Geburt eines Engels. Poesie aus Slowenien. Heidelberg (Wunderhorn) 2008
10) Herausgeber: Schlittenspur durch den Sommer. Poesie aus Schweden. Heidelberg (Wunderhorn) 2009
11) Herausgeber (zusammen mit Michael Braun): Lied aus reinem Nichts. Deutschsprachige Lyrik des Neuen Jahrtausends. Heidelberg (Wunderhorn) 2010
12) Herausgeber: Konzert für Das Eis. Poesie aus Kroatien. Heidelberg (Wunderhorn) 2010
13) Herausgeber: Meine schlichten Reisen. Poesie aus Belgien. Heidelberg (Wunderhorn) 2011
14) Herausgeber: Geständnis eines Despoten. Poesie aus Bosnien-Herzegowina. Heidelberg (Wunderhorn) 2012
15) Herausgeber: In meinem Mund ein Bumerang. Poesie aus der Türkei. Heidelberg (Wunderhorn) 2013
16) Herausgeber (zusammen mit Caroline Rudolph): Stillleben mit Crash. Poesie aus Polen. Heidelberg (Wunderhorn) 2014
17) Herausgeber: Lob des Wildtiers im Winter. Poesie aus der Slowakei. Heidelberg (Wunderhorn) 2015
18) Herausgeber: Werde zum Gespenst. Poesie aus Lettland. Heidelberg (Wunderhorn) 2016
19) Herausgeber: Storch im Schnee. Poesie aus Serbien. Heidelberg (Wunderhorn) 2017
20) Herausgeber (zusammen mit Mahmoud Hassanein): Deine Angst - Dein Paradies. Poesie aus Syrien. Heidelberg (Wunderhorn) 2018
21) Herausgeber (zusammen mit Michael Braun): Aus Mangel an Beweisen. Deutsche Lyrik seit 2008. Heidelberg (Wunderhorn) 2018
22) Herausgeber (zusammen mit Chiara Caradonna): Die Maulposaune. Poesie aus Italien. Heidelberg (Wunderhorn) 2019
23) Herausgeber (zusammen mit Sigrid Rieuwerts): Unter der dünnen Mondsichel. Poesie aus Schottland. Heidelberg (Wunderhorn) 2020
24) Herausgeber (zusammen mit Jan Kühne): Das Gute in den Dingen. Heidelberg (Wunderhorn) 2021
25) Biologie des Gedichts. Poesie aus Spanien. Heidelberg (Wunderhorn) 2023
26) Herausgeber (zusammen mit Ruta Eidukeviciene): Lied vom Spaziergang. Poesie aus Litauen. Heidelberg (Wunderhorn) 2024</p>



<p>Außerdem zahlreiche Lyrikveröffentlichungen in Zeitschriften (U.a., Literaturmagazin, Manuskripte, neue deutsche literatur, Lettre International, Merkur, Mütze, Ostragehege, Poet, Sinn &amp; Form, Zwischen den Zeilen, Schreibheft, Park, die Horen), Anthologien und im Lyrikjahrbuch 1989/90, 1992, 1993, 1996, 1998, 1999, 2000, 2002, 2003, 2005, 2006, 2008, 2013, 2018, 2019, 2020, 2021, 2022, 2023, 2024
Action Poétique, Dichten, савременик, transcrit usw.</p>



<p><strong>Anthologien (Auswahl):</strong></p>



<p>1) Karl Heinz Bohrer, Kurt Scheel (Hg.) Lyrik. Über Lyrik. Sonderheft Merkur, Heft 600, Klett-Cotta, Stuttgart 1999.
2) Hugo Dittberner (Hg.), Kurze Weile. Gedichte in wenigen Zeilen. Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Mainz 2003
2) Karen Leeder, Erdmut Wizisla(Hg.), O Chicago! O Widerspruch. Hundert Gedichte auf Brecht. Transit, Berlin 2006.
3) Manfred Enzensperger (Hg.) Die Hölderlin Ameisen. Du Mont, Köln 2005
4) Naomi Schenck, Archiv der verworfenen Möglichkeiten. Belleville, München 2010.
4) Alexandra Stäheli, Florian Vetsch (Hg.), Warenmuster, blühend. Waldgut, o.J. Frauenfeld.
5) Mirko Bonné, Tom Schulz (Hg.) Trakl und wir. Stiftung Lyrik Kabinett, München 2014
6) Anja Bayer, Daniela Seel (Hg.), All dies hier, Majestät, ist Deins. Lyrik im Anthropozän. Kookbooks, Berlin 2016</p>



<p>Veröffentlichungen in ausländischen Zeitschriften und Anthologien: Bolivien, Bulgarien, Frankreich, England, Mexiko, Rumänien, Rußland, Spanien, USA.</p>



<p>Nimmt teil am Internetforum: www.der-goldene-fisch.de</p>]]></description>
	<itunes:subtitle><![CDATA[Hans Thill ist ein Dichter in der Nachfolge der Surrealisten, der „Oulipo“-Bewegung und der experimentellen Poesie. Deren Texte sind nicht nur Übungen im (manchmal durchaus auch formal strengen) „Leichtsinn poetischen Formulierens“, sondern auch literari]]></itunes:subtitle>
	<content:encoded><![CDATA[<p>Hans Thill ist ein Dichter in der Nachfolge der Surrealisten, der „Oulipo“-Bewegung und der experimentellen Poesie. Deren Texte sind nicht nur Übungen im (manchmal durchaus auch formal strengen) „Leichtsinn poetischen Formulierens“, sondern auch literarische Übungen in der Erforschung des Bewusstseins und des Unbewusssten.</p>



<p>In „Karaoke 2“ spielt Hans Thill wie ein DJ der Dichtung, wie Rapper, wie Free-Jazzer oder Sampling-und ReMixer mit vorgefundenem musikalischen Material umgehen, mit vorhandenem lyrischem Material vom Barock bis zur Gegenwart. Wie Musiker Melodieinseln als Ausgangsmaterial für ihre freien Improvisationen benutzen, benutzt Hans Thill einzelne Zeilen (nicht nur) bekannter vorhandener Gedichte als Ausgangsmaterial der Inspiration zum Schreiben eigener Gedichte. Dabei werden Bedeutungshorizonte und Interpretationssplitter des Ausgangsgedichts in einem Schreibprozess, der teilweise einer surrealistischen „écriture automatique“ ähnlich ist, mit allen ( vornehmlich literarischen) Inhalten des Bewussten und Unbewussten eines 70jährigen Lebens verwirbelt.</p>



<p>Wie geht Gedicht-Karaoke? Wie singt man ein bekanntes Gedicht nach? Der neue Band von Hans Thill gleicht einem Gang in die Karaoke-Kabine. Wer sich in sie hinein begibt, kann nachsingen, was ihm vorgespielt wird. Zur Verfügung stehen 16 grandiose Optionen. Wer wollte nicht immer schon mal poetische Hits wie „Gebrochen Barock“, „Tag lass nach“, „Palle Pur“ oder „Klötenweh Quevlove“ nachsingen? Bühne frei für das lyrische Rudelsingen: 16 Gedichte aus 5 europäischen Sprachen, Gedichte von Andreas Gryphius, Georg Rodolf Weckherlin, Friedrich Hölderlin, William Wordsworth, August Graf von Platen, Stefan George, Yvan Goll, Stéphane Mallarmé, Saint-Pol Roux, Guillaume Apollinaire, José Maria de Heredia bzw. seinem Übersetzer Hanns Grössl, Else Lasker Schüler, Federico Garcia Lorca, Ilse Aichinger, Tomasz Róźycki bzw. seiner Übersetzerin Dagmara Kraus und Habib Tengour – auf Deutsch, Englisch, Französisch, Spanisch und Polnisch – der Lautleite des anderen Textes entlang – einem stets unabsehbaren Sinn auf der Spur, der sich selber findet, während er sich erfindet – Labsal als Labyrinth – auf dass man sich wiederfindet in so noch nicht gehörtem, in gänzlich unerhörtem Gebiet. Und als Rausschmeißer grölen alle noch auf dem Heimweg: „Taube im Abflug“!&lt; (Pressetext Verlag)</p>



<p>In Folge 64 von podcastliteratur.de spricht Hans Thill mit Theo Schneider über Entstehung, Entwicklung und Funktionsweise seiner Karaoke-Gedichte und stellt ausführlich Beispiele vor. So entsteht ein ebenso intensiver wie genau nachvollziehbarer Einblick in die Werkstatt eines neuen poetischen Genres.</p>





<h4>Hans Thill</h4>



<p>Hans Thill, geboren 1954 in Baden-Baden, lebt in Heidelberg. Lyriker, Leiter des Künstlerhauses Edenkoben und des Projekts »Poesie der Nachbarn«. Herausgeber der Anthologien dieses Projekts. Zahlreiche Gedichtbände, zahlreiche Übersetzungen aus dem Französischen. Herausgeber (zus. mit Michael Braun) von Anthologien zur Gegenwartslyrik jeweils eines Jahrzehnts. Hörspiele, Rundfunksendungen, zuletzt erschienen: Das Buch der Dörfer (2014) und Neue Dörfer (2023). Außerdem die Gedichtbände: Der heisere Anarchimedes (2020); In riso / der dürre vogel Bin / kälter als / Dunlop (2. Aufl. 2021). Im Herbst erscheint bei Urs Engeler Karaoke 2. Auszeichnungen u.a. Peter-Huchel-Preis 2004, Basler Lyrikpreis 2021. Mitglied des Deutschen PEN. Setzt Stelen für verstorbene Dichter www.poetenladen/stelen.de</p>







<p>Hans Thill, geboren 1954 in Baden-Baden, lebt seit 1974 in Heidelberg. Lyriker und Übersetzer. Seit 2010 Künstlerischer Leiter des Künstlerhauses Edenkoben. Preise: »Hungertuch« 1985 für Gelächter Sirenen. Peter-Huchel-Preis 2004 für Kühle Religionen. Basler Lyrikpreis für Der Heisere Anarchimedes 2021.</p>



<h4>Veröffentlichungen:</h4>



<p>1) Gelächter Sirenen. Gedichte. Heidelberg (Wunderhorn), 1985
2) Zivile Ziele. Gedichte. Heidelberg (Wunderhorn), 1995
3) Kopfsteinperspektive. Post aus Plovdiv und Sofia. Heidelberg (Wunderhorn), 2000.
4) Kühle Religionen. Gedichte. Heidelberg (Wunderhorn), 2003
5) Museum der Ungeduld. Gedichte. Heidelberg (Wunderhorn), 2009
6) Das Buch der Dörfer. Prosa. Berlin (Matthes &amp; Seitz) 2014
7) Ratgeber für Zeugleute. Gedichte. Berlin u. Rettenegg (Brüterich) 2015
8) In Riso/ der dünne Vogel Bin/ kälter als / Dunlop. Gedichte. Schupfart (engeler/roughbook) 2016.
9) Der heisere Anarchimedes. Gedichte. Leipzig (poetenladen) 2020.
10) Neue Dörfer. Prosa. Leipzig (poetenladen) 2023.
11) Karaoke2. Gedichte. Schupfart (Urs Engeler) 2024</p>



<p><strong>Gedichtbände im Ausland</strong>
1) Múzeum netrpezlivosti, Gedichte übersetzt von Mila Haugovà, Ars Poetica, Bratislava 2013
2) La Guerre des Chambres dans ma Maison, Gedichte übersetzt von Habib Tengour. Ed. Apic, Alger 2022.</p>



<p><strong>Anthologien</strong>
1) Herausgeber (zusammen mit Michael Braun) der Anthologie:
Punktzeit. Deutschsprachige Lyrik der achtziger Jahre. Heidelberg (Wunderhorn), 1987
2) Herausgeber (zusammen mit Michael Braun) der Anthologie: Das verlorene Alphabet. Deutschsprachige Lyrik der neunziger Jahre. Heidelberg (Wunderhorn), 1998
3) Herausgeber (zusammen mit Michael Braun): Ode an die Sportler. Michael Buselmeier zum 60. Geburtstag. Heidelberg (Wunderhorn), 1998.
4) Herausgeber (zusammen mit Stefan Wieczorek und Ingo Wilhelm) der Anthologie: Im Fremdwort zuhaus. Gregor Laschen zum 60. Geburtstag. Heidelberg (Wunderhorn), 2001
5) Herausgeber (zus .mit Gregor Laschen): Leb wohl lila Sommer. Poesie aus Rußland. Heidelberg (Wunderhorn) 2004.
6) Herausgeber: Wozu Vögel, Bücher, Jazz. Poesie aus England. Heidelberg (Wunderhorn) 2005
7) Herausgeber: Vorwärts, ihr Kampfschildkröten. Poesie aus der Ukraine. Heidelberg (Wunderhorn) 2006
8) Herausgeber: Das verborgene Licht der Jahreszeiten. Poesie aus der Schweiz. Heidelberg (Wunderhorn) 2007
9) Herausgeber: Geburt eines Engels. Poesie aus Slowenien. Heidelberg (Wunderhorn) 2008
10) Herausgeber: Schlittenspur durch den Sommer. Poesie aus Schweden. Heidelberg (Wunderhorn) 2009
11) Herausgeber (zusammen mit Michael Braun): Lied aus reinem Nichts. Deutschsprachige Lyrik des Neuen Jahrtausends. Heidelberg (Wunderhorn) 2010
12) Herausgeber: Konzert für Das Eis. Poesie aus Kroatien. Heidelberg (Wunderhorn) 2010
13) Herausgeber: Meine schlichten Reisen. Poesie aus Belgien. Heidelberg (Wunderhorn) 2011
14) Herausgeber: Geständnis eines Despoten. Poesie aus Bosnien-Herzegowina. Heidelberg (Wunderhorn) 2012
15) Herausgeber: In meinem Mund ein Bumerang. Poesie aus der Türkei. Heidelberg (Wunderhorn) 2013
16) Herausgeber (zusammen mit Caroline Rudolph): Stillleben mit Crash. Poesie aus Polen. Heidelberg (Wunderhorn) 2014
17) Herausgeber: Lob des Wildtiers im Winter. Poesie aus der Slowakei. Heidelberg (Wunderhorn) 2015
18) Herausgeber: Werde zum Gespenst. Poesie aus Lettland. Heidelberg (Wunderhorn) 2016
19) Herausgeber: Storch im Schnee. Poesie aus Serbien. Heidelberg (Wunderhorn) 2017
20) Herausgeber (zusammen mit Mahmoud Hassanein): Deine Angst - Dein Paradies. Poesie aus Syrien. Heidelberg (Wunderhorn) 2018
21) Herausgeber (zusammen mit Michael Braun): Aus Mangel an Beweisen. Deutsche Lyrik seit 2008. Heidelberg (Wunderhorn) 2018
22) Herausgeber (zusammen mit Chiara Caradonna): Die Maulposaune. Poesie aus Italien. Heidelberg (Wunderhorn) 2019
23) Herausgeber (zusammen mit Sigrid Rieuwerts): Unter der dünnen Mondsichel. Poesie aus Schottland. Heidelberg (Wunderhorn) 2020
24) Herausgeber (zusammen mit Jan Kühne): Das Gute in den Dingen. Heidelberg (Wunderhorn) 2021
25) Biologie des Gedichts. Poesie aus Spanien. Heidelberg (Wunderhorn) 2023
26) Herausgeber (zusammen mit Ruta Eidukeviciene): Lied vom Spaziergang. Poesie aus Litauen. Heidelberg (Wunderhorn) 2024</p>



<p>Außerdem zahlreiche Lyrikveröffentlichungen in Zeitschriften (U.a., Literaturmagazin, Manuskripte, neue deutsche literatur, Lettre International, Merkur, Mütze, Ostragehege, Poet, Sinn &amp; Form, Zwischen den Zeilen, Schreibheft, Park, die Horen), Anthologien und im Lyrikjahrbuch 1989/90, 1992, 1993, 1996, 1998, 1999, 2000, 2002, 2003, 2005, 2006, 2008, 2013, 2018, 2019, 2020, 2021, 2022, 2023, 2024
Action Poétique, Dichten, савременик, transcrit usw.</p>



<p><strong>Anthologien (Auswahl):</strong></p>



<p>1) Karl Heinz Bohrer, Kurt Scheel (Hg.) Lyrik. Über Lyrik. Sonderheft Merkur, Heft 600, Klett-Cotta, Stuttgart 1999.
2) Hugo Dittberner (Hg.), Kurze Weile. Gedichte in wenigen Zeilen. Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Mainz 2003
2) Karen Leeder, Erdmut Wizisla(Hg.), O Chicago! O Widerspruch. Hundert Gedichte auf Brecht. Transit, Berlin 2006.
3) Manfred Enzensperger (Hg.) Die Hölderlin Ameisen. Du Mont, Köln 2005
4) Naomi Schenck, Archiv der verworfenen Möglichkeiten. Belleville, München 2010.
4) Alexandra Stäheli, Florian Vetsch (Hg.), Warenmuster, blühend. Waldgut, o.J. Frauenfeld.
5) Mirko Bonné, Tom Schulz (Hg.) Trakl und wir. Stiftung Lyrik Kabinett, München 2014
6) Anja Bayer, Daniela Seel (Hg.), All dies hier, Majestät, ist Deins. Lyrik im Anthropozän. Kookbooks, Berlin 2016</p>



<p>Veröffentlichungen in ausländischen Zeitschriften und Anthologien: Bolivien, Bulgarien, Frankreich, England, Mexiko, Rumänien, Rußland, Spanien, USA.</p>



<p>Nimmt teil am Internetforum: www.der-goldene-fisch.de</p>]]></content:encoded>
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In „Karaoke 2“ spielt Hans Thill wie ein DJ der Dichtung, wie Rapper, wie Free-Jazzer oder Sampling-und ReMixer mit vorgefundenem musikalischen Material umgehen, mit vorhandenem lyrischem Material vom Barock bis zur Gegenwart. Wie Musiker Melodieinseln als Ausgangsmaterial für ihre freien Improvisationen benutzen, benutzt Hans Thill einzelne Zeilen (nicht nur) bekannter vorhandener Gedichte als Ausgangsmaterial der Inspiration zum Schreiben eigener Gedichte. Dabei werden Bedeutungshorizonte und Interpretationssplitter des Ausgangsgedichts in einem Schreibprozess, der teilweise einer surrealistischen „écriture automatique“ ähnlich ist, mit allen ( vornehmlich literarischen) Inhalten des Bewussten und Unbewussten eines 70jährigen Lebens verwirbelt.



Wie geht Gedicht-Karaoke? Wie singt man ein bekanntes Gedicht nach? Der neue Band von Hans Thill gleicht einem Gang in die Karaoke-Kabine. Wer sich in sie hinein begibt, kann nachsingen, was ihm vorgespielt wird. Zur Verfügung stehen 16 grandiose Optionen. Wer wollte nicht immer schon mal poetische Hits wie „Gebrochen Barock“, „Tag lass nach“, „Palle Pur“ oder „Klötenweh Quevlove“ nachsingen? Bühne frei für das lyrische Rudelsingen: 16 Gedichte aus 5 europäischen Sprachen, Gedichte von Andreas Gryphius, Georg Rodolf Weckherlin, Friedrich Hölderlin, William Wordsworth, August Graf von Platen, Stefan George, Yvan Goll, Stéphane Mallarmé, Saint-Pol Roux, Guillaume Apollinaire, José Maria de Heredia bzw. seinem Übersetzer Hanns Grössl, Else Lasker Schüler, Federico Garcia Lorca, Ilse Aichinger, Tomasz Róźycki bzw. seiner Übersetzerin Dagmara Kraus und Habib Tengour – auf Deutsch, Englisch, Französisch, Spanisch und Polnisch – der Lautleite des anderen Textes entlang – einem stets unabsehbaren Sinn auf der Spur, der sich selber findet, während er sich erfindet – Labsal als Labyrinth – auf dass man sich wiederfindet in so noch nicht gehörtem, in gänzlich unerhörtem Gebiet. Und als Rausschmeißer grölen alle noch auf dem Heimweg: „Taube im Abflug“!&lt; (Pressetext Verlag)



In Folge 64 von podcastliteratur.de spricht Hans Thill mit Theo Schneider über Entstehung, Entwicklung und Funktionsweise seiner Karaoke-Gedichte und stellt ausführlich Beispiele vor. So entsteht ein ebenso intensiver wie genau nachvollziehbarer Einblick in die Werkstatt eines neuen poetischen Genres.





Hans Thill



Hans Thill, geboren 1954 in Baden-Baden, lebt in Heidelberg. Lyriker, Leiter des Künstlerhauses Edenkoben und des Projekts »Poesie der Nachbarn«. Herausgeber der Anthologien dieses Projekts. Zahlreiche Gedichtbände, zahlreiche Übersetzungen aus dem Französischen. Herausgeber (zus. mit Michael Braun) von Anthologien zur Gegenwartslyrik jeweils eines Jahrzehnts. Hörspiele, Rundfunksendungen, zuletzt erschienen: Das Buch der Dörfer (2014) und Neue Dörfer (2023). Außerdem die Gedichtbände: Der heisere Anarchimedes (2020); In riso / der dürre vogel Bin / kälter als / Dunlop (2. Aufl. 2021). Im Herbst erscheint bei Urs Engeler Karaoke 2. Auszeichnungen u.a. Peter-Huchel-Preis 2004, Basler Lyrikpreis 2021. Mitglied des Deutschen PEN. Setzt Stelen für verstorbene Dichter www.poetenladen/stelen.de







Hans Thill, geboren 1954 in Baden-Baden, lebt seit 1974 in Heidelberg. Lyriker und Übersetzer. Seit 2010 Künstlerischer Leiter des Künstlerhauses Edenkoben. Preise: »Hungertuch« 1985 für Gelächter Sirenen. Peter-Huchel-Preis 2004 für Kühle Religionen. Basler Lyrikpreis für Der Heisere Anarchimedes 2021.



Veröffentlichungen:



1) Gelächter Sirenen. Gedichte. Heidelberg (Wunderhorn), 1985
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		<title>Folge 64: DJ der DichtungÜbungen im Leichtsinn poetischen FormulierensHans Thill: „Karaoke 2“ Gedichte</title>
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	<itunes:author><![CDATA[Podcast Literatur]]></itunes:author>	<googleplay:description><![CDATA[Hans Thill ist ein Dichter in der Nachfolge der Surrealisten, der „Oulipo“-Bewegung und der experimentellen Poesie. Deren Texte sind nicht nur Übungen im (manchmal durchaus auch formal strengen) „Leichtsinn poetischen Formulierens“, sondern auch literarische Übungen in der Erforschung des Bewusstseins und des Unbewusssten.



In „Karaoke 2“ spielt Hans Thill wie ein DJ der Dichtung, wie Rapper, wie Free-Jazzer oder Sampling-und ReMixer mit vorgefundenem musikalischen Material umgehen, mit vorhandenem lyrischem Material vom Barock bis zur Gegenwart. Wie Musiker Melodieinseln als Ausgangsmaterial für ihre freien Improvisationen benutzen, benutzt Hans Thill einzelne Zeilen (nicht nur) bekannter vorhandener Gedichte als Ausgangsmaterial der Inspiration zum Schreiben eigener Gedichte. Dabei werden Bedeutungshorizonte und Interpretationssplitter des Ausgangsgedichts in einem Schreibprozess, der teilweise einer surrealistischen „écriture automatique“ ähnlich ist, mit allen ( vornehmlich lite]]></googleplay:description>
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	<title>Folge 63: Lakonische Levitationen zwischen nouvelle vague, Poesie und PolitikMarcus Braun und seine Romane „Dehli“, „Hochzeitsvorbereitungen“, „Armor“ und „Der letzte Buddha“</title>
	<link>https://podcastliteratur.de/podcast/marcus-braun-und-seine-romane-dehli-hochzeitsvorbereitungen-armor-und-der-letzte-buddha/</link>
	<pubDate>Mon, 23 Mar 2026 23:00:00 +0000</pubDate>
	<dc:creator><![CDATA[Podcast Literatur]]></dc:creator>
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	<description><![CDATA[<p>Marcus Braun ist ein Autor von Romanen und Theaterstücken. Er wurde 1971 in Bullay an der Mosel geboren, lebte lange Zeit in Berlin und ist seit zwei Jahren wieder in seine Heimat zurückgekehrt.</p>



<p>Wenn es nicht total veraltet und abgenutzt wäre, könnte man das früher häufig gebrauchte Klischee von den „Stillen im Lande“ aus der Mottenkiste kramen: Marcus Braun ist eher leise, zurückhaltend, nachdenkend, skrupulös, zweifelnd, lakonisch, langsam. Aber unter dieser Oberfläche phantasievoll, witzig, schräg, poetisch, kritisch, politisch, experimentierfreudig.</p>



<p>Und so sind auch seine Romane: poetisch, lakonisch, witzig bis zu schrägen Kalauern, flirrend, sehr filmisch wie das französische Kino der 60er bis 80er Jahre, mal formal konventionell, mal experimentierfreudig anspruchsvoll, oft spannend, mal folgend sie den Suspense-Regeln von Krimis oder Politthrillern, mal dem Impressionismus der nouvelle vague des französischen Kinos, mal dem kalauernden Gehabe Heranwachsender. Immer sind ihre Protagonisten junge Leute zwischen Fünfzehn und Dreißig, in Phasen der Veränderung, unsicher ihrer Gefühle und Gedanken…</p>



<p>So der Protagonist in Marcus Brauns formal wagemutigem und von der Kritik hoch gelobten Debut „Dehli“; die Zivildienstleistenden im sprachlich eher konventionellen Roman „Hochzeitsvorbereitungen“, die ihren Sex zwischen One-Night-Stands und Liebeskummer ausprobieren; die beiden Paare in „Armor“, die in der flirrend aufgeladenen Atmosphäre französischer Filme der 70er und 80er an der Atlantikküste flirten und zoffen; und so die beiden jungen Männer, die als konkurrierende „Panchen Lama“ vom Dalai Lama im Exil und von China ausgewählt wurden im Politthriller „Der letzte Buddha“.</p>



<p>Aus diesen Büchern liest Marcus Braun und spricht über sein Schreiben mit Theo Schneider in Folge 63 von podcastliteratur.de.</p>

























<h4>Marcus Braun</h4>



<p>Informationen zu seinem Leben und seinen Werken finden Sie bei Wikipedia unter <a rel="noreferrer noopener" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Marcus_Braun" target="_blank">https://de.wikipedia.org/wiki/Marcus_Braun</a></p>]]></description>
	<itunes:subtitle><![CDATA[Marcus Braun ist ein Autor von Romanen und Theaterstücken. Er wurde 1971 in Bullay an der Mosel geboren, lebte lange Zeit in Berlin und ist seit zwei Jahren wieder in seine Heimat zurückgekehrt.



Wenn es nicht total veraltet und abgenutzt wäre, könnte ]]></itunes:subtitle>
	<content:encoded><![CDATA[<p>Marcus Braun ist ein Autor von Romanen und Theaterstücken. Er wurde 1971 in Bullay an der Mosel geboren, lebte lange Zeit in Berlin und ist seit zwei Jahren wieder in seine Heimat zurückgekehrt.</p>



<p>Wenn es nicht total veraltet und abgenutzt wäre, könnte man das früher häufig gebrauchte Klischee von den „Stillen im Lande“ aus der Mottenkiste kramen: Marcus Braun ist eher leise, zurückhaltend, nachdenkend, skrupulös, zweifelnd, lakonisch, langsam. Aber unter dieser Oberfläche phantasievoll, witzig, schräg, poetisch, kritisch, politisch, experimentierfreudig.</p>



<p>Und so sind auch seine Romane: poetisch, lakonisch, witzig bis zu schrägen Kalauern, flirrend, sehr filmisch wie das französische Kino der 60er bis 80er Jahre, mal formal konventionell, mal experimentierfreudig anspruchsvoll, oft spannend, mal folgend sie den Suspense-Regeln von Krimis oder Politthrillern, mal dem Impressionismus der nouvelle vague des französischen Kinos, mal dem kalauernden Gehabe Heranwachsender. Immer sind ihre Protagonisten junge Leute zwischen Fünfzehn und Dreißig, in Phasen der Veränderung, unsicher ihrer Gefühle und Gedanken…</p>



<p>So der Protagonist in Marcus Brauns formal wagemutigem und von der Kritik hoch gelobten Debut „Dehli“; die Zivildienstleistenden im sprachlich eher konventionellen Roman „Hochzeitsvorbereitungen“, die ihren Sex zwischen One-Night-Stands und Liebeskummer ausprobieren; die beiden Paare in „Armor“, die in der flirrend aufgeladenen Atmosphäre französischer Filme der 70er und 80er an der Atlantikküste flirten und zoffen; und so die beiden jungen Männer, die als konkurrierende „Panchen Lama“ vom Dalai Lama im Exil und von China ausgewählt wurden im Politthriller „Der letzte Buddha“.</p>



<p>Aus diesen Büchern liest Marcus Braun und spricht über sein Schreiben mit Theo Schneider in Folge 63 von podcastliteratur.de.</p>

























<h4>Marcus Braun</h4>



<p>Informationen zu seinem Leben und seinen Werken finden Sie bei Wikipedia unter <a rel="noreferrer noopener" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Marcus_Braun" target="_blank">https://de.wikipedia.org/wiki/Marcus_Braun</a></p>]]></content:encoded>
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Wenn es nicht total veraltet und abgenutzt wäre, könnte man das früher häufig gebrauchte Klischee von den „Stillen im Lande“ aus der Mottenkiste kramen: Marcus Braun ist eher leise, zurückhaltend, nachdenkend, skrupulös, zweifelnd, lakonisch, langsam. Aber unter dieser Oberfläche phantasievoll, witzig, schräg, poetisch, kritisch, politisch, experimentierfreudig.



Und so sind auch seine Romane: poetisch, lakonisch, witzig bis zu schrägen Kalauern, flirrend, sehr filmisch wie das französische Kino der 60er bis 80er Jahre, mal formal konventionell, mal experimentierfreudig anspruchsvoll, oft spannend, mal folgend sie den Suspense-Regeln von Krimis oder Politthrillern, mal dem Impressionismus der nouvelle vague des französischen Kinos, mal dem kalauernden Gehabe Heranwachsender. Immer sind ihre Protagonisten junge Leute zwischen Fünfzehn und Dreißig, in Phasen der Veränderung, unsicher ihrer Gefühle und Gedanken…



So der Protagonist in Marcus Brauns formal wagemutigem und von der Kritik hoch gelobten Debut „Dehli“; die Zivildienstleistenden im sprachlich eher konventionellen Roman „Hochzeitsvorbereitungen“, die ihren Sex zwischen One-Night-Stands und Liebeskummer ausprobieren; die beiden Paare in „Armor“, die in der flirrend aufgeladenen Atmosphäre französischer Filme der 70er und 80er an der Atlantikküste flirten und zoffen; und so die beiden jungen Männer, die als konkurrierende „Panchen Lama“ vom Dalai Lama im Exil und von China ausgewählt wurden im Politthriller „Der letzte Buddha“.



Aus diesen Büchern liest Marcus Braun und spricht über sein Schreiben mit Theo Schneider in Folge 63 von podcastliteratur.de.

























Marcus Braun



Informationen zu seinem Leben und seinen Werken finden Sie bei Wikipedia unter https://de.wikipedia.org/wiki/Marcus_Braun]]></itunes:summary>
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		<title>Folge 63: Lakonische Levitationen zwischen nouvelle vague, Poesie und PolitikMarcus Braun und seine Romane „Dehli“, „Hochzeitsvorbereitungen“, „Armor“ und „Der letzte Buddha“</title>
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	<itunes:author><![CDATA[Podcast Literatur]]></itunes:author>	<googleplay:description><![CDATA[Marcus Braun ist ein Autor von Romanen und Theaterstücken. Er wurde 1971 in Bullay an der Mosel geboren, lebte lange Zeit in Berlin und ist seit zwei Jahren wieder in seine Heimat zurückgekehrt.



Wenn es nicht total veraltet und abgenutzt wäre, könnte man das früher häufig gebrauchte Klischee von den „Stillen im Lande“ aus der Mottenkiste kramen: Marcus Braun ist eher leise, zurückhaltend, nachdenkend, skrupulös, zweifelnd, lakonisch, langsam. Aber unter dieser Oberfläche phantasievoll, witzig, schräg, poetisch, kritisch, politisch, experimentierfreudig.



Und so sind auch seine Romane: poetisch, lakonisch, witzig bis zu schrägen Kalauern, flirrend, sehr filmisch wie das französische Kino der 60er bis 80er Jahre, mal formal konventionell, mal experimentierfreudig anspruchsvoll, oft spannend, mal folgend sie den Suspense-Regeln von Krimis oder Politthrillern, mal dem Impressionismus der nouvelle vague des französischen Kinos, mal dem kalauernden Gehabe Heranwachsender. Immer sind ih]]></googleplay:description>
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	<title>Folge 62: „Klar wie Asche“ oder „Übersetzen ist das falsche Wort für eine Sache, die es nicht gibt!“Der Übersetzerworkshop „Dichter übersetzen Dichter“ im Künstlerhaus Edenkoben 2025 mit Lyrikerinnen und Lyrikern aus Tschechien.</title>
	<link>https://podcastliteratur.de/podcast/folge-62-klar-wie-asche-oder-uebersetzen-ist-das-falsche-wort-fuer-eine-sache-die-es-nicht-gibtder-uebersetzerworkshop-dichter-uebersetzen-dichter/</link>
	<pubDate>Mon, 16 Feb 2026 08:00:00 +0000</pubDate>
	<dc:creator><![CDATA[Podcast Literatur]]></dc:creator>
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	<description><![CDATA[<p>Vor mehr als dreißig Jahren hat das Künstlerhaus des Landes Rheinland-Pfalz in Edenkoben das Format „Poesie der Nachbarn – Dichter übersetzen Dichter“ entwickelt, das mittlerweile Nachahmer in der ganzen Welt gefunden hat.</p>



<p>Das Konzept: Deutschsprachige Lyriker und Lyrikerinnen treffen sich einmal im Jahr mit Dichterinnen und Dichtern aus einem europäischen Nachbarland in einem mehrtägigen Workshop, um deren Texte zu übersetzen. Unmittelbar danach folgen gemeinsame Lesetermine auf Veranstaltungen in der Region und ein Jahr später erscheint eine Anthologie der Originaltexte und ihrer Übersetzungen.</p>



<p>Zum ersten Mal waren im vorigen Jahr Lyriker und Lyrikerinnen aus Tschechien zu Gast. Einige von ihnen und ihre deutschen Kollegen und Kolleginnen hat podcastliteratur.de für Folge 62 zu einem Gespräch über Tendenzen tschechischer Lyrik und die Schwierigkeiten beim Übersetzen aus der westslawischen Sprache hinter dem Mikrofon versammelt.</p>



<p>Dabei fällt in diesem Jahr vor allem zweierlei auf: Zum einen sind es fast ohne Ausnahme vor allem junge Lyrikerinnen und Lyriker, die aus Tschechien nach Edenkoben gekommen sind. Und ihre Texte sind oft ausgesprochen schwierig zu übersetzen, da viele sehr stark an Klangwirkungen der tschechischen Sprache orientiert oder ausgesprochene Klanggedichte sind, deren „Bedeutungen“ überhaupt nicht lexikografisch zu erfassen sind.</p>



<p>So kommt es, dass die Teilnehmer ihre Übertragungsversuche mit der Erweckung von Frankenstein-Monstern vergleichen, vom Übersetzen als „Frankensteinisieren“ sprechen und dass man „das Monster montieren“ muss, wenn es um die Frage geht, wie denn eigentlich unübersetzbare Texte dennoch ins Deutsche übertragen werden können.</p>



<p>Und natürlich reden wir auch von den Besonderheiten der westslawischen Sprache und über tschechische Lyrik in der Vergangenheit und Gegenwart.</p>





<h4>Tereza Bínová</h4>





<p>Tereza Bínová, geboren 1990 in der Vysočina, lebt in Telč. Lyrikerin und Psychologin. Debütierte im Jahr 2014 mit ihrem konzeptuellen Gedichtband Souborna zkouška (»Abschlußprüfung«). Für ihren jüngsten Band Červeny obr (»Der rote Riese«) erhielt sie 2023 den Literaturpreis Magnesia Litera. Sie arbeitet als Therapeutin und lebt mit ihrem Mann und zwei Kindern in einer Kleinstadt im Süden Tschechiens.</p>



<h4>Róža Domašcyna</h4>





<p>Róža Domašcyna, geboren 1951 in Zerna bei Kamenz, lebt in Bautzen. Schreibt Lyrik, Essays, Dramatik und Rezensionen, ist auch Herausgeberin und Nachdichterin. Zuletzt erschien: stimmen aus der unterbuhne (poetenladen, Leipzig 2020); Poesiealbum 354 (Märkischer Verlag, Wilhelmshorst 2020); Unterm weisleinenen tuch, Gedichte und Nachdichtungen (Domowina, Bautzen 2026)</p>



<h4>Daria Gordova</h4>





<p>Daria Gordova, geboren 1996, lebt in Prag. Studierte Germanistik und anglophone Literatur und Kultur an der Philosophischen Fakultät der Karlsuniversität. Sie hat in den Foren Protimluv, Tvar und in Nedělni chvilka Poesie publiziert und ihr Gedicht Stěna (»Wand«) wurde in der Anthologie Nejlepši česke basně 2019 (»Die besten tschechischen Gedichte «) veröffentlicht. Derzeit bereitet sie ihren ersten Gedichtband mit dem (Arbeits-)Titel Formaldehyd zur Veröffentlichung vor. Vor kurzem gründete sie das Projekt #čtemeženy (»wir lesen«) bei Instagram, mit dem sie tschechische Dichterinnen vorstellt.</p>



<h4>Marit Heuß</h4>





<p>Marit Heuß, geb. 1984 in Schlema, lebt als Lyrikerin und Literaturwissenschaflerin in Leipzig. Ihre Lyrik wurde u.a. ausgezeichnet mit einem Stipendium des Künstlerhauses Edenkoben (2020) und des Literarischen Colloquium Berlin (2026). Zuletzt erschien ihr Lyrikdebüt Verschlissenes Idyll (poetenladen, Leipzig 2025).</p>



<h4>Tim Holland</h4>





<p>Tim Holland, geboren 1987 in Tübingen, lebt in Berlin. Autor, Literaturvermittler und Verleger (hochroth München). Ausbildung zum Buchhändler in Tübingen. Zuletzt erschien das Langgedicht wir zaudern, wir brennen (Matthes &amp; Seitz, Berlin 2022), das auch als kinetische Installation umgesetzt wurde. Im Herbst 2026 erscheint der autofiktionale Essay Schweis fliest, wenn Muskeln weinen (Maro Verlag, Augsburg).</p>



<h4>Alexander Kappe</h4>





<p>Alexander Kappe, geboren 1987 in Berlin, lebt dort. Lyriker, Übersetzer, Literaturwissenschaftler und -Vermittler. Promotion in Berlin und Oxford. Mitherausgeber der Zeitschrift Transistor – Zeitschrift fur zeitgenossische Lyrik sowie verschiedener Anthologien. Übersetzer von Keith Waldrop. Zuletzt erschien: nachreden auf dunkelengel (gutleut verlag, Frankfurt 2023) und kleiner mann triptychon (gutleut Verlag, Frankfurt 2026) sowie die Ubertragung eines Bandes von Yevgeniy Breyger aus dem Deutschen ins Englische: fugitive moons (Shearsman Books, Swindon).</p>



<h4>Pavel Novotný</h4>





<p>Pavel Novotný, geboren 1976 in Prag, lebt in Liberec. Lyriker, Übersetzer, Germanist, Pädagoge, Leiter des Instituts für deutsche Sprache der TU Liberec (Reichenberg), lehrt auch an der Dresdner TU. Er hat mehrere Literaturpreise erhalten (u.a. Magnesia Litera für Lyrik 2021, Dresdner Lyrikpreis 2022), 2010 auch Prix Bohemia Radio für die experimentelle Radiokomposition Weltall. Er übersetzte u.a. Hans Magnus Enzensbergers Gedichtzyklen oder die Anthologie der Wiener Gruppe. Als Literaturwissenschaftler interessiert er sich für die literarische Collage und Montage sowie für das Thema akustische Literatur und experimentelles Hörspiel.</p>



<h4>Marion Poschmann</h4>





<p>Marion Poschmann, geboren 1969 in Essen, lebt in Berlin. Schreibt Gedichte, Romane und Essays, für die sie vielfach ausgezeichnet wurde, u.a. mit dem Peter-Huchel-Preis 2011, dem Deutschen Preis für Nature Writing 2017 und dem Joseph-Breitbach-Preis 2023. Zuletzt erschienender Gedichtband Nimbus (Suhrkamp, Berlin 2020), der Essay Laubwerk (Verbrecher Verlag, Berlin 2021), der Roman Chor der Erinnyen (Suhrkamp, Berlin 2023) sowie die Verslegende Die Winterschwimmerin (Suhrkamp, Berlin 2025).</p>



<h4>Christian Schloyer</h4>





<p>Christian Schloyer, geboren 1976 in Erlangen, lebt in Nürnberg. Xier improvisiert elektroakustische Klangwelten, schreibt Lyrik und verschmelzt beides zu Game-Level. Zuletzt erschien JUMP N`RUN (poetenladen, Leipzig 2017) und der Doppelband VENUS–MARS (poetenladen, Leipzig 2024). Auszeichnungen u. a. Leonce-und-Lena-Preis 2007 und Lyrikpreis München 2016.</p>



<h4>Anna Štičková</h4>





<p>Anna Štičková, geboren 1994, lebt in Brünn. Zuletzt erschien der Gedichtband Nejsi ze Sudet? (»Kommen Sie aus dem Sudetenland?«). Zusammen mit Sylva Ficová hat sie Texte von Carol Ann Duffy, Emily Dickinson, Amy Lowell und Gertrude Stein übersetzt für die Anthologie Nebyla jen Sapfo (»Nicht nur Sappho«, 2023). Sie ist aktives Mitglied des Schriftstellerverbands (Asociace spisovatelů) und Mitbegründerin des Verbands der Kleinverleger und Buchhändler (Asociace malých nakladatelů a knihkupců). Sie arbeitet außerdem an der Philosophischen Fakultät der Masaryk-Universität in Brünn und forscht zum Thema Literatur in sozioökonomischen Kontexten.</p>



<h4>Vojtěch Vacek</h4>





<p>Vojtěch Vacek, geboren 1993 in Prag, lebt dort. Lyriker, Redakteur, Game-Writer, Musiker. Gedichte und Fabeln erschienen in Literaturzeitschriften, Zeitungen und Anthologien. Seine Texte wurden in mehrere Sprachen übersetzt. Veröffentlichte bisher Schopni jsou ti s chlopni (»Leute mit großer Klappe können das«, 2015), Měňagon (2021) für den er den Jiří-Orten-Preis erhielt, zuletzt Vlnění zvěře (»Wildwechsel«, 2024). Mitorganisator des landesweiten internationalen Festivals Den poezie (»Tag der Poesie«). Er ist Mitglied der Band Představy postavy.</p>



<h4>Petr Váša</h4>





<p>Petr Váša, geboren 1965 in Brünn, lebt dort. Lyriker und Musiker. Begründer Bands Z kopce (1985), Ošklid (1987) und A-Beat (1990). Nach deren Auflösung widmete er sich vor allem seinem Projekt der physischen Dichtung – ab 1991 mit Performances und Tonaufnahmen, ab 1992 auch mit zeichnerisch-visuellen Gedichten, Seminaren und Workshops an verschiedenen Kunsthochschulen sowie im Rahmen der Veranstaltungen zu besonderen Anlässen. Nach einer längeren Phase gründete er 1999 die Band Ty Syčaci. Im Jahr 2021 erschien sein Gedichtband Štěstí (»Glück«), 2023 das Kinderbuch Rajčaťaci a Banani (»Tomaten und Bananen«). Derzeit tritt Petr Váša sowohl solo als auch mit Ty Syčaci und der wiederbelebten Gruppe Jasna paka auf und unterrichtet physische Dichtung.</p>]]></description>
	<itunes:subtitle><![CDATA[Vor mehr als dreißig Jahren hat das Künstlerhaus des Landes Rheinland-Pfalz in Edenkoben das Format „Poesie der Nachbarn – Dichter übersetzen Dichter“ entwickelt, das mittlerweile Nachahmer in der ganzen Welt gefunden hat.



Das Konzept: Deutschsprachig]]></itunes:subtitle>
	<content:encoded><![CDATA[<p>Vor mehr als dreißig Jahren hat das Künstlerhaus des Landes Rheinland-Pfalz in Edenkoben das Format „Poesie der Nachbarn – Dichter übersetzen Dichter“ entwickelt, das mittlerweile Nachahmer in der ganzen Welt gefunden hat.</p>



<p>Das Konzept: Deutschsprachige Lyriker und Lyrikerinnen treffen sich einmal im Jahr mit Dichterinnen und Dichtern aus einem europäischen Nachbarland in einem mehrtägigen Workshop, um deren Texte zu übersetzen. Unmittelbar danach folgen gemeinsame Lesetermine auf Veranstaltungen in der Region und ein Jahr später erscheint eine Anthologie der Originaltexte und ihrer Übersetzungen.</p>



<p>Zum ersten Mal waren im vorigen Jahr Lyriker und Lyrikerinnen aus Tschechien zu Gast. Einige von ihnen und ihre deutschen Kollegen und Kolleginnen hat podcastliteratur.de für Folge 62 zu einem Gespräch über Tendenzen tschechischer Lyrik und die Schwierigkeiten beim Übersetzen aus der westslawischen Sprache hinter dem Mikrofon versammelt.</p>



<p>Dabei fällt in diesem Jahr vor allem zweierlei auf: Zum einen sind es fast ohne Ausnahme vor allem junge Lyrikerinnen und Lyriker, die aus Tschechien nach Edenkoben gekommen sind. Und ihre Texte sind oft ausgesprochen schwierig zu übersetzen, da viele sehr stark an Klangwirkungen der tschechischen Sprache orientiert oder ausgesprochene Klanggedichte sind, deren „Bedeutungen“ überhaupt nicht lexikografisch zu erfassen sind.</p>



<p>So kommt es, dass die Teilnehmer ihre Übertragungsversuche mit der Erweckung von Frankenstein-Monstern vergleichen, vom Übersetzen als „Frankensteinisieren“ sprechen und dass man „das Monster montieren“ muss, wenn es um die Frage geht, wie denn eigentlich unübersetzbare Texte dennoch ins Deutsche übertragen werden können.</p>



<p>Und natürlich reden wir auch von den Besonderheiten der westslawischen Sprache und über tschechische Lyrik in der Vergangenheit und Gegenwart.</p>





<h4>Tereza Bínová</h4>





<p>Tereza Bínová, geboren 1990 in der Vysočina, lebt in Telč. Lyrikerin und Psychologin. Debütierte im Jahr 2014 mit ihrem konzeptuellen Gedichtband Souborna zkouška (»Abschlußprüfung«). Für ihren jüngsten Band Červeny obr (»Der rote Riese«) erhielt sie 2023 den Literaturpreis Magnesia Litera. Sie arbeitet als Therapeutin und lebt mit ihrem Mann und zwei Kindern in einer Kleinstadt im Süden Tschechiens.</p>



<h4>Róža Domašcyna</h4>





<p>Róža Domašcyna, geboren 1951 in Zerna bei Kamenz, lebt in Bautzen. Schreibt Lyrik, Essays, Dramatik und Rezensionen, ist auch Herausgeberin und Nachdichterin. Zuletzt erschien: stimmen aus der unterbuhne (poetenladen, Leipzig 2020); Poesiealbum 354 (Märkischer Verlag, Wilhelmshorst 2020); Unterm weisleinenen tuch, Gedichte und Nachdichtungen (Domowina, Bautzen 2026)</p>



<h4>Daria Gordova</h4>





<p>Daria Gordova, geboren 1996, lebt in Prag. Studierte Germanistik und anglophone Literatur und Kultur an der Philosophischen Fakultät der Karlsuniversität. Sie hat in den Foren Protimluv, Tvar und in Nedělni chvilka Poesie publiziert und ihr Gedicht Stěna (»Wand«) wurde in der Anthologie Nejlepši česke basně 2019 (»Die besten tschechischen Gedichte «) veröffentlicht. Derzeit bereitet sie ihren ersten Gedichtband mit dem (Arbeits-)Titel Formaldehyd zur Veröffentlichung vor. Vor kurzem gründete sie das Projekt #čtemeženy (»wir lesen«) bei Instagram, mit dem sie tschechische Dichterinnen vorstellt.</p>



<h4>Marit Heuß</h4>





<p>Marit Heuß, geb. 1984 in Schlema, lebt als Lyrikerin und Literaturwissenschaflerin in Leipzig. Ihre Lyrik wurde u.a. ausgezeichnet mit einem Stipendium des Künstlerhauses Edenkoben (2020) und des Literarischen Colloquium Berlin (2026). Zuletzt erschien ihr Lyrikdebüt Verschlissenes Idyll (poetenladen, Leipzig 2025).</p>



<h4>Tim Holland</h4>





<p>Tim Holland, geboren 1987 in Tübingen, lebt in Berlin. Autor, Literaturvermittler und Verleger (hochroth München). Ausbildung zum Buchhändler in Tübingen. Zuletzt erschien das Langgedicht wir zaudern, wir brennen (Matthes &amp; Seitz, Berlin 2022), das auch als kinetische Installation umgesetzt wurde. Im Herbst 2026 erscheint der autofiktionale Essay Schweis fliest, wenn Muskeln weinen (Maro Verlag, Augsburg).</p>



<h4>Alexander Kappe</h4>





<p>Alexander Kappe, geboren 1987 in Berlin, lebt dort. Lyriker, Übersetzer, Literaturwissenschaftler und -Vermittler. Promotion in Berlin und Oxford. Mitherausgeber der Zeitschrift Transistor – Zeitschrift fur zeitgenossische Lyrik sowie verschiedener Anthologien. Übersetzer von Keith Waldrop. Zuletzt erschien: nachreden auf dunkelengel (gutleut verlag, Frankfurt 2023) und kleiner mann triptychon (gutleut Verlag, Frankfurt 2026) sowie die Ubertragung eines Bandes von Yevgeniy Breyger aus dem Deutschen ins Englische: fugitive moons (Shearsman Books, Swindon).</p>



<h4>Pavel Novotný</h4>





<p>Pavel Novotný, geboren 1976 in Prag, lebt in Liberec. Lyriker, Übersetzer, Germanist, Pädagoge, Leiter des Instituts für deutsche Sprache der TU Liberec (Reichenberg), lehrt auch an der Dresdner TU. Er hat mehrere Literaturpreise erhalten (u.a. Magnesia Litera für Lyrik 2021, Dresdner Lyrikpreis 2022), 2010 auch Prix Bohemia Radio für die experimentelle Radiokomposition Weltall. Er übersetzte u.a. Hans Magnus Enzensbergers Gedichtzyklen oder die Anthologie der Wiener Gruppe. Als Literaturwissenschaftler interessiert er sich für die literarische Collage und Montage sowie für das Thema akustische Literatur und experimentelles Hörspiel.</p>



<h4>Marion Poschmann</h4>





<p>Marion Poschmann, geboren 1969 in Essen, lebt in Berlin. Schreibt Gedichte, Romane und Essays, für die sie vielfach ausgezeichnet wurde, u.a. mit dem Peter-Huchel-Preis 2011, dem Deutschen Preis für Nature Writing 2017 und dem Joseph-Breitbach-Preis 2023. Zuletzt erschienender Gedichtband Nimbus (Suhrkamp, Berlin 2020), der Essay Laubwerk (Verbrecher Verlag, Berlin 2021), der Roman Chor der Erinnyen (Suhrkamp, Berlin 2023) sowie die Verslegende Die Winterschwimmerin (Suhrkamp, Berlin 2025).</p>



<h4>Christian Schloyer</h4>





<p>Christian Schloyer, geboren 1976 in Erlangen, lebt in Nürnberg. Xier improvisiert elektroakustische Klangwelten, schreibt Lyrik und verschmelzt beides zu Game-Level. Zuletzt erschien JUMP N`RUN (poetenladen, Leipzig 2017) und der Doppelband VENUS–MARS (poetenladen, Leipzig 2024). Auszeichnungen u. a. Leonce-und-Lena-Preis 2007 und Lyrikpreis München 2016.</p>



<h4>Anna Štičková</h4>





<p>Anna Štičková, geboren 1994, lebt in Brünn. Zuletzt erschien der Gedichtband Nejsi ze Sudet? (»Kommen Sie aus dem Sudetenland?«). Zusammen mit Sylva Ficová hat sie Texte von Carol Ann Duffy, Emily Dickinson, Amy Lowell und Gertrude Stein übersetzt für die Anthologie Nebyla jen Sapfo (»Nicht nur Sappho«, 2023). Sie ist aktives Mitglied des Schriftstellerverbands (Asociace spisovatelů) und Mitbegründerin des Verbands der Kleinverleger und Buchhändler (Asociace malých nakladatelů a knihkupců). Sie arbeitet außerdem an der Philosophischen Fakultät der Masaryk-Universität in Brünn und forscht zum Thema Literatur in sozioökonomischen Kontexten.</p>



<h4>Vojtěch Vacek</h4>





<p>Vojtěch Vacek, geboren 1993 in Prag, lebt dort. Lyriker, Redakteur, Game-Writer, Musiker. Gedichte und Fabeln erschienen in Literaturzeitschriften, Zeitungen und Anthologien. Seine Texte wurden in mehrere Sprachen übersetzt. Veröffentlichte bisher Schopni jsou ti s chlopni (»Leute mit großer Klappe können das«, 2015), Měňagon (2021) für den er den Jiří-Orten-Preis erhielt, zuletzt Vlnění zvěře (»Wildwechsel«, 2024). Mitorganisator des landesweiten internationalen Festivals Den poezie (»Tag der Poesie«). Er ist Mitglied der Band Představy postavy.</p>



<h4>Petr Váša</h4>





<p>Petr Váša, geboren 1965 in Brünn, lebt dort. Lyriker und Musiker. Begründer Bands Z kopce (1985), Ošklid (1987) und A-Beat (1990). Nach deren Auflösung widmete er sich vor allem seinem Projekt der physischen Dichtung – ab 1991 mit Performances und Tonaufnahmen, ab 1992 auch mit zeichnerisch-visuellen Gedichten, Seminaren und Workshops an verschiedenen Kunsthochschulen sowie im Rahmen der Veranstaltungen zu besonderen Anlässen. Nach einer längeren Phase gründete er 1999 die Band Ty Syčaci. Im Jahr 2021 erschien sein Gedichtband Štěstí (»Glück«), 2023 das Kinderbuch Rajčaťaci a Banani (»Tomaten und Bananen«). Derzeit tritt Petr Váša sowohl solo als auch mit Ty Syčaci und der wiederbelebten Gruppe Jasna paka auf und unterrichtet physische Dichtung.</p>]]></content:encoded>
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	<itunes:summary><![CDATA[Vor mehr als dreißig Jahren hat das Künstlerhaus des Landes Rheinland-Pfalz in Edenkoben das Format „Poesie der Nachbarn – Dichter übersetzen Dichter“ entwickelt, das mittlerweile Nachahmer in der ganzen Welt gefunden hat.



Das Konzept: Deutschsprachige Lyriker und Lyrikerinnen treffen sich einmal im Jahr mit Dichterinnen und Dichtern aus einem europäischen Nachbarland in einem mehrtägigen Workshop, um deren Texte zu übersetzen. Unmittelbar danach folgen gemeinsame Lesetermine auf Veranstaltungen in der Region und ein Jahr später erscheint eine Anthologie der Originaltexte und ihrer Übersetzungen.



Zum ersten Mal waren im vorigen Jahr Lyriker und Lyrikerinnen aus Tschechien zu Gast. Einige von ihnen und ihre deutschen Kollegen und Kolleginnen hat podcastliteratur.de für Folge 62 zu einem Gespräch über Tendenzen tschechischer Lyrik und die Schwierigkeiten beim Übersetzen aus der westslawischen Sprache hinter dem Mikrofon versammelt.



Dabei fällt in diesem Jahr vor allem zweierlei auf: Zum einen sind es fast ohne Ausnahme vor allem junge Lyrikerinnen und Lyriker, die aus Tschechien nach Edenkoben gekommen sind. Und ihre Texte sind oft ausgesprochen schwierig zu übersetzen, da viele sehr stark an Klangwirkungen der tschechischen Sprache orientiert oder ausgesprochene Klanggedichte sind, deren „Bedeutungen“ überhaupt nicht lexikografisch zu erfassen sind.



So kommt es, dass die Teilnehmer ihre Übertragungsversuche mit der Erweckung von Frankenstein-Monstern vergleichen, vom Übersetzen als „Frankensteinisieren“ sprechen und dass man „das Monster montieren“ muss, wenn es um die Frage geht, wie denn eigentlich unübersetzbare Texte dennoch ins Deutsche übertragen werden können.



Und natürlich reden wir auch von den Besonderheiten der westslawischen Sprache und über tschechische Lyrik in der Vergangenheit und Gegenwart.





Tereza Bínová





Tereza Bínová, geboren 1990 in der Vysočina, lebt in Telč. Lyrikerin und Psychologin. Debütierte im Jahr 2014 mit ihrem konzeptuellen Gedichtband Souborna zkouška (»Abschlußprüfung«). Für ihren jüngsten Band Červeny obr (»Der rote Riese«) erhielt sie 2023 den Literaturpreis Magnesia Litera. Sie arbeitet als Therapeutin und lebt mit ihrem Mann und zwei Kindern in einer Kleinstadt im Süden Tschechiens.



Róža Domašcyna





Róža Domašcyna, geboren 1951 in Zerna bei Kamenz, lebt in Bautzen. Schreibt Lyrik, Essays, Dramatik und Rezensionen, ist auch Herausgeberin und Nachdichterin. Zuletzt erschien: stimmen aus der unterbuhne (poetenladen, Leipzig 2020); Poesiealbum 354 (Märkischer Verlag, Wilhelmshorst 2020); Unterm weisleinenen tuch, Gedichte und Nachdichtungen (Domowina, Bautzen 2026)



Daria Gordova





Daria Gordova, geboren 1996, lebt in Prag. Studierte Germanistik und anglophone Literatur und Kultur an der Philosophischen Fakultät der Karlsuniversität. Sie hat in den Foren Protimluv, Tvar und in Nedělni chvilka Poesie publiziert und ihr Gedicht Stěna (»Wand«) wurde in der Anthologie Nejlepši česke basně 2019 (»Die besten tschechischen Gedichte «) veröffentlicht. Derzeit bereitet sie ihren ersten Gedichtband mit dem (Arbeits-)Titel Formaldehyd zur Veröffentlichung vor. Vor kurzem gründete sie das Projekt #čtemeženy (»wir lesen«) bei Instagram, mit dem sie tschechische Dichterinnen vorstellt.



Marit Heuß





Marit Heuß, geb. 1984 in Schlema, lebt als Lyrikerin und Literaturwissenschaflerin in Leipzig. Ihre Lyrik wurde u.a. ausgezeichnet mit einem Stipendium des Künstlerhauses Edenkoben (2020) und des Literarischen Colloquium Berlin (2026). Zuletzt erschien ihr Lyrikdebüt Verschlissenes Idyll (poetenladen, Leipzig 2025).



Tim Holland





Tim Holland, geboren 1987 in Tübingen, lebt in Berlin. Autor, Literaturvermittler und Verleger (hochroth München). Ausbildung zum Buchhändler in Tübingen. Zuletzt erschien das Langgedicht wir zaudern, wir brennen (Matthes &amp; Seitz, Berlin 2022), das auch als kinetische Installation umgesetzt wurde. Im Herbst 2026 erscheint der autofiktional]]></itunes:summary>
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		<title>Folge 62: „Klar wie Asche“ oder „Übersetzen ist das falsche Wort für eine Sache, die es nicht gibt!“Der Übersetzerworkshop „Dichter übersetzen Dichter“ im Künstlerhaus Edenkoben 2025 mit Lyrikerinnen und Lyrikern aus Tschechien.</title>
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	<itunes:author><![CDATA[Podcast Literatur]]></itunes:author>	<googleplay:description><![CDATA[Vor mehr als dreißig Jahren hat das Künstlerhaus des Landes Rheinland-Pfalz in Edenkoben das Format „Poesie der Nachbarn – Dichter übersetzen Dichter“ entwickelt, das mittlerweile Nachahmer in der ganzen Welt gefunden hat.



Das Konzept: Deutschsprachige Lyriker und Lyrikerinnen treffen sich einmal im Jahr mit Dichterinnen und Dichtern aus einem europäischen Nachbarland in einem mehrtägigen Workshop, um deren Texte zu übersetzen. Unmittelbar danach folgen gemeinsame Lesetermine auf Veranstaltungen in der Region und ein Jahr später erscheint eine Anthologie der Originaltexte und ihrer Übersetzungen.



Zum ersten Mal waren im vorigen Jahr Lyriker und Lyrikerinnen aus Tschechien zu Gast. Einige von ihnen und ihre deutschen Kollegen und Kolleginnen hat podcastliteratur.de für Folge 62 zu einem Gespräch über Tendenzen tschechischer Lyrik und die Schwierigkeiten beim Übersetzen aus der westslawischen Sprache hinter dem Mikrofon versammelt.



Dabei fällt in diesem Jahr vor allem zweierlei]]></googleplay:description>
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	<title>Folge 61: „V`herbe“Linguistin der Natur – Autorin des Gestrüpps:Claudie Hunzinger und ihr Roman „Ein Hund an meiner Tafel“</title>
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	<pubDate>Sat, 10 Jan 2026 23:00:00 +0000</pubDate>
	<dc:creator><![CDATA[Podcast Literatur]]></dc:creator>
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	<description><![CDATA[<p>„V`herbe“ ist ein französisches Wortspiel: „herbe“ – also Kraut, Pflanze… setzt man ein „V“ davor wird daraus das Wort „Wort“, „Verb“.
Und das drückt ziemlich genau aus, was Claudie Hunzinger in ihren Büchern macht: Pflanzen, Kräuter, Wald, Tiere, Natur in Wörter verwandeln.
Literaturjournalistisch heißt das nun neudeutsch-denglisch: „Nature Writing“. Als ob es das nicht schon immer gegeben hätte – von Ovids Metamorphosen über „Walden“ von Theroux und Stifters „Hochwald“ bis Esther Kinskys „Am Fluss“ und unzählige andere in der Literaturgeschichte aller Länder.</p>



<p>Zunächst habe ich mich über die hochgestochene Formulierung des Titels gewundert: Als ob die Autorin mit einem Hund höchst vornehm diniere…Bis bald der Groschen fiel: „An angel at my table“. Also eine Hommage an Jane Campions wunderbaren Film über die neuseeländische Autorin Janet Frame und ihren Roman mit dem gleichnamigen Titel.</p>



<p>Und es stimmt ja: Unverhofft, wie uns Engel mit einem zarten Windhauch streifen, erscheint da plötzlich ein verängstigter und struppiger Hund bei einem alten Aussteigerpaar, das seit Jahrzehnten wie Philemon und Baucis auf einem kleinen, kargen Gehöft abgelegen in den Vogesen lebt. Die Hündin teilt das Leben der beiden Alten eine Zeit lang und den Roman lang. (Selbstverständlich muss es eine Hündin sein, sonst hätte der Roman ja nicht den „prix femina“ erhalten und sonst würde die Wuff:in sich ja nicht so gut als Projektionsfläche für gender-spezifische Anspielungen eignen! Wobei der Verdacht der Erzählerin, dass die Hündin von einem Mann sexuell missbraucht wurde, real wie fiktional, einigermaßen abwegig ist. Umso mehr als wir das Attribut „Hundeficker“ lieber für Donald Trump reservieren würden. Was aber dann doch eine unverantwortliche Verharmlosung des Staatsterroristen wäre!</p>



<p>Roman steht auf dem Titel, aber das Buch ist sicher mehr autobiografisches Notat als Erfindung. Ein wunderbares autofiktionales Werk über ein altes Aussteigerpaar, beide um die Achtzig, das mit den Menschen kaum noch etwas anfangen kann und will und sich von (fast) allem zurückgezogen hat: Er in die Welt der Literatur und Bücher, die er nachts liest, während er tagsüber schläft. Sie in die Natur, in die Beobachtung und Betrachtung der Pflanzen und Tiere: Mehr noch, in eine Art Übereignung ihrer Person an die Natur, was immer wieder mit ebenso genauen wie poetischen Bildern und Gedanken beschrieben wird – ihre Verwandlung von einer Menschin in ein Teil der Natur. So wirkt sie manchmal wie die Figuren in Ovids Metamorphosen, ein Wesen im Prozess der Verwandlung einer Person in Dinge der Natur, wie die Nymphe Daphne, der schon Blätter und Zweige aus den Haaren sprießen, als sie auf der Flucht vor ihrem Vergewaltiger in einen Lorbeerbaum verwandelt wird.</p>



<p>Ein wirklich intensives Buch, der erste auf Deutsch übersetzte Roman der Autorin aus den Vogesen. Den hier, in Folge 61 von podcastliteratur.de, der Romanist Professor Ulrich Winter und Theo Schneider in Lesung und Gespräch vorstellen. Ein Buch, das Sie unbedingt lesen sollten, von einer Autorin, von der unbedingt weitere Werke auf Deutsch übersetzt werden sollten.</p>





<p><a href="https://www.rowohlt.de/buch/claudie-hunzinger-ein-hund-an-meiner-tafel-9783498003753?srsltid=AfmBOopikEKU-DlItpw2IIylaNSZa7rP39gexn07W9Q0ELZ2KcuuFo4N" target="_blank" rel="noreferrer noopener">zu der Homepage des Rowohlt-Verlags mit Infos zu dem Buch und einer Leseprobe.</a></p>



<h4>Claudie Hunzinger</h4>





<p>Claudie Hunzinger wurde 1940 bei Colmar geboren. Sie hat Kunst für das Lehramt an Gymnasien studiert und von 1964 bis 1972 am Lycée Bartholdi in Colmar unterrichtet. Seit 1964 lebt und arbeitet sie mit ihrem Mann Francis Hunzinger zusammen, der an der renommierten staatlichen „Schäferei von Rambouillet“ ausgebildet wurde und eine Farm in den Vogesen zur Schafzucht unterhielt.</p>



<p>Für beide war es zunächst die Erfüllung eines Kindheitstraums. Ein Aussteigerleben avant la lettre bevor es in Mitteleuropa Mode wurde. Schon bald müssen ihnen die blutigen und kommerziellen Aspekte der Schafzucht weniger gefallen haben. Und so wurde aus dem Handwerk bald Kunsthandwerk und Kunst: Wollproduktion und Wollfärberei, Teppiche, Ausstellungen.</p>



<p>Und man darf nicht vergessen: Sie waren keine naturtrüben, schlichte Waldschrate, sondern bürgerlich gebildete, künstlerisch und literarisch ambitionierte Menschen auf der Suche nach Alternativen zu einem natur- und menschenvernichtenden Kapitalismus – ihrer Zeit um Jahrzehnte voraus! Schon der Großvater von Claudie Hunzinger hatte ein naturwissenschaftliches Werk verfasst.</p>



<p>Bereits 1973 veröffentlichte Claudie Hunzinger einen tagebuchartigen Bericht über ihre Arbeit in den Vogesen: „Bannwald, das grüne Leben“. Viele weitere Titel folgten, Romane, Sachbücher und Ausstellungskataloge. Eine ausführliche Liste ihrer Bücher und Ausstellungen finden Sie in ihrem Wikipedia auf Französisch.
Claudie Hunzinger ist nicht nur eine erfolgreiche und produktive Autorin, sondern auch als Künstlerin nicht weniger wichtig, produktiv und erfolgreich, mit Ausstellungen in Frankreich und europäischen Nachbarländern. Besonders erwähnenswert vielleicht die Werkfolge der „Bücher aus Asche“, die sie mit ihrem Mann in den Achtziger Jahren realisierte und die Literatur und Natur verbindet.</p>



<p>Ach ja, und dass sie in den Vogesen eine Eselin hatten mit dem Namen „Utopie“.</p>



<p>Weitere Informationen zu Claudie Hunzinger in Französisch finden Sie unter<a rel="noreferrer noopener" href="https://fr.wikipedia.org/wiki/Claudie_Hunzinger" target="_blank"> https://fr.wikipedia.org/wiki/Claudie_Hunzinger</a>.</p>]]></description>
	<itunes:subtitle><![CDATA[„Vherbe“ ist ein französisches Wortspiel: „herbe“ – also Kraut, Pflanze… setzt man ein „V“ davor wird daraus das Wort „Wort“, „Verb“.
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	<content:encoded><![CDATA[<p>„V`herbe“ ist ein französisches Wortspiel: „herbe“ – also Kraut, Pflanze… setzt man ein „V“ davor wird daraus das Wort „Wort“, „Verb“.
Und das drückt ziemlich genau aus, was Claudie Hunzinger in ihren Büchern macht: Pflanzen, Kräuter, Wald, Tiere, Natur in Wörter verwandeln.
Literaturjournalistisch heißt das nun neudeutsch-denglisch: „Nature Writing“. Als ob es das nicht schon immer gegeben hätte – von Ovids Metamorphosen über „Walden“ von Theroux und Stifters „Hochwald“ bis Esther Kinskys „Am Fluss“ und unzählige andere in der Literaturgeschichte aller Länder.</p>



<p>Zunächst habe ich mich über die hochgestochene Formulierung des Titels gewundert: Als ob die Autorin mit einem Hund höchst vornehm diniere…Bis bald der Groschen fiel: „An angel at my table“. Also eine Hommage an Jane Campions wunderbaren Film über die neuseeländische Autorin Janet Frame und ihren Roman mit dem gleichnamigen Titel.</p>



<p>Und es stimmt ja: Unverhofft, wie uns Engel mit einem zarten Windhauch streifen, erscheint da plötzlich ein verängstigter und struppiger Hund bei einem alten Aussteigerpaar, das seit Jahrzehnten wie Philemon und Baucis auf einem kleinen, kargen Gehöft abgelegen in den Vogesen lebt. Die Hündin teilt das Leben der beiden Alten eine Zeit lang und den Roman lang. (Selbstverständlich muss es eine Hündin sein, sonst hätte der Roman ja nicht den „prix femina“ erhalten und sonst würde die Wuff:in sich ja nicht so gut als Projektionsfläche für gender-spezifische Anspielungen eignen! Wobei der Verdacht der Erzählerin, dass die Hündin von einem Mann sexuell missbraucht wurde, real wie fiktional, einigermaßen abwegig ist. Umso mehr als wir das Attribut „Hundeficker“ lieber für Donald Trump reservieren würden. Was aber dann doch eine unverantwortliche Verharmlosung des Staatsterroristen wäre!</p>



<p>Roman steht auf dem Titel, aber das Buch ist sicher mehr autobiografisches Notat als Erfindung. Ein wunderbares autofiktionales Werk über ein altes Aussteigerpaar, beide um die Achtzig, das mit den Menschen kaum noch etwas anfangen kann und will und sich von (fast) allem zurückgezogen hat: Er in die Welt der Literatur und Bücher, die er nachts liest, während er tagsüber schläft. Sie in die Natur, in die Beobachtung und Betrachtung der Pflanzen und Tiere: Mehr noch, in eine Art Übereignung ihrer Person an die Natur, was immer wieder mit ebenso genauen wie poetischen Bildern und Gedanken beschrieben wird – ihre Verwandlung von einer Menschin in ein Teil der Natur. So wirkt sie manchmal wie die Figuren in Ovids Metamorphosen, ein Wesen im Prozess der Verwandlung einer Person in Dinge der Natur, wie die Nymphe Daphne, der schon Blätter und Zweige aus den Haaren sprießen, als sie auf der Flucht vor ihrem Vergewaltiger in einen Lorbeerbaum verwandelt wird.</p>



<p>Ein wirklich intensives Buch, der erste auf Deutsch übersetzte Roman der Autorin aus den Vogesen. Den hier, in Folge 61 von podcastliteratur.de, der Romanist Professor Ulrich Winter und Theo Schneider in Lesung und Gespräch vorstellen. Ein Buch, das Sie unbedingt lesen sollten, von einer Autorin, von der unbedingt weitere Werke auf Deutsch übersetzt werden sollten.</p>





<p><a href="https://www.rowohlt.de/buch/claudie-hunzinger-ein-hund-an-meiner-tafel-9783498003753?srsltid=AfmBOopikEKU-DlItpw2IIylaNSZa7rP39gexn07W9Q0ELZ2KcuuFo4N" target="_blank" rel="noreferrer noopener">zu der Homepage des Rowohlt-Verlags mit Infos zu dem Buch und einer Leseprobe.</a></p>



<h4>Claudie Hunzinger</h4>





<p>Claudie Hunzinger wurde 1940 bei Colmar geboren. Sie hat Kunst für das Lehramt an Gymnasien studiert und von 1964 bis 1972 am Lycée Bartholdi in Colmar unterrichtet. Seit 1964 lebt und arbeitet sie mit ihrem Mann Francis Hunzinger zusammen, der an der renommierten staatlichen „Schäferei von Rambouillet“ ausgebildet wurde und eine Farm in den Vogesen zur Schafzucht unterhielt.</p>



<p>Für beide war es zunächst die Erfüllung eines Kindheitstraums. Ein Aussteigerleben avant la lettre bevor es in Mitteleuropa Mode wurde. Schon bald müssen ihnen die blutigen und kommerziellen Aspekte der Schafzucht weniger gefallen haben. Und so wurde aus dem Handwerk bald Kunsthandwerk und Kunst: Wollproduktion und Wollfärberei, Teppiche, Ausstellungen.</p>



<p>Und man darf nicht vergessen: Sie waren keine naturtrüben, schlichte Waldschrate, sondern bürgerlich gebildete, künstlerisch und literarisch ambitionierte Menschen auf der Suche nach Alternativen zu einem natur- und menschenvernichtenden Kapitalismus – ihrer Zeit um Jahrzehnte voraus! Schon der Großvater von Claudie Hunzinger hatte ein naturwissenschaftliches Werk verfasst.</p>



<p>Bereits 1973 veröffentlichte Claudie Hunzinger einen tagebuchartigen Bericht über ihre Arbeit in den Vogesen: „Bannwald, das grüne Leben“. Viele weitere Titel folgten, Romane, Sachbücher und Ausstellungskataloge. Eine ausführliche Liste ihrer Bücher und Ausstellungen finden Sie in ihrem Wikipedia auf Französisch.
Claudie Hunzinger ist nicht nur eine erfolgreiche und produktive Autorin, sondern auch als Künstlerin nicht weniger wichtig, produktiv und erfolgreich, mit Ausstellungen in Frankreich und europäischen Nachbarländern. Besonders erwähnenswert vielleicht die Werkfolge der „Bücher aus Asche“, die sie mit ihrem Mann in den Achtziger Jahren realisierte und die Literatur und Natur verbindet.</p>



<p>Ach ja, und dass sie in den Vogesen eine Eselin hatten mit dem Namen „Utopie“.</p>



<p>Weitere Informationen zu Claudie Hunzinger in Französisch finden Sie unter<a rel="noreferrer noopener" href="https://fr.wikipedia.org/wiki/Claudie_Hunzinger" target="_blank"> https://fr.wikipedia.org/wiki/Claudie_Hunzinger</a>.</p>]]></content:encoded>
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Und das drückt ziemlich genau aus, was Claudie Hunzinger in ihren Büchern macht: Pflanzen, Kräuter, Wald, Tiere, Natur in Wörter verwandeln.
Literaturjournalistisch heißt das nun neudeutsch-denglisch: „Nature Writing“. Als ob es das nicht schon immer gegeben hätte – von Ovids Metamorphosen über „Walden“ von Theroux und Stifters „Hochwald“ bis Esther Kinskys „Am Fluss“ und unzählige andere in der Literaturgeschichte aller Länder.



Zunächst habe ich mich über die hochgestochene Formulierung des Titels gewundert: Als ob die Autorin mit einem Hund höchst vornehm diniere…Bis bald der Groschen fiel: „An angel at my table“. Also eine Hommage an Jane Campions wunderbaren Film über die neuseeländische Autorin Janet Frame und ihren Roman mit dem gleichnamigen Titel.



Und es stimmt ja: Unverhofft, wie uns Engel mit einem zarten Windhauch streifen, erscheint da plötzlich ein verängstigter und struppiger Hund bei einem alten Aussteigerpaar, das seit Jahrzehnten wie Philemon und Baucis auf einem kleinen, kargen Gehöft abgelegen in den Vogesen lebt. Die Hündin teilt das Leben der beiden Alten eine Zeit lang und den Roman lang. (Selbstverständlich muss es eine Hündin sein, sonst hätte der Roman ja nicht den „prix femina“ erhalten und sonst würde die Wuff:in sich ja nicht so gut als Projektionsfläche für gender-spezifische Anspielungen eignen! Wobei der Verdacht der Erzählerin, dass die Hündin von einem Mann sexuell missbraucht wurde, real wie fiktional, einigermaßen abwegig ist. Umso mehr als wir das Attribut „Hundeficker“ lieber für Donald Trump reservieren würden. Was aber dann doch eine unverantwortliche Verharmlosung des Staatsterroristen wäre!



Roman steht auf dem Titel, aber das Buch ist sicher mehr autobiografisches Notat als Erfindung. Ein wunderbares autofiktionales Werk über ein altes Aussteigerpaar, beide um die Achtzig, das mit den Menschen kaum noch etwas anfangen kann und will und sich von (fast) allem zurückgezogen hat: Er in die Welt der Literatur und Bücher, die er nachts liest, während er tagsüber schläft. Sie in die Natur, in die Beobachtung und Betrachtung der Pflanzen und Tiere: Mehr noch, in eine Art Übereignung ihrer Person an die Natur, was immer wieder mit ebenso genauen wie poetischen Bildern und Gedanken beschrieben wird – ihre Verwandlung von einer Menschin in ein Teil der Natur. So wirkt sie manchmal wie die Figuren in Ovids Metamorphosen, ein Wesen im Prozess der Verwandlung einer Person in Dinge der Natur, wie die Nymphe Daphne, der schon Blätter und Zweige aus den Haaren sprießen, als sie auf der Flucht vor ihrem Vergewaltiger in einen Lorbeerbaum verwandelt wird.



Ein wirklich intensives Buch, der erste auf Deutsch übersetzte Roman der Autorin aus den Vogesen. Den hier, in Folge 61 von podcastliteratur.de, der Romanist Professor Ulrich Winter und Theo Schneider in Lesung und Gespräch vorstellen. Ein Buch, das Sie unbedingt lesen sollten, von einer Autorin, von der unbedingt weitere Werke auf Deutsch übersetzt werden sollten.





zu der Homepage des Rowohlt-Verlags mit Infos zu dem Buch und einer Leseprobe.



Claudie Hunzinger





Claudie Hunzinger wurde 1940 bei Colmar geboren. Sie hat Kunst für das Lehramt an Gymnasien studiert und von 1964 bis 1972 am Lycée Bartholdi in Colmar unterrichtet. Seit 1964 lebt und arbeitet sie mit ihrem Mann Francis Hunzinger zusammen, der an der renommierten staatlichen „Schäferei von Rambouillet“ ausgebildet wurde und eine Farm in den Vogesen zur Schafzucht unterhielt.



Für beide war es zunächst die Erfüllung eines Kindheitstraums. Ein Aussteigerleben avant la lettre bevor es in Mitteleuropa Mode wurde. Schon bald müssen ihnen die blutigen und kommerziellen Aspekte der Schafzucht weniger gefallen haben. Und so wurde aus dem Handwerk bald Kunsthandwerk und Kunst: Wollproduktion und Wollfärberei, Teppiche, Ausstellungen.



Und man d]]></itunes:summary>
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Und das drückt ziemlich genau aus, was Claudie Hunzinger in ihren Büchern macht: Pflanzen, Kräuter, Wald, Tiere, Natur in Wörter verwandeln.
Literaturjournalistisch heißt das nun neudeutsch-denglisch: „Nature Writing“. Als ob es das nicht schon immer gegeben hätte – von Ovids Metamorphosen über „Walden“ von Theroux und Stifters „Hochwald“ bis Esther Kinskys „Am Fluss“ und unzählige andere in der Literaturgeschichte aller Länder.



Zunächst habe ich mich über die hochgestochene Formulierung des Titels gewundert: Als ob die Autorin mit einem Hund höchst vornehm diniere…Bis bald der Groschen fiel: „An angel at my table“. Also eine Hommage an Jane Campions wunderbaren Film über die neuseeländische Autorin Janet Frame und ihren Roman mit dem gleichnamigen Titel.



Und es stimmt ja: Unverhofft, wie uns Engel mit einem zarten Windhauch streifen, erscheint d]]></googleplay:description>
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<item>
	<title>Folge 60: „Recherche de la maman perdue“ „Muttermale“ – Der neue Roman von Dagmar Leupold</title>
	<link>https://podcastliteratur.de/podcast/folge-60-recherche-de-la-maman-perdue-muttermale-der-neue-roman-von-dagmar-leupold/</link>
	<pubDate>Fri, 19 Dec 2025 23:00:00 +0000</pubDate>
	<dc:creator><![CDATA[Podcast Literatur]]></dc:creator>
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	<description><![CDATA[<p>Dagmar Leupold wurde 1955 in Niederlahnstein geboren, dort und in Mainz, wo die Familie dann hinzog, ist sie aufgewachsen. In Marburg und Tübingen hat sie Philosophie, Germanistik, Theaterwissenschaft und Klassische Philologie studiert, später auch promoviert. Sie hat in Italien und in New York gelebt, gelehrt und promoviert. In Deutschland hatte sie zahlreiche Literaturkurse und Lehraufträge gegeben, und lange hauptberuflich das Studio Literatur und Theater an der Universität Tübingen geleitet.</p>



<p>Aber vor allem hat sie geschrieben: 5 Gedichtbände und 11 Romane, und literaturtheoretische Bücher und Essays.</p>



<p>Diese Folge 60 ist die unmittelbare Fortsetzung von Folge 59, die wir zur Frankfurter Buchmesse mit Dagmar Leupold aufgenommen haben. Darin hatten wir über ihre beiden früheren Romane „Lavinia“ und „Dagegen die Elefanten“ geredet und daraus gelesen.
In dieser Folge geht es also zunächst um ihren neusten Roman, der, wie ich finde, kein Roman ist, sondern eine Art „recherche du maman perdue“. Im zweiten Teil von Folge 60 reden wir dann über Arbeitsweisen und Motive des Schreibens von Dagmar Leupold.</p>





<h4> Dagmar Leupold  - Lavinia</h4>



<p>Der Countdown beginnt im 25. Stock eines Hochhauses in New York: Worauf Lavinia von dort aus zurückblickt, ist ein Leben, vor dessen Abgründen ihr selbst schwindelt. Wie im Sturz durch ihre Geschichte und die Zeiten erzählt sie von ihrem Aufwachsen und Frauwerden, ihren Lieben und Verlusten, von Verheerungen und Missbrauch, von Unterwerfung und ihrem Willen, sich zu behaupten. Tiefer und tiefer führt sie den Leser im Taumel des Erinnerns und im Sprachrausch des Erzählens zurück in die deutsche Provinz nach dem Krieg, in das unschuldige wie ungeschützte Glücksempfinden einer Kindheit, die in Erfahrungen von Gewalt endet, zu den versuchten Abbrüchen und Aufbrüchen eines Lebens, das sich bei allem Wanken immer wieder unbeugsam zeigt.</p>



<p>Lavinia ist eine Selbst- und Weltbetrachtung voller Hingabe und Wut, bitter und zärtlich, schonungslos und empathisch. Ein Lob der Liebe und ein Bekenntnis zu Widerständigkeit. Ein Buch darüber, wie sich beides in Literatur verbinden kann zu einem Rettungsversuch in schwindelnder Höhe.</p>



<h4>Pressestimmen: "Lavinia"</h4>



<p>Die Welt ist alles, was der Fall ist“, heißt es bei Wittgenstein. […] So viele Fragmente, Gedanken, Erfahrungen verbindet Dagmar Leupold in ihrem Roman. Humor, Wut und Zärtlichkeit wechseln sich rhythmisch ab. […] Mit „Lavinia“ gibt Dagmar Leupold einer empathischen, engagierten, kraftvoll fühlenden und klug denkenden Frau eine unvergessliche Stimme.
Carsten Hueck, Ö1 Exlibris</p>



<p>Die Geschichte Lavinias ist gleichzeitig eine Geschichte der Einverleibung der Weltgeschichte in einen Frauenkörper, […] auch das völlig ohne Pathos, ohne Selbstmitleid, dafür schonungslos, erzählt. […] Ein sehr kluger, ebenso fundierter wie weitreichender Kommentar zur metoo-Debatte.
Elke Engelhardt, Fixpoetry</p>



<p>Man kann diesen Roman auch als Beitrag zur "Me Too"-Debatte lesen. Das Fazit der Fallenden jedenfalls ist tragisch eindeutig: "Haut und Papier werden nie wieder geduldig sein."
Antje Weber, Süddeutsche Zeitung</p>



<p>Dagmar Leupolds hinreißende Sprache lässt ihren Sturz durch die Zeiten zur beherzten Erkundung weiblichen Lebens werden.
Lore Kleinert, neue-buchtipps.de</p>





<h4> Dagmar Leupold  - Dagegen die Elefanten!</h4>



<p>Herr Harald ist der Mann in der Garderobe. Er gehört zum Theater wie der Vorhang, aber niemand kommt seinetwegen, das Rampenlicht ist für andere. Er nimmt den Menschen die Mäntel ab, die Taschen, was immer sie ihm anvertrauen, um für kurze Zeit unbeschwert zu sein, und wartet bis zum Schlussapplaus, das ist sein Einsatz. Doch eines Abends bleibt ein Mantel zurück, und in dem Mantel findet sich eine Pistole. Herr Harald trägt sie nach Hause, nur: Was will er damit tun? Er kann sich schlecht gegen alles zur Wehr setzen, was ihm an der Welt und den Mitmenschen als Zumutung erscheint. Aber vielleicht kann er ihre Aufmerksamkeit auf jemanden lenken, der wie er ein Schattendasein führt: die Frau, die für einen anderen die Noten umblättert und die er aus der Ferne verehrt.</p>



<p>Der tragische wie komische Protagonist dieser hinreißend erzählten Geschichte ist ein Held des Alltags, ein Mann in Dienstkleidung, einer, dem es niemand dankt. Und gäbe es die Literatur nicht – und Autorinnen wie Dagmar Leupold –, wie sollten wir wissen, was für ein Reichtum an Gedanken und Gefühlen, wie viel waches Leben und wehe Sehnsucht sich dahinter verbirgt.</p>



<h4>Pressestimmen: "Dagegen die Elefanten!"</h4>



<p>Ein außerordentlicher Roman, der völlig ohne Kalkül oder Berechnung entstanden zu sein scheint. Eher so, als hätte man ihn eben so und nur so schreiben können.
Andrea Heinz, Der Standard</p>



<p>Unter der stillen Oberfläche verbirgt sich ein enorm spannender Roman: Dagmar Leupold wartet mit feinsinnigen Beobachtungen der Opern- und Kunstwelt auf und lenkt unseren Blick auf die unauffälligen Zeitgenossen. Menschen, die den Laden am Laufen halten. Einfach, weil sie ihre Arbeit als sinnvoll empfinden. Damit hat das Buch auch eine durchaus solidarische Wirkung: Es öffnet den Blick für Menschen und Dinge, die man sonst oft übersieht.
Lina Brünig, WDR5</p>



<p>Dagmar Leupold hat ein wunderbares Buch voller Melancholie, Schmerz und Liebe geschrieben. Elke Heidenreich, Kölner Stadtanzeiger</p>



<p>Dagmar Leupold, die es in ihren Romanen immer wieder meisterhaft versteht, die Spielarten des Komischen – vom Grotesken über das Surreale bis zu realistischen Variationen – zu inszenieren, interessiert sich in ihrem neuen Roman für einen kauzigen Außenseiter, dessen Wahrnehmungen, Empfindungen und Befindlichkeiten minutiös erzählt werden.
Werner Jung, Junge Welt</p>





<h4> Dagmar Leupold - Muttermale</h4>



<p>Virtuos, behutsam und unerbittlich: Dagmar Leupold bringt Dinge zum Sprechen – sie erzählen von der Mutter, aber auch von Krieg, Flucht und Fremdheit.</p>



<p>Wie erzählt man von der eigenen Mutter? Vor über hundert Jahren in Ostpreußen geboren, vor der Roten Armee geflohen, auf Umwegen irgendwo im deutschen Westen angekommen und dort, im neuen Leben, in der neuen Zeit nach dem Krieg, von dem bald keine Rede mehr war, immer fremd geblieben. Fremd auch der eigenen Tochter, die sich weiter und weiter entfernte, bis die Geschichte der Mutter irgendwann unbegreiflich geworden war.</p>



<p>»Muttermale« ist der Roman einer Annäherung. In immer neuen Anläufen versucht Dagmar Leupold, Verlorenes wiederzugewinnen. Sie greift dazu auf das zurück, was vom Leben der Mutter geblieben ist, Alltagsgegenstände, Gewohnheiten, Fotos, gern gebrauchte Wörter und Sätze: alles, was über die Zeit hinweg von der Mutter zu ihr spricht.
Sie lauscht diesem Sprechen, um ihm Geheimnisse und Unausgesprochenes abzulauschen, und findet immer wieder Spuren eines Traumas.</p>



<h4>Pressestimmen: "Muttermale"</h4>



<p>»Ganz besonders psychologisch und stilistisch geglückt ist indes Dagmar Leupolds Roman „Muttermale“ […] wie die frühe Prägung durch eine verlorene Heimat noch die nächste Generation beeinflusst, ist selten so eindrucksvoll beschrieben worden wie hier.«
Andreas Platthaus, FAZ</p>



<p>»Im Schlaf hast du deine Tochter womöglich sogar gerngehabt, schreibt Dagmar Leupold in »Muttermale«. Und schon dieser schlichte Satz gibt eine Ahnung von der Wucht ihres Romans. Was die Zeile noch nicht verrät: Wie ungemein reich an Bildern und Lebenswissen die Sprache der Autorin ist. Und so leuchtet Dagmar Leupold Themen, die wahrlich oft beschrieben wurden, völlig neu aus. Das Buch beweist: Große Literatur braucht kein neues Sujet.«
Jury Bayerischer Buchpreis</p>



<p>Ein Roman, der in geschliffenen Sätzen Erkenntnis verdichtet.
Antje Weber, Süddeutsche Zeitung</p>



<p>»Bemerkenswert an diesen Erinnerungen sind die poetische Sprache und der lakonische Ton, sind die treffenden Formulierungen, an denen die Lyrikerin Leupold aufscheint. […] Wortwitz und Sprachspiele heben den Grundton der Melancholie für Momente immer wieder auf. […] So ist Muttermale auch als Dokument der komplexen und schuldbeladenen Vergangenheit unserer Gesellschaft zu verstehen.«
Sabine Scholl, Der Standard</p>





<h4>Curriculum Vitae Dagmar Leupold</h4>



<p>- Geboren 1955 in Niederlahnstein. 
- Abitur 1974 in Mainz: Neusprachl. Frauenlob-Gymnasium
- Studium der Germanistik, Philosophie, Altphilologie in Marburg und Tübingen,
- Staaatsexamen in Germanistik und Philosophie.
- Aufenthalt in Florenz (1980-85). Redaktionsassistentin am Kunsthistorischen Institut (KHI).
- Graduiertenstudium der Komparatistik an der City University in New York (CUNY, 1985- 90), Promotion The Oxymoron as a Model for the Generation of Text (phD) 1993.</p>



<p><strong>Sprachkenntnisse: </strong></p>



<p>- Gr. Latinum, Graecum
- Italienisch, 
- Englisch fließend
- Französisch gut
- Polnisch Grundkenntnisse</p>



<p><strong>Lehraufträge, Creative Writing und Dozenturen an den Universitäten:</strong></p>



<p>- Queens College, New York (adjunct teacher in Comparative Literature) (CUNY):1988-90
- München: 1992-1994 Lehrbeauftragte für Komparatistik
- Mainz: 1994 Literarisches Schreiben
- Bamberg: 1995 Literarisches Schreiben
- Leipzig (DLL): 1996/97
- Birmingham, Aston University (und DAAD) 2001: Writer-in-Residence
- Kiel (Liliencron-Poetik Dozentur): 2002 Drei Vorlesungen: Poetischer Stoffwechsel. Erinnern, Vergessen, Korrespondieren
- München: Leitung des Kurses Manuskriptum (zusammen mit Jo Lendle, Dumont Verlag): 2002/03
- Marburg: 2004 (Sommersemester) Literarisches Schreiben
- seit September 2004 (bis 2021) Leitung Studio Literatur und Theater an der Universität Tübingen
- im Frühjahr 2006 Max–Kade-Dozentur (writer-in-residence) an der Washington University, St. Louis, USA (Lehrstuhl Prof. Michael Lützeler)
- WS 2011/2012 Lehrauftrag am „Institut für Sprachkunst“ an der Universität für angewandte Künste in Wien</p>



<p>Darüber hinaus Leitung verschiedener Text-Werkstätten, u.a.: Textwerk, Seminar für Romanautoren am Münchner Literaturhaus, Kloster Irsee Kunstsommer, Mentorin im Nordkolleg Rendsburg (Begabtenförderung in Zusammenarbeit mit der Arno-Schmidt-Stiftung).</p>



<p>Seit 1985 freie Schriftstellerin und Übersetzerin (aus dem Italienischen und Englischen), u.a. Pavese, Del Giudice, Kleinzahler.
Zahlreiche publizistische, poetologische und essayistische Veröffentlichungen in Zeitschriften, Zeitungen, Anthologien.</p>



<p><strong>Literarische Veröffentlichungen (ohne Anthologien)</strong></p>



<p>1988 Wie Treibholz Gedichte Pfaffenweiler Presse
1992 Edmond. Geschichte einer Sehnsucht Roman S. Fischer
1994 Die Lust der Frauen auf Seite 13, Gedichte, S. Fischer
1995 Federgewicht Roman S. Fischer
1996 Destillate (Kurzprosa und Lyrik) S. Fischer
1999 Ende der Saison Roman S. Fischer
2001 Byrons Feldbett Gedichte S. Fischer
2002 Eden Plaza, Roman C.H.Beck
2004 Nach den Kriegen Roman eines Lebens C.H.Beck
2005 Alphabet zu Fuss Essays C.H. Beck
2007 Grüner Engel, blaues Land Roman C.H. Beck
2009 Die Helligkeit der Nacht.. Ein Journal Roman C.H. Beck
2013 Unter der Hand Roman Verlag Jung und Jung
2016 Die Witwen. Ein Abenteuerroman Verlag Jung und Jung
2019 LAVINIA Roman Verlag Jung und Jung
2022 Dagegen die Elefanten! Verlag Jung und Jung
2025 Small Talk Gedichte Verlag Jung und Jung
2025 Muttermale Roman Verlag Jung und Jung</p>



<p><strong>Drehbuch</strong>
(zusammen mit Fred Breinersdorfer)
nach dem Roman Eden Plaza Verfilmt unter dem Titel „Zwischen heute und morgen“</p>



<p><strong>Auszeichnungen (u.a.)</strong></p>



<p>Aspekte Preis für das beste Prosadebut (Edmond. Geschichte einer Sehnsucht)
Bayerischer Literaturförderpreis
Montblanc Preis für kurze Geschichten
Georg-K.-Glaser-Preis
Tukan-Literaturpreis der Stadt München
Literaturpreis der Stadt München</p>



<p>1999-2001 Mitglied des Kuratoriums des deutschen Literaturfonds e.V.
2013 Kuratorin des forum:autoren im Rahmen des Münchner Literaturfests
2001-2014 Geschäftsführendes Vorstandsmitglied</p>



<p><strong>Mitglied des P.E.N. und des VS</strong></p>]]></description>
	<itunes:subtitle><![CDATA[Dagmar Leupold wurde 1955 in Niederlahnstein geboren, dort und in Mainz, wo die Familie dann hinzog, ist sie aufgewachsen. In Marburg und Tübingen hat sie Philosophie, Germanistik, Theaterwissenschaft und Klassische Philologie studiert, später auch promo]]></itunes:subtitle>
	<content:encoded><![CDATA[<p>Dagmar Leupold wurde 1955 in Niederlahnstein geboren, dort und in Mainz, wo die Familie dann hinzog, ist sie aufgewachsen. In Marburg und Tübingen hat sie Philosophie, Germanistik, Theaterwissenschaft und Klassische Philologie studiert, später auch promoviert. Sie hat in Italien und in New York gelebt, gelehrt und promoviert. In Deutschland hatte sie zahlreiche Literaturkurse und Lehraufträge gegeben, und lange hauptberuflich das Studio Literatur und Theater an der Universität Tübingen geleitet.</p>



<p>Aber vor allem hat sie geschrieben: 5 Gedichtbände und 11 Romane, und literaturtheoretische Bücher und Essays.</p>



<p>Diese Folge 60 ist die unmittelbare Fortsetzung von Folge 59, die wir zur Frankfurter Buchmesse mit Dagmar Leupold aufgenommen haben. Darin hatten wir über ihre beiden früheren Romane „Lavinia“ und „Dagegen die Elefanten“ geredet und daraus gelesen.
In dieser Folge geht es also zunächst um ihren neusten Roman, der, wie ich finde, kein Roman ist, sondern eine Art „recherche du maman perdue“. Im zweiten Teil von Folge 60 reden wir dann über Arbeitsweisen und Motive des Schreibens von Dagmar Leupold.</p>





<h4> Dagmar Leupold  - Lavinia</h4>



<p>Der Countdown beginnt im 25. Stock eines Hochhauses in New York: Worauf Lavinia von dort aus zurückblickt, ist ein Leben, vor dessen Abgründen ihr selbst schwindelt. Wie im Sturz durch ihre Geschichte und die Zeiten erzählt sie von ihrem Aufwachsen und Frauwerden, ihren Lieben und Verlusten, von Verheerungen und Missbrauch, von Unterwerfung und ihrem Willen, sich zu behaupten. Tiefer und tiefer führt sie den Leser im Taumel des Erinnerns und im Sprachrausch des Erzählens zurück in die deutsche Provinz nach dem Krieg, in das unschuldige wie ungeschützte Glücksempfinden einer Kindheit, die in Erfahrungen von Gewalt endet, zu den versuchten Abbrüchen und Aufbrüchen eines Lebens, das sich bei allem Wanken immer wieder unbeugsam zeigt.</p>



<p>Lavinia ist eine Selbst- und Weltbetrachtung voller Hingabe und Wut, bitter und zärtlich, schonungslos und empathisch. Ein Lob der Liebe und ein Bekenntnis zu Widerständigkeit. Ein Buch darüber, wie sich beides in Literatur verbinden kann zu einem Rettungsversuch in schwindelnder Höhe.</p>



<h4>Pressestimmen: "Lavinia"</h4>



<p>Die Welt ist alles, was der Fall ist“, heißt es bei Wittgenstein. […] So viele Fragmente, Gedanken, Erfahrungen verbindet Dagmar Leupold in ihrem Roman. Humor, Wut und Zärtlichkeit wechseln sich rhythmisch ab. […] Mit „Lavinia“ gibt Dagmar Leupold einer empathischen, engagierten, kraftvoll fühlenden und klug denkenden Frau eine unvergessliche Stimme.
Carsten Hueck, Ö1 Exlibris</p>



<p>Die Geschichte Lavinias ist gleichzeitig eine Geschichte der Einverleibung der Weltgeschichte in einen Frauenkörper, […] auch das völlig ohne Pathos, ohne Selbstmitleid, dafür schonungslos, erzählt. […] Ein sehr kluger, ebenso fundierter wie weitreichender Kommentar zur metoo-Debatte.
Elke Engelhardt, Fixpoetry</p>



<p>Man kann diesen Roman auch als Beitrag zur "Me Too"-Debatte lesen. Das Fazit der Fallenden jedenfalls ist tragisch eindeutig: "Haut und Papier werden nie wieder geduldig sein."
Antje Weber, Süddeutsche Zeitung</p>



<p>Dagmar Leupolds hinreißende Sprache lässt ihren Sturz durch die Zeiten zur beherzten Erkundung weiblichen Lebens werden.
Lore Kleinert, neue-buchtipps.de</p>





<h4> Dagmar Leupold  - Dagegen die Elefanten!</h4>



<p>Herr Harald ist der Mann in der Garderobe. Er gehört zum Theater wie der Vorhang, aber niemand kommt seinetwegen, das Rampenlicht ist für andere. Er nimmt den Menschen die Mäntel ab, die Taschen, was immer sie ihm anvertrauen, um für kurze Zeit unbeschwert zu sein, und wartet bis zum Schlussapplaus, das ist sein Einsatz. Doch eines Abends bleibt ein Mantel zurück, und in dem Mantel findet sich eine Pistole. Herr Harald trägt sie nach Hause, nur: Was will er damit tun? Er kann sich schlecht gegen alles zur Wehr setzen, was ihm an der Welt und den Mitmenschen als Zumutung erscheint. Aber vielleicht kann er ihre Aufmerksamkeit auf jemanden lenken, der wie er ein Schattendasein führt: die Frau, die für einen anderen die Noten umblättert und die er aus der Ferne verehrt.</p>



<p>Der tragische wie komische Protagonist dieser hinreißend erzählten Geschichte ist ein Held des Alltags, ein Mann in Dienstkleidung, einer, dem es niemand dankt. Und gäbe es die Literatur nicht – und Autorinnen wie Dagmar Leupold –, wie sollten wir wissen, was für ein Reichtum an Gedanken und Gefühlen, wie viel waches Leben und wehe Sehnsucht sich dahinter verbirgt.</p>



<h4>Pressestimmen: "Dagegen die Elefanten!"</h4>



<p>Ein außerordentlicher Roman, der völlig ohne Kalkül oder Berechnung entstanden zu sein scheint. Eher so, als hätte man ihn eben so und nur so schreiben können.
Andrea Heinz, Der Standard</p>



<p>Unter der stillen Oberfläche verbirgt sich ein enorm spannender Roman: Dagmar Leupold wartet mit feinsinnigen Beobachtungen der Opern- und Kunstwelt auf und lenkt unseren Blick auf die unauffälligen Zeitgenossen. Menschen, die den Laden am Laufen halten. Einfach, weil sie ihre Arbeit als sinnvoll empfinden. Damit hat das Buch auch eine durchaus solidarische Wirkung: Es öffnet den Blick für Menschen und Dinge, die man sonst oft übersieht.
Lina Brünig, WDR5</p>



<p>Dagmar Leupold hat ein wunderbares Buch voller Melancholie, Schmerz und Liebe geschrieben. Elke Heidenreich, Kölner Stadtanzeiger</p>



<p>Dagmar Leupold, die es in ihren Romanen immer wieder meisterhaft versteht, die Spielarten des Komischen – vom Grotesken über das Surreale bis zu realistischen Variationen – zu inszenieren, interessiert sich in ihrem neuen Roman für einen kauzigen Außenseiter, dessen Wahrnehmungen, Empfindungen und Befindlichkeiten minutiös erzählt werden.
Werner Jung, Junge Welt</p>





<h4> Dagmar Leupold - Muttermale</h4>



<p>Virtuos, behutsam und unerbittlich: Dagmar Leupold bringt Dinge zum Sprechen – sie erzählen von der Mutter, aber auch von Krieg, Flucht und Fremdheit.</p>



<p>Wie erzählt man von der eigenen Mutter? Vor über hundert Jahren in Ostpreußen geboren, vor der Roten Armee geflohen, auf Umwegen irgendwo im deutschen Westen angekommen und dort, im neuen Leben, in der neuen Zeit nach dem Krieg, von dem bald keine Rede mehr war, immer fremd geblieben. Fremd auch der eigenen Tochter, die sich weiter und weiter entfernte, bis die Geschichte der Mutter irgendwann unbegreiflich geworden war.</p>



<p>»Muttermale« ist der Roman einer Annäherung. In immer neuen Anläufen versucht Dagmar Leupold, Verlorenes wiederzugewinnen. Sie greift dazu auf das zurück, was vom Leben der Mutter geblieben ist, Alltagsgegenstände, Gewohnheiten, Fotos, gern gebrauchte Wörter und Sätze: alles, was über die Zeit hinweg von der Mutter zu ihr spricht.
Sie lauscht diesem Sprechen, um ihm Geheimnisse und Unausgesprochenes abzulauschen, und findet immer wieder Spuren eines Traumas.</p>



<h4>Pressestimmen: "Muttermale"</h4>



<p>»Ganz besonders psychologisch und stilistisch geglückt ist indes Dagmar Leupolds Roman „Muttermale“ […] wie die frühe Prägung durch eine verlorene Heimat noch die nächste Generation beeinflusst, ist selten so eindrucksvoll beschrieben worden wie hier.«
Andreas Platthaus, FAZ</p>



<p>»Im Schlaf hast du deine Tochter womöglich sogar gerngehabt, schreibt Dagmar Leupold in »Muttermale«. Und schon dieser schlichte Satz gibt eine Ahnung von der Wucht ihres Romans. Was die Zeile noch nicht verrät: Wie ungemein reich an Bildern und Lebenswissen die Sprache der Autorin ist. Und so leuchtet Dagmar Leupold Themen, die wahrlich oft beschrieben wurden, völlig neu aus. Das Buch beweist: Große Literatur braucht kein neues Sujet.«
Jury Bayerischer Buchpreis</p>



<p>Ein Roman, der in geschliffenen Sätzen Erkenntnis verdichtet.
Antje Weber, Süddeutsche Zeitung</p>



<p>»Bemerkenswert an diesen Erinnerungen sind die poetische Sprache und der lakonische Ton, sind die treffenden Formulierungen, an denen die Lyrikerin Leupold aufscheint. […] Wortwitz und Sprachspiele heben den Grundton der Melancholie für Momente immer wieder auf. […] So ist Muttermale auch als Dokument der komplexen und schuldbeladenen Vergangenheit unserer Gesellschaft zu verstehen.«
Sabine Scholl, Der Standard</p>





<h4>Curriculum Vitae Dagmar Leupold</h4>



<p>- Geboren 1955 in Niederlahnstein. 
- Abitur 1974 in Mainz: Neusprachl. Frauenlob-Gymnasium
- Studium der Germanistik, Philosophie, Altphilologie in Marburg und Tübingen,
- Staaatsexamen in Germanistik und Philosophie.
- Aufenthalt in Florenz (1980-85). Redaktionsassistentin am Kunsthistorischen Institut (KHI).
- Graduiertenstudium der Komparatistik an der City University in New York (CUNY, 1985- 90), Promotion The Oxymoron as a Model for the Generation of Text (phD) 1993.</p>



<p><strong>Sprachkenntnisse: </strong></p>



<p>- Gr. Latinum, Graecum
- Italienisch, 
- Englisch fließend
- Französisch gut
- Polnisch Grundkenntnisse</p>



<p><strong>Lehraufträge, Creative Writing und Dozenturen an den Universitäten:</strong></p>



<p>- Queens College, New York (adjunct teacher in Comparative Literature) (CUNY):1988-90
- München: 1992-1994 Lehrbeauftragte für Komparatistik
- Mainz: 1994 Literarisches Schreiben
- Bamberg: 1995 Literarisches Schreiben
- Leipzig (DLL): 1996/97
- Birmingham, Aston University (und DAAD) 2001: Writer-in-Residence
- Kiel (Liliencron-Poetik Dozentur): 2002 Drei Vorlesungen: Poetischer Stoffwechsel. Erinnern, Vergessen, Korrespondieren
- München: Leitung des Kurses Manuskriptum (zusammen mit Jo Lendle, Dumont Verlag): 2002/03
- Marburg: 2004 (Sommersemester) Literarisches Schreiben
- seit September 2004 (bis 2021) Leitung Studio Literatur und Theater an der Universität Tübingen
- im Frühjahr 2006 Max–Kade-Dozentur (writer-in-residence) an der Washington University, St. Louis, USA (Lehrstuhl Prof. Michael Lützeler)
- WS 2011/2012 Lehrauftrag am „Institut für Sprachkunst“ an der Universität für angewandte Künste in Wien</p>



<p>Darüber hinaus Leitung verschiedener Text-Werkstätten, u.a.: Textwerk, Seminar für Romanautoren am Münchner Literaturhaus, Kloster Irsee Kunstsommer, Mentorin im Nordkolleg Rendsburg (Begabtenförderung in Zusammenarbeit mit der Arno-Schmidt-Stiftung).</p>



<p>Seit 1985 freie Schriftstellerin und Übersetzerin (aus dem Italienischen und Englischen), u.a. Pavese, Del Giudice, Kleinzahler.
Zahlreiche publizistische, poetologische und essayistische Veröffentlichungen in Zeitschriften, Zeitungen, Anthologien.</p>



<p><strong>Literarische Veröffentlichungen (ohne Anthologien)</strong></p>



<p>1988 Wie Treibholz Gedichte Pfaffenweiler Presse
1992 Edmond. Geschichte einer Sehnsucht Roman S. Fischer
1994 Die Lust der Frauen auf Seite 13, Gedichte, S. Fischer
1995 Federgewicht Roman S. Fischer
1996 Destillate (Kurzprosa und Lyrik) S. Fischer
1999 Ende der Saison Roman S. Fischer
2001 Byrons Feldbett Gedichte S. Fischer
2002 Eden Plaza, Roman C.H.Beck
2004 Nach den Kriegen Roman eines Lebens C.H.Beck
2005 Alphabet zu Fuss Essays C.H. Beck
2007 Grüner Engel, blaues Land Roman C.H. Beck
2009 Die Helligkeit der Nacht.. Ein Journal Roman C.H. Beck
2013 Unter der Hand Roman Verlag Jung und Jung
2016 Die Witwen. Ein Abenteuerroman Verlag Jung und Jung
2019 LAVINIA Roman Verlag Jung und Jung
2022 Dagegen die Elefanten! Verlag Jung und Jung
2025 Small Talk Gedichte Verlag Jung und Jung
2025 Muttermale Roman Verlag Jung und Jung</p>



<p><strong>Drehbuch</strong>
(zusammen mit Fred Breinersdorfer)
nach dem Roman Eden Plaza Verfilmt unter dem Titel „Zwischen heute und morgen“</p>



<p><strong>Auszeichnungen (u.a.)</strong></p>



<p>Aspekte Preis für das beste Prosadebut (Edmond. Geschichte einer Sehnsucht)
Bayerischer Literaturförderpreis
Montblanc Preis für kurze Geschichten
Georg-K.-Glaser-Preis
Tukan-Literaturpreis der Stadt München
Literaturpreis der Stadt München</p>



<p>1999-2001 Mitglied des Kuratoriums des deutschen Literaturfonds e.V.
2013 Kuratorin des forum:autoren im Rahmen des Münchner Literaturfests
2001-2014 Geschäftsführendes Vorstandsmitglied</p>



<p><strong>Mitglied des P.E.N. und des VS</strong></p>]]></content:encoded>
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	<itunes:summary><![CDATA[Dagmar Leupold wurde 1955 in Niederlahnstein geboren, dort und in Mainz, wo die Familie dann hinzog, ist sie aufgewachsen. In Marburg und Tübingen hat sie Philosophie, Germanistik, Theaterwissenschaft und Klassische Philologie studiert, später auch promoviert. Sie hat in Italien und in New York gelebt, gelehrt und promoviert. In Deutschland hatte sie zahlreiche Literaturkurse und Lehraufträge gegeben, und lange hauptberuflich das Studio Literatur und Theater an der Universität Tübingen geleitet.



Aber vor allem hat sie geschrieben: 5 Gedichtbände und 11 Romane, und literaturtheoretische Bücher und Essays.



Diese Folge 60 ist die unmittelbare Fortsetzung von Folge 59, die wir zur Frankfurter Buchmesse mit Dagmar Leupold aufgenommen haben. Darin hatten wir über ihre beiden früheren Romane „Lavinia“ und „Dagegen die Elefanten“ geredet und daraus gelesen.
In dieser Folge geht es also zunächst um ihren neusten Roman, der, wie ich finde, kein Roman ist, sondern eine Art „recherche du maman perdue“. Im zweiten Teil von Folge 60 reden wir dann über Arbeitsweisen und Motive des Schreibens von Dagmar Leupold.





 Dagmar Leupold  - Lavinia



Der Countdown beginnt im 25. Stock eines Hochhauses in New York: Worauf Lavinia von dort aus zurückblickt, ist ein Leben, vor dessen Abgründen ihr selbst schwindelt. Wie im Sturz durch ihre Geschichte und die Zeiten erzählt sie von ihrem Aufwachsen und Frauwerden, ihren Lieben und Verlusten, von Verheerungen und Missbrauch, von Unterwerfung und ihrem Willen, sich zu behaupten. Tiefer und tiefer führt sie den Leser im Taumel des Erinnerns und im Sprachrausch des Erzählens zurück in die deutsche Provinz nach dem Krieg, in das unschuldige wie ungeschützte Glücksempfinden einer Kindheit, die in Erfahrungen von Gewalt endet, zu den versuchten Abbrüchen und Aufbrüchen eines Lebens, das sich bei allem Wanken immer wieder unbeugsam zeigt.



Lavinia ist eine Selbst- und Weltbetrachtung voller Hingabe und Wut, bitter und zärtlich, schonungslos und empathisch. Ein Lob der Liebe und ein Bekenntnis zu Widerständigkeit. Ein Buch darüber, wie sich beides in Literatur verbinden kann zu einem Rettungsversuch in schwindelnder Höhe.



Pressestimmen: "Lavinia"



Die Welt ist alles, was der Fall ist“, heißt es bei Wittgenstein. […] So viele Fragmente, Gedanken, Erfahrungen verbindet Dagmar Leupold in ihrem Roman. Humor, Wut und Zärtlichkeit wechseln sich rhythmisch ab. […] Mit „Lavinia“ gibt Dagmar Leupold einer empathischen, engagierten, kraftvoll fühlenden und klug denkenden Frau eine unvergessliche Stimme.
Carsten Hueck, Ö1 Exlibris



Die Geschichte Lavinias ist gleichzeitig eine Geschichte der Einverleibung der Weltgeschichte in einen Frauenkörper, […] auch das völlig ohne Pathos, ohne Selbstmitleid, dafür schonungslos, erzählt. […] Ein sehr kluger, ebenso fundierter wie weitreichender Kommentar zur metoo-Debatte.
Elke Engelhardt, Fixpoetry



Man kann diesen Roman auch als Beitrag zur "Me Too"-Debatte lesen. Das Fazit der Fallenden jedenfalls ist tragisch eindeutig: "Haut und Papier werden nie wieder geduldig sein."
Antje Weber, Süddeutsche Zeitung



Dagmar Leupolds hinreißende Sprache lässt ihren Sturz durch die Zeiten zur beherzten Erkundung weiblichen Lebens werden.
Lore Kleinert, neue-buchtipps.de





 Dagmar Leupold  - Dagegen die Elefanten!



Herr Harald ist der Mann in der Garderobe. Er gehört zum Theater wie der Vorhang, aber niemand kommt seinetwegen, das Rampenlicht ist für andere. Er nimmt den Menschen die Mäntel ab, die Taschen, was immer sie ihm anvertrauen, um für kurze Zeit unbeschwert zu sein, und wartet bis zum Schlussapplaus, das ist sein Einsatz. Doch eines Abends bleibt ein Mantel zurück, und in dem Mantel findet sich eine Pistole. Herr Harald trägt sie nach Hause, nur: Was will er damit tun? Er kann sich schlecht gegen alles zur Wehr setzen, was ihm an der Welt und den Mitmenschen als Zumutung erscheint. Aber vielleicht kann er ihre Aufmerksamkeit auf jemanden lenken, der wie er e]]></itunes:summary>
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		<title>Folge 60: „Recherche de la maman perdue“ „Muttermale“ – Der neue Roman von Dagmar Leupold</title>
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Aber vor allem hat sie geschrieben: 5 Gedichtbände und 11 Romane, und literaturtheoretische Bücher und Essays.



Diese Folge 60 ist die unmittelbare Fortsetzung von Folge 59, die wir zur Frankfurter Buchmesse mit Dagmar Leupold aufgenommen haben. Darin hatten wir über ihre beiden früheren Romane „Lavinia“ und „Dagegen die Elefanten“ geredet und daraus gelesen.
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</item>

<item>
	<title>Folge 59: Wie man aus Elefanten eine Mücke macht und Lavinia vom 25. Stock aus durch Lüfte und Lüste laviertDagmar Leupold und ihre Romane „Lavinia“ (2019) und „Dagegen die Elefanten“ (2022)</title>
	<link>https://podcastliteratur.de/podcast/folge-59-wie-man-aus-elefanten-eine-muecke-macht-und-lavinia-vom-25-stock-aus-durch-luefte-und-lueste-laviertdagmar-leupold-und-ihre-romane-lavinia-2019-und-dagegen-die/</link>
	<pubDate>Fri, 14 Nov 2025 23:00:00 +0000</pubDate>
	<dc:creator><![CDATA[Podcast Literatur]]></dc:creator>
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	<description><![CDATA[<p>Dagmar Leupold (*1955 in Lahnstein) ist eine wichtige und produktive Schriftstellerin des Landes, die schon sehr lange in München lebt und zuvor viele Jahre in Italien und New York verbracht hat. Und deshalb, denke ich, hierzulande weniger wahrgenommen wird als dies unbedingt notwendig wäre.</p>



<p>Sie hat nicht nur 12 Romane und 5 Gedichtbände geschrieben, sondern auch zahlreiche essayistische und poetologische Beiträge. Und sie ist Übersetzerin aus dem Englischen und Italienischen. U.a. hat sie die Gedichte von Cesare Pavese übertragen.</p>



<p>Darüber hinaus ist sie auch eine wichtige Akteurin im literarischen Leben der BRD: Sie war Geschäftsführerin des Deutschen Literaturfonds, hat 17 Jahre lang das „Studio Literatur und Theater an der Universität Tübingen“ und viele Literaturwerkstätten geleitet und Lehraufträge und Dozenturen in Deutschland, Österreich und den USA inne gehabt.</p>



<p>In Folge 60 ab dem 12. Dezember reden wir dann über ihren neuen Roman „Muttermale“, der in diesem Herbst erschien, und über ihre Schreibwerkstatt.</p>





<h4> Dagmar Leupold  - Lavinia</h4>



<p>Der Countdown beginnt im 25. Stock eines Hochhauses in New York: Worauf Lavinia von dort aus zurückblickt, ist ein Leben, vor dessen Abgründen ihr selbst schwindelt. Wie im Sturz durch ihre Geschichte und die Zeiten erzählt sie von ihrem Aufwachsen und Frauwerden, ihren Lieben und Verlusten, von Verheerungen und Missbrauch, von Unterwerfung und ihrem Willen, sich zu behaupten. Tiefer und tiefer führt sie den Leser im Taumel des Erinnerns und im Sprachrausch des Erzählens zurück in die deutsche Provinz nach dem Krieg, in das unschuldige wie ungeschützte Glücksempfinden einer Kindheit, die in Erfahrungen von Gewalt endet, zu den versuchten Abbrüchen und Aufbrüchen eines Lebens, das sich bei allem Wanken immer wieder unbeugsam zeigt.</p>



<p>Lavinia ist eine Selbst- und Weltbetrachtung voller Hingabe und Wut, bitter und zärtlich, schonungslos und empathisch. Ein Lob der Liebe und ein Bekenntnis zu Widerständigkeit. Ein Buch darüber, wie sich beides in Literatur verbinden kann zu einem Rettungsversuch in schwindelnder Höhe.</p>



<h4>Pressestimmen: "Lavinia"</h4>



<p>Die Welt ist alles, was der Fall ist“, heißt es bei Wittgenstein. […] So viele Fragmente, Gedanken, Erfahrungen verbindet Dagmar Leupold in ihrem Roman. Humor, Wut und Zärtlichkeit wechseln sich rhythmisch ab. […] Mit „Lavinia“ gibt Dagmar Leupold einer empathischen, engagierten, kraftvoll fühlenden und klug denkenden Frau eine unvergessliche Stimme.
Carsten Hueck, Ö1 Exlibris</p>



<p>Die Geschichte Lavinias ist gleichzeitig eine Geschichte der Einverleibung der Weltgeschichte in einen Frauenkörper, […] auch das völlig ohne Pathos, ohne Selbstmitleid, dafür schonungslos, erzählt. […] Ein sehr kluger, ebenso fundierter wie weitreichender Kommentar zur metoo-Debatte.
Elke Engelhardt, Fixpoetry</p>



<p>Man kann diesen Roman auch als Beitrag zur "Me Too"-Debatte lesen. Das Fazit der Fallenden jedenfalls ist tragisch eindeutig: "Haut und Papier werden nie wieder geduldig sein."
Antje Weber, Süddeutsche Zeitung</p>



<p>Dagmar Leupolds hinreißende Sprache lässt ihren Sturz durch die Zeiten zur beherzten Erkundung weiblichen Lebens werden.
Lore Kleinert, neue-buchtipps.de</p>





<h4> Dagmar Leupold  - Dagegen die Elefanten!</h4>



<p>Herr Harald ist der Mann in der Garderobe. Er gehört zum Theater wie der Vorhang, aber niemand kommt seinetwegen, das Rampenlicht ist für andere. Er nimmt den Menschen die Mäntel ab, die Taschen, was immer sie ihm anvertrauen, um für kurze Zeit unbeschwert zu sein, und wartet bis zum Schlussapplaus, das ist sein Einsatz. Doch eines Abends bleibt ein Mantel zurück, und in dem Mantel findet sich eine Pistole. Herr Harald trägt sie nach Hause, nur: Was will er damit tun? Er kann sich schlecht gegen alles zur Wehr setzen, was ihm an der Welt und den Mitmenschen als Zumutung erscheint. Aber vielleicht kann er ihre Aufmerksamkeit auf jemanden lenken, der wie er ein Schattendasein führt: die Frau, die für einen anderen die Noten umblättert und die er aus der Ferne verehrt.</p>



<p>Der tragische wie komische Protagonist dieser hinreißend erzählten Geschichte ist ein Held des Alltags, ein Mann in Dienstkleidung, einer, dem es niemand dankt. Und gäbe es die Literatur nicht – und Autorinnen wie Dagmar Leupold –, wie sollten wir wissen, was für ein Reichtum an Gedanken und Gefühlen, wie viel waches Leben und wehe Sehnsucht sich dahinter verbirgt.</p>



<h4>Pressestimmen: "Dagegen die Elefanten!"</h4>



<p>Ein außerordentlicher Roman, der völlig ohne Kalkül oder Berechnung entstanden zu sein scheint. Eher so, als hätte man ihn eben so und nur so schreiben können.
Andrea Heinz, Der Standard</p>



<p>Unter der stillen Oberfläche verbirgt sich ein enorm spannender Roman: Dagmar Leupold wartet mit feinsinnigen Beobachtungen der Opern- und Kunstwelt auf und lenkt unseren Blick auf die unauffälligen Zeitgenossen. Menschen, die den Laden am Laufen halten. Einfach, weil sie ihre Arbeit als sinnvoll empfinden. Damit hat das Buch auch eine durchaus solidarische Wirkung: Es öffnet den Blick für Menschen und Dinge, die man sonst oft übersieht.
Lina Brünig, WDR5</p>



<p>Dagmar Leupold hat ein wunderbares Buch voller Melancholie, Schmerz und Liebe geschrieben. Elke Heidenreich, Kölner Stadtanzeiger</p>



<p>Dagmar Leupold, die es in ihren Romanen immer wieder meisterhaft versteht, die Spielarten des Komischen – vom Grotesken über das Surreale bis zu realistischen Variationen – zu inszenieren, interessiert sich in ihrem neuen Roman für einen kauzigen Außenseiter, dessen Wahrnehmungen, Empfindungen und Befindlichkeiten minutiös erzählt werden.
Werner Jung, Junge Welt</p>





<h4> Dagmar Leupold - Muttermale</h4>



<p>Virtuos, behutsam und unerbittlich: Dagmar Leupold bringt Dinge zum Sprechen – sie erzählen von der Mutter, aber auch von Krieg, Flucht und Fremdheit.</p>



<p>Wie erzählt man von der eigenen Mutter? Vor über hundert Jahren in Ostpreußen geboren, vor der Roten Armee geflohen, auf Umwegen irgendwo im deutschen Westen angekommen und dort, im neuen Leben, in der neuen Zeit nach dem Krieg, von dem bald keine Rede mehr war, immer fremd geblieben. Fremd auch der eigenen Tochter, die sich weiter und weiter entfernte, bis die Geschichte der Mutter irgendwann unbegreiflich geworden war.</p>



<p>»Muttermale« ist der Roman einer Annäherung. In immer neuen Anläufen versucht Dagmar Leupold, Verlorenes wiederzugewinnen. Sie greift dazu auf das zurück, was vom Leben der Mutter geblieben ist, Alltagsgegenstände, Gewohnheiten, Fotos, gern gebrauchte Wörter und Sätze: alles, was über die Zeit hinweg von der Mutter zu ihr spricht.
Sie lauscht diesem Sprechen, um ihm Geheimnisse und Unausgesprochenes abzulauschen, und findet immer wieder Spuren eines Traumas.</p>



<h4>Pressestimmen: "Muttermale"</h4>



<p>»Ganz besonders psychologisch und stilistisch geglückt ist indes Dagmar Leupolds Roman „Muttermale“ […] wie die frühe Prägung durch eine verlorene Heimat noch die nächste Generation beeinflusst, ist selten so eindrucksvoll beschrieben worden wie hier.«
Andreas Platthaus, FAZ</p>



<p>»Im Schlaf hast du deine Tochter womöglich sogar gerngehabt, schreibt Dagmar Leupold in »Muttermale«. Und schon dieser schlichte Satz gibt eine Ahnung von der Wucht ihres Romans. Was die Zeile noch nicht verrät: Wie ungemein reich an Bildern und Lebenswissen die Sprache der Autorin ist. Und so leuchtet Dagmar Leupold Themen, die wahrlich oft beschrieben wurden, völlig neu aus. Das Buch beweist: Große Literatur braucht kein neues Sujet.«
Jury Bayerischer Buchpreis</p>



<p>Ein Roman, der in geschliffenen Sätzen Erkenntnis verdichtet.
Antje Weber, Süddeutsche Zeitung</p>



<p>»Bemerkenswert an diesen Erinnerungen sind die poetische Sprache und der lakonische Ton, sind die treffenden Formulierungen, an denen die Lyrikerin Leupold aufscheint. […] Wortwitz und Sprachspiele heben den Grundton der Melancholie für Momente immer wieder auf. […] So ist Muttermale auch als Dokument der komplexen und schuldbeladenen Vergangenheit unserer Gesellschaft zu verstehen.«
Sabine Scholl, Der Standard</p>





<h4>Curriculum Vitae Dagmar Leupold</h4>



<p>- Geboren 1955 in Niederlahnstein. 
- Abitur 1974 in Mainz: Neusprachl. Frauenlob-Gymnasium
- Studium der Germanistik, Philosophie, Altphilologie in Marburg und Tübingen,
- Staaatsexamen in Germanistik und Philosophie.
- Aufenthalt in Florenz (1980-85). Redaktionsassistentin am Kunsthistorischen Institut (KHI).
- Graduiertenstudium der Komparatistik an der City University in New York (CUNY, 1985- 90), Promotion The Oxymoron as a Model for the Generation of Text (phD) 1993.</p>



<p><strong>Sprachkenntnisse: </strong></p>



<p>- Gr. Latinum, Graecum
- Italienisch, 
- Englisch fließend
- Französisch gut
- Polnisch Grundkenntnisse</p>



<p><strong>Lehraufträge, Creative Writing und Dozenturen an den Universitäten:</strong></p>



<p>- Queens College, New York (adjunct teacher in Comparative Literature) (CUNY):1988-90
- München: 1992-1994 Lehrbeauftragte für Komparatistik
- Mainz: 1994 Literarisches Schreiben
- Bamberg: 1995 Literarisches Schreiben
- Leipzig (DLL): 1996/97
- Birmingham, Aston University (und DAAD) 2001: Writer-in-Residence
- Kiel (Liliencron-Poetik Dozentur): 2002 Drei Vorlesungen: Poetischer Stoffwechsel. Erinnern, Vergessen, Korrespondieren
- München: Leitung des Kurses Manuskriptum (zusammen mit Jo Lendle, Dumont Verlag): 2002/03
- Marburg: 2004 (Sommersemester) Literarisches Schreiben
- seit September 2004 (bis 2021) Leitung Studio Literatur und Theater an der Universität Tübingen
- im Frühjahr 2006 Max–Kade-Dozentur (writer-in-residence) an der Washington University, St. Louis, USA (Lehrstuhl Prof. Michael Lützeler)
- WS 2011/2012 Lehrauftrag am „Institut für Sprachkunst“ an der Universität für angewandte Künste in Wien</p>



<p>Darüber hinaus Leitung verschiedener Text-Werkstätten, u.a.: Textwerk, Seminar für Romanautoren am Münchner Literaturhaus, Kloster Irsee Kunstsommer, Mentorin im Nordkolleg Rendsburg (Begabtenförderung in Zusammenarbeit mit der Arno-Schmidt-Stiftung).</p>



<p>Seit 1985 freie Schriftstellerin und Übersetzerin (aus dem Italienischen und Englischen), u.a. Pavese, Del Giudice, Kleinzahler.
Zahlreiche publizistische, poetologische und essayistische Veröffentlichungen in Zeitschriften, Zeitungen, Anthologien.</p>



<p><strong>Literarische Veröffentlichungen (ohne Anthologien)</strong></p>



<p>1988 Wie Treibholz Gedichte Pfaffenweiler Presse
1992 Edmond. Geschichte einer Sehnsucht Roman S. Fischer
1994 Die Lust der Frauen auf Seite 13, Gedichte, S. Fischer
1995 Federgewicht Roman S. Fischer
1996 Destillate (Kurzprosa und Lyrik) S. Fischer
1999 Ende der Saison Roman S. Fischer
2001 Byrons Feldbett Gedichte S. Fischer
2002 Eden Plaza, Roman C.H.Beck
2004 Nach den Kriegen Roman eines Lebens C.H.Beck
2005 Alphabet zu Fuss Essays C.H. Beck
2007 Grüner Engel, blaues Land Roman C.H. Beck
2009 Die Helligkeit der Nacht.. Ein Journal Roman C.H. Beck
2013 Unter der Hand Roman Verlag Jung und Jung
2016 Die Witwen. Ein Abenteuerroman Verlag Jung und Jung
2019 LAVINIA Roman Verlag Jung und Jung
2022 Dagegen die Elefanten! Verlag Jung und Jung
2025 Small Talk Gedichte Verlag Jung und Jung
2025 Muttermale Roman Verlag Jung und Jung</p>



<p><strong>Drehbuch</strong>
(zusammen mit Fred Breinersdorfer)
nach dem Roman Eden Plaza Verfilmt unter dem Titel „Zwischen heute und morgen“</p>



<p><strong>Auszeichnungen (u.a.)</strong></p>



<p>Aspekte Preis für das beste Prosadebut (Edmond. Geschichte einer Sehnsucht)
Bayerischer Literaturförderpreis
Montblanc Preis für kurze Geschichten
Georg-K.-Glaser-Preis
Tukan-Literaturpreis der Stadt München
Literaturpreis der Stadt München</p>



<p>1999-2001 Mitglied des Kuratoriums des deutschen Literaturfonds e.V.
2013 Kuratorin des forum:autoren im Rahmen des Münchner Literaturfests
2001-2014 Geschäftsführendes Vorstandsmitglied</p>



<p><strong>Mitglied des P.E.N. und des VS</strong></p>]]></description>
	<itunes:subtitle><![CDATA[Dagmar Leupold (*1955 in Lahnstein) ist eine wichtige und produktive Schriftstellerin des Landes, die schon sehr lange in München lebt und zuvor viele Jahre in Italien und New York verbracht hat. Und deshalb, denke ich, hierzulande weniger wahrgenommen w]]></itunes:subtitle>
	<content:encoded><![CDATA[<p>Dagmar Leupold (*1955 in Lahnstein) ist eine wichtige und produktive Schriftstellerin des Landes, die schon sehr lange in München lebt und zuvor viele Jahre in Italien und New York verbracht hat. Und deshalb, denke ich, hierzulande weniger wahrgenommen wird als dies unbedingt notwendig wäre.</p>



<p>Sie hat nicht nur 12 Romane und 5 Gedichtbände geschrieben, sondern auch zahlreiche essayistische und poetologische Beiträge. Und sie ist Übersetzerin aus dem Englischen und Italienischen. U.a. hat sie die Gedichte von Cesare Pavese übertragen.</p>



<p>Darüber hinaus ist sie auch eine wichtige Akteurin im literarischen Leben der BRD: Sie war Geschäftsführerin des Deutschen Literaturfonds, hat 17 Jahre lang das „Studio Literatur und Theater an der Universität Tübingen“ und viele Literaturwerkstätten geleitet und Lehraufträge und Dozenturen in Deutschland, Österreich und den USA inne gehabt.</p>



<p>In Folge 60 ab dem 12. Dezember reden wir dann über ihren neuen Roman „Muttermale“, der in diesem Herbst erschien, und über ihre Schreibwerkstatt.</p>





<h4> Dagmar Leupold  - Lavinia</h4>



<p>Der Countdown beginnt im 25. Stock eines Hochhauses in New York: Worauf Lavinia von dort aus zurückblickt, ist ein Leben, vor dessen Abgründen ihr selbst schwindelt. Wie im Sturz durch ihre Geschichte und die Zeiten erzählt sie von ihrem Aufwachsen und Frauwerden, ihren Lieben und Verlusten, von Verheerungen und Missbrauch, von Unterwerfung und ihrem Willen, sich zu behaupten. Tiefer und tiefer führt sie den Leser im Taumel des Erinnerns und im Sprachrausch des Erzählens zurück in die deutsche Provinz nach dem Krieg, in das unschuldige wie ungeschützte Glücksempfinden einer Kindheit, die in Erfahrungen von Gewalt endet, zu den versuchten Abbrüchen und Aufbrüchen eines Lebens, das sich bei allem Wanken immer wieder unbeugsam zeigt.</p>



<p>Lavinia ist eine Selbst- und Weltbetrachtung voller Hingabe und Wut, bitter und zärtlich, schonungslos und empathisch. Ein Lob der Liebe und ein Bekenntnis zu Widerständigkeit. Ein Buch darüber, wie sich beides in Literatur verbinden kann zu einem Rettungsversuch in schwindelnder Höhe.</p>



<h4>Pressestimmen: "Lavinia"</h4>



<p>Die Welt ist alles, was der Fall ist“, heißt es bei Wittgenstein. […] So viele Fragmente, Gedanken, Erfahrungen verbindet Dagmar Leupold in ihrem Roman. Humor, Wut und Zärtlichkeit wechseln sich rhythmisch ab. […] Mit „Lavinia“ gibt Dagmar Leupold einer empathischen, engagierten, kraftvoll fühlenden und klug denkenden Frau eine unvergessliche Stimme.
Carsten Hueck, Ö1 Exlibris</p>



<p>Die Geschichte Lavinias ist gleichzeitig eine Geschichte der Einverleibung der Weltgeschichte in einen Frauenkörper, […] auch das völlig ohne Pathos, ohne Selbstmitleid, dafür schonungslos, erzählt. […] Ein sehr kluger, ebenso fundierter wie weitreichender Kommentar zur metoo-Debatte.
Elke Engelhardt, Fixpoetry</p>



<p>Man kann diesen Roman auch als Beitrag zur "Me Too"-Debatte lesen. Das Fazit der Fallenden jedenfalls ist tragisch eindeutig: "Haut und Papier werden nie wieder geduldig sein."
Antje Weber, Süddeutsche Zeitung</p>



<p>Dagmar Leupolds hinreißende Sprache lässt ihren Sturz durch die Zeiten zur beherzten Erkundung weiblichen Lebens werden.
Lore Kleinert, neue-buchtipps.de</p>





<h4> Dagmar Leupold  - Dagegen die Elefanten!</h4>



<p>Herr Harald ist der Mann in der Garderobe. Er gehört zum Theater wie der Vorhang, aber niemand kommt seinetwegen, das Rampenlicht ist für andere. Er nimmt den Menschen die Mäntel ab, die Taschen, was immer sie ihm anvertrauen, um für kurze Zeit unbeschwert zu sein, und wartet bis zum Schlussapplaus, das ist sein Einsatz. Doch eines Abends bleibt ein Mantel zurück, und in dem Mantel findet sich eine Pistole. Herr Harald trägt sie nach Hause, nur: Was will er damit tun? Er kann sich schlecht gegen alles zur Wehr setzen, was ihm an der Welt und den Mitmenschen als Zumutung erscheint. Aber vielleicht kann er ihre Aufmerksamkeit auf jemanden lenken, der wie er ein Schattendasein führt: die Frau, die für einen anderen die Noten umblättert und die er aus der Ferne verehrt.</p>



<p>Der tragische wie komische Protagonist dieser hinreißend erzählten Geschichte ist ein Held des Alltags, ein Mann in Dienstkleidung, einer, dem es niemand dankt. Und gäbe es die Literatur nicht – und Autorinnen wie Dagmar Leupold –, wie sollten wir wissen, was für ein Reichtum an Gedanken und Gefühlen, wie viel waches Leben und wehe Sehnsucht sich dahinter verbirgt.</p>



<h4>Pressestimmen: "Dagegen die Elefanten!"</h4>



<p>Ein außerordentlicher Roman, der völlig ohne Kalkül oder Berechnung entstanden zu sein scheint. Eher so, als hätte man ihn eben so und nur so schreiben können.
Andrea Heinz, Der Standard</p>



<p>Unter der stillen Oberfläche verbirgt sich ein enorm spannender Roman: Dagmar Leupold wartet mit feinsinnigen Beobachtungen der Opern- und Kunstwelt auf und lenkt unseren Blick auf die unauffälligen Zeitgenossen. Menschen, die den Laden am Laufen halten. Einfach, weil sie ihre Arbeit als sinnvoll empfinden. Damit hat das Buch auch eine durchaus solidarische Wirkung: Es öffnet den Blick für Menschen und Dinge, die man sonst oft übersieht.
Lina Brünig, WDR5</p>



<p>Dagmar Leupold hat ein wunderbares Buch voller Melancholie, Schmerz und Liebe geschrieben. Elke Heidenreich, Kölner Stadtanzeiger</p>



<p>Dagmar Leupold, die es in ihren Romanen immer wieder meisterhaft versteht, die Spielarten des Komischen – vom Grotesken über das Surreale bis zu realistischen Variationen – zu inszenieren, interessiert sich in ihrem neuen Roman für einen kauzigen Außenseiter, dessen Wahrnehmungen, Empfindungen und Befindlichkeiten minutiös erzählt werden.
Werner Jung, Junge Welt</p>





<h4> Dagmar Leupold - Muttermale</h4>



<p>Virtuos, behutsam und unerbittlich: Dagmar Leupold bringt Dinge zum Sprechen – sie erzählen von der Mutter, aber auch von Krieg, Flucht und Fremdheit.</p>



<p>Wie erzählt man von der eigenen Mutter? Vor über hundert Jahren in Ostpreußen geboren, vor der Roten Armee geflohen, auf Umwegen irgendwo im deutschen Westen angekommen und dort, im neuen Leben, in der neuen Zeit nach dem Krieg, von dem bald keine Rede mehr war, immer fremd geblieben. Fremd auch der eigenen Tochter, die sich weiter und weiter entfernte, bis die Geschichte der Mutter irgendwann unbegreiflich geworden war.</p>



<p>»Muttermale« ist der Roman einer Annäherung. In immer neuen Anläufen versucht Dagmar Leupold, Verlorenes wiederzugewinnen. Sie greift dazu auf das zurück, was vom Leben der Mutter geblieben ist, Alltagsgegenstände, Gewohnheiten, Fotos, gern gebrauchte Wörter und Sätze: alles, was über die Zeit hinweg von der Mutter zu ihr spricht.
Sie lauscht diesem Sprechen, um ihm Geheimnisse und Unausgesprochenes abzulauschen, und findet immer wieder Spuren eines Traumas.</p>



<h4>Pressestimmen: "Muttermale"</h4>



<p>»Ganz besonders psychologisch und stilistisch geglückt ist indes Dagmar Leupolds Roman „Muttermale“ […] wie die frühe Prägung durch eine verlorene Heimat noch die nächste Generation beeinflusst, ist selten so eindrucksvoll beschrieben worden wie hier.«
Andreas Platthaus, FAZ</p>



<p>»Im Schlaf hast du deine Tochter womöglich sogar gerngehabt, schreibt Dagmar Leupold in »Muttermale«. Und schon dieser schlichte Satz gibt eine Ahnung von der Wucht ihres Romans. Was die Zeile noch nicht verrät: Wie ungemein reich an Bildern und Lebenswissen die Sprache der Autorin ist. Und so leuchtet Dagmar Leupold Themen, die wahrlich oft beschrieben wurden, völlig neu aus. Das Buch beweist: Große Literatur braucht kein neues Sujet.«
Jury Bayerischer Buchpreis</p>



<p>Ein Roman, der in geschliffenen Sätzen Erkenntnis verdichtet.
Antje Weber, Süddeutsche Zeitung</p>



<p>»Bemerkenswert an diesen Erinnerungen sind die poetische Sprache und der lakonische Ton, sind die treffenden Formulierungen, an denen die Lyrikerin Leupold aufscheint. […] Wortwitz und Sprachspiele heben den Grundton der Melancholie für Momente immer wieder auf. […] So ist Muttermale auch als Dokument der komplexen und schuldbeladenen Vergangenheit unserer Gesellschaft zu verstehen.«
Sabine Scholl, Der Standard</p>





<h4>Curriculum Vitae Dagmar Leupold</h4>



<p>- Geboren 1955 in Niederlahnstein. 
- Abitur 1974 in Mainz: Neusprachl. Frauenlob-Gymnasium
- Studium der Germanistik, Philosophie, Altphilologie in Marburg und Tübingen,
- Staaatsexamen in Germanistik und Philosophie.
- Aufenthalt in Florenz (1980-85). Redaktionsassistentin am Kunsthistorischen Institut (KHI).
- Graduiertenstudium der Komparatistik an der City University in New York (CUNY, 1985- 90), Promotion The Oxymoron as a Model for the Generation of Text (phD) 1993.</p>



<p><strong>Sprachkenntnisse: </strong></p>



<p>- Gr. Latinum, Graecum
- Italienisch, 
- Englisch fließend
- Französisch gut
- Polnisch Grundkenntnisse</p>



<p><strong>Lehraufträge, Creative Writing und Dozenturen an den Universitäten:</strong></p>



<p>- Queens College, New York (adjunct teacher in Comparative Literature) (CUNY):1988-90
- München: 1992-1994 Lehrbeauftragte für Komparatistik
- Mainz: 1994 Literarisches Schreiben
- Bamberg: 1995 Literarisches Schreiben
- Leipzig (DLL): 1996/97
- Birmingham, Aston University (und DAAD) 2001: Writer-in-Residence
- Kiel (Liliencron-Poetik Dozentur): 2002 Drei Vorlesungen: Poetischer Stoffwechsel. Erinnern, Vergessen, Korrespondieren
- München: Leitung des Kurses Manuskriptum (zusammen mit Jo Lendle, Dumont Verlag): 2002/03
- Marburg: 2004 (Sommersemester) Literarisches Schreiben
- seit September 2004 (bis 2021) Leitung Studio Literatur und Theater an der Universität Tübingen
- im Frühjahr 2006 Max–Kade-Dozentur (writer-in-residence) an der Washington University, St. Louis, USA (Lehrstuhl Prof. Michael Lützeler)
- WS 2011/2012 Lehrauftrag am „Institut für Sprachkunst“ an der Universität für angewandte Künste in Wien</p>



<p>Darüber hinaus Leitung verschiedener Text-Werkstätten, u.a.: Textwerk, Seminar für Romanautoren am Münchner Literaturhaus, Kloster Irsee Kunstsommer, Mentorin im Nordkolleg Rendsburg (Begabtenförderung in Zusammenarbeit mit der Arno-Schmidt-Stiftung).</p>



<p>Seit 1985 freie Schriftstellerin und Übersetzerin (aus dem Italienischen und Englischen), u.a. Pavese, Del Giudice, Kleinzahler.
Zahlreiche publizistische, poetologische und essayistische Veröffentlichungen in Zeitschriften, Zeitungen, Anthologien.</p>



<p><strong>Literarische Veröffentlichungen (ohne Anthologien)</strong></p>



<p>1988 Wie Treibholz Gedichte Pfaffenweiler Presse
1992 Edmond. Geschichte einer Sehnsucht Roman S. Fischer
1994 Die Lust der Frauen auf Seite 13, Gedichte, S. Fischer
1995 Federgewicht Roman S. Fischer
1996 Destillate (Kurzprosa und Lyrik) S. Fischer
1999 Ende der Saison Roman S. Fischer
2001 Byrons Feldbett Gedichte S. Fischer
2002 Eden Plaza, Roman C.H.Beck
2004 Nach den Kriegen Roman eines Lebens C.H.Beck
2005 Alphabet zu Fuss Essays C.H. Beck
2007 Grüner Engel, blaues Land Roman C.H. Beck
2009 Die Helligkeit der Nacht.. Ein Journal Roman C.H. Beck
2013 Unter der Hand Roman Verlag Jung und Jung
2016 Die Witwen. Ein Abenteuerroman Verlag Jung und Jung
2019 LAVINIA Roman Verlag Jung und Jung
2022 Dagegen die Elefanten! Verlag Jung und Jung
2025 Small Talk Gedichte Verlag Jung und Jung
2025 Muttermale Roman Verlag Jung und Jung</p>



<p><strong>Drehbuch</strong>
(zusammen mit Fred Breinersdorfer)
nach dem Roman Eden Plaza Verfilmt unter dem Titel „Zwischen heute und morgen“</p>



<p><strong>Auszeichnungen (u.a.)</strong></p>



<p>Aspekte Preis für das beste Prosadebut (Edmond. Geschichte einer Sehnsucht)
Bayerischer Literaturförderpreis
Montblanc Preis für kurze Geschichten
Georg-K.-Glaser-Preis
Tukan-Literaturpreis der Stadt München
Literaturpreis der Stadt München</p>



<p>1999-2001 Mitglied des Kuratoriums des deutschen Literaturfonds e.V.
2013 Kuratorin des forum:autoren im Rahmen des Münchner Literaturfests
2001-2014 Geschäftsführendes Vorstandsmitglied</p>



<p><strong>Mitglied des P.E.N. und des VS</strong></p>]]></content:encoded>
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Sie hat nicht nur 12 Romane und 5 Gedichtbände geschrieben, sondern auch zahlreiche essayistische und poetologische Beiträge. Und sie ist Übersetzerin aus dem Englischen und Italienischen. U.a. hat sie die Gedichte von Cesare Pavese übertragen.



Darüber hinaus ist sie auch eine wichtige Akteurin im literarischen Leben der BRD: Sie war Geschäftsführerin des Deutschen Literaturfonds, hat 17 Jahre lang das „Studio Literatur und Theater an der Universität Tübingen“ und viele Literaturwerkstätten geleitet und Lehraufträge und Dozenturen in Deutschland, Österreich und den USA inne gehabt.



In Folge 60 ab dem 12. Dezember reden wir dann über ihren neuen Roman „Muttermale“, der in diesem Herbst erschien, und über ihre Schreibwerkstatt.





 Dagmar Leupold  - Lavinia



Der Countdown beginnt im 25. Stock eines Hochhauses in New York: Worauf Lavinia von dort aus zurückblickt, ist ein Leben, vor dessen Abgründen ihr selbst schwindelt. Wie im Sturz durch ihre Geschichte und die Zeiten erzählt sie von ihrem Aufwachsen und Frauwerden, ihren Lieben und Verlusten, von Verheerungen und Missbrauch, von Unterwerfung und ihrem Willen, sich zu behaupten. Tiefer und tiefer führt sie den Leser im Taumel des Erinnerns und im Sprachrausch des Erzählens zurück in die deutsche Provinz nach dem Krieg, in das unschuldige wie ungeschützte Glücksempfinden einer Kindheit, die in Erfahrungen von Gewalt endet, zu den versuchten Abbrüchen und Aufbrüchen eines Lebens, das sich bei allem Wanken immer wieder unbeugsam zeigt.



Lavinia ist eine Selbst- und Weltbetrachtung voller Hingabe und Wut, bitter und zärtlich, schonungslos und empathisch. Ein Lob der Liebe und ein Bekenntnis zu Widerständigkeit. Ein Buch darüber, wie sich beides in Literatur verbinden kann zu einem Rettungsversuch in schwindelnder Höhe.



Pressestimmen: "Lavinia"



Die Welt ist alles, was der Fall ist“, heißt es bei Wittgenstein. […] So viele Fragmente, Gedanken, Erfahrungen verbindet Dagmar Leupold in ihrem Roman. Humor, Wut und Zärtlichkeit wechseln sich rhythmisch ab. […] Mit „Lavinia“ gibt Dagmar Leupold einer empathischen, engagierten, kraftvoll fühlenden und klug denkenden Frau eine unvergessliche Stimme.
Carsten Hueck, Ö1 Exlibris



Die Geschichte Lavinias ist gleichzeitig eine Geschichte der Einverleibung der Weltgeschichte in einen Frauenkörper, […] auch das völlig ohne Pathos, ohne Selbstmitleid, dafür schonungslos, erzählt. […] Ein sehr kluger, ebenso fundierter wie weitreichender Kommentar zur metoo-Debatte.
Elke Engelhardt, Fixpoetry



Man kann diesen Roman auch als Beitrag zur "Me Too"-Debatte lesen. Das Fazit der Fallenden jedenfalls ist tragisch eindeutig: "Haut und Papier werden nie wieder geduldig sein."
Antje Weber, Süddeutsche Zeitung



Dagmar Leupolds hinreißende Sprache lässt ihren Sturz durch die Zeiten zur beherzten Erkundung weiblichen Lebens werden.
Lore Kleinert, neue-buchtipps.de





 Dagmar Leupold  - Dagegen die Elefanten!



Herr Harald ist der Mann in der Garderobe. Er gehört zum Theater wie der Vorhang, aber niemand kommt seinetwegen, das Rampenlicht ist für andere. Er nimmt den Menschen die Mäntel ab, die Taschen, was immer sie ihm anvertrauen, um für kurze Zeit unbeschwert zu sein, und wartet bis zum Schlussapplaus, das ist sein Einsatz. Doch eines Abends bleibt ein Mantel zurück, und in dem Mantel findet sich eine Pistole. Herr Harald trägt sie nach Hause, nur: Was will er damit tun? Er kann sich schlecht gegen alles zur Wehr setzen, was ihm an der Welt und den Mitmenschen als Zumutung erscheint. Aber vielleicht kann er ihre Aufmerksamkeit auf jemanden lenken, der wie er ein Schattendasein führt: die Frau, die für einen anderen die Noten umblättert und d]]></itunes:summary>
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		<title>Folge 59: Wie man aus Elefanten eine Mücke macht und Lavinia vom 25. Stock aus durch Lüfte und Lüste laviertDagmar Leupold und ihre Romane „Lavinia“ (2019) und „Dagegen die Elefanten“ (2022)</title>
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Sie hat nicht nur 12 Romane und 5 Gedichtbände geschrieben, sondern auch zahlreiche essayistische und poetologische Beiträge. Und sie ist Übersetzerin aus dem Englischen und Italienischen. U.a. hat sie die Gedichte von Cesare Pavese übertragen.



Darüber hinaus ist sie auch eine wichtige Akteurin im literarischen Leben der BRD: Sie war Geschäftsführerin des Deutschen Literaturfonds, hat 17 Jahre lang das „Studio Literatur und Theater an der Universität Tübingen“ und viele Literaturwerkstätten geleitet und Lehraufträge und Dozenturen in Deutschland, Österreich und den USA inne gehabt.



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</item>

<item>
	<title>Folge 58: Es war einmal in Kaiserslautern„Drei Schwestern“ – der neue Roman von Christian Baron.</title>
	<link>https://podcastliteratur.de/podcast/christian-baron/</link>
	<pubDate>Thu, 09 Oct 2025 23:00:00 +0000</pubDate>
	<dc:creator><![CDATA[Podcast Literatur]]></dc:creator>
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	<description><![CDATA[<p>„Es war einmal in Kaiserslautern“ – so heißt ein Kapitel in Christian Barons Roman „Drei Schwestern“, der vor kurzem im Claassen Verlag erschienen ist. Es ist der dritte Band seiner Kaiserslautern-Trilogie, die in der Stadt und ihrer Umgebung spielt.</p>



<p>Der erste Band, er hieß „Ein Mann seiner Klasse“, ist unmittelbar autobiografisch und schildert Kindheit und Aufwachsen des Protagonisten in einer Unterschichtfamilie in den 90er Jahren. Sie sind geprägt von Gewalt und Alkohol, aber auch von unverschuldeter Armut trotz Vollzeitarbeit, vergeblicher Hoffnung auf Besserung, von Scham über die Unzulänglichkeiten der Unterschichtzugehörigkeit und von schlecht verhohlener Verachtung und verlogenem Mitleid der Bessergestellten.</p>



<p>Ein Buch, das Leben und Sterben der armen Leute in einem der reichsten Länder der Welt aus ihrer eigenen Perspektive so schonungslos, genau und einfühlsam beschreibt, wie dies zuvor jahrzehntelang kein anderer Roman der deutschen Literatur zustande gebracht hat.
Der zweite Band mit dem Titel „Schön ist die Nacht“ spielt in den 70er Jahren und erzählt von den Großeltern, die selbst in den Jahren des Aufschwungs nicht zu Wohlstand gelangen können, von ihren Mühen und Widersprüchen zwischen Wohlanständigkeit und Kleinkriminalität, von ihren kleinen Freuden und großen Leiden unter Arbeitsbedingungen und Alkoholismus.</p>



<p>Der neue, dritte Band „Drei Schwestern“ beschreibt wie sich die Eltern des Protagonisten des ersten Buches, der zu dieser Zeit in den 80er Jahren noch nicht geboren ist, kennen und lieben lernen; schildert also gewissermaßen die Vorgeschichte zum ersten Buch. Aus den wechselnden Perspektiven der drei Schwestern wird von ihren unterschiedlichen Sehnsüchten und Lebensentwürfen erzählt. Aber eben nicht, wie das die übergroße Mehrheit der aktuellen deutschen Literatur tut, unter weitgehender Ausblendung gesellschaftlicher Verhältnisse, sondern im Gegenteil: Christian Barons erzählerischer Blick zeigt ständig die Umstände gesellschaftlicher Klassenverhältnisse und dass sie die eigentlichen Ursachen für die Situationen der Einzelnen sind. Anders gesagt: Das Private ist politisch!</p>



<p>In Folge 58 von Podcastliteratur.de liest Christian Baron aus seinem neuen Buch und redet mit Theo Schneider über Inhalt, Form und Entstehung und gibt Auskunft über seine literarische Werkstatt.</p>





<h4>Drei Schwestern</h4>



<p>Unterschiedlicher könnten Mira, Juli und Ella kaum sein – und doch sind sie geeint in ihrer Sehnsucht nach jener großen Freiheit, die im Westdeutschland der Achtzigerjahre ein süßes Versprechen war.</p>



<p>Mira ist sechzehn, da erleidet sie eine Totgeburt. Der Vater des Kindes ist fort, doch tröstet sie der schillernde Nachbarsjunge Ottes. Sie will ausbrechen aus den Zwängen des proletarischen Elternhauses, politisiert sich und träumt vom Dasein als Dichterin. Juli, die jüngste Schwester, beschützt und bevormundet Mira, die sich nicht abhängig machen soll von einem Mann. Erst recht nicht von Ottes, dem Juli nichts Gutes zutraut. Darüber vergisst sie jedoch, den eigenen Weg zu finden. Die große Schwester Ella hat einen sozialen Aufstieg durch Heirat hinter sich und wird durch die Probleme der Jüngeren in die Muster ihrer Vergangenheit katapultiert. Muss es Mira und Juli nicht gelingen, ein selbstbestimmtes Leben zu führen, wo doch scheinbar alles möglich ist?</p>



<p>Zum Abschluss seiner Kaiserslauterer Trilogie erzählt Christian Baron von einer Welt, die Frauen alles verspricht, gegen deren unsichtbare Mauern die drei Schwestern aus „einfachen Verhältnissen“ in der Klassengesellschaft aber unablässig anrennen müssen. Ein zärtlicher Roman über Mut und Aufbruch, über das Fallen und Weitermachen – und immer wieder über die Hoffnung und die Liebe.</p>



<h4>Pressestimmen</h4>



<p>»Christian Baron offenbart sich als ein leidenschaftlicher Erzähler … Der Roman ist nicht nur Werkzeug, eine bittere Erkenntnis über linke Eliten des Landes oder die tatsächlichen Klassenverhältnisse zu kolportieren. Er lebt von flotten Dialogen, Idiolekten und Figuren, die im erzählerischen Sinne mit reichlich Fleisch auf den Hüften ausgestattet sind.« - Welt am Sonntag, Marlen Hobrack, 17.08.2025</p>



<p>»Lesend sieht man einen Film vor sich und wünscht sich, aus dem Roman könnte einer werden.« - Neues Deutschland, Irmtraud Gutschke, 15.08.202</p>



<p>»Baron porträtiert hier ein Milieu im Entstehen: eine Blaupause jenes liberalen Bürgertums, das heute sanierte Altbauwohnungen zwischen Frankfurter Nordend und dem Prenzlauer Berg bevölkert.« - Taz, David Hinzmann, 09.08.2025</p>



<p>»Ein enorm vielschichtiger Roman.« - BR2 Kulturjournal, Niels Beintker, 05.08.2025</p>



<p>»Der Abschluss der Kaiserslauterer Trilogie ist eine immense Leistung. Sie bewahrt etwas, das der Autor hinter sich gelassen hat und zugleich in sich trägt. Vor allem den Schmerz, der vom ungelebten Leben der Elterngeneration rührt.« - SWR Lesenswert, Ulrich Rüdenauer, 03.08.2025</p>



<p>»Bildungsgesättigt ist Barons Roman durchaus. Trotzdem steckt er voller Vitalität, hält er autosoziografische Schablonen auf Distanz.« - Der Tagesspiegel, Gerrit Bartels, 02.08.2025</p>



<p>»Das Buch besticht durch die Zuneigung für seine Protagonisten und eine schöne Sprache.« - Die Rheinpfalz, Rainer Dick, 30.07.2025</p>



<p>»Seit ich ›Ein Mann seiner Klasse‹, den Auftakt von Christian Barons Kaiserslautern-Trilogie, gelesen habe, bin ich Fan […] In Teil drei im Mittelpunkt: die Schwestern Ella, Juli und vor allem Mira, Barons früh verstorbene Mutter. Warum ausgerechnet Ottes zur großen Liebe dieser feinfühligen jungen Frau wird, für die das Leben keine großen Chancen vorgesehen hat…ich fühl's.« - emotion, Silvi! Feist, 16.07.2025</p>









<h4>Ein Mann seiner Klasse</h4>



<p>Der SPIEGEL-Bestseller des mehrfach ausgezeichneten Schriftstellers Christian Baron: adaptiert für Film und Theater, ausgezeichnet mit dem Deutschen Fernsehpreis und eingeladen zum Theatertreffen. Über die schockierende Lebensgeschichte eines Jungen aus ärmlichen Verhältnissen, der seinen eigenen Weg findet: schonungslos, bewegend und eindringlich.</p>



<p>»Eines der besten literarischen Debüts dieser Saison. Überraschend, überzeugend, überwältigend.« Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung
Eine Geschichte vom Leben und Sterben, vom Nacheifern und Abnabeln, vom Verdammen und Verzeihen» </p>



<p>Mochte mein Vater auch manchmal unser letztes Geld in irgendeiner Spelunke versoffen, mochte er auch mehrmals meine Mutter blutig geprügelt haben: Ich wollte immer, dass er bleibt. Aber anders.«</p>



<p>Kaiserslautern in den neunziger Jahren: Christian Baron erzählt die Geschichte seiner Kindheit, seines prügelnden Vaters und seiner depressiven Mutter. Er beschreibt, was es bedeutet, in diesem reichen Land in Armut aufzuwachsen. Wie es sich anfühlt, als kleiner Junge männliche Gewalt zu erfahren. Was es heißt, als Jugendlicher zum Klassenflüchtling zu werden. Was von all den Erinnerungen bleibt. Und wie es ihm gelang, seinen eigenen Weg zu finden.
Mit großer erzählerischer Kraft und Intensität zeigt Christian Baron Menschen in sozialer Schieflage und Perspektivlosigkeit. Ihre Lebensrealität findet in der Politik, in den Medien und in der Literatur kaum Gehör. Ein Mann seiner Klasse erklärt nichts und offenbart doch so vieles von dem, was in unserer Gesellschaft im Argen liegt. Christian Baron zu lesen ist schockierend, bereichernd und wichtig.</p>



<p>»Baron ist eine grandiose Mischung aus literarischer Schönheit und politischer Analyse gelungen.« Szene Hamburg
*** Wer Édouard Louis, Didier Eribon oder Annie Ernaux mag, wird dieses Buch lieben! ***</p>



<h4>Pressestimmen</h4>



<p>"Es ist in mehrerer Hinsicht ein ganz erstaunliches, großartiges Buch […], das mit Wucht daherkommt."
HR2 - Ursula May, 28.04.2020</p>



<p>"Es ist die grosse Kunst von «Ein Mann seiner Klasse», den darin geschilderten Menschen literarisch eine Würde zurückzugeben, die ihnen im Leben verwehrt war."
Neue Zürcher Zeitung</p>



<p>"Ein ergreifend ehrliches und schmerzliches Buch." - Brigitte</p>



<p>„Eines der besten literarischen Debüts dieser Saison. Überraschend, überzeugend, überwältigend.“
Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung - Julia Encke, 01.03.2020</p>



<p>„Christian Baron erzählt einfühlsam von Menschen, die nie eine Chance hatten, deren Leben in Politik, Literatur oder Medien kaum vorkommt.“ - WDR3</p>



<p>„Nichts weniger als das Buch der Stunde: Dieses Buch…ist kein Roman und keine Autobiografie, keine Reportage und kein Sachbuch. Nein, es enthält nichts weniger als das pralle, hässliche, unsagbar bittere und, ach, auch schrecklich schöne Leben. Es ist das wahre Leben, das Christian Baron in wahrhaftige Literatur verwandelt hat.“ - Rhein-Zeitung</p>



<p>„Christian Baron setzt auf die Kraft der schonungslosen Offenheit. Die Wucht seiner Erzählung gibt ihm darin mit jeder Zeile Recht.“ - SR Kultur</p>



<p>"Baron ist eine grandiose Mischung aus literarischer Schönheit und politischer Analyse gelungen." - Szene Hamburg, Ulrich Thiele, 28.01.2020</p>



<p>„Schlicht beschreibend, ohne Zeigefinger und oft befreiend witzig.“ - Stern
"Unsentimental und ohne zu moralisieren zeigt Christian Baron in seinem gut geschriebenen, oft auch amüsanten Buch, dass die sogenannten Abgehängten keine naturgegebene Kaste bilden, sondern Menschen sind wie du und ich, voller Sehnsucht und Ehrgeiz nach einem gelingenden Leben. Und er zeigt auch, dass es die Aufgabe einer Gesellschaft ist, diese Chance auch wirklich allen zu geben."
Deutschlandfunk</p>



<p>"Kein Westbuch. Kein Ostbuch. Sondern ein Buch, das hinter der parteipolitischen Realität Deutschlands dessen soziale Wirklichkeit zeigt. Ein Bericht über die Ausübung von gesellschaftlicher Gewalt, die von unten nach oben nicht aufhört, sondern die Formen wechselt…Schon jetzt eines der interessantesten Bücher mindestens dieses Frühjahrs." - Mitteldeutsche Zeitung</p>





<h4>Klasse und Kampf</h4>



<p>»Ein wahrer Glücksfall« FAZ
Was bedeutet es, in einem reichen Land in Armut aufzuwachsen? Zur „Unterschicht“ zu gehören und dafür ausgelacht und ausgegrenzt zu werden? Sich von seinem Herkunftsmilieu zu entfernen, aber die eigenen Wurzeln nicht verraten zu wollen? Und dennoch im neuen Milieu nie wirklich anzukommen?
Deutschland gibt sich gerne als ein Land, in dem Klasse unsichtbar ist. In dem die Chancen auf Bildung und Wohlstand für alle gleich sind. Klasse und Kampf räumt mit diesem Mythos auf. 14 Autor*innen schreiben in persönlichen Essays über Herkunft und Scham, über Privilegien und strukturelle Diskriminierung, über den Aufstieg und das Unwohlsein im neuen Milieu. Zusammen ergeben ihre Stimmen ein vielschichtiges Manifest von großer politischer Kraft.
Mit Beiträgen von Christian Baron, Martin Becker, Bov Bjerg, Arno Frank, Lucy Fricke, Kübra Gümüsay, Schorsch Kamerun, Pinar Karabulut, Clemens Meyer, Katja Oskamp, Sharon Dodua Otoo, Francis Seeck, Anke Stelling, Olivia Wenzel.</p>



<h4>Pressestimmen</h4>



<p>"216 Seiten, die so dicht sind, dass dieses Buch beim Lesen zu vibrieren scheint, weil immer wieder jähe Kurzschlüsse zwischen den Texten entstehen" - Süddeutsche Zeitung</p>



<p>"Ein wahrer Glücksfall!" - Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, Julia Encke, 19.03.2021</p>



<p>"… zum Glück [erscheint] die Anthologie "Klasse und Kampf". Da sind geniale, gut geschriebene, verzweifelte, empörte, aufwiegelnde Texte drin.“ - Der Spiegel</p>





<h4>Schön ist die Nacht</h4>



<p>Das Dröhnen und die Herrlichkeit, die Bürde und die Notwendigkeit des Lebens der „einfachen Leute“</p>



<p>Willy sehnt sich nach nichts so sehr wie nach einem normalen Leben. Er will seine Arbeit als Zimmerer gut machen, er will für seine Familie sorgen, er träumt vom eigenen Häuschen. Mit seiner ehrlichen Art stößt er immer wieder an Grenzen, was nichts an seinem Entschluss ändert, anständig zu bleiben.
Horst, ein ungelernter Hilfsarbeiter, glaubt schon lange nicht mehr daran, auf ehrliche Weise nach oben zu kommen. Er greift zu halbseidenen Mitteln, und seine Existenz entgleitet ihm in dem Maße, in dem er seine Aggressionen nicht im Griff hat. In die Spirale des Abstiegs zieht er seinen Freund Willy hinein – mit katastrophalen Folgen für beide.</p>



<p>Schön ist die Nacht ist ein Roman über die westdeutschen Siebzigerjahre, der Roman einer ganzen sozialen Klasse. Zwischen ihren nach Emanzipation strebenden Frauen und streikwilligen „Gastarbeitern“, zwischen ihnen entgleitenden Kindern und sie unter Druck setzenden Chefs, zwischen Spekulantenträumen und Baustellenwirklichkeit führen Willy und Horst aussichtslose Kämpfe um ihren Anteil am Wohlstand. Müssen wir sie uns als glückliche Menschen vorstellen?</p>



<h4>Pressestimmen</h4>



<p>»Christian Baron erzählt atmosphärisch dicht aus einer untergehenden Schicht […]. Er wagt eine Art Zwillingsexperiment. Was passiert, wenn man zwei Männer einer Generation mit recht ähnlichen Voraussetzungen, aber unterschiedlichen moralischen Ansprüchen, ein und derselben Situation aussetzt?« - taz, Marlen Hobrack, 05.08.2022</p>



<p>»Unbedingt lesenswert.« - SWR2 Lesenswert, Max Knieriemen, 31.07.2022</p>



<p>»Hier zeigt sich ein bedingungslos engagierter Gesellschaftskritiker als brillant formulierender, einfühlsamer Erzähler.« - Die Rheinpfalz, Rainer Dick, 28.07.2022</p>



<p>»Mit einem ungemeinen Sensorium für das Detail beschreibt er die Gefühle, Sehnsüchte und Aporien der Unterschicht und gibt ihr zugleich eine sprachliche Repräsentanz.« - der Freitag, Björn Hayer, 28.07.2022</p>



<p>»Christian Baron ist der Schriftsteller, der die nicht vom Wohlstand verwöhnten Deutschen im Blick hat wie kein Zweiter.« - Welt, Frank Jöricke, 28.07.2022</p>



<p>»Erinnert in seiner stellenweise wuchtigen, unverstellten Direktheit an Döblins "Berlin Alexanderplatz" […] Ein über weite Strecken mitreißender Roman […] Hier erzählt einer scheinbar alles über seine Figuren, ohne sie zu verraten. Das soll ihm erstmal einer nachmachen.« - SR Kultur, Peter Henning, 27.07.2022</p>



<p>»Ein vielschichtiger Roman, in dem man immer wieder neue Facetten entdeckt […]. Etwas Großartiges, das garantiert Furore machen wird […]. Ein Meister des Dialogs […]. Die Zeit vor seiner Geburt führt Baron uns so plastisch vor Augen, als hätte er sie selbst erlebt […]. Fulminante Szenen.« - Neues Deutschland, Irmtraud Gutschke, 26.07.2022</p>



<p>»Die Literatur, die Christian Baron schreibt, ist eine Klasse für sich.« - RBB Kultur Gerrit Bartels, 26.07.2022</p>



<p>»Ein fulminanter Roman […]. Baron lässt uns emotional nie kalt, weil er nicht distanziert von fern erzählt, wie etwa Didier Eribon oder Annie Ernaux…Er steckt voller Schmerz und Zorn, Angst und Hoffnung, Liebe und Hass, das macht das Buch kraftvoll und vor allem sprachlich authentisch. […] Dieser Roman mutet Wechselbäder der Gefühle zu, und genau das macht ihn lesenswert.« - Süddeutsche Zeitung, Elke Heidenreich, 26.07.2022</p>



<h4>Christian Baron</h4>



<p>Christian Baron, geboren 1985 in Kaiserslautern, lebt als freier Autor in Berlin. Im Sommer 2025 erschien bei Claassen sein dritter Roman, der seine "Kaiserslautern-Trilogie" vollendet. Der Titel: "Drei Schwestern". Sein zweiter Roman "Schön ist die Nacht" erschien 2022 bei Claassen. Die von ihm zusammen mit Maria Barankow herausgegebene Anthologie "Klasse und Kampf" erschien 2021 bei Claassen. Im Frühjahr 2020 erschien von ihm "Ein Mann seiner Klasse" (Claassen), wofür er im selben Jahr mit dem Klaus-Michael-Kühne-Preis für das beste deutschsprachige Debüt und 2021 mit dem Literaturpreis "Aufstieg durch Bildung" der noon-Foundation ausgezeichnet wurde. Im Jahr 2020 erhielt er das Arbeitsstipendium Literatur des Landes Rheinland-Pfalz, im Jahr 2021 das Arbeitsstipendium Literatur des Berliner Senats. Ende 2023 übernahm er die Tübinger Poetik-Dozentur. Die Verfilmung von "Ein Mann seiner Klasse" wurde im Herbst 2024 in der ARD ausgestrahlt und ist nach wie vor in der ARD-Mediathek abrufbar.</p>





<p>Von 2018 bis 2021 arbeitete Baron als Politikredakteur bei der Wochenzeitung "der Freitag". Von 2014 bis 2018 war er Feuilletonredakteur der Tageszeitung "neues deutschland". Zwischen 2011 und 2014 war er Promotionsstipendiat der Rosa-Luxemburg-Stiftung. Die damit verbundene, von Prof. Dr. Ulrich Brinkmann (TU Darmstadt) betreute soziologische Dissertation zum massenmedialen Sozialstaatsdiskurs in Deutschland befindet sich kurz vor dem Abschluss. 2010 schloss Baron sein Magister-Studium der Politikwissenschaft, Soziologie und Germanistik an der Uni Trier ab.</p>



<p>Von 2002 bis 2006 war er freier Mitarbeiter der Tageszeitung "Die Rheinpfalz" in Kaiserslautern und arbeitete danach in Trier ressortübergreifend für die lokalen Online-Magazine "16vor.de" und "hunderttausend.de". Anschließend schrieb er unter anderem regelmäßig für das Internetportal "nachtkritik.de" über Theater.</p>



<p>2016 veröffentlichte er das Sachbuch "Proleten, Pöbel, Parasiten. Warum die Linken die Arbeiter verachten" (Verlag Das Neue Berlin) und 2012 mit Britta Steinwachs die Studie "Faul, frech, dreist. Die Diskrimierung von Erwerbslosigkeit durch BILD-Leser*innen" (Verlag Edition Assemblage).</p>]]></description>
	<itunes:subtitle><![CDATA[„Es war einmal in Kaiserslautern“ – so heißt ein Kapitel in Christian Barons Roman „Drei Schwestern“, der vor kurzem im Claassen Verlag erschienen ist. Es ist der dritte Band seiner Kaiserslautern-Trilogie, die in der Stadt und ihrer Umgebung spielt.



]]></itunes:subtitle>
	<content:encoded><![CDATA[<p>„Es war einmal in Kaiserslautern“ – so heißt ein Kapitel in Christian Barons Roman „Drei Schwestern“, der vor kurzem im Claassen Verlag erschienen ist. Es ist der dritte Band seiner Kaiserslautern-Trilogie, die in der Stadt und ihrer Umgebung spielt.</p>



<p>Der erste Band, er hieß „Ein Mann seiner Klasse“, ist unmittelbar autobiografisch und schildert Kindheit und Aufwachsen des Protagonisten in einer Unterschichtfamilie in den 90er Jahren. Sie sind geprägt von Gewalt und Alkohol, aber auch von unverschuldeter Armut trotz Vollzeitarbeit, vergeblicher Hoffnung auf Besserung, von Scham über die Unzulänglichkeiten der Unterschichtzugehörigkeit und von schlecht verhohlener Verachtung und verlogenem Mitleid der Bessergestellten.</p>



<p>Ein Buch, das Leben und Sterben der armen Leute in einem der reichsten Länder der Welt aus ihrer eigenen Perspektive so schonungslos, genau und einfühlsam beschreibt, wie dies zuvor jahrzehntelang kein anderer Roman der deutschen Literatur zustande gebracht hat.
Der zweite Band mit dem Titel „Schön ist die Nacht“ spielt in den 70er Jahren und erzählt von den Großeltern, die selbst in den Jahren des Aufschwungs nicht zu Wohlstand gelangen können, von ihren Mühen und Widersprüchen zwischen Wohlanständigkeit und Kleinkriminalität, von ihren kleinen Freuden und großen Leiden unter Arbeitsbedingungen und Alkoholismus.</p>



<p>Der neue, dritte Band „Drei Schwestern“ beschreibt wie sich die Eltern des Protagonisten des ersten Buches, der zu dieser Zeit in den 80er Jahren noch nicht geboren ist, kennen und lieben lernen; schildert also gewissermaßen die Vorgeschichte zum ersten Buch. Aus den wechselnden Perspektiven der drei Schwestern wird von ihren unterschiedlichen Sehnsüchten und Lebensentwürfen erzählt. Aber eben nicht, wie das die übergroße Mehrheit der aktuellen deutschen Literatur tut, unter weitgehender Ausblendung gesellschaftlicher Verhältnisse, sondern im Gegenteil: Christian Barons erzählerischer Blick zeigt ständig die Umstände gesellschaftlicher Klassenverhältnisse und dass sie die eigentlichen Ursachen für die Situationen der Einzelnen sind. Anders gesagt: Das Private ist politisch!</p>



<p>In Folge 58 von Podcastliteratur.de liest Christian Baron aus seinem neuen Buch und redet mit Theo Schneider über Inhalt, Form und Entstehung und gibt Auskunft über seine literarische Werkstatt.</p>





<h4>Drei Schwestern</h4>



<p>Unterschiedlicher könnten Mira, Juli und Ella kaum sein – und doch sind sie geeint in ihrer Sehnsucht nach jener großen Freiheit, die im Westdeutschland der Achtzigerjahre ein süßes Versprechen war.</p>



<p>Mira ist sechzehn, da erleidet sie eine Totgeburt. Der Vater des Kindes ist fort, doch tröstet sie der schillernde Nachbarsjunge Ottes. Sie will ausbrechen aus den Zwängen des proletarischen Elternhauses, politisiert sich und träumt vom Dasein als Dichterin. Juli, die jüngste Schwester, beschützt und bevormundet Mira, die sich nicht abhängig machen soll von einem Mann. Erst recht nicht von Ottes, dem Juli nichts Gutes zutraut. Darüber vergisst sie jedoch, den eigenen Weg zu finden. Die große Schwester Ella hat einen sozialen Aufstieg durch Heirat hinter sich und wird durch die Probleme der Jüngeren in die Muster ihrer Vergangenheit katapultiert. Muss es Mira und Juli nicht gelingen, ein selbstbestimmtes Leben zu führen, wo doch scheinbar alles möglich ist?</p>



<p>Zum Abschluss seiner Kaiserslauterer Trilogie erzählt Christian Baron von einer Welt, die Frauen alles verspricht, gegen deren unsichtbare Mauern die drei Schwestern aus „einfachen Verhältnissen“ in der Klassengesellschaft aber unablässig anrennen müssen. Ein zärtlicher Roman über Mut und Aufbruch, über das Fallen und Weitermachen – und immer wieder über die Hoffnung und die Liebe.</p>



<h4>Pressestimmen</h4>



<p>»Christian Baron offenbart sich als ein leidenschaftlicher Erzähler … Der Roman ist nicht nur Werkzeug, eine bittere Erkenntnis über linke Eliten des Landes oder die tatsächlichen Klassenverhältnisse zu kolportieren. Er lebt von flotten Dialogen, Idiolekten und Figuren, die im erzählerischen Sinne mit reichlich Fleisch auf den Hüften ausgestattet sind.« - Welt am Sonntag, Marlen Hobrack, 17.08.2025</p>



<p>»Lesend sieht man einen Film vor sich und wünscht sich, aus dem Roman könnte einer werden.« - Neues Deutschland, Irmtraud Gutschke, 15.08.202</p>



<p>»Baron porträtiert hier ein Milieu im Entstehen: eine Blaupause jenes liberalen Bürgertums, das heute sanierte Altbauwohnungen zwischen Frankfurter Nordend und dem Prenzlauer Berg bevölkert.« - Taz, David Hinzmann, 09.08.2025</p>



<p>»Ein enorm vielschichtiger Roman.« - BR2 Kulturjournal, Niels Beintker, 05.08.2025</p>



<p>»Der Abschluss der Kaiserslauterer Trilogie ist eine immense Leistung. Sie bewahrt etwas, das der Autor hinter sich gelassen hat und zugleich in sich trägt. Vor allem den Schmerz, der vom ungelebten Leben der Elterngeneration rührt.« - SWR Lesenswert, Ulrich Rüdenauer, 03.08.2025</p>



<p>»Bildungsgesättigt ist Barons Roman durchaus. Trotzdem steckt er voller Vitalität, hält er autosoziografische Schablonen auf Distanz.« - Der Tagesspiegel, Gerrit Bartels, 02.08.2025</p>



<p>»Das Buch besticht durch die Zuneigung für seine Protagonisten und eine schöne Sprache.« - Die Rheinpfalz, Rainer Dick, 30.07.2025</p>



<p>»Seit ich ›Ein Mann seiner Klasse‹, den Auftakt von Christian Barons Kaiserslautern-Trilogie, gelesen habe, bin ich Fan […] In Teil drei im Mittelpunkt: die Schwestern Ella, Juli und vor allem Mira, Barons früh verstorbene Mutter. Warum ausgerechnet Ottes zur großen Liebe dieser feinfühligen jungen Frau wird, für die das Leben keine großen Chancen vorgesehen hat…ich fühl's.« - emotion, Silvi! Feist, 16.07.2025</p>









<h4>Ein Mann seiner Klasse</h4>



<p>Der SPIEGEL-Bestseller des mehrfach ausgezeichneten Schriftstellers Christian Baron: adaptiert für Film und Theater, ausgezeichnet mit dem Deutschen Fernsehpreis und eingeladen zum Theatertreffen. Über die schockierende Lebensgeschichte eines Jungen aus ärmlichen Verhältnissen, der seinen eigenen Weg findet: schonungslos, bewegend und eindringlich.</p>



<p>»Eines der besten literarischen Debüts dieser Saison. Überraschend, überzeugend, überwältigend.« Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung
Eine Geschichte vom Leben und Sterben, vom Nacheifern und Abnabeln, vom Verdammen und Verzeihen» </p>



<p>Mochte mein Vater auch manchmal unser letztes Geld in irgendeiner Spelunke versoffen, mochte er auch mehrmals meine Mutter blutig geprügelt haben: Ich wollte immer, dass er bleibt. Aber anders.«</p>



<p>Kaiserslautern in den neunziger Jahren: Christian Baron erzählt die Geschichte seiner Kindheit, seines prügelnden Vaters und seiner depressiven Mutter. Er beschreibt, was es bedeutet, in diesem reichen Land in Armut aufzuwachsen. Wie es sich anfühlt, als kleiner Junge männliche Gewalt zu erfahren. Was es heißt, als Jugendlicher zum Klassenflüchtling zu werden. Was von all den Erinnerungen bleibt. Und wie es ihm gelang, seinen eigenen Weg zu finden.
Mit großer erzählerischer Kraft und Intensität zeigt Christian Baron Menschen in sozialer Schieflage und Perspektivlosigkeit. Ihre Lebensrealität findet in der Politik, in den Medien und in der Literatur kaum Gehör. Ein Mann seiner Klasse erklärt nichts und offenbart doch so vieles von dem, was in unserer Gesellschaft im Argen liegt. Christian Baron zu lesen ist schockierend, bereichernd und wichtig.</p>



<p>»Baron ist eine grandiose Mischung aus literarischer Schönheit und politischer Analyse gelungen.« Szene Hamburg
*** Wer Édouard Louis, Didier Eribon oder Annie Ernaux mag, wird dieses Buch lieben! ***</p>



<h4>Pressestimmen</h4>



<p>"Es ist in mehrerer Hinsicht ein ganz erstaunliches, großartiges Buch […], das mit Wucht daherkommt."
HR2 - Ursula May, 28.04.2020</p>



<p>"Es ist die grosse Kunst von «Ein Mann seiner Klasse», den darin geschilderten Menschen literarisch eine Würde zurückzugeben, die ihnen im Leben verwehrt war."
Neue Zürcher Zeitung</p>



<p>"Ein ergreifend ehrliches und schmerzliches Buch." - Brigitte</p>



<p>„Eines der besten literarischen Debüts dieser Saison. Überraschend, überzeugend, überwältigend.“
Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung - Julia Encke, 01.03.2020</p>



<p>„Christian Baron erzählt einfühlsam von Menschen, die nie eine Chance hatten, deren Leben in Politik, Literatur oder Medien kaum vorkommt.“ - WDR3</p>



<p>„Nichts weniger als das Buch der Stunde: Dieses Buch…ist kein Roman und keine Autobiografie, keine Reportage und kein Sachbuch. Nein, es enthält nichts weniger als das pralle, hässliche, unsagbar bittere und, ach, auch schrecklich schöne Leben. Es ist das wahre Leben, das Christian Baron in wahrhaftige Literatur verwandelt hat.“ - Rhein-Zeitung</p>



<p>„Christian Baron setzt auf die Kraft der schonungslosen Offenheit. Die Wucht seiner Erzählung gibt ihm darin mit jeder Zeile Recht.“ - SR Kultur</p>



<p>"Baron ist eine grandiose Mischung aus literarischer Schönheit und politischer Analyse gelungen." - Szene Hamburg, Ulrich Thiele, 28.01.2020</p>



<p>„Schlicht beschreibend, ohne Zeigefinger und oft befreiend witzig.“ - Stern
"Unsentimental und ohne zu moralisieren zeigt Christian Baron in seinem gut geschriebenen, oft auch amüsanten Buch, dass die sogenannten Abgehängten keine naturgegebene Kaste bilden, sondern Menschen sind wie du und ich, voller Sehnsucht und Ehrgeiz nach einem gelingenden Leben. Und er zeigt auch, dass es die Aufgabe einer Gesellschaft ist, diese Chance auch wirklich allen zu geben."
Deutschlandfunk</p>



<p>"Kein Westbuch. Kein Ostbuch. Sondern ein Buch, das hinter der parteipolitischen Realität Deutschlands dessen soziale Wirklichkeit zeigt. Ein Bericht über die Ausübung von gesellschaftlicher Gewalt, die von unten nach oben nicht aufhört, sondern die Formen wechselt…Schon jetzt eines der interessantesten Bücher mindestens dieses Frühjahrs." - Mitteldeutsche Zeitung</p>





<h4>Klasse und Kampf</h4>



<p>»Ein wahrer Glücksfall« FAZ
Was bedeutet es, in einem reichen Land in Armut aufzuwachsen? Zur „Unterschicht“ zu gehören und dafür ausgelacht und ausgegrenzt zu werden? Sich von seinem Herkunftsmilieu zu entfernen, aber die eigenen Wurzeln nicht verraten zu wollen? Und dennoch im neuen Milieu nie wirklich anzukommen?
Deutschland gibt sich gerne als ein Land, in dem Klasse unsichtbar ist. In dem die Chancen auf Bildung und Wohlstand für alle gleich sind. Klasse und Kampf räumt mit diesem Mythos auf. 14 Autor*innen schreiben in persönlichen Essays über Herkunft und Scham, über Privilegien und strukturelle Diskriminierung, über den Aufstieg und das Unwohlsein im neuen Milieu. Zusammen ergeben ihre Stimmen ein vielschichtiges Manifest von großer politischer Kraft.
Mit Beiträgen von Christian Baron, Martin Becker, Bov Bjerg, Arno Frank, Lucy Fricke, Kübra Gümüsay, Schorsch Kamerun, Pinar Karabulut, Clemens Meyer, Katja Oskamp, Sharon Dodua Otoo, Francis Seeck, Anke Stelling, Olivia Wenzel.</p>



<h4>Pressestimmen</h4>



<p>"216 Seiten, die so dicht sind, dass dieses Buch beim Lesen zu vibrieren scheint, weil immer wieder jähe Kurzschlüsse zwischen den Texten entstehen" - Süddeutsche Zeitung</p>



<p>"Ein wahrer Glücksfall!" - Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, Julia Encke, 19.03.2021</p>



<p>"… zum Glück [erscheint] die Anthologie "Klasse und Kampf". Da sind geniale, gut geschriebene, verzweifelte, empörte, aufwiegelnde Texte drin.“ - Der Spiegel</p>





<h4>Schön ist die Nacht</h4>



<p>Das Dröhnen und die Herrlichkeit, die Bürde und die Notwendigkeit des Lebens der „einfachen Leute“</p>



<p>Willy sehnt sich nach nichts so sehr wie nach einem normalen Leben. Er will seine Arbeit als Zimmerer gut machen, er will für seine Familie sorgen, er träumt vom eigenen Häuschen. Mit seiner ehrlichen Art stößt er immer wieder an Grenzen, was nichts an seinem Entschluss ändert, anständig zu bleiben.
Horst, ein ungelernter Hilfsarbeiter, glaubt schon lange nicht mehr daran, auf ehrliche Weise nach oben zu kommen. Er greift zu halbseidenen Mitteln, und seine Existenz entgleitet ihm in dem Maße, in dem er seine Aggressionen nicht im Griff hat. In die Spirale des Abstiegs zieht er seinen Freund Willy hinein – mit katastrophalen Folgen für beide.</p>



<p>Schön ist die Nacht ist ein Roman über die westdeutschen Siebzigerjahre, der Roman einer ganzen sozialen Klasse. Zwischen ihren nach Emanzipation strebenden Frauen und streikwilligen „Gastarbeitern“, zwischen ihnen entgleitenden Kindern und sie unter Druck setzenden Chefs, zwischen Spekulantenträumen und Baustellenwirklichkeit führen Willy und Horst aussichtslose Kämpfe um ihren Anteil am Wohlstand. Müssen wir sie uns als glückliche Menschen vorstellen?</p>



<h4>Pressestimmen</h4>



<p>»Christian Baron erzählt atmosphärisch dicht aus einer untergehenden Schicht […]. Er wagt eine Art Zwillingsexperiment. Was passiert, wenn man zwei Männer einer Generation mit recht ähnlichen Voraussetzungen, aber unterschiedlichen moralischen Ansprüchen, ein und derselben Situation aussetzt?« - taz, Marlen Hobrack, 05.08.2022</p>



<p>»Unbedingt lesenswert.« - SWR2 Lesenswert, Max Knieriemen, 31.07.2022</p>



<p>»Hier zeigt sich ein bedingungslos engagierter Gesellschaftskritiker als brillant formulierender, einfühlsamer Erzähler.« - Die Rheinpfalz, Rainer Dick, 28.07.2022</p>



<p>»Mit einem ungemeinen Sensorium für das Detail beschreibt er die Gefühle, Sehnsüchte und Aporien der Unterschicht und gibt ihr zugleich eine sprachliche Repräsentanz.« - der Freitag, Björn Hayer, 28.07.2022</p>



<p>»Christian Baron ist der Schriftsteller, der die nicht vom Wohlstand verwöhnten Deutschen im Blick hat wie kein Zweiter.« - Welt, Frank Jöricke, 28.07.2022</p>



<p>»Erinnert in seiner stellenweise wuchtigen, unverstellten Direktheit an Döblins "Berlin Alexanderplatz" […] Ein über weite Strecken mitreißender Roman […] Hier erzählt einer scheinbar alles über seine Figuren, ohne sie zu verraten. Das soll ihm erstmal einer nachmachen.« - SR Kultur, Peter Henning, 27.07.2022</p>



<p>»Ein vielschichtiger Roman, in dem man immer wieder neue Facetten entdeckt […]. Etwas Großartiges, das garantiert Furore machen wird […]. Ein Meister des Dialogs […]. Die Zeit vor seiner Geburt führt Baron uns so plastisch vor Augen, als hätte er sie selbst erlebt […]. Fulminante Szenen.« - Neues Deutschland, Irmtraud Gutschke, 26.07.2022</p>



<p>»Die Literatur, die Christian Baron schreibt, ist eine Klasse für sich.« - RBB Kultur Gerrit Bartels, 26.07.2022</p>



<p>»Ein fulminanter Roman […]. Baron lässt uns emotional nie kalt, weil er nicht distanziert von fern erzählt, wie etwa Didier Eribon oder Annie Ernaux…Er steckt voller Schmerz und Zorn, Angst und Hoffnung, Liebe und Hass, das macht das Buch kraftvoll und vor allem sprachlich authentisch. […] Dieser Roman mutet Wechselbäder der Gefühle zu, und genau das macht ihn lesenswert.« - Süddeutsche Zeitung, Elke Heidenreich, 26.07.2022</p>



<h4>Christian Baron</h4>



<p>Christian Baron, geboren 1985 in Kaiserslautern, lebt als freier Autor in Berlin. Im Sommer 2025 erschien bei Claassen sein dritter Roman, der seine "Kaiserslautern-Trilogie" vollendet. Der Titel: "Drei Schwestern". Sein zweiter Roman "Schön ist die Nacht" erschien 2022 bei Claassen. Die von ihm zusammen mit Maria Barankow herausgegebene Anthologie "Klasse und Kampf" erschien 2021 bei Claassen. Im Frühjahr 2020 erschien von ihm "Ein Mann seiner Klasse" (Claassen), wofür er im selben Jahr mit dem Klaus-Michael-Kühne-Preis für das beste deutschsprachige Debüt und 2021 mit dem Literaturpreis "Aufstieg durch Bildung" der noon-Foundation ausgezeichnet wurde. Im Jahr 2020 erhielt er das Arbeitsstipendium Literatur des Landes Rheinland-Pfalz, im Jahr 2021 das Arbeitsstipendium Literatur des Berliner Senats. Ende 2023 übernahm er die Tübinger Poetik-Dozentur. Die Verfilmung von "Ein Mann seiner Klasse" wurde im Herbst 2024 in der ARD ausgestrahlt und ist nach wie vor in der ARD-Mediathek abrufbar.</p>





<p>Von 2018 bis 2021 arbeitete Baron als Politikredakteur bei der Wochenzeitung "der Freitag". Von 2014 bis 2018 war er Feuilletonredakteur der Tageszeitung "neues deutschland". Zwischen 2011 und 2014 war er Promotionsstipendiat der Rosa-Luxemburg-Stiftung. Die damit verbundene, von Prof. Dr. Ulrich Brinkmann (TU Darmstadt) betreute soziologische Dissertation zum massenmedialen Sozialstaatsdiskurs in Deutschland befindet sich kurz vor dem Abschluss. 2010 schloss Baron sein Magister-Studium der Politikwissenschaft, Soziologie und Germanistik an der Uni Trier ab.</p>



<p>Von 2002 bis 2006 war er freier Mitarbeiter der Tageszeitung "Die Rheinpfalz" in Kaiserslautern und arbeitete danach in Trier ressortübergreifend für die lokalen Online-Magazine "16vor.de" und "hunderttausend.de". Anschließend schrieb er unter anderem regelmäßig für das Internetportal "nachtkritik.de" über Theater.</p>



<p>2016 veröffentlichte er das Sachbuch "Proleten, Pöbel, Parasiten. Warum die Linken die Arbeiter verachten" (Verlag Das Neue Berlin) und 2012 mit Britta Steinwachs die Studie "Faul, frech, dreist. Die Diskrimierung von Erwerbslosigkeit durch BILD-Leser*innen" (Verlag Edition Assemblage).</p>]]></content:encoded>
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	<itunes:summary><![CDATA[„Es war einmal in Kaiserslautern“ – so heißt ein Kapitel in Christian Barons Roman „Drei Schwestern“, der vor kurzem im Claassen Verlag erschienen ist. Es ist der dritte Band seiner Kaiserslautern-Trilogie, die in der Stadt und ihrer Umgebung spielt.



Der erste Band, er hieß „Ein Mann seiner Klasse“, ist unmittelbar autobiografisch und schildert Kindheit und Aufwachsen des Protagonisten in einer Unterschichtfamilie in den 90er Jahren. Sie sind geprägt von Gewalt und Alkohol, aber auch von unverschuldeter Armut trotz Vollzeitarbeit, vergeblicher Hoffnung auf Besserung, von Scham über die Unzulänglichkeiten der Unterschichtzugehörigkeit und von schlecht verhohlener Verachtung und verlogenem Mitleid der Bessergestellten.



Ein Buch, das Leben und Sterben der armen Leute in einem der reichsten Länder der Welt aus ihrer eigenen Perspektive so schonungslos, genau und einfühlsam beschreibt, wie dies zuvor jahrzehntelang kein anderer Roman der deutschen Literatur zustande gebracht hat.
Der zweite Band mit dem Titel „Schön ist die Nacht“ spielt in den 70er Jahren und erzählt von den Großeltern, die selbst in den Jahren des Aufschwungs nicht zu Wohlstand gelangen können, von ihren Mühen und Widersprüchen zwischen Wohlanständigkeit und Kleinkriminalität, von ihren kleinen Freuden und großen Leiden unter Arbeitsbedingungen und Alkoholismus.



Der neue, dritte Band „Drei Schwestern“ beschreibt wie sich die Eltern des Protagonisten des ersten Buches, der zu dieser Zeit in den 80er Jahren noch nicht geboren ist, kennen und lieben lernen; schildert also gewissermaßen die Vorgeschichte zum ersten Buch. Aus den wechselnden Perspektiven der drei Schwestern wird von ihren unterschiedlichen Sehnsüchten und Lebensentwürfen erzählt. Aber eben nicht, wie das die übergroße Mehrheit der aktuellen deutschen Literatur tut, unter weitgehender Ausblendung gesellschaftlicher Verhältnisse, sondern im Gegenteil: Christian Barons erzählerischer Blick zeigt ständig die Umstände gesellschaftlicher Klassenverhältnisse und dass sie die eigentlichen Ursachen für die Situationen der Einzelnen sind. Anders gesagt: Das Private ist politisch!



In Folge 58 von Podcastliteratur.de liest Christian Baron aus seinem neuen Buch und redet mit Theo Schneider über Inhalt, Form und Entstehung und gibt Auskunft über seine literarische Werkstatt.





Drei Schwestern



Unterschiedlicher könnten Mira, Juli und Ella kaum sein – und doch sind sie geeint in ihrer Sehnsucht nach jener großen Freiheit, die im Westdeutschland der Achtzigerjahre ein süßes Versprechen war.



Mira ist sechzehn, da erleidet sie eine Totgeburt. Der Vater des Kindes ist fort, doch tröstet sie der schillernde Nachbarsjunge Ottes. Sie will ausbrechen aus den Zwängen des proletarischen Elternhauses, politisiert sich und träumt vom Dasein als Dichterin. Juli, die jüngste Schwester, beschützt und bevormundet Mira, die sich nicht abhängig machen soll von einem Mann. Erst recht nicht von Ottes, dem Juli nichts Gutes zutraut. Darüber vergisst sie jedoch, den eigenen Weg zu finden. Die große Schwester Ella hat einen sozialen Aufstieg durch Heirat hinter sich und wird durch die Probleme der Jüngeren in die Muster ihrer Vergangenheit katapultiert. Muss es Mira und Juli nicht gelingen, ein selbstbestimmtes Leben zu führen, wo doch scheinbar alles möglich ist?



Zum Abschluss seiner Kaiserslauterer Trilogie erzählt Christian Baron von einer Welt, die Frauen alles verspricht, gegen deren unsichtbare Mauern die drei Schwestern aus „einfachen Verhältnissen“ in der Klassengesellschaft aber unablässig anrennen müssen. Ein zärtlicher Roman über Mut und Aufbruch, über das Fallen und Weitermachen – und immer wieder über die Hoffnung und die Liebe.



Pressestimmen



»Christian Baron offenbart sich als ein leidenschaftlicher Erzähler … Der Roman ist nicht nur Werkzeug, eine bittere Erkenntnis über linke Eliten des Landes oder die tatsächlichen Klassenverhältnisse zu kolportieren. Er lebt von flotten Dialogen, Idiolekten ]]></itunes:summary>
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		<title>Folge 58: Es war einmal in Kaiserslautern„Drei Schwestern“ – der neue Roman von Christian Baron.</title>
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	<itunes:author><![CDATA[Podcast Literatur]]></itunes:author>	<googleplay:description><![CDATA[„Es war einmal in Kaiserslautern“ – so heißt ein Kapitel in Christian Barons Roman „Drei Schwestern“, der vor kurzem im Claassen Verlag erschienen ist. Es ist der dritte Band seiner Kaiserslautern-Trilogie, die in der Stadt und ihrer Umgebung spielt.



Der erste Band, er hieß „Ein Mann seiner Klasse“, ist unmittelbar autobiografisch und schildert Kindheit und Aufwachsen des Protagonisten in einer Unterschichtfamilie in den 90er Jahren. Sie sind geprägt von Gewalt und Alkohol, aber auch von unverschuldeter Armut trotz Vollzeitarbeit, vergeblicher Hoffnung auf Besserung, von Scham über die Unzulänglichkeiten der Unterschichtzugehörigkeit und von schlecht verhohlener Verachtung und verlogenem Mitleid der Bessergestellten.



Ein Buch, das Leben und Sterben der armen Leute in einem der reichsten Länder der Welt aus ihrer eigenen Perspektive so schonungslos, genau und einfühlsam beschreibt, wie dies zuvor jahrzehntelang kein anderer Roman der deutschen Literatur zustande gebracht hat.
Der]]></googleplay:description>
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	<title>Folge 57: BauernSchlachten Teil 2Die erste deutsche RevolutionDer sogenannte „Bauernkrieg“ 1525</title>
	<link>https://podcastliteratur.de/podcast/folge-57-bauernschlachten-teil-2die-erste-deutsche-revolutionder-sogenannte-bauernkrieg-1525/</link>
	<pubDate>Thu, 04 Sep 2025 23:00:00 +0000</pubDate>
	<dc:creator><![CDATA[Podcast Literatur]]></dc:creator>
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	<description><![CDATA[<p>Bis heute ist die Geschichte des Dramas vor 500 Jahren im Bewusstsein der Bevölkerung (zumindest in den Ländern der alten Bundesrepublik) so gut wie unbekannt; bestenfalls mit einigen falschen Klischees und Unwahrheiten der Geschichtsschreibung der Sieger verbunden.</p>



<p>Dabei fand in diesem Jahr nichts weniger als die erste Revolution in Deutschland statt.</p>



<p>Die einzelnen Rebellionen von Bauern und Bürgern der Jahrhunderte und Jahrzehnte zuvor kulminierten 1525 zur ersten Revolution in der Hälfte Deutschlands und in Nachbarregionen (und keineswegs nur in Süddeutschland, wie oft dargestellt wird).</p>



<p>Zählt man alle Aktionen von Herbst 1524 bis Mitte 1526 zusammen, waren wohl 1 Million Menschen davon betroffen. Bei der Niederschlagung der Aufstände wurde 70.000 bis 100.000 Bauern und Bürger von den Heeren der Fürsten totgeschlagen, abgeschlachtet, hingerichtet – ermordet! Das Wüten der Herrschenden wurde von der Geschichtsschreibung der Sieger bis heute erfolgreich ausgeblendet und umgelogen. Dagegen wurde die Mär von den Morden der grausamen Bauernhaufen erfolgreich verbreitet. Doch im Vergleich waren es höchsten ein paar Hunderte, die auf der Seite der Fürsten bei den Kämpfen zu Tode kamen.</p>



<p>Angetrieben wurden die Aufstände nicht nur von sozialer Not, sondern vor allem durch die ungerechte Behandlung der Bauern durch ihre Grundherren. Diese hatten zuvor immer stärker ihre Forderungen nach Abgaben, Frondiensten, Enteignung der Allmende, Einschränkung der Jagd- und Fischerei und weiterer seit alters her verbriefter Rechte erhöht und dies ohne Rechtsgrundlagen mit Gewalt durchgesetzt.</p>



<p>Und sie kämpften für ihre Freiheit als Christenmenschen wie sie ihnen die Reformation versprochen hatte. Doch Luther erwies sich bald als Verräter ihrer Sache, schlug sich auf die Seite der Fürsten und rief immer heftiger zur Bekämpfung und brutalen Ermordung aufständischer Bauern auf.</p>



<p>Podcastliteratur.de bringt in zwei Folgen Licht in das Dunkel dieser Ereignisse und wichtige Wahrheiten in die Lügen der damals Herrschenden. Der Autor, Kulturwissenschaftler und Liedermacher Volker Gallé aus Rheinhessen redet in den Folgen 56 und 57 mit Theo Schneider über die Ereignisse von 1525.</p>



<p>Hier also in Folge 57, dem zweiten Teil von „BauernSchlachten“.</p>



<p>Themen darin sind die 12 Artikel von Memmingen, die zentralen Forderungen der aufständischen Bauern, Handwerker und Bürger und ihre politischen, gesellschaftlichen und sozialen Hintergründe / Wer waren Anführer und Hauptakteure / Die Rolle der Reformation / Luthers Verrat und seine Mordaufrufe an den Bauern / Die Bewaffnung und Strategien der Bauertruppen / Die Kämpfe und Gemetzel / Das Bauernschlachten mit 70.000 bis 100.000 getöteten Bauern und Bürger / Mord und Totschlag / Die Folgen der Bauernaufstände / Was bleibt?</p>



<p>weiterführende Literatur zum Thema Bauernkrieg finden Sie bei Wikipedia (<a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Deutscher_Bauernkrieg" data-type="URL" data-id="https://de.wikipedia.org/wiki/Deutscher_Bauernkrieg">https://de.wikipedia.org/wiki/Deutscher_Bauernkrieg</a>)</p>



<h4>Vita Volker Gallé</h4>



<p>Der Autor, Liedermacher und Kulturwissenschaftler Volker Gallé ist 70 Jahre alt und seit über 50 Jahren mit Kleinkunstprogrammen und Vorträgen unterwegs, die sich meist mit Geschichte und Kultur seiner linksrheinischen Heimat beschäftigen. Er lebt in Mauchenheim und war als Kulturkoordinator der Stadt Worms für die Entwicklung der Kulturprofile Nibelungen, Dom, Luther und SchUM-Städte zuständig. Lange Jahre war er Vorsitzender des Fördervereins der KZ-Gedenkstätte Osthofen.</p>



<p>Derzeit engagiert er sich für die Profilierung der Demokratiegeschichte des Landes Rheinland-Pfalz als Motor für eine aktive Bürger/innenbeteiligung, die Begegnung von Verschiedenen an dritten Orten ermöglicht, und für mehr kommunale Selbstverwaltung eintritt.
Kontakt: galle.volker@t-online.de</p>





<h4>Biographie</h4>



<p>Texte und Lieder von Volker Gallé</p>



<p>Neben mir mein herz. Lyrik 2025
Worms – Stadt der Geschichten 2021
Flügelschlag des Raben. Lyrik 2010
rhein-hessen-blues. Lyrik 2008
C’est la Vieh. Mundartlyrik 2001</p>



<p>In den 1990er Jahren sind auch CD’s und Kasetten erschienen
Herausgeber von Tagungsbänden der Stadt Worms, u.a.:
Germanische Mythologie und Rechtsextremismus (2015); Joseph Süß Oppenheimer (2010); Über den Gebrauch der Vernunft. Theologie, Philosophie und Kultur um 1000 (2020); Die Burgunder (2009); Zwischenwelten. Das Rheinland um 1800 (2012)
Aufsätze zur Regionalgeschichte, zuletzt: Adolf Bley -Pazifismus und Autonomie in der Pfalz, in: Besatzungszeit und Autonomiebewegungen im Gebiet von Rheinland-Pfalz 1918–1930, Ubstadt-Weiher 2025, Seite 246-253</p>]]></description>
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	<content:encoded><![CDATA[<p>Bis heute ist die Geschichte des Dramas vor 500 Jahren im Bewusstsein der Bevölkerung (zumindest in den Ländern der alten Bundesrepublik) so gut wie unbekannt; bestenfalls mit einigen falschen Klischees und Unwahrheiten der Geschichtsschreibung der Sieger verbunden.</p>



<p>Dabei fand in diesem Jahr nichts weniger als die erste Revolution in Deutschland statt.</p>



<p>Die einzelnen Rebellionen von Bauern und Bürgern der Jahrhunderte und Jahrzehnte zuvor kulminierten 1525 zur ersten Revolution in der Hälfte Deutschlands und in Nachbarregionen (und keineswegs nur in Süddeutschland, wie oft dargestellt wird).</p>



<p>Zählt man alle Aktionen von Herbst 1524 bis Mitte 1526 zusammen, waren wohl 1 Million Menschen davon betroffen. Bei der Niederschlagung der Aufstände wurde 70.000 bis 100.000 Bauern und Bürger von den Heeren der Fürsten totgeschlagen, abgeschlachtet, hingerichtet – ermordet! Das Wüten der Herrschenden wurde von der Geschichtsschreibung der Sieger bis heute erfolgreich ausgeblendet und umgelogen. Dagegen wurde die Mär von den Morden der grausamen Bauernhaufen erfolgreich verbreitet. Doch im Vergleich waren es höchsten ein paar Hunderte, die auf der Seite der Fürsten bei den Kämpfen zu Tode kamen.</p>



<p>Angetrieben wurden die Aufstände nicht nur von sozialer Not, sondern vor allem durch die ungerechte Behandlung der Bauern durch ihre Grundherren. Diese hatten zuvor immer stärker ihre Forderungen nach Abgaben, Frondiensten, Enteignung der Allmende, Einschränkung der Jagd- und Fischerei und weiterer seit alters her verbriefter Rechte erhöht und dies ohne Rechtsgrundlagen mit Gewalt durchgesetzt.</p>



<p>Und sie kämpften für ihre Freiheit als Christenmenschen wie sie ihnen die Reformation versprochen hatte. Doch Luther erwies sich bald als Verräter ihrer Sache, schlug sich auf die Seite der Fürsten und rief immer heftiger zur Bekämpfung und brutalen Ermordung aufständischer Bauern auf.</p>



<p>Podcastliteratur.de bringt in zwei Folgen Licht in das Dunkel dieser Ereignisse und wichtige Wahrheiten in die Lügen der damals Herrschenden. Der Autor, Kulturwissenschaftler und Liedermacher Volker Gallé aus Rheinhessen redet in den Folgen 56 und 57 mit Theo Schneider über die Ereignisse von 1525.</p>



<p>Hier also in Folge 57, dem zweiten Teil von „BauernSchlachten“.</p>



<p>Themen darin sind die 12 Artikel von Memmingen, die zentralen Forderungen der aufständischen Bauern, Handwerker und Bürger und ihre politischen, gesellschaftlichen und sozialen Hintergründe / Wer waren Anführer und Hauptakteure / Die Rolle der Reformation / Luthers Verrat und seine Mordaufrufe an den Bauern / Die Bewaffnung und Strategien der Bauertruppen / Die Kämpfe und Gemetzel / Das Bauernschlachten mit 70.000 bis 100.000 getöteten Bauern und Bürger / Mord und Totschlag / Die Folgen der Bauernaufstände / Was bleibt?</p>



<p>weiterführende Literatur zum Thema Bauernkrieg finden Sie bei Wikipedia (<a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Deutscher_Bauernkrieg" data-type="URL" data-id="https://de.wikipedia.org/wiki/Deutscher_Bauernkrieg">https://de.wikipedia.org/wiki/Deutscher_Bauernkrieg</a>)</p>



<h4>Vita Volker Gallé</h4>



<p>Der Autor, Liedermacher und Kulturwissenschaftler Volker Gallé ist 70 Jahre alt und seit über 50 Jahren mit Kleinkunstprogrammen und Vorträgen unterwegs, die sich meist mit Geschichte und Kultur seiner linksrheinischen Heimat beschäftigen. Er lebt in Mauchenheim und war als Kulturkoordinator der Stadt Worms für die Entwicklung der Kulturprofile Nibelungen, Dom, Luther und SchUM-Städte zuständig. Lange Jahre war er Vorsitzender des Fördervereins der KZ-Gedenkstätte Osthofen.</p>



<p>Derzeit engagiert er sich für die Profilierung der Demokratiegeschichte des Landes Rheinland-Pfalz als Motor für eine aktive Bürger/innenbeteiligung, die Begegnung von Verschiedenen an dritten Orten ermöglicht, und für mehr kommunale Selbstverwaltung eintritt.
Kontakt: galle.volker@t-online.de</p>





<h4>Biographie</h4>



<p>Texte und Lieder von Volker Gallé</p>



<p>Neben mir mein herz. Lyrik 2025
Worms – Stadt der Geschichten 2021
Flügelschlag des Raben. Lyrik 2010
rhein-hessen-blues. Lyrik 2008
C’est la Vieh. Mundartlyrik 2001</p>



<p>In den 1990er Jahren sind auch CD’s und Kasetten erschienen
Herausgeber von Tagungsbänden der Stadt Worms, u.a.:
Germanische Mythologie und Rechtsextremismus (2015); Joseph Süß Oppenheimer (2010); Über den Gebrauch der Vernunft. Theologie, Philosophie und Kultur um 1000 (2020); Die Burgunder (2009); Zwischenwelten. Das Rheinland um 1800 (2012)
Aufsätze zur Regionalgeschichte, zuletzt: Adolf Bley -Pazifismus und Autonomie in der Pfalz, in: Besatzungszeit und Autonomiebewegungen im Gebiet von Rheinland-Pfalz 1918–1930, Ubstadt-Weiher 2025, Seite 246-253</p>]]></content:encoded>
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Dabei fand in diesem Jahr nichts weniger als die erste Revolution in Deutschland statt.



Die einzelnen Rebellionen von Bauern und Bürgern der Jahrhunderte und Jahrzehnte zuvor kulminierten 1525 zur ersten Revolution in der Hälfte Deutschlands und in Nachbarregionen (und keineswegs nur in Süddeutschland, wie oft dargestellt wird).



Zählt man alle Aktionen von Herbst 1524 bis Mitte 1526 zusammen, waren wohl 1 Million Menschen davon betroffen. Bei der Niederschlagung der Aufstände wurde 70.000 bis 100.000 Bauern und Bürger von den Heeren der Fürsten totgeschlagen, abgeschlachtet, hingerichtet – ermordet! Das Wüten der Herrschenden wurde von der Geschichtsschreibung der Sieger bis heute erfolgreich ausgeblendet und umgelogen. Dagegen wurde die Mär von den Morden der grausamen Bauernhaufen erfolgreich verbreitet. Doch im Vergleich waren es höchsten ein paar Hunderte, die auf der Seite der Fürsten bei den Kämpfen zu Tode kamen.



Angetrieben wurden die Aufstände nicht nur von sozialer Not, sondern vor allem durch die ungerechte Behandlung der Bauern durch ihre Grundherren. Diese hatten zuvor immer stärker ihre Forderungen nach Abgaben, Frondiensten, Enteignung der Allmende, Einschränkung der Jagd- und Fischerei und weiterer seit alters her verbriefter Rechte erhöht und dies ohne Rechtsgrundlagen mit Gewalt durchgesetzt.



Und sie kämpften für ihre Freiheit als Christenmenschen wie sie ihnen die Reformation versprochen hatte. Doch Luther erwies sich bald als Verräter ihrer Sache, schlug sich auf die Seite der Fürsten und rief immer heftiger zur Bekämpfung und brutalen Ermordung aufständischer Bauern auf.



Podcastliteratur.de bringt in zwei Folgen Licht in das Dunkel dieser Ereignisse und wichtige Wahrheiten in die Lügen der damals Herrschenden. Der Autor, Kulturwissenschaftler und Liedermacher Volker Gallé aus Rheinhessen redet in den Folgen 56 und 57 mit Theo Schneider über die Ereignisse von 1525.



Hier also in Folge 57, dem zweiten Teil von „BauernSchlachten“.



Themen darin sind die 12 Artikel von Memmingen, die zentralen Forderungen der aufständischen Bauern, Handwerker und Bürger und ihre politischen, gesellschaftlichen und sozialen Hintergründe / Wer waren Anführer und Hauptakteure / Die Rolle der Reformation / Luthers Verrat und seine Mordaufrufe an den Bauern / Die Bewaffnung und Strategien der Bauertruppen / Die Kämpfe und Gemetzel / Das Bauernschlachten mit 70.000 bis 100.000 getöteten Bauern und Bürger / Mord und Totschlag / Die Folgen der Bauernaufstände / Was bleibt?



weiterführende Literatur zum Thema Bauernkrieg finden Sie bei Wikipedia (https://de.wikipedia.org/wiki/Deutscher_Bauernkrieg)



Vita Volker Gallé



Der Autor, Liedermacher und Kulturwissenschaftler Volker Gallé ist 70 Jahre alt und seit über 50 Jahren mit Kleinkunstprogrammen und Vorträgen unterwegs, die sich meist mit Geschichte und Kultur seiner linksrheinischen Heimat beschäftigen. Er lebt in Mauchenheim und war als Kulturkoordinator der Stadt Worms für die Entwicklung der Kulturprofile Nibelungen, Dom, Luther und SchUM-Städte zuständig. Lange Jahre war er Vorsitzender des Fördervereins der KZ-Gedenkstätte Osthofen.



Derzeit engagiert er sich für die Profilierung der Demokratiegeschichte des Landes Rheinland-Pfalz als Motor für eine aktive Bürger/innenbeteiligung, die Begegnung von Verschiedenen an dritten Orten ermöglicht, und für mehr kommunale Selbstverwaltung eintritt.
Kontakt: galle.volker@t-online.de





Biographie



Texte und Lieder von Volker Gallé



Neben mir mein herz. Lyrik 2025
Worms – Stadt der Geschichten 2021
Flügelschlag des Raben. Lyrik 2010
rhein-hessen-blues. Lyrik 2008
C’est la Vieh. Mundartlyrik 2001



In den 1990er Jahren sind auch CD’s und Kase]]></itunes:summary>
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Dabei fand in diesem Jahr nichts weniger als die erste Revolution in Deutschland statt.



Die einzelnen Rebellionen von Bauern und Bürgern der Jahrhunderte und Jahrzehnte zuvor kulminierten 1525 zur ersten Revolution in der Hälfte Deutschlands und in Nachbarregionen (und keineswegs nur in Süddeutschland, wie oft dargestellt wird).



Zählt man alle Aktionen von Herbst 1524 bis Mitte 1526 zusammen, waren wohl 1 Million Menschen davon betroffen. Bei der Niederschlagung der Aufstände wurde 70.000 bis 100.000 Bauern und Bürger von den Heeren der Fürsten totgeschlagen, abgeschlachtet, hingerichtet – ermordet! Das Wüten der Herrschenden wurde von der Geschichtsschreibung der Sieger bis heute erfolgreich ausgeblendet und umge]]></googleplay:description>
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	<title>Folge 56: BauernSchlachten Teil 1Die erste deutsche RevolutionDer sogenannte „Bauernkrieg“ 1525</title>
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	<pubDate>Sat, 23 Aug 2025 23:00:00 +0000</pubDate>
	<dc:creator><![CDATA[Podcast Literatur]]></dc:creator>
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<p>Dabei fand in diesem Jahr nichts weniger als die erste Revolution in Deutschland statt.</p>



<p>Die einzelnen Rebellionen von Bauern und Bürgern der Jahrhunderte und Jahrzehnte zuvor kulminierten 1525 zur ersten Revolution in der Hälfte Deutschlands und in Nachbarregionen (und keineswegs nur in Süddeutschland, wie oft dargestellt wird).</p>



<p>Zählt man alle Aktionen von Herbst 1524 bis Mitte 1526 zusammen, waren wohl 1 Million Menschen davon betroffen. Bei der Niederschlagung der Aufstände wurde 70.000 bis 100.000 Bauern und Bürger von den Heeren der Fürsten totgeschlagen, abgeschlachtet, hingerichtet – ermordet! Das Wüten der Herrschenden wurde von der Geschichtsschreibung der Sieger bis heute erfolgreich ausgeblendet und umgelogen. Dagegen wurde die Mär von den Morden der grausamen Bauernhaufen erfolgreich verbreitet. Doch im Vergleich waren es höchsten ein paar Hunderte, die auf der Seite der Fürsten bei den Kämpfen zu Tode kamen.</p>



<p>Angetrieben wurden die Aufstände nicht nur von sozialer Not, sondern vor allem durch die ungerechte Behandlung der Bauern durch ihre Grundherren. Diese hatten zuvor immer stärker ihre Forderungen nach Abgaben, Frondiensten, Enteignung der Allmende, Einschränkung der Jagd- und Fischerei und weiterer seit alters her verbriefter Rechte erhöht und dies ohne Rechtsgrundlagen mit Gewalt durchgesetzt.</p>



<p>Und sie kämpften für ihre Freiheit als Christenmenschen wie sie ihnen die Reformation versprochen hatte. Doch Luther erwies sich bald als Verräter ihrer Sache, schlug sich auf die Seite der Fürsten und rief immer heftiger zur Bekämpfung und brutalen Ermordung aufständischer Bauern auf.</p>



<p>Podcastliteratur.de wird in zwei Folgen Licht in das Dunkel dieser Ereignisse und wichtige Wahrheiten in die Lügen der damals Herrschenden bringen. Der Autor, Kulturwissenschaftler und Liedermacher Volker Gallé aus Rheinhessen redet in den Folgen 56 und 57 mit Theo Schneider über die Ereignisse von 1525.</p>



<p>weiterführende Literatur zum Thema Bauernkrieg finden Sie bei Wikipedia (<a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Deutscher_Bauernkrieg" data-type="URL" data-id="https://de.wikipedia.org/wiki/Deutscher_Bauernkrieg">https://de.wikipedia.org/wiki/Deutscher_Bauernkrieg</a>)</p>



<h4>Vita Volker Gallé</h4>



<p>Der Autor, Liedermacher und Kulturwissenschaftler Volker Gallé ist 70 Jahre alt und seit über 50 Jahren mit Kleinkunstprogrammen und Vorträgen unterwegs, die sich meist mit Geschichte und Kultur seiner linksrheinischen Heimat beschäftigen. Er lebt in Mauchenheim und war als Kulturkoordinator der Stadt Worms für die Entwicklung der Kulturprofile Nibelungen, Dom, Luther und SchUM-Städte zuständig. Lange Jahre war er Vorsitzender des Fördervereins der KZ-Gedenkstätte Osthofen.</p>



<p>Derzeit engagiert er sich für die Profilierung der Demokratiegeschichte des Landes Rheinland-Pfalz als Motor für eine aktive Bürger/innenbeteiligung, die Begegnung von Verschiedenen an dritten Orten ermöglicht, und für mehr kommunale Selbstverwaltung eintritt.
Kontakt: galle.volker@t-online.de</p>





<h4>Biographie</h4>



<p>Texte und Lieder von Volker Gallé</p>



<p>Neben mir mein herz. Lyrik 2025
Worms – Stadt der Geschichten 2021
Flügelschlag des Raben. Lyrik 2010
rhein-hessen-blues. Lyrik 2008
C’est la Vieh. Mundartlyrik 2001</p>



<p>In den 1990er Jahren sind auch CD’s und Kasetten erschienen
Herausgeber von Tagungsbänden der Stadt Worms, u.a.:
Germanische Mythologie und Rechtsextremismus (2015); Joseph Süß Oppenheimer (2010); Über den Gebrauch der Vernunft. Theologie, Philosophie und Kultur um 1000 (2020); Die Burgunder (2009); Zwischenwelten. Das Rheinland um 1800 (2012)
Aufsätze zur Regionalgeschichte, zuletzt: Adolf Bley -Pazifismus und Autonomie in der Pfalz, in: Besatzungszeit und Autonomiebewegungen im Gebiet von Rheinland-Pfalz 1918–1930, Ubstadt-Weiher 2025, Seite 246-253</p>]]></description>
	<itunes:subtitle><![CDATA[Bis heute ist die Geschichte des Dramas vor 500 Jahren im Bewusstsein der Bevölkerung (zumindest in den Ländern der alten Bundesrepublik) so gut wie unbekannt; bestenfalls mit einigen falschen Klischees und Unwahrheiten der Geschichtsschreibung der Siege]]></itunes:subtitle>
	<content:encoded><![CDATA[<p>Bis heute ist die Geschichte des Dramas vor 500 Jahren im Bewusstsein der Bevölkerung (zumindest in den Ländern der alten Bundesrepublik) so gut wie unbekannt; bestenfalls mit einigen falschen Klischees und Unwahrheiten der Geschichtsschreibung der Sieger verbunden.</p>



<p>Dabei fand in diesem Jahr nichts weniger als die erste Revolution in Deutschland statt.</p>



<p>Die einzelnen Rebellionen von Bauern und Bürgern der Jahrhunderte und Jahrzehnte zuvor kulminierten 1525 zur ersten Revolution in der Hälfte Deutschlands und in Nachbarregionen (und keineswegs nur in Süddeutschland, wie oft dargestellt wird).</p>



<p>Zählt man alle Aktionen von Herbst 1524 bis Mitte 1526 zusammen, waren wohl 1 Million Menschen davon betroffen. Bei der Niederschlagung der Aufstände wurde 70.000 bis 100.000 Bauern und Bürger von den Heeren der Fürsten totgeschlagen, abgeschlachtet, hingerichtet – ermordet! Das Wüten der Herrschenden wurde von der Geschichtsschreibung der Sieger bis heute erfolgreich ausgeblendet und umgelogen. Dagegen wurde die Mär von den Morden der grausamen Bauernhaufen erfolgreich verbreitet. Doch im Vergleich waren es höchsten ein paar Hunderte, die auf der Seite der Fürsten bei den Kämpfen zu Tode kamen.</p>



<p>Angetrieben wurden die Aufstände nicht nur von sozialer Not, sondern vor allem durch die ungerechte Behandlung der Bauern durch ihre Grundherren. Diese hatten zuvor immer stärker ihre Forderungen nach Abgaben, Frondiensten, Enteignung der Allmende, Einschränkung der Jagd- und Fischerei und weiterer seit alters her verbriefter Rechte erhöht und dies ohne Rechtsgrundlagen mit Gewalt durchgesetzt.</p>



<p>Und sie kämpften für ihre Freiheit als Christenmenschen wie sie ihnen die Reformation versprochen hatte. Doch Luther erwies sich bald als Verräter ihrer Sache, schlug sich auf die Seite der Fürsten und rief immer heftiger zur Bekämpfung und brutalen Ermordung aufständischer Bauern auf.</p>



<p>Podcastliteratur.de wird in zwei Folgen Licht in das Dunkel dieser Ereignisse und wichtige Wahrheiten in die Lügen der damals Herrschenden bringen. Der Autor, Kulturwissenschaftler und Liedermacher Volker Gallé aus Rheinhessen redet in den Folgen 56 und 57 mit Theo Schneider über die Ereignisse von 1525.</p>



<p>weiterführende Literatur zum Thema Bauernkrieg finden Sie bei Wikipedia (<a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Deutscher_Bauernkrieg" data-type="URL" data-id="https://de.wikipedia.org/wiki/Deutscher_Bauernkrieg">https://de.wikipedia.org/wiki/Deutscher_Bauernkrieg</a>)</p>



<h4>Vita Volker Gallé</h4>



<p>Der Autor, Liedermacher und Kulturwissenschaftler Volker Gallé ist 70 Jahre alt und seit über 50 Jahren mit Kleinkunstprogrammen und Vorträgen unterwegs, die sich meist mit Geschichte und Kultur seiner linksrheinischen Heimat beschäftigen. Er lebt in Mauchenheim und war als Kulturkoordinator der Stadt Worms für die Entwicklung der Kulturprofile Nibelungen, Dom, Luther und SchUM-Städte zuständig. Lange Jahre war er Vorsitzender des Fördervereins der KZ-Gedenkstätte Osthofen.</p>



<p>Derzeit engagiert er sich für die Profilierung der Demokratiegeschichte des Landes Rheinland-Pfalz als Motor für eine aktive Bürger/innenbeteiligung, die Begegnung von Verschiedenen an dritten Orten ermöglicht, und für mehr kommunale Selbstverwaltung eintritt.
Kontakt: galle.volker@t-online.de</p>





<h4>Biographie</h4>



<p>Texte und Lieder von Volker Gallé</p>



<p>Neben mir mein herz. Lyrik 2025
Worms – Stadt der Geschichten 2021
Flügelschlag des Raben. Lyrik 2010
rhein-hessen-blues. Lyrik 2008
C’est la Vieh. Mundartlyrik 2001</p>



<p>In den 1990er Jahren sind auch CD’s und Kasetten erschienen
Herausgeber von Tagungsbänden der Stadt Worms, u.a.:
Germanische Mythologie und Rechtsextremismus (2015); Joseph Süß Oppenheimer (2010); Über den Gebrauch der Vernunft. Theologie, Philosophie und Kultur um 1000 (2020); Die Burgunder (2009); Zwischenwelten. Das Rheinland um 1800 (2012)
Aufsätze zur Regionalgeschichte, zuletzt: Adolf Bley -Pazifismus und Autonomie in der Pfalz, in: Besatzungszeit und Autonomiebewegungen im Gebiet von Rheinland-Pfalz 1918–1930, Ubstadt-Weiher 2025, Seite 246-253</p>]]></content:encoded>
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Dabei fand in diesem Jahr nichts weniger als die erste Revolution in Deutschland statt.



Die einzelnen Rebellionen von Bauern und Bürgern der Jahrhunderte und Jahrzehnte zuvor kulminierten 1525 zur ersten Revolution in der Hälfte Deutschlands und in Nachbarregionen (und keineswegs nur in Süddeutschland, wie oft dargestellt wird).



Zählt man alle Aktionen von Herbst 1524 bis Mitte 1526 zusammen, waren wohl 1 Million Menschen davon betroffen. Bei der Niederschlagung der Aufstände wurde 70.000 bis 100.000 Bauern und Bürger von den Heeren der Fürsten totgeschlagen, abgeschlachtet, hingerichtet – ermordet! Das Wüten der Herrschenden wurde von der Geschichtsschreibung der Sieger bis heute erfolgreich ausgeblendet und umgelogen. Dagegen wurde die Mär von den Morden der grausamen Bauernhaufen erfolgreich verbreitet. Doch im Vergleich waren es höchsten ein paar Hunderte, die auf der Seite der Fürsten bei den Kämpfen zu Tode kamen.



Angetrieben wurden die Aufstände nicht nur von sozialer Not, sondern vor allem durch die ungerechte Behandlung der Bauern durch ihre Grundherren. Diese hatten zuvor immer stärker ihre Forderungen nach Abgaben, Frondiensten, Enteignung der Allmende, Einschränkung der Jagd- und Fischerei und weiterer seit alters her verbriefter Rechte erhöht und dies ohne Rechtsgrundlagen mit Gewalt durchgesetzt.



Und sie kämpften für ihre Freiheit als Christenmenschen wie sie ihnen die Reformation versprochen hatte. Doch Luther erwies sich bald als Verräter ihrer Sache, schlug sich auf die Seite der Fürsten und rief immer heftiger zur Bekämpfung und brutalen Ermordung aufständischer Bauern auf.



Podcastliteratur.de wird in zwei Folgen Licht in das Dunkel dieser Ereignisse und wichtige Wahrheiten in die Lügen der damals Herrschenden bringen. Der Autor, Kulturwissenschaftler und Liedermacher Volker Gallé aus Rheinhessen redet in den Folgen 56 und 57 mit Theo Schneider über die Ereignisse von 1525.



weiterführende Literatur zum Thema Bauernkrieg finden Sie bei Wikipedia (https://de.wikipedia.org/wiki/Deutscher_Bauernkrieg)



Vita Volker Gallé



Der Autor, Liedermacher und Kulturwissenschaftler Volker Gallé ist 70 Jahre alt und seit über 50 Jahren mit Kleinkunstprogrammen und Vorträgen unterwegs, die sich meist mit Geschichte und Kultur seiner linksrheinischen Heimat beschäftigen. Er lebt in Mauchenheim und war als Kulturkoordinator der Stadt Worms für die Entwicklung der Kulturprofile Nibelungen, Dom, Luther und SchUM-Städte zuständig. Lange Jahre war er Vorsitzender des Fördervereins der KZ-Gedenkstätte Osthofen.



Derzeit engagiert er sich für die Profilierung der Demokratiegeschichte des Landes Rheinland-Pfalz als Motor für eine aktive Bürger/innenbeteiligung, die Begegnung von Verschiedenen an dritten Orten ermöglicht, und für mehr kommunale Selbstverwaltung eintritt.
Kontakt: galle.volker@t-online.de





Biographie



Texte und Lieder von Volker Gallé



Neben mir mein herz. Lyrik 2025
Worms – Stadt der Geschichten 2021
Flügelschlag des Raben. Lyrik 2010
rhein-hessen-blues. Lyrik 2008
C’est la Vieh. Mundartlyrik 2001



In den 1990er Jahren sind auch CD’s und Kasetten erschienen
Herausgeber von Tagungsbänden der Stadt Worms, u.a.:
Germanische Mythologie und Rechtsextremismus (2015); Joseph Süß Oppenheimer (2010); Über den Gebrauch der Vernunft. Theologie, Philosophie und Kultur um 1000 (2020); Die Burgunder (2009); Zwischenwelten. Das Rheinland um 1800 (2012)
Aufsätze zur Regionalgeschichte, zuletzt: Adolf Bley -Pazifismus und Autonomie in der Pfalz, in: Besatzungszeit und Autonomiebewegungen im Gebiet von Rheinland-Pfalz 1918–1930, Ubstadt-Weiher 2025, Seite 246-253]]></itunes:summary>
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		<title>Folge 56: BauernSchlachten Teil 1Die erste deutsche RevolutionDer sogenannte „Bauernkrieg“ 1525</title>
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Dabei fand in diesem Jahr nichts weniger als die erste Revolution in Deutschland statt.



Die einzelnen Rebellionen von Bauern und Bürgern der Jahrhunderte und Jahrzehnte zuvor kulminierten 1525 zur ersten Revolution in der Hälfte Deutschlands und in Nachbarregionen (und keineswegs nur in Süddeutschland, wie oft dargestellt wird).



Zählt man alle Aktionen von Herbst 1524 bis Mitte 1526 zusammen, waren wohl 1 Million Menschen davon betroffen. Bei der Niederschlagung der Aufstände wurde 70.000 bis 100.000 Bauern und Bürger von den Heeren der Fürsten totgeschlagen, abgeschlachtet, hingerichtet – ermordet! Das Wüten der Herrschenden wurde von der Geschichtsschreibung der Sieger bis heute erfolgreich ausgeblendet und umge]]></googleplay:description>
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	<title>Kostprobe: Cliffhänger im BulliRalph Schock: „Interne Ermittlungen“ Erzählungen</title>
	<link>https://podcastliteratur.de/podcast/kostprobe-cliffhaenger-im-bulliralph-schock-interne-ermittlungen-erzaehlungen/</link>
	<pubDate>Wed, 30 Jul 2025 23:00:00 +0000</pubDate>
	<dc:creator><![CDATA[Podcast Literatur]]></dc:creator>
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	<description><![CDATA[<p>Die Kostprobe stellt das neue Buch des Saarländischen Autors Ralph Schock vor. Es versammelt in Inhalt und Form höchst unterschiedliche Erzählungen der vergangenen Jahre: Porträts von Personen, die für ihn wichtig waren, prägende Begegnungen und inspirierende Bekanntschaften, belastende, denkwürdige und kuriose Erinnerungen an Freunde und Familie, aus Kindheit, Reisen und Beruf.</p>



<p>Die umfangreichste und spannendste Erzählung daraus, wird er selbst vorlesen, nachdem er kurz Inhalt und Entstehung seines neuen Prosabands skizziert hat.
Ralph Schock wurde 1952 in Ottweiler im Saarland geboren, nach dem Zivildienst hat er in Saarbrücken Germanistik und Philosophie studiert und über Gustav Regler promoviert. Von 1987 bis 2017 war er Literaturredakteur beim Saarländischen Rundfunk, zuletzt Leiter der Literaturredaktion.
Er hat zahlreiche literarische, journalistische und wissenschaftliche Bücher und Beiträge veröffentlicht und ist Herausgeber und Mitherausgeber wichtiger Werke von Autoren und über Literatur.</p>





<h4>Biographie:</h4>



<p>Geboren 1952 in Ottweiler (Saarland). Germanistik- und Philosophie-Studium. 1973 – 1974 Ersatzdienst. Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität des Saarlandes (1977 – 1984). 1984 Dissertation über Gustav Regler: „Literatur und Politik (1933 – 1940)“.
Seit 1978 Mitglied im Schriftstellerverband (VS), seit 2010 im PEN.
1987 – 2017 Literaturredakteur beim Saarländischen Rundfunk. Zahlreiche Gesprächssendungen mit Autoren bzw. zu literarischen Themen.</p>



<p>Jurortätigkeit, u.a. Kunstpreis des Saarlandes; Open Mike (Berlin); Gustav-Regler-Preis; Hans-Bernhard-Schiff-Preis; Eugen-Helmlé-Übersetzerpreis, Künstlerhaus Lukas (Ahrenshoop).</p>





<h4>Veröffentlichungen:</h4>



<p>Literarische, journalistische und wissenschaftliche Publikationen, u.a. Heinrich-Mann-Blätter, Jahrb. für internat. Germanistik, Frankfurter Hefte, Die Feder, Kunst &amp; Kultur, VS – Vertraulich, Frankfurter Rundschau, OPUS, saargeschichte(n), Sinn und Form, europe, Text-Kritische Beiträge, Streckenläufer, Schreibheft etc.</p>



<p>Herausgeber der Buchreihe Spuren (Texte von Theodor Balk, François-Régis Bastide, Alfred Döblin, Ilya Ehrenburg, Harald Gerlach, Hermann Hesse, Giwi Margwelaschwili, Joseph Roth, Philippe Soupault, Korrespondenz Eugen Helmlé – Georges Perec, Edith Aron, ).</p>



<p>Herausgeber der Buchreihe Abiturreden (seit 1999). Reden von Wilhelm Genazino, Birgit Vanderbeke, Herta Müller, Guntram Vesper, Dieter Wellershoff, Raoul Schrott, Ulrike Kolb, Feridun Zaimoglu, Ulrich Peltzer, Christoph Hein, Juli Zeh, Thomas Hürlimann, Sibylle Lewitscharoff, Martin Mosebach. Jenny Erpenbeck, Marcel Beyer, Jan Wagner, Anne Weber.</p>



<h5>Mitherausgeber der Gustav-Regler-Werkausgabe, z.B.:</h5>



<p>• Juanita; 1998
• Briefwechsel mit Klaus Mann (Supplement der Werkausgabe); 2013
• Briefe 1915 – 1940 (hg. mit Günter Scholdt) 2013
Verlag Stroemfeld/Roter Stern, Frankfurt a. M./Basel</p>



<p>Publikationen zur zeitgenössischen deutschsprachigen Literatur, Gespräche mit Autoren, Veröffentlichungen zur saarländischen Landes- und Literaturgeschichte.</p>



<h5>Weitere Buchveröffentlichungen:</h5>



<p>Ralph Schock: Gustav Regler – Literatur und Politik (1933-1940)
(Saarbrücker Beiträge zur Literaturwissenschaft, Bd. 10)
R.G. Fischer Verlag, Frankfurt/M. 1984</p>



<p>Ralph Schock (Hg.):
„Haltet die Saar, Genossen!“ – Antifaschistische Schriftsteller im Abstimmungskampf 1935
Verlag J.H.W. Dietz Nachf., Bonn – Berlin 1984</p>



<p>Theodor Balk: Hier spricht die Saar – Ein Land wird interviewt
Hg. mit e. Nachwort von Ralph Schock
Werner J. Röhrig Verlag, St. Ingbert 1984</p>



<p>Gustav Regler – Dokumente und Analysen – Tagebuch 1940 und Werkinterpretationen – Festgabe für Gerhard Schmidt-Henkel,
Hg. von Uwe Grund, Ralph Schock u. Günter Scholdt,
Saarbrücker Druckerei u. Verlag, Saarbrücken 1985
ISBN 3-921646-97-9</p>



<p>Saargeschichte im Plakat 1918 – 1957
Hg. von Gerhard Paul und Ralph Schock
Buchverlag Saarbrücker Zeitung, Saarbrücken 1987</p>



<p>In diesem fernen Land – Eine saarländische Anthologie
Hg. von Ralph Schock und Erhard Schmied
Edition Karlsberg, Homburg 1993</p>



<p>Ein Dialog zwischen Blinden und Taubstummen – Der VS-Kongreß 1984 in Saarbrücken – Eine Dokumentation. Mit einem Nachwort von Carl Amery
Hg. von Ralph Schock, Klaus Behringer u. Uschi Schmidt-Fehringer
Gollenstein Verlag, Blieskastel 1995
-- später als Audio-CD-Ausgabe:
2 CDs, SR 2 Edition Nr. 2, hg. von Ralph Schock u. Klaus Behringer
Saarländischer Rundfunk, Saarbrücken 2009</p>



<p>Richtig daheim waren wir nie – Entdeckungsreisen ins Saarrevier 1815 – 1955.
Hg. von Ralph Schock, Klaus-Michael Mallmann, Gerhard Paul und Reinhard Klimmt
J.H.W. Dietz Nachf., Bonn 1995
ISBN 3-8012-0124-4</p>



<p>Gustav Regler:
Mexiko – Das Land der Widersprüche – Gustav Regler liest
Länge: 72‘41“
Redaktion: Ralph Schock
SR 2 KulturRadio, Saarbrücken, und Stroemfeld-Verlag, Frankfurtsr2 edition 1998</p>



<p>Randwortfaktor – Saarbrücker Literaturtage in Otzenhausen 1999 – Eine Dokumentation
Hg. von Ralph Schock (u.a.)
PoCul Verlag für Politik und Cultur, Saarbrücken 2001</p>



<p>„Seit ein Gespräch wir sind“ – Ein Buch über Arnfrid Astel
Hg. von Ralph Schock u. Michael Buselmeier
Gollenstein Verlag, Blieskastel 2003</p>



<p>Günter Grass / Hermann Kant:
Ich mache Sie mitverantwortlich … - Das Streitgespräch zur DDR-Vergangenheit am 21. März 2010 im Berliner Ensemble
Hg. von Kai Schlüter u. Ralph Schock
1 CD, SR 2 Edition Nr. 5
Saarländischer Rundfunk, Saarbrücken 2010</p>



<p>Gerhard Paul / Ralph Schock (Hg.):
Sound des Jahrhunderts – Geräusche, Töne, Stimmen 1889 bis heute
Bundeszentrale für politische Bildung, Bonn 2013
ISBN 978-3-8389-7096-7
und
Sound der Zeit – Geräusche, Töne, Stimmen – 1889 bis heute
Wallstein Verlag, Göttingen 2014
ISBN 978-3-8353-1568-6</p>



<p>Ralph Schock (Hg.):
„Cher Georges“ – „Cher Eugen“ – Die Korrespondenz zwischen Eugen Helmlé und Georges Perec (1966 – 1982)
Reihe Spuren.
Conte-Verlag, St. Ingbert 2015
ISBN 978-3-95602-033-9</p>



<p>Der liebste Ort auf Erden – Klogeschichten
Unionsverlag, Zürich 2015
ISBN 978-3-293-00486-3</p>



<p>Markus Gestier, Ralph Schock (Hg.):
Verleger, Autor, Politiker – Ein Buch für Alfred Diwersy
Conte-Verlag, St. Ingbert 2017
ISBN 978-3-95602-118-3</p>



<p>W.G. Sebald:
Eine Hommage – Mit einer Lesung von W. G. Sebald sowie Erinnerungen an Max
Beiträge von W. G. Sebald und Sigrid Damm, Wolfgang Hörner, Michael Krüger, Florian Radvan, Ralph Schock, Uwe Schütte, Jan Peter Tripp.
Hg. von Ralph Schock
SR 2 Edition Nr. 14, 2 CDs (73’26 &amp; 72‘01“), Saarländischer Rundfunk 2017</p>



<p>Ralph Schock:
Kaffeeschmuggler und Steckdosenmäuse – Eine Kindheit in den 50ern
Verbrecher-Verlag, Berlin, 2017
ISBN 978-3-95732-278-4</p>



<p>Ralph Schock (Hg.):
Joseph Roth: Die Rebellion
Wallstein Verlag, Göttingen 2020²
ISBN 978-3-8353-3690-2</p>



<p>Ralph Schock (Hg.):
Also heraus und weit weg! Expressionismus - Eine Epoche und die Saarregion - Lese- und Bilderbuch (Reihe Spuren), Conte-Verlag, St. Ingbert 2020
ISBN 978-3-9560-2208-1</p>



<p>Ralph Schock (Hg.):
Edith Aron: Auf Wegen und Pfaden – Ein Lesebuch (Reihe Spuren), Conte-Verlag, St. Ingbert 2023, ISBN 978-3-95602-264-7</p>



<p>Ralph Schock (Hg.):
Georg K. Glaser: Die Geschichte des Weh, Werke Bd. 4
ça ira-Verlag, Freiburg/Wien 2023, ISBN 978-3-86259-186-2</p>



<p>Ralph Schock:
Interne Ermittlungen. Erzählungen, Verbrecher-Verlag, Berlin 2024
ISBN 978-3-95732-596-9
Die vollständige Biobibliographie von Ralph Schock kann hier heruntergeladen werden (Stand Dez. 2024):</p>



<p>(entnommen aus: „VS-Verband deutscher Schriftstellerinnen und Schriftsteller/ Verdi – Landesverband Saar“)</p>]]></description>
	<itunes:subtitle><![CDATA[Die Kostprobe stellt das neue Buch des Saarländischen Autors Ralph Schock vor. Es versammelt in Inhalt und Form höchst unterschiedliche Erzählungen der vergangenen Jahre: Porträts von Personen, die für ihn wichtig waren, prägende Begegnungen und inspirie]]></itunes:subtitle>
	<content:encoded><![CDATA[<p>Die Kostprobe stellt das neue Buch des Saarländischen Autors Ralph Schock vor. Es versammelt in Inhalt und Form höchst unterschiedliche Erzählungen der vergangenen Jahre: Porträts von Personen, die für ihn wichtig waren, prägende Begegnungen und inspirierende Bekanntschaften, belastende, denkwürdige und kuriose Erinnerungen an Freunde und Familie, aus Kindheit, Reisen und Beruf.</p>



<p>Die umfangreichste und spannendste Erzählung daraus, wird er selbst vorlesen, nachdem er kurz Inhalt und Entstehung seines neuen Prosabands skizziert hat.
Ralph Schock wurde 1952 in Ottweiler im Saarland geboren, nach dem Zivildienst hat er in Saarbrücken Germanistik und Philosophie studiert und über Gustav Regler promoviert. Von 1987 bis 2017 war er Literaturredakteur beim Saarländischen Rundfunk, zuletzt Leiter der Literaturredaktion.
Er hat zahlreiche literarische, journalistische und wissenschaftliche Bücher und Beiträge veröffentlicht und ist Herausgeber und Mitherausgeber wichtiger Werke von Autoren und über Literatur.</p>





<h4>Biographie:</h4>



<p>Geboren 1952 in Ottweiler (Saarland). Germanistik- und Philosophie-Studium. 1973 – 1974 Ersatzdienst. Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität des Saarlandes (1977 – 1984). 1984 Dissertation über Gustav Regler: „Literatur und Politik (1933 – 1940)“.
Seit 1978 Mitglied im Schriftstellerverband (VS), seit 2010 im PEN.
1987 – 2017 Literaturredakteur beim Saarländischen Rundfunk. Zahlreiche Gesprächssendungen mit Autoren bzw. zu literarischen Themen.</p>



<p>Jurortätigkeit, u.a. Kunstpreis des Saarlandes; Open Mike (Berlin); Gustav-Regler-Preis; Hans-Bernhard-Schiff-Preis; Eugen-Helmlé-Übersetzerpreis, Künstlerhaus Lukas (Ahrenshoop).</p>





<h4>Veröffentlichungen:</h4>



<p>Literarische, journalistische und wissenschaftliche Publikationen, u.a. Heinrich-Mann-Blätter, Jahrb. für internat. Germanistik, Frankfurter Hefte, Die Feder, Kunst &amp; Kultur, VS – Vertraulich, Frankfurter Rundschau, OPUS, saargeschichte(n), Sinn und Form, europe, Text-Kritische Beiträge, Streckenläufer, Schreibheft etc.</p>



<p>Herausgeber der Buchreihe Spuren (Texte von Theodor Balk, François-Régis Bastide, Alfred Döblin, Ilya Ehrenburg, Harald Gerlach, Hermann Hesse, Giwi Margwelaschwili, Joseph Roth, Philippe Soupault, Korrespondenz Eugen Helmlé – Georges Perec, Edith Aron, ).</p>



<p>Herausgeber der Buchreihe Abiturreden (seit 1999). Reden von Wilhelm Genazino, Birgit Vanderbeke, Herta Müller, Guntram Vesper, Dieter Wellershoff, Raoul Schrott, Ulrike Kolb, Feridun Zaimoglu, Ulrich Peltzer, Christoph Hein, Juli Zeh, Thomas Hürlimann, Sibylle Lewitscharoff, Martin Mosebach. Jenny Erpenbeck, Marcel Beyer, Jan Wagner, Anne Weber.</p>



<h5>Mitherausgeber der Gustav-Regler-Werkausgabe, z.B.:</h5>



<p>• Juanita; 1998
• Briefwechsel mit Klaus Mann (Supplement der Werkausgabe); 2013
• Briefe 1915 – 1940 (hg. mit Günter Scholdt) 2013
Verlag Stroemfeld/Roter Stern, Frankfurt a. M./Basel</p>



<p>Publikationen zur zeitgenössischen deutschsprachigen Literatur, Gespräche mit Autoren, Veröffentlichungen zur saarländischen Landes- und Literaturgeschichte.</p>



<h5>Weitere Buchveröffentlichungen:</h5>



<p>Ralph Schock: Gustav Regler – Literatur und Politik (1933-1940)
(Saarbrücker Beiträge zur Literaturwissenschaft, Bd. 10)
R.G. Fischer Verlag, Frankfurt/M. 1984</p>



<p>Ralph Schock (Hg.):
„Haltet die Saar, Genossen!“ – Antifaschistische Schriftsteller im Abstimmungskampf 1935
Verlag J.H.W. Dietz Nachf., Bonn – Berlin 1984</p>



<p>Theodor Balk: Hier spricht die Saar – Ein Land wird interviewt
Hg. mit e. Nachwort von Ralph Schock
Werner J. Röhrig Verlag, St. Ingbert 1984</p>



<p>Gustav Regler – Dokumente und Analysen – Tagebuch 1940 und Werkinterpretationen – Festgabe für Gerhard Schmidt-Henkel,
Hg. von Uwe Grund, Ralph Schock u. Günter Scholdt,
Saarbrücker Druckerei u. Verlag, Saarbrücken 1985
ISBN 3-921646-97-9</p>



<p>Saargeschichte im Plakat 1918 – 1957
Hg. von Gerhard Paul und Ralph Schock
Buchverlag Saarbrücker Zeitung, Saarbrücken 1987</p>



<p>In diesem fernen Land – Eine saarländische Anthologie
Hg. von Ralph Schock und Erhard Schmied
Edition Karlsberg, Homburg 1993</p>



<p>Ein Dialog zwischen Blinden und Taubstummen – Der VS-Kongreß 1984 in Saarbrücken – Eine Dokumentation. Mit einem Nachwort von Carl Amery
Hg. von Ralph Schock, Klaus Behringer u. Uschi Schmidt-Fehringer
Gollenstein Verlag, Blieskastel 1995
-- später als Audio-CD-Ausgabe:
2 CDs, SR 2 Edition Nr. 2, hg. von Ralph Schock u. Klaus Behringer
Saarländischer Rundfunk, Saarbrücken 2009</p>



<p>Richtig daheim waren wir nie – Entdeckungsreisen ins Saarrevier 1815 – 1955.
Hg. von Ralph Schock, Klaus-Michael Mallmann, Gerhard Paul und Reinhard Klimmt
J.H.W. Dietz Nachf., Bonn 1995
ISBN 3-8012-0124-4</p>



<p>Gustav Regler:
Mexiko – Das Land der Widersprüche – Gustav Regler liest
Länge: 72‘41“
Redaktion: Ralph Schock
SR 2 KulturRadio, Saarbrücken, und Stroemfeld-Verlag, Frankfurtsr2 edition 1998</p>



<p>Randwortfaktor – Saarbrücker Literaturtage in Otzenhausen 1999 – Eine Dokumentation
Hg. von Ralph Schock (u.a.)
PoCul Verlag für Politik und Cultur, Saarbrücken 2001</p>



<p>„Seit ein Gespräch wir sind“ – Ein Buch über Arnfrid Astel
Hg. von Ralph Schock u. Michael Buselmeier
Gollenstein Verlag, Blieskastel 2003</p>



<p>Günter Grass / Hermann Kant:
Ich mache Sie mitverantwortlich … - Das Streitgespräch zur DDR-Vergangenheit am 21. März 2010 im Berliner Ensemble
Hg. von Kai Schlüter u. Ralph Schock
1 CD, SR 2 Edition Nr. 5
Saarländischer Rundfunk, Saarbrücken 2010</p>



<p>Gerhard Paul / Ralph Schock (Hg.):
Sound des Jahrhunderts – Geräusche, Töne, Stimmen 1889 bis heute
Bundeszentrale für politische Bildung, Bonn 2013
ISBN 978-3-8389-7096-7
und
Sound der Zeit – Geräusche, Töne, Stimmen – 1889 bis heute
Wallstein Verlag, Göttingen 2014
ISBN 978-3-8353-1568-6</p>



<p>Ralph Schock (Hg.):
„Cher Georges“ – „Cher Eugen“ – Die Korrespondenz zwischen Eugen Helmlé und Georges Perec (1966 – 1982)
Reihe Spuren.
Conte-Verlag, St. Ingbert 2015
ISBN 978-3-95602-033-9</p>



<p>Der liebste Ort auf Erden – Klogeschichten
Unionsverlag, Zürich 2015
ISBN 978-3-293-00486-3</p>



<p>Markus Gestier, Ralph Schock (Hg.):
Verleger, Autor, Politiker – Ein Buch für Alfred Diwersy
Conte-Verlag, St. Ingbert 2017
ISBN 978-3-95602-118-3</p>



<p>W.G. Sebald:
Eine Hommage – Mit einer Lesung von W. G. Sebald sowie Erinnerungen an Max
Beiträge von W. G. Sebald und Sigrid Damm, Wolfgang Hörner, Michael Krüger, Florian Radvan, Ralph Schock, Uwe Schütte, Jan Peter Tripp.
Hg. von Ralph Schock
SR 2 Edition Nr. 14, 2 CDs (73’26 &amp; 72‘01“), Saarländischer Rundfunk 2017</p>



<p>Ralph Schock:
Kaffeeschmuggler und Steckdosenmäuse – Eine Kindheit in den 50ern
Verbrecher-Verlag, Berlin, 2017
ISBN 978-3-95732-278-4</p>



<p>Ralph Schock (Hg.):
Joseph Roth: Die Rebellion
Wallstein Verlag, Göttingen 2020²
ISBN 978-3-8353-3690-2</p>



<p>Ralph Schock (Hg.):
Also heraus und weit weg! Expressionismus - Eine Epoche und die Saarregion - Lese- und Bilderbuch (Reihe Spuren), Conte-Verlag, St. Ingbert 2020
ISBN 978-3-9560-2208-1</p>



<p>Ralph Schock (Hg.):
Edith Aron: Auf Wegen und Pfaden – Ein Lesebuch (Reihe Spuren), Conte-Verlag, St. Ingbert 2023, ISBN 978-3-95602-264-7</p>



<p>Ralph Schock (Hg.):
Georg K. Glaser: Die Geschichte des Weh, Werke Bd. 4
ça ira-Verlag, Freiburg/Wien 2023, ISBN 978-3-86259-186-2</p>



<p>Ralph Schock:
Interne Ermittlungen. Erzählungen, Verbrecher-Verlag, Berlin 2024
ISBN 978-3-95732-596-9
Die vollständige Biobibliographie von Ralph Schock kann hier heruntergeladen werden (Stand Dez. 2024):</p>



<p>(entnommen aus: „VS-Verband deutscher Schriftstellerinnen und Schriftsteller/ Verdi – Landesverband Saar“)</p>]]></content:encoded>
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	<itunes:summary><![CDATA[Die Kostprobe stellt das neue Buch des Saarländischen Autors Ralph Schock vor. Es versammelt in Inhalt und Form höchst unterschiedliche Erzählungen der vergangenen Jahre: Porträts von Personen, die für ihn wichtig waren, prägende Begegnungen und inspirierende Bekanntschaften, belastende, denkwürdige und kuriose Erinnerungen an Freunde und Familie, aus Kindheit, Reisen und Beruf.



Die umfangreichste und spannendste Erzählung daraus, wird er selbst vorlesen, nachdem er kurz Inhalt und Entstehung seines neuen Prosabands skizziert hat.
Ralph Schock wurde 1952 in Ottweiler im Saarland geboren, nach dem Zivildienst hat er in Saarbrücken Germanistik und Philosophie studiert und über Gustav Regler promoviert. Von 1987 bis 2017 war er Literaturredakteur beim Saarländischen Rundfunk, zuletzt Leiter der Literaturredaktion.
Er hat zahlreiche literarische, journalistische und wissenschaftliche Bücher und Beiträge veröffentlicht und ist Herausgeber und Mitherausgeber wichtiger Werke von Autoren und über Literatur.





Biographie:



Geboren 1952 in Ottweiler (Saarland). Germanistik- und Philosophie-Studium. 1973 – 1974 Ersatzdienst. Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität des Saarlandes (1977 – 1984). 1984 Dissertation über Gustav Regler: „Literatur und Politik (1933 – 1940)“.
Seit 1978 Mitglied im Schriftstellerverband (VS), seit 2010 im PEN.
1987 – 2017 Literaturredakteur beim Saarländischen Rundfunk. Zahlreiche Gesprächssendungen mit Autoren bzw. zu literarischen Themen.



Jurortätigkeit, u.a. Kunstpreis des Saarlandes; Open Mike (Berlin); Gustav-Regler-Preis; Hans-Bernhard-Schiff-Preis; Eugen-Helmlé-Übersetzerpreis, Künstlerhaus Lukas (Ahrenshoop).





Veröffentlichungen:



Literarische, journalistische und wissenschaftliche Publikationen, u.a. Heinrich-Mann-Blätter, Jahrb. für internat. Germanistik, Frankfurter Hefte, Die Feder, Kunst &amp; Kultur, VS – Vertraulich, Frankfurter Rundschau, OPUS, saargeschichte(n), Sinn und Form, europe, Text-Kritische Beiträge, Streckenläufer, Schreibheft etc.



Herausgeber der Buchreihe Spuren (Texte von Theodor Balk, François-Régis Bastide, Alfred Döblin, Ilya Ehrenburg, Harald Gerlach, Hermann Hesse, Giwi Margwelaschwili, Joseph Roth, Philippe Soupault, Korrespondenz Eugen Helmlé – Georges Perec, Edith Aron, ).



Herausgeber der Buchreihe Abiturreden (seit 1999). Reden von Wilhelm Genazino, Birgit Vanderbeke, Herta Müller, Guntram Vesper, Dieter Wellershoff, Raoul Schrott, Ulrike Kolb, Feridun Zaimoglu, Ulrich Peltzer, Christoph Hein, Juli Zeh, Thomas Hürlimann, Sibylle Lewitscharoff, Martin Mosebach. Jenny Erpenbeck, Marcel Beyer, Jan Wagner, Anne Weber.



Mitherausgeber der Gustav-Regler-Werkausgabe, z.B.:



• Juanita; 1998
• Briefwechsel mit Klaus Mann (Supplement der Werkausgabe); 2013
• Briefe 1915 – 1940 (hg. mit Günter Scholdt) 2013
Verlag Stroemfeld/Roter Stern, Frankfurt a. M./Basel



Publikationen zur zeitgenössischen deutschsprachigen Literatur, Gespräche mit Autoren, Veröffentlichungen zur saarländischen Landes- und Literaturgeschichte.



Weitere Buchveröffentlichungen:



Ralph Schock: Gustav Regler – Literatur und Politik (1933-1940)
(Saarbrücker Beiträge zur Literaturwissenschaft, Bd. 10)
R.G. Fischer Verlag, Frankfurt/M. 1984



Ralph Schock (Hg.):
„Haltet die Saar, Genossen!“ – Antifaschistische Schriftsteller im Abstimmungskampf 1935
Verlag J.H.W. Dietz Nachf., Bonn – Berlin 1984



Theodor Balk: Hier spricht die Saar – Ein Land wird interviewt
Hg. mit e. Nachwort von Ralph Schock
Werner J. Röhrig Verlag, St. Ingbert 1984



Gustav Regler – Dokumente und Analysen – Tagebuch 1940 und Werkinterpretationen – Festgabe für Gerhard Schmidt-Henkel,
Hg. von Uwe Grund, Ralph Schock u. Günter Scholdt,
Saarbrücker Druckerei u. Verlag, Saarbrücken 1985
ISBN 3-921646-97-9



Saargeschichte im Plakat 1918 – 1957
Hg. von Gerhard Paul und Ralph Schock
Buchverlag Saarbrücker Zeitung, Saarbrücken 1987



In diesem fernen Land – Eine saarländische Anthologie
Hg. von Ralph Schock]]></itunes:summary>
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		<title>Kostprobe: Cliffhänger im BulliRalph Schock: „Interne Ermittlungen“ Erzählungen</title>
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Die umfangreichste und spannendste Erzählung daraus, wird er selbst vorlesen, nachdem er kurz Inhalt und Entstehung seines neuen Prosabands skizziert hat.
Ralph Schock wurde 1952 in Ottweiler im Saarland geboren, nach dem Zivildienst hat er in Saarbrücken Germanistik und Philosophie studiert und über Gustav Regler promoviert. Von 1987 bis 2017 war er Literaturredakteur beim Saarländischen Rundfunk, zuletzt Leiter der Literaturredaktion.
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