Vor hundert Jahren, am 3. Juni 1926, wurde Allen Ginsberg in New Jersey geboren. Er gilt als einer der wichtigsten Vertreter der (literarischen) „Beat-Generation“.
Und wie Ingeborg Bachmann, die drei Wochen nach ihm auf die Welt kam, eine neue Epoche der deutschen Lyrik einläutete, so begann schon mit seinem ersten veröffentlichten Gedicht „HOWL“ eine neue Lyrikepoche der USA.
Sein „Geheul“ ist ein radikales Poem von 1955, ein Rundschlag gegen den Moloch der konsumkapitalistischen USA, eine Feier der (Homo)Sexualität, bewusstseinserweiternder Drogen, des Jazz, ein Ritus der umstürzenden Heiligkeit alles Lebendigen, eine Wehklage über den Wahnsinn und in Irrenanstalten Misshandelten und Internierten…
…wie seine Mutter, eine russische Emigrantin und engagierte Kommunistin, die mit Elektroschocks traktiert wurde und im Jahr darauf verstarb.
Das Gedicht „Howl“ hat seinen Ruhm begründet und 1956 einen Skandal ausgelöst, es wurde als obszön verboten und sein Verleger verhaftet. Ginsberg gehörte zu den frühesten Personen der Öffentlichkeit, die sich offen zu ihrer Homosexualität bekannten, er experimentierte mit bewusstseinserweiternden Drogen, er vertrat linke und anarchistische Theorien, so konsequent, dass ihn die kommunistischen Betonköpfe 1965 aus Kuba nach Prag abschoben, wo er bald wegen Unruhestiftung und Propagierung der Homosexualität von den stalinistischen Betonköpfen verhaftet und ausgewiesen wurde.
Später wurde Allen Ginsberg Buddhist. Er hat den Begriff der „Flower-Power“-Bewegung geprägt, war mit Bob Dylan befreundet und hat Spuren in der Musik von Leonard Cohen und Paul McCartney hinterlassen.
Allen Ginsberg

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